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Belgien

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Koninkrijk België (niederländisch)

Royaume de Belgique (französisch)
Königreich Belgien (deutsch)

Flagge Belgiens
Flagge Wappen
Wahlspruch:
Eendracht maakt macht (niederländisch)
L’union fait la force (französisch)
Einigkeit macht stark (deutsch)
Amtssprache Niederländisch, Französisch, Deutsch
Hauptstadt Brüssel
Staatsform Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt König Albert II.
Regierungschef Premierminister Elio Di Rupo
Fläche 30.528[1] km²
Einwohnerzahl 10.951.266[2] (1. Januar 2011)
Bevölkerungsdichte 359 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt nominal (2010)[3] 465.676  Mio. US$ (22.)
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 42.630 US$ (17.)
Human Development Index 0,867 (18.)[4]
Währung Euro (€) 1 Euro = 100 Cent
Unabhängigkeit 4. Oktober 1830 (Proklamation)
19. April 1839 (internationale Anerkennung)
Nationalhymne Brabançonne
Nationalfeiertag 21. Juli (Tag der Vereidigung des 1. belgischen Königs, Leopold I.)
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen B
Internet-TLD .be
Telefonvorwahl +32

Das Königreich Belgien (niederländisch  Koninkrijk België?/i, französisch Royaume de Belgique) ist ein Staat in Westeuropa. Es liegt an der Nordsee und grenzt an die Niederlande, an Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Belgien hat etwa 11 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 30.528 Quadratkilometern.

Seit der Unabhängigkeit 1830 und Verfassungsgebung 1831 ist Belgien eine parlamentarische Monarchie. Im Norden des Königreiches lebt eine mehrheitlich niederländischsprachige flämische Bevölkerung, im wallonischen Süden hingegen wird mehrheitlich Französisch gesprochen. Im Osten des Landes sind westmitteldeutsche Mundarten verbreitet.

Der anhaltende flämisch-wallonische Konflikt prägt die gegensätzlichen Interessen der Vertreter der beiden großen Bevölkerungsgruppen in der belgischen Politik. Seit den 1970er-Jahren wird versucht, diesem Problem durch eine Dezentralisierung der Staatsorganisation zu begegnen. Dazu wurde Belgien in einen Bundesstaat aus Regionen und Gemeinschaften umgewandelt. Die drei Gemeinschaften (flämische, französische, deutschsprachige) und die Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt bilden heute die politische Grundlage des Landes.

Belgien ist Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), der heutigen Europäischen Union (EU), deren wichtigste Institutionen in seiner Hauptstadt Brüssel ihren Sitz haben. Zusammen mit den Niederlanden und Luxemburg bildet Belgien den Verbund der Benelux-Staaten.

Landesname und Überblick

Der Name Belgien rührt von der Römischen Provinz Gallia Belgica her. Dieser nördliche Teil Galliens wurde von Stämmen keltischer und germanischer Herkunft, den Belgae, bewohnt. Im 18. Jahrhundert galt das französische Adjektiv belge oder belgique dann als Übersetzung von Nederlands („niederländisch“); der kurzlebige unabhängige belgische Staat von 1790 hieß z. B. auf Französisch „États belgiques unis“ und wurde auf Niederländisch meist „Verenigde Nederlandse Staten“ genannt. Später beschränkte sich der Gebrauch von belge und belgique mehr und mehr auf die Südlichen Niederlande, das heutige Belgien. Seit Ende des Mittelalters bis ins 17. Jahrhundert war Belgien ein Hort kulturellen und wirtschaftlichen Reichtums. Ab dem 16. Jahrhundert war Belgien Schauplatz vieler Schlachten der europäischen Machthaber, so auch während des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Belgien nahm intensiv an der Industriellen Revolution teil und besaß Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere Gebiete außerhalb Europas.

Land

Geographie

Abgesehen vom Bergland der Ardennen im Südosten ist Belgien weitgehend eben. Die Küste ist 72,3 km lang. 25 Prozent der Landfläche werden für Landwirtschaft genutzt. Ungefähr 95 Prozent aller Belgier leben in Städten. Laut den Berechnungen des Königlichen Belgischen Instituts für Naturwissenschaften hat Belgien eine Fläche von 30.528 km².

Gewässer

Es gibt unter anderem folgende Flüsse und Kanäle:

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Belgiens

Als Provinz Belgica – ein von Cäsar eingeführter Name – erlebte das heutige Gebiet Belgien viele Herrschaften. Es war im Frühmittelalter Teil des fränkischen Reiches und wurde bei dessen Teilungen ebenfalls immer wieder geteilt. Später war es überwiegend Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches und zerfiel in einzelne Herzogtümer und Grafschaften.

Vom Hochmittelalter bis zur frühen Neuzeit stellten die Städte Flanderns mit ihren Tuchindustrien eines der beiden Zentren der europäischen Wirtschaft dar (neben den Städten Norditaliens). Die einzelnen Territorien gerieten politisch unter das Haus Burgund, das 1477 von den Habsburgern beerbt wurde.

Zunächst regierte der spanische Zweig der Habsburger, danach der österreichische. 1794 wurde es vom revolutionären Frankreich annektiert. 1815, auf dem Wiener Kongress, wurde Belgien den Niederlanden zugesprochen.

Nach der belgischen Revolution wurde Belgien 1830 unabhängig. Es wurde eine parlamentarische Monarchie errichtet und Leopold von Sachsen-Coburg zum ersten König der Belgier ernannt. Leopold II., Sohn des ersten Königs, erwarb den Kongo in Afrika als Privatbesitz. Nachdem die brutalen Exzesse bei der wirtschaftlichen Ausbeutung des Kongo international bekannt geworden waren, musste Leopold das Gebiet 1908 als Kolonie an den belgischen Staat abtreten. Während Leopolds Schreckensherrschaft waren in dem afrikanischen Land schätzungsweise 10 Millionen Menschen durch Sklaverei und Zwangsarbeit ums Leben gekommen.[6] 1960 wurde der Kongo unabhängig.

Im Ersten Weltkrieg wurde das neutrale Belgien entsprechend dem Schlieffen-Plan in die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Frankreich als Durchgangsland einbezogen und von der kaiserlichen deutschen Armee fast gänzlich eingenommen. Auf den Partisanenkrieg der französischsprachigen Belgier (Wallonen) reagierte das deutsche Militär mit Vergeltungsschlägen in Form von Erschießungen, Bränden und Geiselnahmen. In Dinant und mehreren anderen belgischen Städten kam es zu regelrechten Massakern an der Zivilbevölkerung. Ob es überhaupt eine größere Partisanenaktivität gegeben hatte, ist heute umstritten (siehe Francs-tireurs). Im Verlauf des Stellungskrieges wurden außerdem viele Städte in Flandern zerstört. Als in Deutschland die Arbeitskräfte knapp wurden, mussten Zehntausende belgische Zivilisten – Flamen wie Wallonen – Zwangsarbeit für das deutsche Militär und die deutsche Rüstungsindustrie leisten.[7]

Nach dem Krieg annektierte Belgien die mehrheitlich von Deutschen bewohnten Gebiete der Region um Eupen und Malmedy, die weiteren eingeforderten Gebiete bis zum Rhein hin wurden dem Staat allerdings nicht übertragen. Die vertraglich vereinbarte Volksabstimmung in Eupen-Malmedy wurde vom belgischen Staat unter extrem undemokratischen Bedingungen durchgeführt, da man mit einer Abstimmungsniederlage rechnete. Belgien beteiligte sich später auch an der Ruhrbesetzung.

Im Zweiten Weltkrieg verhielt sich das Land anfangs neutral, wurde aber wieder als Durchgangsland nach Frankreich besetzt, verlor seine annektierten Gebiete wieder und gelangte in den Einflussbereich der deutschen NS-Diktatur. Teile der Bevölkerung, wie Juden, Sinti und Roma wurden in Konzentrationslager deportiert.[8] Bis zur Befreiung durch die Westalliierten hatte es – wie halb Europa – unter der Willkürherrschaft der nationalsozialistischen Diktatur und die jüdische Bevölkerung unter ihrer Verfolgung und Vernichtung zu leiden; Städte und Landschaften blieben aber weitgehend von Kriegszerstörungen verschont. Lediglich im Osten des Landes, vor allem um Sankt Vith und Bastogne, führte die Ardennenoffensive im Winter 1944/45 zu schweren Zerstörungen.

Die bereits seit 1944 geplante Zoll- und Wirtschaftseinheit von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg wurde im Haager Vertrag am 3. Februar 1958 vereinbart und ist am 1. November 1960 in Kraft getreten (Beneluxländer). Belgien gehörte zu den Gründerstaaten der EWG und spielte seither eine wichtige Rolle im europäischen Einigungsprozess. Das Land wurde Sitz internationaler Organisationen, wie der NATO und der Europäischen Union.

Die Innenpolitik seit dem Zweiten Weltkrieg war von einer Föderalisierung geprägt, die insbesondere sezessionistische Tendenzen der verschiedenen Sprachräume abzumildern versuchte. Zeitweise gewannen die jeweiligen auf eine Unabhängigkeit der Landesteile zielenden Parteien jedoch große Wähleranteile für sich.

Siehe auch: Liste der belgischen Premierminister, Belgisch-Kongo, Flämisch-wallonischer Konflikt und Flämische Bewegung

Recht

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Das ist jetzt aber wohl ein schlechter Scherz? -- Chaddy · DDÜP 06:59, 2. Jan. 2012 (CET)
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Hauptartikel: Recht Belgiens

Politik

Staatsform und Institutionen

Datei:Brussel Parlementsgebouw.jpg
Der Palast der Nation, Sitz des belgischen Bundesparlaments

Belgien ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Monarchie mit einem Zweikammerparlament. Die Bundeslegislative setzt sich zusammen aus dem König sowie den beiden Parlamentskammern, der bedeutenderen Abgeordnetenkammer mit 150 und dem Senat mit 71 Mitgliedern. Der König gehört gleichzeitig auch der Exekutive an, die er zusammen mit der 15-köpfigen Regierung bildet, der wiederum der Premierminister als primus inter pares vorsteht.

Die föderalen Institutionen sind verantwortlich für Justizwesen, Finanzpolitik, innere Sicherheit, Außenpolitik, Landesverteidigung und soziale Sicherheit.

Parteien

Die meisten Parteien, vor allem die größeren, haben ihre Basis entweder in Flandern oder in Wallonien. Die deutschsprachigen Parteien sind nur regional tätig.

Parteien der Regionen Flandern und Wallonien im Bundesparlament
Partei Sitze[9] Anmerkung
Flämische Parteien
Nieuw-Vlaamse Alliantie (N-VA) 27 flämische Separatisten, ehemals verbunden mit den flämischen Christdemokraten
Christen-Democratisch en Vlaams (CD&V) 17 flämische Christdemokraten
Socialistische Partij Anders (SP.a) 13 flämische Sozialisten
Open Vlaamse Liberalen en Democraten (Open VLD) 13 flämische Liberale
Vlaams Belang 12 flämische rechtspopulistische Separatisten, ehemals Vlaams Blok
Groen! 05 flämische Grüne, ehemals Agalev und SLP
Libertair, Direct, Democratisch (LDD) 01 flämische rechtsliberale Abspaltung der VLD
Wallonische Parteien
Parti Socialiste (PS) 26 französischsprachige Sozialisten
Mouvement Réformateur (MR) 18 französischsprachige Liberale
Centre Démocrate Humaniste (cdH) 09 französischsprachige Christdemokraten
Ecolo 08 französischsprachige Grüne
Parti Populaire (PP) 01 französischsprachige rechtsliberale Partei

Flämisch-wallonischer Konflikt

Belgien ist von innerer Zerrissenheit, vor allem zwischen der flämischen und wallonischen Volksgruppe, geprägt. Tendenziell nehmen die Spannungen eher zu. Insbesondere die Wahlerfolge separatistischer flämischer Parteien führten zu der häufig geäußerten Annahme, dass es letztendlich früher oder später zu einer Abspaltung Flanderns vom belgischen Gesamtstaat käme. Als problematisch wird hierbei insbesondere der künftige Status der von der französischsprachigen Bevölkerungsgruppe geprägten Hauptstadt Brüssel und seines verwaltungsmäßig zu Flandern gehörenden Umlandes, die zusammen den Wahlkreis Brüssel-Halle-Vilvoorde bilden, sowie die bisherige Einbindung Belgiens in verschiedene internationale Organisationen gesehen; zudem wäre die Zukunft des Königshauses ungewiss.

Aktuelle politische Entwicklungen

Im März 2008 verständigten sich flämische und wallonische Christdemokraten (CD&V und cdH) und Liberale (VLD und MR) sowie die wallonischen Sozialisten (PS) auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung mit Yves Leterme (CD&V) als Ministerpräsidenten. Leterme wurde daraufhin am 20. März 2008 gewählt.[10]

Am 18. Dezember 2008 teilte der Kassationshof, das höchste ordentliche Gericht in Belgien, in einem Brief an den Kammervorsitzenden Herman Van Rompuy mit, dass Leterme versucht habe, das Gericht in der Frage des geplanten Verkaufs der belgischen Bank Fortis an den französischen Finanzkonzern BNP Paribas zu beeinflussen; dies hatte Leterme kurz zuvor noch bestritten. Tags darauf trat die gesamte Regierung Leterme zurück.[11]

Ab dem 30. Dezember 2008 führte Herman Van Rompuy (CD&V) die belgische Föderalregierung, welche sich aus derselben Fünfparteien-Koalition zusammensetzte. Nachdem er jedoch am 19. November 2009 zum ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rates designiert wurde, legte er sein Amt als Premierminister am 25. November 2009 wegen Unvereinbarkeit der Ämter nieder. Am gleichen Tag noch wurde Yves Leterme erneut zum Premierminister ernannt und führte seither seine zweite Föderalregierung in dieser Legislaturperiode.[12]

Diese zweite Regierung unter Yves Leterme zerbrach im April 2010 wieder, als nach internen Streitigkeiten um eine Lösung im Konflikt um den zweisprachigen Wahlkreis Brüssel-Halle-Vilvoorde die flämische liberale Partei Open VLD ihren Rückzug aus der Regierung bekanntgab.[13] Bei den vorgezogenen Neuwahlen am 13. Juni 2010 gewann die separatistische Neu-Flämische Allianz (N-VA) unter Bart De Wever 27 der 150 Sitze und stellt damit unter den flämischen Parteien die stärkste Fraktion im Parlament. In Wallonien wurde die sozialistische PS von Elio Di Rupo stärkste politische Kraft.

König Albert II. setzte dann nacheinander acht verschiedene Vermittler ein, die allesamt mit einer Regierungsbildung scheiterten. Erst Elio Di Rupo gelang es als offizieller Formateur in seiner Sondierung mit sechs Parteien, eine Koalitionsregierung zu bilden. Der Wahlsieger in Flandern, die rechtskonservativ-separatistische N-VA, nahm an diesen Verhandlungen nicht teil; damit hat die Regierung Di Rupo I, die am 5. Dezember 2011 ernannt wurde, keine Mehrheit auf flämischer Seite.[14] Mit dem Sozialisten Elio Di Rupo ist erstmals seit dem Ende der letzten Regierung von Paul Vanden Boeynants 1979 ein Frankophoner Ministerpräsident Belgiens.

Seit den Wahlen vom Juni 2010 war die Regierung Leterme geschäftsführend im Amt. Die Zeitspanne von 540 Tagen von der Wahl bis zur Bildung einer neuen Regierung stellt einen Rekord in der modernen Weltgeschichte dar.

Europapolitik

Belgien hat eine strategische geographische Position im Herzen Europas, inmitten eines europäischen Ballungsraumes und in der Nähe der größten Seehäfen. Dadurch besteht auch eine gewisse Abhängigkeit vom internationalen Handel, wobei die wichtigsten Handelspartner die Nachbarstaaten Niederlande, Deutschland und Frankreich sind. Das macht Belgien zu einer der offensten Volkswirtschaften in der Europäischen Union (EU). Vor diesem Hintergrund verfolgt Belgien traditionell eine Öffnungspolitik zu den europäischen Nachbarn, zum einen durch die Benelux-Gemeinschaft, zum anderen im Rahmen des Europarates und der EU, zu deren Gründungsmitgliedern Belgien gehört. Das Land ist ebenfalls Gründungsmitglied der europäischen Währungsunion. Eurobarometer-Umfragen zeigen regelmäßig, dass die belgische Bevölkerung etwa zu zwei Drittel pro-europäisch eingestellt ist, was über dem EU-Durchschnitt von knapp über 50 % liegt.[15] Die belgische Hauptstadt Brüssel ist Sitz mehrerer EU-Institutionen und Agenturen wie die Kommission, das Parlament, der Ministerrat, der Wirtschaft- und Sozialausschuss oder der Ausschuss der Regionen, sowie zahlreicher Lobbying Gruppen, NGOs usw., die im Bereich der Europapolitik arbeiten.

Die belgischen Regierungen seit 1945 haben sich für den Aufbau Europas eingesetzt. Unter belgischem Ratsvorsitz in der zweiten Hälfte 2001 wurde die Einberufung des Verfassungskonvents beschlossen, der ein paar Jahre später den Vertrag über eine Verfassung für Europa (VVE) hervorbringen sollte. Belgien setzte sich für den Ratifizierungsprozess des VVE ein und, nach dessen Scheitern, für die Erhaltung der Substanz des VVE im Vertrag von Lissabon, der am 13. Dezember 2007 unterschrieben wurde und am 1. Dezember 2009 in Kraft trat.

Belgiens Verteidigungspolitik stützt sich nicht nur auf die NATO (Belgien ist Gründungsmitglied), sondern auch auf die EU im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP). Die Hauptstadt Brüssel ist sowohl Sitz der NATO Hauptorgane als auch der Europäischen Verteidigungsagentur der EU, was Belgien zum Zentrum der euro-atlantischen Verteidigungsstrukturen macht. Das Land stellt für die European Battle Groups Truppen bereit und beteiligt sich an Einsätzen der EU, z. B. an der EUFOR. Durch seine historischen Verbindungen zum Kongo hat sich Belgien als Meinungsführer bei Angelegenheiten der Großen Seen und Zentralafrikas innerhalb der EU etabliert und ist maßgeblich bemüht um eine friedliche Stabilisierung des Ostkongo.

Durch Belgiens föderale Struktur, die der Lokalebene außerordentlich viele Kompetenzen zuweist, sind sowohl die Regionen als auch die Gemeinschaften maßgeblich an der Formulierung der belgischen Europapolitik beteiligt, aber auch von der Umsetzung politischer Ziele der EU betroffen – was auch eventuelle lokale Unterschiede bei der Umsetzung erklärt. Zum Beispiel sind sie zuständig für Kulturpolitik und können in diesem Bereich Verträge mit ausländischen Staaten abschließen, sodass sie im Ausland ein eigenständiges Profil aufgebaut haben, z. B. indem sie in einigen belgischen Botschaften Kulturreferenten stellen.

In der zweiten Hälfte 2010 hat Belgien den Vorsitz des Ministerrates inne. Diese belgische Ratspräsidentschaft bildet das Mittelstück der Trio-Präsidentschaft mit Spanien (erste Hälfte 2010) und Ungarn (erste Hälfte 2011). Nach dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon wurde der Belgier Herman Van Rompuy in das neugeschaffene Amt des Präsidenten des Europäischen Rates berufen.

Militär

Die Belgischen Streitkräfte (frz. Armée belge, ndl. Defensie van België) untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps (niederländisch Medische Component, französisch Corps médical). 2006 hatten die Belgischen Streitkräfte eine Stärke von 35.000 Mann. Der freiwillige Wehrdienst wurde formell 1994 abgeschafft. Die Verteidigungsausgaben betrugen 2006 2,5 Milliarden Euro.

Die Landstreitkräfte sind mit 24.600 die größte der Teilstreitkräfte. Sie können auf einen Fuhrpark von 300 Kampfpanzern, 989 gepanzerten Fahrzeugen und 288 Artilleriegeschützen zurückgreifen.

Die belgische Luchtmacht bzw. Force Aérienne Belge ist mit 6.350 Mann die zweitgrößte Teilstreitkraft. Ihr stehen 72 F-16 Kampfflugzeuge sowie 31 Hubschrauber zur Verfügung.

Die Marine ist in einem gemeinsamen Benelux-Kommando organisiert. Sie verfügt über zwei Wielingen – Fregatten, sechs Minenjäger und ein Flusspatrouillenschiff.

Polizei

Die Polizeireform von 2001 hat eine auf zwei Ebenen strukturierte integrierte Polizei geschaffen:

  • Föderale Polizei (Federale Politie, Police Fédérale), mit einem Generalkommissariat und drei Generaldirektionen (der Verwaltungspolizei, der Kriminalpolizei und der Direktion für Unterstützung und Verwaltung). Diese sind zum Teil auch auf Provinz- bzw. Gerichtsbezirksebene dezentralisiert.
  • Lokale Polizei (Lokale Politie, Police Locale) mit ihren momentan 195 Polizeizonen ist aus kommunalen Polizeieinheiten und der bis 2001 bestehenden Rijkswacht/Gendarmerie gebildet worden.

Gliederung

Hauptartikel: Politisches System Belgiens
Datei:BelgieGemeenschappenkaart.svg
Die Gemeinschaften Belgiens:
  • Flämische Gemeinschaft
  • Französische Gemeinschaft
  • Deutschsprachige Gemeinschaft
  •  Brüssel-Hauptstadt (zweisprachig)
  • Datei:Gewestenkaart.svg
    Die Regionen Belgiens:
  • Flämische Region
  • Wallonische Region
  • Region Brüssel-Hauptstadt
  • Belgien ist seit 1993 ein Bundesstaat, der sich sowohl in drei Regionen als auch in drei Gemeinschaften gliedert. Als nachgeordnete Verwaltungseinheiten bestehen zehn Provinzen und 43 Arrondissements. Die lokale Selbstverwaltung wird von den 589 Gemeinden ausgeübt.

    Sowohl die Regionen als auch die Gemeinschaften sind Gliedstaaten des belgischen Bundesstaates; sie unterscheiden sich durch ihre territoriale Abgrenzung und ihre Kompetenzen. Die Regionen (ndl. gewesten, frz. régions) sind zuständig für große Bereiche der Wirtschafts-, Umwelt-, Verkehrs- und Agrarpolitik, zudem üben sie die Rechts- und ggf. Fachaufsicht über Provinzen, Arrondissements und Gemeinden aus. Die Gemeinschaften (ndl. gemeenschappen, frz. communautés; früher häufig auch als Kultur- bzw. Sprachgemeinschaften bezeichnet) verantworten das gesamte Bildungswesen, die Kulturpolitik sowie weitere „personenbezogene Angelegenheiten“ (Bereiche der Familien-, Gesundheits- und Sozialpolitik, u. a. die öffentlichen Krankenhäuser). Auch im Vergleich mit anderen Bundesstaaten verfügen Regionen und Gemeinschaften zusammengenommen über ein hohes Maß an Kompetenzen, zudem können sie in ihren Verantwortungsbereichen eigenständig Verträge mit ausländischen Staaten abschließen. Vom belgischen Staat abgeschlossene internationale Verträge, die Kompetenzen der Regionen bzw. Gemeinschaften betreffen, bedürfen der Zustimmung von deren Parlamenten; dies gilt beispielsweise für die Verträge der Europäischen Union. Bei der Bundesebene sind vor allem die Zuständigkeit für Außen-, Verteidigungs- und Finanzpolitik, die sozialen Sicherungssysteme sowie die Polizei und Justiz verblieben.

    Die territoriale Abgrenzung der Regionen und Gemeinschaften richtet sich nach den Sprachgebieten: Die Flämische Region umfasst das niederländische Sprachgebiet, die Wallonische Region das französische und das deutsche Sprachgebiet, die Region Brüssel-Hauptstadt das zweisprachige französisch-niederländische Gebiet. Die Flämische Gemeinschaft übt ihre Befugnisse auf dem niederländischen und dem zweisprachigen Sprachgebiet aus, die Französische Gemeinschaft auf dem französischen und dem zweisprachigen Sprachgebiet, die Deutschsprachige Gemeinschaft auf dem deutschen Sprachgebiet. Regionen und Gemeinschaften verfügen jeweils über ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Allerdings haben die Flämische Gemeinschaft und die Flämische Region ihre Institutionen zusammengelegt, so dass es nur ein Flämisches Parlament und eine Flämische Regierung gibt, die sowohl die Befugnisse der Region als auch die der Gemeinschaft ausüben.

    Außerdem kennt man in Belgien auf einer tieferen Verwaltungsebene die insgesamt zehn Provinzen, die innerhalb der Regionen liegen:

    Die unterste Verwaltungsebene stellen die 589 Gemeinden dar (siehe auch Liste der Gemeinden Belgiens).

    Einwohner

    Bevölkerung

    Datei:Belgium demography.svg
    Bevölkerungsentwicklung 1948–2009

    Die Bevölkerung Belgiens wird in der Regel in Sprachgruppen eingeteilt. Genaue Daten zur tatsächlichen Verteilung sind seit der Festlegung der Sprachgrenze 1962 nicht mehr erhoben worden. Hiernach stellen die niederländischsprachigen Flamen etwa 60 Prozent der Bevölkerung. Die Wallonen und die französischsprachigen Bewohner der Region Brüssel-Hauptstadt und ihres Umlandes, die meist zusammenfassend als französischsprachige Belgier bezeichnet werden, umfassen etwa 40 Prozent der Einwohner des Landes. Hinzu kommt die kleine deutschsprachige Bevölkerungsgruppe im Osten des Landes mit unter einem Prozent (rund 74.000 Einwohner), sowie eine kleine luxemburgisch sprechende Minderheit in der Region um Arlon. Als Voyageurs[16] oder Woonwagenbewoners[17] werden in Belgien lebende Gruppen sowohl der Jenischen[18], Manouches und Roma, als auch einheimische Wohnwagenbewohner bezeichnet. Die gens du voyage werden auf insgesamt 15.000 bis 20.000 Personen, entsprechend 0,15 % der belgischen Bevölkerung, geschätzt.[19] Die weitere Wohnbevölkerung besteht aus Zugewanderten aus vielen Teilen Europas und Afrikas.

    Sprachen

    In Belgien gibt es heute drei Amtssprachen, Niederländisch, Französisch und Deutsch.

    Seit der Unabhängigkeit Belgiens 1830 galt allein Französisch als Amtssprache des Staates. Im Jahr 1873 wurde Niederländisch als zweite offizielle Amtssprache im belgischen Königreich rechtlich anerkannt, trotzdem blieb die Verwaltungs- und Unterrichtssprache in ganz Belgien allein Französisch. 1919, also nach dem Ersten Weltkrieg, kam Deutsch als Amtssprache für die Menschen im neu hinzugewonnenen Gebiet im Osten dazu. Erst danach forderte die große Mehrheit der Flamen mit Nachdruck, dass ihre niederländische Muttersprache auch als Verwaltungs- und Unterrichtssprache an Schulen und Universitäten verwendet und der französischen Amtssprache gleichgestellt werden sollte. 1921 erkannte die belgische Regierung die territoriale Einsprachigkeit seiner Bewohner in den drei regionalen Sprachgebieten an: die niederländische Sprachzone Flandern, die französische Sprachzone Wallonie und die daran grenzende neue deutsche Sprachzone in Ostbelgien. Das letztere Gebiet gehörte zuvor zum Deutschen Reich und war nach dem Ersten Weltkrieg und dem Versailler Vertrag Belgien angeschlossen worden.

    Den Status von Regionalsprachen haben seit 1990 Lothringisch, Champenois, Francique, Picardisch und Wallonisch.

    Religion

    Hauptartikel: Religion in Belgien
    Datei:SteGudule.jpg
    Michael und St. Gudula Kathedrale in Brüssel

    Etwa 75 Prozent der belgischen Staatsbürger sind römisch-katholisch, rund 1 Prozent gehören einer protestantischen Kirche an und 4 Prozent islamischen Gemeinden. Der Anteil Konfessionsloser beträgt etwa 20 Prozent.

    Die föderale belgische Regierung unterstützt und erkennt sechs Religionen und eine nicht-konfessionelle Weltanschauung an: die Anglikanische Kirche, den Islam, das Judentum, die römisch-katholische Kirche, die Orthodoxe Kirche, eine unierte protestantische Kirche und die Freigeistige Weltanschauungsgemeinschaft.

    Homosexualität

    Homosexualität ist in Belgien gesellschaftlich weitgehend akzeptiert. Die gesellschaftliche Toleranz gegenüber Homosexuellen ist verhältnismäßig hoch. Homosexuelle Handlungen wurden bereits im Jahr 1794 entkriminalisiert. Seit 2003 existieren zudem Antidiskriminierungsgesetze. Als zweites Land der Welt öffnete Belgien nach den Niederlanden im Jahr 2003 die Ehe.

    Bildung

    Das Bildungssystem ist in Belgien auf Grund der weit reichenden Befugnisse der einzelnen Gemeinschaften unterschiedlich, das Hochschulwesen wurde aber im Zuge des Bologna-Prozesses weitgehend auf zwischengemeinschaftlicher und europäischer Ebene vereinheitlicht. Die föderale Instanz von Belgien ist zuständig für die Pensionen der Lehrer, das Festlegen des Minimalwissens zur Erlangung eines Diploms und für die Schulpflicht (vom 6. bis zum 18. Lebensjahr).

    Schulen der flämischen Gemeinschaft

    Ab zweieinhalb oder vier Jahren besuchen Kinder normalerweise eine Art Kindergarten mit Vorschule (Kleuteronderwijs). Ab sechs Jahren gehen die Kinder sechs Jahre auf die Grundschule (Basisonderwijs). Belgische bzw. flämische Schulen sind öffentlich (flämische Gemeinschaft), frei (subventioniert; meist katholische Schulen) oder privat (nicht subventioniert). In vielen Fällen haben katholische Schulen ein höheres Niveau als staatliche. Die erste Fremdsprache ist Französisch. Es wird ab dem fünften Schuljahr unterrichtet. Ab dem siebenten Lehrjahr erfolgt der Unterricht auf einer der Sekundarschulen.

    Die Sekundärschulen (Secundair Onderwijs) werden wie folgt unterteilt:

    a) erste Schulstufe (vom 12. bis 14. Jahr)

    b) zweite und dritte Schulstufe (vom 14. bis 18. Jahr): Wahl zwischen

    • ASO (allgemeiner sekundärer Unterricht)
    • KSO (kunstbildender sekundärer Unterricht)
    • TSO (technischer sekundärer Unterricht)
    • BSO (beruflicher sekundärer Unterricht)

    c) vierte Schulstufe (ab dem 18. Jahr; keine Schulpflicht): hauptsächlich Krankenpflegeschulen

    Englischunterricht hat man ab dem zweiten Lehrjahr des sekundären Unterrichts auf einer ASO. Gewöhnlich kann ein Schüler zwischen den folgenden Richtungen wählen: Mathematik, Griechisch, Latein, Naturwissenschaften. In den späteren Jahren kommen noch weitere Richtungen wie Wirtschaft/Handel, Humanwissenschaften und moderne Sprachen hinzu. Ein Großteil der belgischen Schüler der fünften und sechsten Klasse auf einer ASO hat auch mindestens eine Stunde Deutsch pro Woche, manchmal auch drei.

    Auf KSO-Schulen, die es meistens nur in großen Städten gibt, hat der Schüler die Auswahl zwischen z. B. Comiczeichnen, Computergrafik etc. Der Schüler nimmt aber dennoch auch an Englisch- und Französischunterricht sowie Mathematik teil. Abgeschlossen wird mit dem Diploma Secundair Onderwijs (Abitur), mit dem man Zugang zu einem Hochschulstudium erhält.

    Da Schulpflicht bis 18 besteht, kann man, sobald dieses Alter erreicht wurde, die Schule verlassen oder warten, bis man das 'Diploma' bekommen hat. Ausnahmen bilden BSO-Schulen: Dort kann man schon früher die Schule verlassen und der Schulpflicht mit einer Lehre/Berufsausbildung nachkommen.

    Schulen der französischen Gemeinschaft

    Kinder können ab dem Alter von drei Jahren in einen Kindergarten (école gardienne) aufgenommen werden.

    Vom 6. bis zum 12. Lebensjahr besuchen Schüler die Primarstufe (enseignement primaire). Die Klassenstufen werden von der première primaire bis zur sixième primaire durchgezählt. Ab der deuxième primaire können die französischsprachigen Schüler als zweite Sprache Niederländisch lernen.

    Die Sekundarstufe umfasst wie die Primarstufe sechs Jahre, sie bietet zwei unterschiedliche Ausbildungsrichtungen:

    • klassisch-humanistische Richtung mit drei Jahren Ecole moyenne inférieure und nachfolgend drei Jahren Ecole moyenne supérieure mit dem Abschluss Diplôme d’humanités, das dem deutschen Abitur entspricht.
    • technisch-wirtschaftswissenschaftliche Richtung enseignement technique ou professionel mit ebenfalls sechs Jahren Unterricht und dem Abschluss Diplôme technique oder Diplôme professionnel.

    Schulen der deutschsprachigen Gemeinschaft

    Die Schulbildung hat die gleiche Alterseinteilung wie in den anderen Teilen Belgiens: Ab dem dritten Lebensjahr kann der Kindergarten besucht werden. Ab dem 5. oder 6. Lebensjahr besucht man dann eine sechsjährige Primarschule. Weitere sechs Jahre werden auf einer Sekundarschule absolviert. Einige Schulen umfassen alle drei Altersstufen, können also vom Kindergarten bis zum Abitur besucht werden. Andere Schulen können nur vom Kindergarten bis zum 6. Schuljahr besucht werden, anschließend muss auf eine andere Schule gewechselt werden. Manche Schulen sind reine Sekundarschulen (7.–12. Schuljahr).

    Bereits ab dem 1. Schuljahr wird Französisch unterrichtet. Ab dem 8. Schuljahr kommt als dritte Sprache Englisch hinzu.

    Ab dem 9. Schuljahr kann ein Schüler in einigen Schulen zwischen Sozial-, Naturwissenschaften, Sprachen, Kunst, Sekretariat, Wirtschaftswissenschaften oder Elektronik wählen.

    Bei der Sprachenabteilung (neusprachlicher Zweig) erlernt man neben Englisch und Französisch noch Italienisch, Spanisch und Niederländisch.

    Schulpflicht besteht bis zum 18. Lebensjahr, wobei man dieser Pflicht auch mit einer Lehre entsprechen kann. Dort muss man lediglich zweimal die Woche zur Berufsschule.

    In der DG gibt es auf einigen Schulen eine sogenannte berufliche Abteilung (z. B. Robert-Schuman-Institut-EUPEN[20] und Bischöfliche Schule – Technisches Institut St. Vith). Diese Abteilung ist sehr gut für lernschwache Schüler geeignet, allerdings auch für Schüler, die ihren Berufswunsch schon genau kennen. Das erhaltene Abitur ist mit einem Fachabitur zu vergleichen. Um ein solches Abitur zu erhalten, muss man die Schule noch ein Jahr länger besuchen, hier sind es nämlich insgesamt 13 Jahre.

    In den berufsbildenden Abteilungen kann ein Schüler zwischen Büro, Friseur, Kochen, Schreinerei oder sozialen Berufen wählen.

    In den darauffolgenden Jahren wird man in seinem gewählten Fach ausgebildet. Die allgemeinen Fächer sind auf ein Minimum reduziert, dafür wird man optimal auf seinen späteren Beruf vorbereitet.

    In vielen Schulen der DG ist eine gewisse Kenntnis in der deutschen Sprache Pflicht. So gibt es viele Frankophone, die der deutschen Sprache mächtig sind, weil sie eine deutschsprachige Schule besuchen oder besucht haben, aber genauso viele Deutschsprachige, die sehr gut französisch sprechen, weil sie eine französischsprachige Schule besucht haben.

    Hochschulen

    Belgien hat elf Universitäten: Niederländischsprachig: Katholische Universität Löwen (Katholieke Universiteit Leuven – KUL), Universität Gent, Universität Antwerpen (UA), transnationale Universität Limburg (Universität Hasselt – UHasselt & Universität Maastricht – UM/Niederlande), Freie Universität Brüssel (Vrije Universiteit Brussel – VUB), Katholische Universität Brüssel (Katholieke Universiteit Brussel – KUB); Französischsprachig: Université Libre de Bruxelles, Facultés Universitaires Saint Louis à Bruxelles, Université de Liège, École Polytechnique de Mons, Facultés universitaires Notre-Dame de la Paix Namur, Université catholique de Louvain in Louvain-la-Neuve.

    Den Universitäten gleichgestellte Einzelfakultäten sind die Evangelisch-Theologische Fakultät Löwen (Evangelische Theologische Faculteit), die Fakultät für Protestantische Theologie Brüssel (Faculteit voor Protestantse Godgeleerdheid) und die Königliche Militärakademie (Koninklijke Militaire School / École royale militaire).

    In Brügge befindet sich auch das renommierte Europakolleg.

    Neben den Universitäten existieren in den drei Gemeinschaften zahlreiche Hochschulen (Hautes Ecoles/Hogescholen) und mehrere Kunsthochschulen (Ecoles Supérieures des Arts).

    Wirtschaft

    Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der EU, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreicht Belgien einen Index von 118 (EU-25:100) (2005).[21]

    Verteilung der erwerbstätigen Bevölkerung nach Sektoren (Stand: 2003):

    Tourismus

    Datei:Semois.jpg
    Die Ardennen

    Der Tourismus spielt in Belgien eine große Rolle. Vor allem Deutsche, Briten, Luxemburger, Franzosen und Niederländer besuchen Belgien. Bei den Briten ist außerdem eine Art Erster-Weltkrieg-Tourismus entstanden. In Westflandern stehen noch viele alte Kriegsdenkmäler und -friedhöfe. Daneben sind die Ferienbadeorte an der belgischen Nordseeküste (Knokke-Heist, Bredene, De Panne, Nieuwpoort, Oostende u. a.) sehr beliebt. Außerdem sind auch die Ardennen eine vielbesuchte Urlaubsregion. Von der belgischen Nordseeküste aus kann man viele Tagestouren unternehmen, etwa in die Nachbarländer Frankreich und Niederlande oder Großbritannien. Als besonders nachgefragt haben sich auch Städtetouren nach Brüssel, Hasselt, Gent, Antwerpen u. a. erwiesen. Die Stadt Brügge ist aber wahrscheinlich die Stadt mit dem größten Tourismus. Sie wird gelegentlich Venedig des Nordens genannt. Es existiert ein eigenständiger Tourismusverband für Flandern sowie ein weiterer für das übrige Belgien.

    Energiepolitik

    Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zu den weltweit höchsten. Belgien besitzt zwei in Betrieb befindliche Kernkraftwerke. 1999 wurde ein Atomausstieg vom Parlament beschlossen (Siehe auch: Kernenergie nach Ländern).

    Im November 2011 wurde bekannt, dass das Land von 2015 bis 2025 aus der Atomkraft aussteigen will. Die sieben belgischen Atommeiler sollen dann schrittweise abgeschaltet werden. [22]

    Regionale Disparitäten

    Bereits seit dem 19. Jahrhundert bestehen in Belgien Streitigkeiten zwischen den französisch sprechenden Wallonen und den niederländisch sprechenden Flamen (Siehe auch: Flämisch-wallonischer Konflikt). Ein aktueller Streitpunkt hat seine Ursache in wirtschaftlichen Unterschieden zwischen den Landesteilen: Da sich die ehemals von Kohle- und Stahlindustrie geprägten wallonischen Regionen in einer Rezessionsphase befinden, ist die Arbeitslosigkeit dort im Vergleich zu den flämischen Regionen deutlich erhöht. Gleichzeitig wird das belgische Bruttonationaleinkommen zu zwei Dritteln in Flandern erwirtschaftet. Die flämische Region zahlt einen Solidarbeitrag, der in der Wallonie vor allem zur Finanzierung von Sozialleistungen verwendet wird. Diese Zahlungen sind jedoch in der flämischen Region politisch umstritten. Der wachsende Unmut über die wirtschaftliche Schwäche der wallonischen Region manifestiert sich insbesondere in der flämischen Separatistenbewegung, deren Hauptorganisationsträger die Partei Vlaams Belang ist.

    Kennzahlen

    Belgien ist Teil des Europäischen Binnenmarkts. Zusammen mit 16 EU-Mitgliedstaaten (blau) bildet es eine Währungsunion, die Eurozone.

    Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

    Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), real
    in % gegenüber dem Vorjahr
    Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
    Veränderung in % gg. Vj. 1,4 0,8 3,2 1,7 2,7 2,9 1,0 -2,8 ~ 1,3 ~ 1,6
    Quelle: Eurostat[23] ~ = geschätzt
    Entwicklung des BIP (zu Marktpreisen)
    absolut (in Mrd. Euro) je Einwohner (in Euro)
    Jahr 2007 2008 2009 Jahr 2007 2008 2009
    BIP in Mrd. Euro 335 345 339 BIP je Einw. (in Kaufkraftstandards) 28.800 28.900 27.200
    Quelle: Eurostat[24]
    Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldos
    in % gegenüber dem Vorjahr in % des BIP
    („minus“ bedeutet Defizit im Staatshaushalt)
    Jahr 2006 2007 2008 2009 Jahr 2006 2007 2008 2009
    Inflationsrate 2,3 1,8 4,5 0,0 Haushaltssaldo 0,2 -0,3 -1,3 -6,0
    Quelle: Eurostat[25] ~ = geschätzt
    Entwicklung des Außenhandels
    in Mrd. Euro und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
    2003 2004 2005 2006
    Mrd. Euro  % gg. Vj. Mrd. Euro  % gg. Vj. Mrd. Euro  % gg. Vj. Mrd. Euro
    (1.Hj.)
     % gg.Vj.
    Einfuhr 208 – 1,0 230 10,5 256 11,5 141 11,1
    Ausfuhr 226 – 1,1 247 9,2 270 9,4 147 9,6
    Saldo 18,3 17,1 13,7 6,0
    Quelle: bfai[26]

    Staatshaushalt

    Vorlage:Zeitleiste Staatsverschuldung Belgien Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von 183 Mrd. Euro. Dem standen Einnahmen von 163 Mrd. Euro gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 20 Mrd. Euro beziehungsweise 6,0 % des BIPs.[27] Bemerkenswerterweise ist es Belgien in den Jahren zwischen 1995 und 2007 gelungen den relativen Anteil der Staatsverschuldung am Bruttosozialprodukt deutlich abzubauen. Dieser Erfolg wird allerdings durch die Staatsschuldenkrise im Euroraum seit 2007 gefährdet. Am 25. November 2011 stufte die Ratingagentur Standard & Poor's Belgien von der Bewertung AA+ auf AA herab. Begründet wurde dies mit der schwelenden Staatskrise, dem geringen Wachstum und dem wachsenden Druck der Finanzmärkte.[28]

    Die Staatsverschuldung betrug 2009 326,2 Mrd. Euro oder 96,2 % des Bruttoinlandsprodukts.[27]

    Jahr 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
    Staatsverschuldung in % BIP 113,7 % 107,9 % 106,6 % 103,5 % 98,5 % 94,2 % 92,1 % 88,1 % 84,2 % 89,6 % 96,2 %
    Haushaltssaldo in % BIP -0,6 % 0,0 % 0,4 % -0,1 % -0,1 % -0,3 % -2,7 % 0,2 % -0,3 % -1,3 % -6,0 %
    Quelle: Eurostat[29]

    2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

    Verkehr

    Eisenbahn

    Belgien war das erste Land in Kontinentaleuropa mit Eisenbahnverbindungen. Die staatliche Eisenbahngesellschaft heißt SNCB/NMBS und betreibt eines der am dichtesten ausgebauten Bahnnetze weltweit. Für Brüssel ist ein RER-Netz (S-Bahn) in Vorbereitung.[31]

    Schifffahrt

    Belgien ist ein wichtiges Transitland zwischen Mitteleuropa und Westeuropa. Der wichtigste Hafen ist Antwerpen an der Schelde, einer der größten und wichtigsten Seehäfen der Welt. Auch der Seehafen von Brügge-Zeebrügge gilt als einer der modernsten und wichtigsten in Europa. Traditionelle Bedeutung als Fährhafen besaß, bis zur Eröffnung des Eurotunnels, der Hafen von Ostende.


    Flugverkehr

    Der wichtigste Flughafen des Landes ist Brüssel-Zaventem. Weitere Flughäfen sind Brüssel-Charleroi, Lüttich, Antwerpen und Ostende-Brügge.

    Staatliche belgische Fluggesellschaft war bis 2001 die traditionsreiche Sabena. Sie ging in der SN Brussels Airlines auf, die sich wiederum mit Virgin Express zur Brussels Airlines vereinigte.

    Straßenverkehr

    Belgien besitzt ein sehr gut ausgebautes Autobahnnetz, welches wie auch alle anderen Straßen in Belgien fast komplett mit Straßenlaternen ausgestattet und nachts beleuchtet ist. Jedoch soll diese Beleuchtung aus Gründen der Stromersparnis und damit des Klimaschutzes künftig eingeschränkt werden und folglich zwischen 0.30 Uhr und 4.30 Uhr abgeschaltet bleiben. Aufgrund des hohen ausländischen Verkehrsaufkommens war für 2008 eine Autobahnmaut in Höhe von 60 € geplant, die für heftige Diskussionen gesorgt hatte, allerdings bis heute nicht eingeführt wurde.

    Kultur

    Gastronomie

    Datei:250 Biere.JPG
    Ein belgisches Biergeschäft

    Eine typische gesamtbelgische Küche gibt es nicht, da zahlreiche Spezialitäten eher den Regionen Flandern oder Wallonien zuzuordnen sind oder von den Kochkünsten der Nachbarländer, insbesondere Frankreichs (genauer: Lothringens), inspiriert sind. Es wurde aber eine weltbekannte Erfindung in Belgien gemacht, die häufig falsch eingeordnet wird: Pommes frites. Belgische Waffeln stellen ebenfalls eine Spezialität dar. Die bekanntesten Waffelvarianten sind die Brüsseler und die Lütticher Waffeln. Des Weiteren ist Belgien für seine Pralinen bekannt, welche zur Weltspitze gehören. Eine weitere Besonderheit ist die Sortenvielfalt der belgischen Biere, darunter zahlreiche Abteibiere (Abdijbier, Bière d'Abbaye) mit höherem Alkoholgehalt, auf besondere Weise vergorene Biere (z. B. Lambic, Geuze) oder mit Fruchtaromen versetzte Biere. Die am meisten verbreiteten Biersorten sind Jupiler und Stella Artois, die beide zum belgischen Brauereikonzern InBev, ehemals Interbrew, gehören.

    Sport

    Ein beliebter Sport in Belgien ist Fußball. Die 1. belgische Liga ist eine der ältesten der Welt. In den 1970er und 1980er Jahren gehörte das belgische Nationalteam (Rote Teufel genannt) zur internationalen Spitze. Seit der Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 hat sich Belgien nicht mehr für ein internationales Turnier qualifizieren können. (Siehe auch: Fußball in Belgien)

    Der Nationalsport in Belgien ist jedoch der Radsport. Deswegen hat Belgien auch einige Berühmtheiten im Radsport hervorgebracht. So gehörten und gehören Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck, Johan Museeuw, Peter Van Petegem sowie Tom Boonen zu den besten Radsportlern der Welt. Wichtige Eintagesklassiker finden in Belgien statt, z. B. Lüttich–Bastogne–Lüttich und die Flandern-Rundfahrt.

    Auch der Tennissport ist im Aufwind. Die flämische Kim Clijsters und die wallonische Justine Henin gehörten lange Zeit zu den besten Spielerinnen der Welt.

    In der Leichtathletik ist Kim Gevaert (100 und 200 m) Europameisterin und Tia Hellebaut (Hochsprung) Olympiasiegerin.

    Der Rundkurs von Spa-Francorchamps wird zu den anspruchsvollsten Strecken im Motorsport gezählt. Hier gastieren in regelmäßigen Abständen internationale Rennserien, darunter seit 1950 die Formel 1. Zu den Höhepunkten gehört auch das jährlich stattfindende 24-Stunden-Rennen.

    Mit dem Circuit Zolder verfügt Belgien über eine zweite Rennstrecke von überregionaler Bedeutung. Von 1973 bis 1984 trug hier ebenfalls die Formel 1 Rennen aus. Nivelles-Baulers, der dritte Kurs, auf dem Formel-1-Rennen stattfanden, existiert nicht mehr.

    Comics

    Siehe auch: Frankobelgischer Comic

    Comics sind in Belgien generell sehr populär; ein großer bekennender Fan war zum Beispiel König Baudouin. Den „Bandes Dessinées“ (kurz BD, französisch) oder „Strips“ (niederländisch) begegnet man häufig im Stadtbild, jede gute belgische Buchhandlung hat spezielle BD-Abteilungen und sogar in jedem großen Supermarkt findet man sie.

    Comics sind ein Hauptexportartikel belgischer Verlage, denn viele international bekannte und berühmte Comiczeichner und Autoren stammen aus Belgien, das damit im Vergleich zu seiner Größe die meisten in Europa hervorgebracht hat. Die berühmtesten sind Willy Vandersteen (Suske und Wiske), Jean Graton (Michel Vaillant), Morris (Lucky Luke), Hergé (Tim und Struppi), Peyo (Die Schlümpfe und weiteres), André Franquin (Spirou und Fantasio, Gaston und Marsupilami) und Philippe Geluck (Le Chat).

    Belgische Kinospielfilmproduktion[32]
    Jahr Anzahl
    1975 14
    1985 7
    1995 8
    2005 28

    In Belgien ist es möglich, Comic als Studienrichtung an Kunsthochschulen wie der Königlichen Akademie für bildende Kunst und dem Institut Saint-Luc in Brüssel zu studieren. Daher werden die Bandes Dessinées in Belgien auch als „neunte Kunst“ tituliert.

    Kaum verwunderlich, dass es in Brüssel auch ein Comic-Museum gibt (Centre Belge de la Bande Dessinée), in dem dieser Kunstrichtung auf drei Etagen gehuldigt wird.

    Musik

    Im 15. und 16. Jahrhundert, der Zeit der Renaissance waren zahlreiche Komponisten aus dem Gebiet des heutigen Belgien, vor allem aus dem Hennegau führend und stilprägend in Europa (Die sogenannten Niederländer). Bedeutende Namen sind Guillaume Du Fay, Johannes Ockeghem, Josquin Desprez, Heinrich Isaac, Jacob Obrecht, Adrian Willaert, Orlando di Lasso.

    Im Jazz sind der Mundharmonikaspieler Toots Thielemans und der Gitarrist Philip Catherine international hervorgetreten.

    Siehe auch: Liste belgischer Sänger.

    Berühmtheiten

    Sehenswürdigkeiten und Städte in Bildern

    Belgische Persönlichkeiten

    Siehe auch

     Portal:Belgien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Belgien

    Literatur

    • Claus Hecking: Das politische System Belgiens. Leske und Budrich, Opladen 2003, ISBN 3-8100-3724-9
    • Frank Berge, Alexander Grasse: Belgien – Zerfall oder föderales Zukunftsmodell? Der flämisch-wallonische Konflikt und die Deutschsprachige Gemeinschaft. Leske und Budrich, Opladen 2003 (Regionalisierung in Europa, Band 3), ISBN 3-8100-3486-X
    • Johannes Koll (Hrsg.): Belgien. Geschichte – Politik – Kultur – Wirtschaft. Aschendorff Verlag, Münster 2007, ISBN 978-3-402-00408-1
    • Insa Meinen: Die Shoa in Belgien, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009 ISBN 978-3-534-22158-5

    Weblinks

    Wikiatlas Wikimedia-Atlas: Belgien – geographische und historische Karten
     Wiktionary: Belgien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
     Commons: Belgium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
     Wikisource: Belgien – Quellen und Volltexte

    Einzelnachweise

    1. Oppervlakte en bevolkingsdichtheid
    2. Bevölkerung nach Gemeinden am 1. Januar 2011 (XLS; 322 KB)
    3. International Monetary Fund, World Economic Outlook Database, Juli 2011
    4. Human Development Report 2010, abgerufen am 21. Dezember 2010
    5. Büllingen – die Rekordgemeinde. dglive.be. Abgerufen am 16. November 2011.
    6. Dieter H. Kollmer: Die belgische Kolonialherrschaft 1908 bis 1960, in: Bernhard Chiari, Dieter H. Kollmer (Hgg.): Wegweiser zur Geschichte Demokratische Republik Kongo, 2. Aufl., Paderborn u. a. 2006, S. 45.
    7. Vgl. Jens Thiel: »Menschenbassin Belgien«. Anwerbung, Deportation und Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg. Essen 2007
    8. Hans-Joachim Heuer: Geheime Staatspolizei: Über das Töten und die Tendenzen der Entzivilisierung. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 3-11-014516-2, S. 184 („Ca. eine Million Sinti und Roma wurden aus Belgien, Holland und Russland nach Auschwitz transportiert. Die nicht in Lager deportierten Sinti und Roma wurden zwangsweise sterilisiert.“, Eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
    9. Offizielle Wahlergebnisse 2010. Abgerufen am 7. Januar 2011.
    10. Tagesschau: Fünf-Parteien-Koalition beendet Neun-Monats-Krise (nicht mehr online verfügbar) vom 18. März 2008.
    11. Voltallige regering biedt haar ontslag aan, VRT Nieuws, 19. Dezember 2008
    12. Lalibre.be: Yves Leterme nommé Premier ministre (25. November 2009) (frz.)
    13. Leterme gaat ontslag regering aanbieden, VRT Nieuws, 22. April 2010
    14. Elio Di Rupo a été nommé Premier ministre, le gouvernement est dévoilé, rtbf.be, 6. Dezember 2011
    15. http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm
    16. Aus: http://www.coe.int/T/DG3/RomaTravellers/source/Glossaireroms.doc:„«Voyageurs» (plus proche de l’anglais Travellers) est utilisé en Belgique et en Suisse.“ (Link nicht mehr abrufbar)
    17. vzw Alert. Pastoraal voor Voyageurs, Manoesjen, Roms en Roma
    18. http://www.cmgv.be/pdf/brochure1.pdf (Link nicht mehr abrufbar) (S. 5) übersetzt: „Die Reisenden (auch Jenische genannt, insbesondere, wenn sie aus dem Rheinland, aus Lothringen oder dem Elsaß stammen), bilden sehr zusammengesetzte Gruppen von Familien, die aus der europäischen Gesellschaft stammen und unterschiedlich enge Verbindungen mit den Zigeunern unterhalten. In unseren Regionen wie in Frankreich kann die Nähe zwischen den Gruppen so stark sein, dass es unnütz ist, sie zu trennen.“
    19. Le stationnement des gens du voyage. senat.fr. Abgerufen am 16. November 2011.
    20. http://www.rsi-eupen.be/
    21. Eurostat News Release
    22. http://www.stromvergleich.de/stromnachrichten/4824-belgien-will-aus-der-atomkraft-aussteigen-1-11-2011
    23. Wachstumsrate des realen BIP
    24. Haupttabellen, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen einschließlich des BIP: 2010
    25. Inflationsrate des Jahresdurchschnitts
    26. Entwicklung des Außenhandels von Belgien: bfai 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt
    27. 27,0 27,1 Eurostat, Bereitstellung der Daten zu Defizit und Verschuldung 2009
    28. Ratingagentur S&P wertet Belgien auf "AA" ab. derstandard.at, 25. November 2011, abgerufen am 21. Januar 2012.
    29. Eurostat, Finanzstatistik des Sektors Staat, Haupttabellen
    30. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
    31. Zur RER Brüssel
    32. Weltfilmproduktionsbericht (Auszug), Screen Digest, Juni 2006, S. 205–207 (eingesehen am 15. Juni 2007)
    50.5333333333334.7666666666667


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