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Konzentrationslager

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Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte der deutschen Konzentrationslager in der Zeit des Nationalsozialismus. Andere so bezeichnete Lager finden sich unter Konzentrationslager (historischer Begriff).
KZ ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter KZ (Begriffsklärung) aufgeführt.

Die Konzentrationslager für Zivilpersonen (Abkürzung: KZ oder KL) wurden in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten von Organisationen der NSDAP errichtet. Es waren schließlich mehrere Tausend Konzentrations- und Nebenlager und sieben Vernichtungslager. Sie dienten der Ermordung von Millionen Menschen, der Unterdrückung politischer Gegner, der Ausbeutung durch Zwangsarbeit, medizinischen Menschenversuchen und der Internierung von Kriegsgefangenen. Das Lagersystem stellte ein wesentliches Element der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft dar.

Datei:Majdanek toren.jpg
Wachturm des Vernichtungslagers Majdanek
Datei:Auschwitz-2.jpg
Starkstrom-Stacheldraht
Datei:Buchenwald Slave Laborers Liberation.jpg
Gefangene in den Bettgestellen der KZ-Baracken; Buchenwald, 1945
Verbrennungsöfen, Buchenwald, 16. April 1945

Man nimmt heute an, dass etwa zwei Drittel der sechs Millionen Juden, die der deutschen Judenvernichtung, später Shoah bzw. Holocaust genannt, zum Opfer fielen, in Vernichtungslagern und Konzentrationslagern direkt ermordet wurden oder dort an Folgen von systematischer Aushungerung, den Misshandlungen und an unbehandelten Krankheiten gestorben sind. Das verbleibende Drittel starb in – von der SS so genannten – Ghettos, bei Massenerschießungen vor allem durch die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD und auf den so genannten Todesmärschen. Es wurden in den Konzentrationslagern auch viele andere Menschen ermordet, wie politische Gegner, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, geistig Behinderte und so genannte Asoziale. Die genaue Anzahl der Toten ist bis heute unklar, da die Mörder längst nicht über alle Opfer Akten führten, am Ende des Krieges keine Ermordungen mehr dokumentarisch festgehalten wurden und viele Unterlagen ebenso wie die Zeugen gezielt vernichtet wurden bzw. durch Kriegsereignisse unwiederbringlich verloren gingen.

Neben dieser industriell organisierten Ermordung von Millionen Menschen starben weitere unzählige Opfer durch Zwangsarbeit, Unterernährung, Seuchen und Krankheiten. Weite Zweige der deutschen Industrie profitierten direkt oder indirekt durch das Lagersystem.

Historische Entwicklung

Vor 1933

Als Konzentrationslager wurden, soweit heute bekannt, in Deutschland erstmals im März 1915 Internierungslager der zum Kruppkonzern gehörenden Friedrich-Albrecht-Hütte für polnische Arbeiter in Barmen und Elberfeld bezeichnet. Dem folgten zahlreiche Internierungslager und provisorische Gefängnisse für deportierte Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und politische „Schutzhäftlinge“ im Ersten Weltkrieg und in der frühen Nachkriegszeit. Im Frühjahr 1919, zur Amtszeit des Preußischen Ministerpräsidenten Paul Hirsch, des deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert und des Reichswehrministers Gustav Noske, wurden auf Basis eines Kaiserlichen Erlasses aus der Kriegszeit, zuletzt aktualisiert im „Gesetz betr. die Verhaftung und Aufenthaltsbeschränkung auf Grund des Kriegszustandes und des Belagerungszustandes vom 4. Dezember 1916“, innerhalb kürzester Zeit tausende (meist kommunistische) politische Gegner interniert, von denen mehr als 1000 „auf der Flucht“ ermordet wurden. Auch im Zuge der massenhaften Ausweisung von „Ostjuden“ ließen der preußische Innenminister Carl Severing (SPD) und dessen Nachfolger Alexander Dominicus (DDP) 1921 zwei Konzentrationslager in Cottbus-Sielow und in Stargard in Pommern einrichten, in die jene „Ostjuden“ deportiert wurden, die Deutschland nicht sofort freiwillig verließen. Zur längerfristigen Einrichtung von Konzentrationslagern für politische Häftlinge, zunächst in verwahrlosten ehemaligen Kriegsgefangenenlagern und Truppenübungsplätzen, kam es ab Ende 1923 in Folge der von Reichspräsident Friedrich Ebert (SPD) verhängten Reichsexekution gegen die von SPD und KPD gebildeten Koalitionsregierungen in Sachsen und Thüringen.

Man kann die Entwicklung der nationalsozialistischen Konzentrationslager in vier zeitlich zu trennende Phasen einteilen (1933–1935, 1936–1938, 1939–1941, 1941–1945). Diese lassen sich durch die Gruppen der Inhaftierten, den Haftzweck, die Art der Durchführung und die Haftfolgen beschreiben. Stand in der ersten Phase die Verfolgung politischer Gegner der NSDAP im Vordergrund wurde schließlich die massenhafte Ermordung jüdischer Bürger in ganz Europa (Shoa) zum Hauptziel.

1933 bis 1935

Während der ersten Phase in den frühen Jahren der NS-Diktatur bis zum Frühsommer 1934 begannen der NSDAP nahestehende Organisationen, vor allem die Sturmabteilung (SA) damit, überall in Deutschland zusätzlich zu staatlichen Gefängnissen größere oder kleinere Inhaftierungs-Lager aufzubauen.[1] Diese Lager ähnelten z. T. Gefängnissen – zum Teil Scheunen, wo die politischen Gegner des NS-Regimes außerhalb des normalen Rechtssystems in „Schutzhaft“ genommen wurden. Anfangs waren sie verschiedenen Institutionen unterstellt, unter anderem der zur Hilfspolizei ernannten SA, den verschiedenen nationalsozialistischen Polizeichefs und der SS. In dieser ersten Phase der Konzentrationslager waren etwa 26.000 Menschen inhaftiert, die der Willkür ihrer Bewacher ausgesetzt waren.[2]

Spätestens mit der Entmachtung der SA im so genannten Röhm-Putsch 1934 unterstanden alle Konzentrationslager der SS; Theodor Eicke wurde ihr Inspekteur. Auf ihn ging die räumliche Bauweise und die fast überall gleich geltende Lagerordnung zurück. Die Konzentrationslager wurden zum rechtsfreien Raum und waren von der Außenwelt abgeschirmt. Selbst die Feuerwehr durfte das Gelände nicht betreten, zum Beispiel um etwa die Einhaltung feuerpolizeilicher Vorschriften zu prüfen.[3] Im Sommer 1935 war die Herrschaft des Regimes gesichert und in den Lagern des Reichsgebietes befanden sich noch zirka 4.000 Häftlinge.[4]

1936 bis 1938

Die zweite Phase begann 1936 und dauerte bis 1938. In dieser Zeit stieg die Anzahl der Häftlinge an und ihre Zusammensetzung änderte sich grundlegend. Während in der ersten Phase noch hauptsächlich politische Gegner des Regimes inhaftiert waren, wurde in der zweiten Phase damit begonnen, diejenigen zu inhaftieren, die nicht dem nationalsozialistischen Bild der Volksgemeinschaft entsprachen: vor allem „Asoziale“, „Arbeitsscheue“, mehrfach Vorbestrafte, Homosexuelle und Zeugen Jehovas, die in den Lagern als „Bibelforscher“ gekennzeichnet wurden. Nach dem Anschluss Österreichs stieg auch die Zahl der „politischen Schutzhäftlinge“ auf etwa 7.000 an. [5]

In dieser zweiten Phase wurden auch die Konzentrationslager Sachsenhausen und Buchenwald gebaut, die schon ein Zeichen des drohenden Krieges und damit verbundenen steigenden Häftlingszahlen waren. Das Konzentrationslager Sachsenhausen wurde nach seinem Bau auch zum Zentrum der Konzentrationslager (Sitz des IKL).

Im Rahmen der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ wurden im April und Juni 1938 bei zwei Verhaftungswellen über 10.000 Personen als sogenannte Asoziale in Konzentrationslager verschleppt.

Während der Novemberpogrome 1938 wurden 26.000 Juden inhaftiert, so dass Ende 1938 fast 60.000 Menschen in Konzentrationslagern festgehalten wurden. [6]

1939 bis 1941

Zur weiteren Entwicklung der Konzentrationslager in der dritten Phase, die nach Beginn des Polenfeldzugs bis Mitte 1941 bzw. Anfang 1942 andauerte, trugen mehrere Faktoren bei. Die Häftlinge wurden in SS-Produktionsstätten wie Steinbrüchen und Ziegeleien eingesetzt. Nach einer Inhaftierungswelle in Deutschland stiegen die Häftlingszahlen, die vor Kriegsbeginn auf 21.000 gesunken waren,[6] rapide an und verdoppelten sich binnen kürzester Zeit. Außerdem veränderte sich wieder die Zusammensetzung der Häftlinge. Waren es am Anfang vor allem noch Deutsche, so kamen mit Beginn des Krieges vor allem Menschen aus den von Deutschland eroberten Gebieten, also Zivilpersonen aus Polen, Frankreich, Tschechien, Jugoslawien, den Niederlanden, Belgien und Soldaten der Sowjetunion. Unter diesen Häftlingen waren viele Juden, Roma und Sinti.

Auch in den eroberten Gebieten wurden viele neue Lager errichtet; bald waren mehr Häftlinge in diesen Lagern eingesperrt als im Reichsgebiet (Deutschland und Österreich). Mit Beginn der dritten Phase wurden die Konzentrationslager in drei Kategorien eingeteilt, welche die Härte der Behandlung und die Lebensbedingungen der Häftlinge anzeigten. Die Sterblichkeitsrate unter den Häftlingen vervielfachte sich in der dritten Phase: So in Dachau von 4 Prozent auf 36 Prozent im Jahre 1942; in Buchenwald von 10 % auf 19 % im Jahr 1941.[7]

1942 bis 1945

Datei:WW2-Holocaust-Europe DE 2.png
Transporte aus ganz Europa in die Todeslager.

Die vierte Phase begann etwa Anfang 1942 und endete 1945. Sie war vor allem durch die massive Judenverfolgung und durch den Krieg gegen die Sowjetunion gekennzeichnet. In dieser letzten Phase lag die Verwaltung der Konzentrationslager beim SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (WVHA) unter der Leitung von Oswald Pohl. Bedeutsamer als die Produktion in KZ-eigenen Betrieben wurde der Häftlingseinsatz in Privatunternehmen, so dass mehrere Tausend KZ-Außenlager entstanden.

Die Anzahl der KZ-Häftlinge erreichte im April 1943 bereits 203.000, stieg im August 1944 auf 524.000 und bis Kriegsende vermutlich auf über 700.000 Menschen, von denen 90 % keine deutsche Staatsangehörigkeit hatten.[8] Beim Ausbau von Stollen oder beim Arbeitseinsatz in unterirdischen Produktionsstätten starben zahlreiche Häftlinge schon binnen weniger Wochen.

In der Endphase des Krieges ab Dezember 1944 kamen vermutlich 240.000 Häftlinge zu Tode.[9] Zu der hohen Todesrate kam es durch Mangelernährung, unzureichende Bekleidung und Schwerstarbeit, durch Strapazen und Morde bei den Todesmärschen zur Räumung von Lagern, durch Fliegerangriffe und Seuchen. Auch nach der Befreiung starben trotz der „in vorbildlicher Weise“ anlaufenden Versorgung durch das Sanitätspersonal noch tausende Häftlinge in den Lagern[10] an den Krankheiten, der Unterernährung oder dem Refeeding-Syndrom.

Die Anzahl der Häftlinge, die für Wochen oder Jahre in einem der Konzentrationslager eingesperrt waren, wird insgesamt auf zweieinhalb bis drei Millionen Menschen geschätzt.[11]

Begriff

Der Begriff Konzentrationslager bezeichnete in verschiedenen Epochen verschiedener Länder mehrere Arten von Internierungs- und Arbeitslagern. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Spanischen. Er wurde erstmals nachweisbar 1896 während des kubanischen Unabhängigkeitskrieges gegen die spanische Kolonialmacht verwendet. Auch heute spricht der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro im Bezug auf das Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base in der Bahía de Guantánamo vom „Konzentrationslager auf dem illegalen Militärstützpunkt Guantanamo“.[12]

Im deutschen Sprachraum steht der Begriff Konzentrationslager seit der Zeit des Nationalsozialismus (1933 bis 1945) – in Verbindung mit der Abkürzung KZ, deren Herkunft ungeklärt ist – für die Arbeits- und Vernichtungslager des NS-Regimes. Zunächst wurde von nationalsozialistischen Funktionären die Abkürzung KL für Konzentrationslager verwendet (auch in der Schreibweise K. L.). Nach Eugen Kogon (Der SS-Staat) gaben SS-Wachmannschaften dann der Abkürzung KZ wegen ihres härteren Klanges den Vorzug. In der NS-Zeit wurde umgangssprachlich mit der Abkürzung KZ oder dem Wort Lager wahrscheinlich in vielen Fällen zunächst die Haftorte oder das nächstliegende KZ und die Haft auf unbestimmte Zeit unter unmenschlichen Bedingungen verstanden.

Die Nummer, Verlust der Identität

Bei der Aufnahme in ein KZ wurde den Häftlingen nicht nur das Haar und die Privatkleidung genommen, sondern auch der Name. Sie erhielten eine in jedem „Transport“ fortlaufende Nummer, die in Auschwitz auch eintätowiert wurde. Damit zählten sie zum Bestand des KZ und konnten „verwaltet“ werden. Ab sofort waren sie im Lager nur noch eine Nummer:

„Wenn man es mit einem SS-Mann zu tun hatte, musste man als erstes die Mütze herunterreißen, und seine Nummer laut und deutlich, natürlich auf deutsch, angeben. Ich beginne zu begreifen, welches Glück im Unglück ich habe, fließend Deutsch zu sprechen. Die meisten griechischen und italienischen Juden verstehen keinen Befehl und können nicht einmal ihre Nummer aussprechen. Natürlich können sie auch keine deutschen Lieder singen, die wir, wie zum Hohn, beim Hin- und Rückmarsch von der Arbeit auch noch zum Besten geben müssen. Das ist ausreichend, um brutal geschlagen, manchmal auch totgeschlagen zu werden.“[13]
Datei:PLASZOW-German concentration camp near Krakow PL.jpg
KZ Płaszow, zunächst Arbeitslager, in der Nähe von Krakau, Polen

Der Lagerkomplex in Deutschland und den besetzten Ländern

Insgesamt gab es unter der Inspektion der Konzentrationslager 24 KZ-Stammlager, denen zuletzt weit über 1.000 Außenlager, zum Teil unter der Bezeichnung „Außenkommando, -lager, Nebenlager“, organisatorisch unterstellt waren. Diese Stammlager waren in Deutschland die Konzentrationslager Arbeitsdorf, Bergen-Belsen, Buchenwald, Dachau, Flossenbürg, Groß-Rosen, Hinzert, Dora-Mittelbau, Neuengamme, Ravensbrück, Sachsenhausen und Niederhagen-Wewelsburg, in Österreich Mauthausen, im besetzen Polen Auschwitz I Stammlager, Auschwitz-Monowitz, Majdanek, Warschau, Płaszow und Stutthof, in Estland Waiwara, in Litauen Kauen, in Lettland Riga-Kaiserwald, in Frankreich (im eingegliederten Elsass) Natzweiler-Struthof sowie in den Niederlanden Herzogenbusch.

Waren die Häftlinge als Arbeitskräfte nicht bzw. nicht mehr einsetzbar, wurden sie direkt vor Ort, zum Beispiel durch besonders schikanöse Arbeitsaufträge, im "Krankenrevier" des KZ umgebracht oder in eines der sieben Vernichtungslager transportiert. „Außenkommandos“ sind ansonsten Arbeitsstellen, zu denen die Gefangenen während der jeweiligen Arbeitstage vom KZ aus hinmarschieren mussten und danach dorthin auch wieder zurückkehrten.

Diesem System waren Durchgangslager und Sammellager vorgeschaltet. Sammellager waren vom übrigen Ort abgetrennte Stadtteile, die sehr oft als „Jüdischer Wohnbezirk" bezeichnet wurden. Allein in Osteuropa richtete die SS etwa 600 seinerzeit so genannte „Ghettos" ein, in denen zwischenzeitlich mindestens vier Millionen Menschen interniert worden sind. Diese „Wohnbezirke" wurden von der SS meist von Anfang an nur für Einsatz im Rahmen der beabsichtigten Endlösung / Judenvernichtung eingerichtet. Sie dienten insbesondere als Pufferstation für die nicht immer zur Verfügung stehenden Transportkapazitäten der Reichsbahn.

Aufgaben der Konzentrationslager

Konzentrationslager als Arbeitslager

Die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) war die zentrale Verwaltungs- und Führungsbehörde innerhalb des SS-WVHA für alle nationalsozialistischen Konzentrationslager (s. u.).

Im Unterschied zu Arbeitslagern des allgemeinen historischen Typus diente im nationalsozialistischen Deutschland die Ausbeutung der Arbeitskraft der Häftlinge in erster Linie der Vernichtung (insbesondere als „Endlösung“) von verfolgten Bevölkerungsgruppen durch die Zwangsarbeit. Die Zustände, unter denen Menschen in Arbeitslagern interniert wurden, waren in dem von der IKL zentral bestimmten Rahmen von der jeweiligen Lagerkommandantur abhängig. Menschen, die keine Arbeit mehr leisten konnten, wurden, soweit sie nicht an den unmenschlichen Bedingungen oder der Willkür des Lagerpersonals zugrunde gingen, ermordet. Diejenigen Kranken, die nicht in voraussichtlich vier Wochen wieder arbeitsfähig waren, wurden vom medizinischen Personal mit Phenol oder anderen Mitteln zu Tode gespritzt oder in Sammeltransporten in die Vernichtungslager geschickt (Selektion). In den Arbeitslagern überlebten viele Gefangene nur kurze Zeit.

Im Verlauf des Krieges erlangten die Arbeitslager zum Teil eine kriegswichtige Funktion, die zu dem Vernichtungsziel in einem partiellen Gegensatz stand. Die Lager waren Produktionsstätten der SS, zunächst zur Gewinnung von Natur- und Ziegelsteinen, später in vielen anderen Bereichen. Außerdem wurden Arbeitskräfte an die Rüstungsindustrie ausgeliehen. Der bekannteste Fall betrifft die I.G. Farben, die auf dem Gelände der Buna-Werke ein eigenes Zweigwerk in Auschwitz, das KZ Auschwitz III Monowitz, erstellen ließ. Praktisch die gesamte Großindustrie machte von solchen Zwangsarbeitern Gebrauch.

Frauenlager

In der Regel waren die KZ strikt nach Geschlechtern getrennt. Die meisten der Konzentrationslager waren Männerlager. Das KZ Moringen und KZ Lichtenburg waren zeitweise Frauenlager, danach das KZ Ravensbrück dann durchgehend ein Frauenlager. Frauen als Gestapo-Häftlinge wurden sehr oft in regulären Haftanstalten eingesperrt.[14] Nur in wenigen Konzentrationslagern gab es zeitweise oder durchgehend sowohl ein Männer- als auch ein Frauenlager, wie im KZ Auschwitz-Birkenau. Dies hing wahrscheinlich mit dem vor Ort geplanten Arbeitseinsatz der Gefangenen zusammen.[15] Die männlichen und weiblichen KZ-Häftlinge wurden im gesamten Tagesablauf seitens der SS getrennt eingesetzt.

Jugend-Haftstätten

Jugend-Haftstätten wurden zur Zeit des Nationalsozialismus euphemistisch als „Jugendschutzlager“ oder „Jugendverwahrlager“ bezeichnet. Sie glichen in gewisser Weise den Konzentrationslagern, da die Nationalsozialisten diese Jugendhaftorte zur Internierung und systematischen Umerziehung widerständiger, „schwer erziehbarer“ oder nonkonformistischer Jugendlicher und auch Kindern aus ganz Europa nutzten: KZ Moringen (offiziell „Polizeiliches Jugendschutzlager“; Juni 1940; bei Göttingen) für Jungen, das KZ Uckermark (seit Juni 1942 in unmittelbarer Nähe des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück in Mecklenburg) für Mädchen und junge Frauen und das Lager im Ghetto Litzmannstadt (Łódź, offiziell: „Polenjugendverwahrlager“) mit insgesamt drei Außenlagern. Die Gefangenenkapazität betrug dort mindestens 3.000 heranwachsende Personen.

Diese Lager unterstanden dem Reichssicherheitshauptamt und dienten offiziell der „Jugendfürsorge“. Die Jugendlichen wurden zum Teil durch Robert RittersRassenhygienische und Bevölkerungsbiologische Forschungsstelle“ nach „rassischen“ bzw. „kriminalbiologischen“ Merkmalen und auf ihre „Entwicklungs- oder Erziehungsfähigkeit“ begutachtet.

Weiterhin gab es sogenannte Ausländerkinderpflegestätten für neugeborene Kinder von Zwangsarbeiterinnen, in denen unmenschliche Bedingungen herrschten.

Direkt im KZ Litzmannstadt wurden mindestens 500 Jugendliche ermordet. Das KZ Uckermark wurde im Januar 1945 in der Endphase des Kriegs zu einem Todeslager für Erwachsene.

Kinder und Jugendliche wurden auch in fast allen anderen Konzentrationslagern eingesperrt und ermordet.

Standorte (Karte des heutigen Polen)

Vernichtungslager

Hauptartikel: Vernichtungslager
(vgl. auch den Artikel zum Begriff Aktion Reinhardt)

Vernichtungs- oder Todeslager wurden zu dem einzigen Zweck errichtet, Juden, Roma und Sinti und auch andere Minderheiten, wie politisch Andersdenkende, Homosexuelle und sowohl psychisch als auch physisch Kranke, zunächst mit Hilfe von Gaswagen, später vor allem in Gaskammern massenhaft zu ermorden. Der nationalsozialistische Mordapparat konzentrierte sich dabei auf Juden. Andere Gruppen, insbesondere sowjetische Kriegsgefangene, zählten ebenfalls zu den Opfern und wurden dort ermordet. Lager dieses Typs wurden zwischen Dezember 1941 und Juli 1942 im besetzten Polen in Chelmno im sog. Wartheland bei Łódź, Belzec bei Lublin, Sobibor und Treblinka im sog. Generalgouvernement, sowie Maly Trostinez in Weißrussland errichtet.

Etwas anders war die Entstehungsgeschichte der Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (bei Kraków) und Majdanek (ebenfalls bei Lublin). In beiden Konzentrationslagern wurden erst nach ihrer Inbetriebnahme zusätzlich Gaskammern zur Perfektion des Massenmords an den Juden eingerichtet. Auch Auschwitz-Birkenau und Majdanek werden wegen der ungeheuren Opferzahlen zu den Vernichtungslagern gezählt. Anders als die erstgenannten Vernichtungslager funktionierten sie für die SS durch die dort gleichzeitig praktizierte Vernichtung durch Arbeit ebenfalls als Konzentrationslager im sonst bei den Nationalsozialisten üblichen Sinn. Das Gebiet der Auschwitz-KZ wurde annektiert und zählte während der Besetzung als Reichsgebiet.

Alle diese Vernichtungslager unterscheiden sich von den anderen Konzentrationslagern durch die enorme Zahl jüdischer Opfer (unabhängig von der jeweiligen Nationalität).

Durchgangslager

Im Ausdruck Durchgangslager wird deren Zweck direkt benannt. Sie lagen in der Regel an den Bahnlinien, die direkt zu „Todeslagern“ führten. Organisatorisch waren einige Konzentrationslager direkt mit dem Betrieb der Vernichtungslager verknüpft. Insbesondere in besetzten Ländern ohne eigene Vernichtungslager, wie Frankreich, Italien, Niederlande und Griechenland dienten diese „Zwischenlager“ vor allem dem Zusammenstellen von Transporten mit jeweils etwa 1.000 Gefangenen. Das war die Zahl, die von der SS als „Richtgröße für Todestransporte“ angestrebt wurde, um die Vernichtungslager mit gleichmäßig großen Mengen an Opfern versorgen zu können. Im Unterschied dazu waren Konzentrationslager bestrebt, eine hohe Kontinuität in der Zusammensetzung ihrer Zwangsarbeiter zu erreichen. Dies schloss nicht aus, Häftlinge zur Ermordung an die Todeslager, zum Beispiel wegen Krankheit oder Kräfteverlust, auszusortieren („Selektion“). Dies konnte regelmäßig geschehen, zur Anpassung an neue Häftlings-Richtwerte („Belegung“) oder im Rahmen von befohlenen „Aktionen“.

Liste von Durchgangslagern

Sammellager und Ghettos

Es gab zahlreiche Sammellager für Juden, die oft jüdischer Wohnbezirk oder, besonders in der Nachkriegszeit, Ghettos genannt wurden. Das Wort Wohnbezirk oder Ghetto wurde einzig aus Tarngründen verwendet, denn eine längere Überlebenszeit der dort gefangen gehaltenen Personen war von den Verantwortlichen nie beabsichtigt. Sie hatten organisatorisch den Vorteil, dass keine Züge, Wagenmaterial und Personal, beim Warten auf Vernichtungskapazitäten durch die darin gefangenen Opfer blockiert wurden. Die Sammellager der Endlösungs-Aktion Reinhardt hatten einzig die Funktion, Transporte auf dem Weg in die Vernichtungslager so lange aufzunehmen, bis wieder Vernichtungskapazitäten in den Todes-/Vernichtungslagern zu ihrer fabrikmäßigen Ermordung und der Beseitigung der Leichen frei waren.[16]


Lagerlisten bei Wikipedia

Diese Liste umfasst deutsche Konzentrationslager unter SS-Verwaltung, Jugend-KZs, Vernichtungslager, Durchgangslager und sonstige KZ-ähnliche Lager. Die Auflistung erfolgt unabhängig von dem Standort (Standort damaliges bzw. heutiges Land). Viele Lager gehörten im Rahmen der NSDAP zur SS-Inspektion der Konzentrationslager (IKL) als zentraler Verwaltungs- und Führungsstelle. Die Unterscheidung von Stamm- und Nebenlagern war eine organisatorische Aufgabenzuweisung innerhalb dieser Struktur. Eine Reihe von Lagern waren organisatorisch nicht an die IKL angebunden sondern zum Beispiel an einen örtlichen SS- und Polizeiführer.)

Sonstige KZ-ähnliche Lager umfassen im Prinzip sämtliche Gefangenenlager im Deutschen Reich während der Zeit des Nationalsozialismus. Hierzu zählen beispielsweise Arbeitserziehungslager, Kriegsgefangenenlager oder Zwangsarbeiterlager. Diese Lager sind aufgrund der rassischen Hierarchie der Nationalsozialisten schwierig zu typisieren. So wurden westalliierte Kriegsgefangene als Angehörige der „nordischen Rasse“ in der Regel relativ gut behandelt, während insbesondere Soldaten der Roten Armee in ihren Gefangenenlagern Zustände unterworfen wurden, die sich nicht von einem Konzentrationslager unterschieden. Auch die Arbeitserziehungslager unterschieden sich nur formal von einem Konzentrationslager.

Listen von Außenlagern
Übersicht zu den Neben- oder Außenlagern der einzelnen Stammlager bieten folgende Listen

Organisation

Die SS-interne Hauptverwaltung

Die SS-interne Verwaltung der Konzentrationslager wurde 1942 in das SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (SS-WVHA) als „Amtsgruppe D“ eingegliedert und trug davor seit 1934 den Titel „Generalinspektion der Verstärkten SS-Totenkopfstandarten“. Damit waren die Konzentrationslager nicht in die üblichen staatlichen Hierarchien eingebunden und konnten als „Wirtschaftsbetriebe“ gegenüber Behörden für ihre „Leistungen“ Rechnungen stellen.

Siehe auch: SS-Inspektion der Konzentrationslager (IKL), die zentrale Verwaltungs- und Führungsbehörde der nationalsozialistischen Konzentrationslager, ab 1942 Teil des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (WVHA)

Interne Organisation der Lager

Datei:Dienstgradabzeichen und Achselstücke der SS bis 1942.png
Ränge und Abzeichen der SS-Aufseher (bis 1942)

Alle SS-Angehörigen zur Bewachung der Lager gliederten sich nach Aufgaben und Zuständigkeitsverteilung in fünf (andere Angabe: sechs) Bereiche:

  • Lagerkommandant, Adjutant als Leiter der Kommandantur mit Personalverwaltung, Waffenkammer und der Postzensurstelle. Hier lag auch die Kommandogewalt über die beim oder im Lager kasernierten Wachmannschaften.

Darunter die anderen Abteilungen

  • Politische Abteilung und der Erkennungsdienst. Zuständigkeiten: Registrierung von Neuzugängen, Entlassungen, Verlegungen, Tod oder Flucht der Häftlinge, deren Vernehmung, Führung der Häftlingskartei. Leiter war immer ein Beamter der Geheimen Staatspolizei oder der Kriminalpolizei
  • Schutzhaftlagerführer und Adjutant. Zuständigkeiten: der „Betrieb“ des Lagers im Sinne aller Befehle zur inneren Ordnung, Tagesablauf, Appelle etc.
  • Verwaltung; dazu gehörten die örtliche Bauleitung, Wirtschaftslager und evtl. SS-Landwirtschaft.
  • Sanitätswesen unter dem Standortarzt / Ersten Lagerarzt mit dem Krankenrevier für SS-Angehörige, evtl. der Apotheke und der Zuständigkeit für den Krankenblock
  • Abteilung VI: Fürsorge, Schulung und Truppenbetreuung der SS (nicht in jedem KZ als Abtl. vorhanden)


Hierarchie der Bewachung

Die Rapportführer, der Arbeitseinsatzführer und in Frauenlagern evtl. die Oberaufseherin unterstanden dem Schutzhaftlagerführer. Sie waren für die Ordnung im ganzen Lager und die Zuteilung der Häftlinge in Außenkommandos zuständig. Sie standen dabei den Blockführern vor, die jeweils einen oder wenige Blocks beaufsichtigten, für die sie gegenüber der Lagerleitung verantwortlich waren. Die Blockführer bestimmten die Zusammensetzung der Arbeitskommandos sowie die jeweiligen Blockältesten und Stubenältesten aus den Reihen der Häftlinge.

Teile-und-Herrsche-Strategie

Bei einer weiteren, Teile-und-Herrsche-Strategie genannten Führungsmethode wurden Funktionshäftlinge quasi als Hilfspolizei eingesetzt (siehe Kapo). Ein Kapo musste im Auftrag der SS die Arbeit der Häftlinge anleiten und wurde für die Ergebnisse verantwortlich gemacht. Bei „erfolgreich“ ausgeführtem „Auftrag“ wurden sie mit „besonderen“ Vergünstigungen, zum Beispiel Alkohol, besseren Essensrationen belohnt.

Der Tagesablauf

Der Tagesablauf für die Gefangenen war in den meisten Konzentrationslagern davon geprägt, dass ihre Arbeitskraft von Morgengrauen bis zum Einbruch der Dunkelheit genutzt werden sollte. Hier ein Beispiel aus dem Konzentrationslager Flossenbürg bei Weiden.[17] Es gab Konzentrationslager, in den die Gefangen in zwei gegenläufigen Schichten rund um die Uhr arbeiten mussten und abwechselnd in denselben Betten schliefen (Beispiel KZ Neckarelz).

Sommer
4:00 Uhr Wecken
5:15 Uhr Zählappell
6:00 - 12:00 Uhr Arbeitszeit
12:00 - 13:00 Uhr Mittagessen (einschließlich Ein- und Ausgangszeit)
13:00 - 18:30 Uhr Arbeitszeit
19:00 Uhr Zählappell (Dauer ca. 1 Stunde)
20:45 Uhr „Alles in die Baracken"
21:00 Uhr „Alles in die Betten“ - „Licht aus"
Winter
5:00 Uhr Wecken

Zählappelle

Die täglichen Zählappelle vor und nach der Arbeit dienten zunächst der Feststellung der Vollständigkeit der Gefangenen. Durch dieses System wurde ein Vortäuschen der Anwesenheit von fehlenden Häftlingen zum Beispiel durch eine doppelte Meldung erschwert. Fehlten beim Appell Häftlinge wurde Alarm wegen eines Fluchtversuchs ausgelöst und die äußere Postenkette nach dem Einrücken der Arbeitskommandos zum Beispiel nicht zurückgezogen, um eine weitere Flucht aus diesem gesicherten KZ-Bereich in die Umgebung zu verhindern. Erst bei Vollständigkeit stand nachts die Postenkette nur direkt um den inneren Lagerbereich.

„Um 5.00 Uhr standen wir blockweise – ein Block bestand aus 100 – 150 Häftlingen – auf dem Appellplatz, auf welchem vom Blockältesten die Anzahl der Angetretenen, der Toten, Kranken und nicht mehr Arbeitsfähigen festgestellt wurde. Die Toten wurden auf einer Ecke des Platzes aufgeschichtet. Sie wurden täglich von einem Lastwagen abgeholt und zur Verbrennung in die Krematorien nach Auschwitz-Birkenau gebracht, ebenso auch die meisten nicht mehr arbeitsfähigen Häftlinge. Allein in dem Lager der IG-Farben in Monowitz kamen von 1942 bis 1945 zirka 32.000 Häftlinge zu Tode. Das war die angekündigte Vernichtung durch Arbeit. Danach wurden wir in Arbeitskommandos in einer Größenordnung von 20 – 30, gelegentlich auch von 60 – 80 Häftlingen eingeteilt.“[18] Beim Aus- bzw. Einmarsch aus dem/ins Lager wurden diese Zahlen an der Torwache wiederholt. Deshalb mussten auch seit dem letzten Appell verstorbene Häftlinge mit zum Appellplatz hin getragen werden. Die Appelle wurden auch als Kollektivstrafe für die Häftlinge eingesetzt.

Arbeitskommandos der Häftlinge

Datei:Auschwitz survivor displays tattoo detail.jpg
Erkennungsnummer eines überlebenden Häftlings

Das Wort Arbeitskommando bezeichnete die Gruppen, die zu verschiedenen Arbeiten eingeteilt wurden. Als Beispiele für den täglichen Arbeitseinsatz der KZ-Häftlinge wird hier eine Aufzählung der internen und externen Arbeitskommandos aus dem Konzentrationslager Gusen I wiedergegeben:

  • I. Tätigkeiten für Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH (DEST, SS-Betrieb):
    • Kommando Steinbruch Gusen, Kastenhof und Pierbauer (1940–1945): 2.800 Häftlinge
    • Kommando Ziegelwerk Lungitz
    • Kommando Rüstung Wien (1943): 300 Häftlinge
    • Kommando Rüstung Messerschmitt (BA II) (1943–1945): 6.000 Häftlinge
    • Kommando Rüstung Steyr-Daimler-Puch AG (Georgenmühle) (1942–1945): 6.500 Häftlinge
    • Kommando Siedlungsbau St. Georgen (1940–1942): etwa 300 Häftlinge
    • Kommando Gusenregulierung (1941): etwa 150 Häftlinge
    • Kommando Straßenbau
    • Kommando Gleisbau
  • II. für die Bauleitung der Waffen-SS und Deutschen Polizei Gusen bei St. Georgen a.d. Gusen:
    • Kommando Bauleitung
    • Kommando Entwässerung
    • Kommando Holzplatz
    • Kommando Bahnbau (1941–1943)
    • Kommando Donauhafen (1942–1943)
  • III. für die SS-Lagerverwaltungsführung (interne Arbeitskommandos):
    • Lager-Kommando (1940–1945): etwa 400 Häftlinge
    • Kommando Barackenbau (1940–1944): etwa 100 Häftlinge
  • IV. für sonstige Auftraggeber:
    • Kommando Bombensucher bzw. Kommando Blindgänger (1944–1945)

Seit der Gründung der Konzentrationslager mussten die Häftlinge verschiedene Arbeiten erledigen. Sie sollten nicht unbeschäftigt inhaftiert sein. Und der Lagerbetrieb selbst sollte keine separaten Kosten hervorbringen. Die Arbeiten konnten aber auch sinnlos sein, also ohne wirtschaftlichen Nutzen für die SS. Diese schikanösen Beschäftigungen sollten dann die Gesundheit der Gefangenen schädigen und ihren Willen brechen helfen. Später wird von der Vernichtung durch Arbeit gesprochen. Die Einteilung zu einem leichteren oder körperlich schweren Kommando beeinflusste die Überlebenschancen der Häftlinge.[19] Ein Kommando innerhalb eines Gebäudes, beispielsweise handwerkliche Arbeiten, war für Häftlinge erträglicher als Kommandos, die im Winter bei eisigen Temperaturen unter freiem Himmel stattfanden.

Bereits das KZ Dachau war räumlich nicht auf den Ort Dachau beschränkt. Zu den Kommandos, die innerhalb des Lagers verrichtet werden mussten, kamen sehr bald solche, die außerhalb des Lagers stattfanden, wie z. B. das Kommando der Kräuterplantage oder Arbeitskommandos die zum Torfstechen eingeteilt wurden. Die SS setzte Häftlinge im Laufe der Jahre immer häufiger außerhalb des jeweiligen Konzentrationslagers ein und ließ Straßen, Wassergräben, Kasernen oder SS-Erholungsheime bauen. Aber auch für private Zwecke von NS-Größen oder für Industriebetriebe kamen KZ-Häftlinge zum Einsatz (dort neben Zwangsarbeitern und Arbeitspflichtigen). Dafür erhielt die SS eine Leihgebühr pro Häftling und Arbeitstag. Viele Arbeitskommandos bestanden nur Wochen oder Monate und die Belegstärke variierte. Der damalige Sprachgebrauch bezeichnete Kommandos, bei denen Häftlinge außerhalb des KZ's nächtigten, auch als Außenkommando.[20]

Als Außenkommando eingerichtete Arbeitskommandos entwickelten sich in einigen Fällen zu neuen, eigenständigen Konzentrationslagern: Das KZ Mauthausen begann im August 1938 mit dem Eintreffen eines ersten Häftlingskommandos aus dem Konzentrationslager Dachau. Auch das KZ Niederhagen entstand aus einem KZ-Außenkommando. Das KZ Mittelbau-Dora war anfangs Außenlager von Buchenwald und wurde später ein eigenständiges Konzentrationslager.

Besondere Arbeitskommandos, auch in den Augen der Bewacher, waren Gruppen von Häftlingen, die gezwungen wurden, sich am Mordvorgang oder der Beseitigung von Leichen der Opfer zu beteiligen. So gab es beispielsweise im KZ Dachau ab 1940 ein Arbeitskommando Krematorium. Es wurde getrennt untergebracht und durfte keinen Kontakt zu anderen Häftlingen haben. Als Zeugen der Ermordungen mussten die für dieses Kommando eingeteilten Häftlinge ständig damit rechnen, selbst umgebracht zu werden. Es ist nicht bekannt, ob es hierzu innerhalb der SS eine klar definierte zentrale Anweisung gab, oder ob die Kommandanten nach eigenem Ermessen handelten.

Lagerszpracha – eine Sprache der Gefangenen in den KZ

Eine Besonderheit ist der Sprachgebrauch der Gefangenen in den Konzentrationslagern neben ihrer jeweiligen Muttersprache. In fast jedem KZ gab es als Opfer Angehörige von vielen bis zu 40 verschiedenen Völkern oder Volksgruppen. Jeder Gefangene brachte an diesen Ort seine eigene Muttersprache oder Nationalsprache mit. Mit den Bewachern musste jeder in der offiziellen Lagersprache deutsch sprechen. Auch Briefe durften nur in deutscher Sprache geschrieben werden. Um überleben zu können, musste ein Häftling wenigstens die allereinfachsten Befehle und Antworten auf deutsch verstehen und sprechen können. Untereinander behalfen sich die Gefangenen mit einem multinationalen Sprachgemisch, das sich zum Teil zu einer deutsch-basierten Kreolsprache entwickelte. Sie bestand aus Schlüsselwörtern und sehr oft aus ergänzenden nonverbalen Zeichen.[21] [22] Um 1985 hat Wolf Oschlies vorgeschlagen, dafür den im KZ bereits zum Teil benutzten Begriff „Lagerszpracha“ generell zu verwenden.[23]

Medizinische Experimente

An Inhaftierten wurden von Ärzten, wie Josef Mengele (Auschwitz), Robert Ritter (KZ Buchenwald) unter anderem medizinische Experimente vorgenommen, in deren Verlauf die Häftlinge meist qualvoll starben. Sie wurden beispielsweise mit Fleckfieber,[24] Malaria- oder TBC-Erregern infiziert, um Impfstoffe zu testen, ihnen wurden Brandbombenverletzungen zugefügt und an ihnen erfolgten Salzwasserversuche. Der Nürnberger Ärzteprozess fand vom 9. Dezember 1946 bis zum 20. August 1947 vor dem Ersten Amerikanischen Militärgerichtshof in Nürnberg statt. Angeklagt war unter anderem der Abteilungsleiter für Tropenmedizin am Robert-Koch-Institut in Berlin, Dr. med. Gerhard Rose für die Fleckfieberversuche an Sinti und Roma in Buchenwald.[25] Weiterhin wurde der SS-Hauptsturmführer Dr. med. Waldemar Hoven, Lagerarzt im KZ Buchenwald, angeklagt.

Quellengrundlage für die Experimente in Buchenwald sind das Stationstagebuch des SS-Hauptsturmführers Dr. med. Erwin Ding-Schuler, Aussagen von europäischen Medizinern, die im KZ inhaftiert waren, sowie Häftlingen wie dem österreichischen Soziologen und Philosophen Eugen Kogon, der 1946 unter dem Titel Der SS-Staat über das Leben in Buchenwald berichtete. Die Publikation der vollständigen Dokumentation, der Wortprotokolle, des Anklage- und Verteidigungsmaterials erfolgte erst 1999 durch den Saur-Verlag München. Die Analyse dazu lieferte 2001 Angelika Ebbinghaus/Klaus Dörner (Hg.): Vernichten und Heilen. Der Nürnberger Ärzteprozess und seine Folgen. Die Bundesärztekammer weigerte sich, diese Edition finanziell zu unterstützen. Erst Einzelspenden von 8000 Ärzten ermöglichten sie.

Todesarten der KZ-Häftlinge

Todesbenachrichtigung, Dachau, 1944

Die Todesursachen der Häftlinge wurden im Aktenverkehr der NS-Organe zum Zweck der Geheimhaltung häufig chiffriert. Als Kürzel wurden die Aktenzeichen verwendet, unter denen der Aktenvorgang bei der übergeordneten Inspektion der Konzentrationslager (IKL) bearbeitet wurde.

Folgende Chiffre-Formen wurden verwendet:

  • 14 f 1 – „natürliche Todesfälle“
  • 14 f 2 – „Freitod oder Tod durch Unglücksfall
  • 14 f 3 – „Erschießung auf der Flucht“ (vgl. sogenannte Postenpflicht der Wachposten)
  • 14 f I – „Exekution
  • 14 f 13 – „Sonderbehandlung kranker und gebrechlicher Häftlinge“ (siehe auch: Aktion 14f13, mit dem Tarnbegriff Sonderbehandlung war in der Regel die Ermordung (zum Beispiel durch Vergasen oder mittels Giftspritze) gemeint. Diese Morde fanden zum Teil in den Euthanasie-Tötungsanstalten statt.

An die KZ waren zum Teil separate Standesämter angeschlossen, die auf Grund gefälschter ärztlicher Bescheinigungen der SS-Ärzte Totenscheine und Todesbenachrichtigungen erstellt haben. Die darin genannten Todesursachen hatten in der Regel keinen Zusammenhang mit der individuellen Todesursache.

(Hinweis auf die spätere Beurkundung der Sterbefälle von Häftlingen der ehemaligen deutschen Konzentrationslager in der Nachkriegszeit; dafür ist laut § 38 des Personenstandsgesetzes i.d.F. von 2007[26] ausschließlich der Standesbeamte des Sonderstandesamtes in Bad Arolsen zuständig.)

Bestrafungen, Lagerstrafen

Eine der ersten Verfügungen Himmlers zur Abschottung der Konzentrationslager von der Umwelt war die Bevollmächtigung der Kommandanten als Gerichtsherr. Vorausgegangen war eine staatsanwaltschaftliche Untersuchung von Todesfällen im KZ Dachau. Nun konnten die KZ-Kommandanten über die meisten Bestrafungen selbst entscheiden. In bestimmten Fällen hatten sie die Weisung der IKL einzuholen. Der so genannte "Bunker" war die SS-Bezeichnung des Gefängisses im KZ. Meistens wurde Haft in Form von Einzelhaft angeordnet, sehr oft ohne Nahrung. Zum Teil ohne Licht und in sog. Stehzellen, in denen Sitzen oder Liegen unmöglich war. Der "Bunker" wurde von der SS, bzw. der Lager-Gestapo oft als schallgedämpfter Ort für Folterungen benutzt. Der Ausdruck Bunker für Gefängnis kommt aus der Soldatensprache für das Militärgefängnis.

Befreiung von Überlebenden

Beim Vormarsch ihrer Truppen machten die Alliierten an den Fronten zu ganz verschiedenen Zeitpunkten die Erfahrung, wozu der Judenhass und die verbrecherischen Fähigkeiten der Nazis beim Umgang mit der eigenen Zivilbevölkerung in der Lage waren:

1944

  • Am 23. Juli 1944 befreit die Rote Armee das KZ Majdanek als erstes der großen Vernichtungslager in Polen. Wie bei allen folgenden Lagern sterben noch in den nächsten Wochen zu Skeletten abgemagerte Überlebende an den Folgen der Mangelernährung und dort erworbener Krankheiten.

Im August 1944 gelangen westliche Journalisten zu einer Besichtigung in das von der SS hastig geräumte Vernichtungslager Majdanek. Daraufhin wurden Darstellungen des Massenmords auf die Titelseiten US-amerikanischer Zeitungen und in US-Zeitschriften gesetzt (Life-Magazin 28. August und New York Times 30. August 1944).

Nur wenige der SS-Wachen konnten direkt festgenommen werden. Der Großteil entkam vorher. Vereinzelt kam es durch befreite Häftlinge, aber auch durch Truppenteile der Alliierten zu Racheakten an den Festgenommenen.

1945 (hier nur wenige Eckdaten als Beispiel)

  • 27. Januar: Zuerst wurde das KZ Auschwitz-Monowitz am Vormittag durch sowjetische Truppen (322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front befreit.
  • Das Stammlager Auschwitz I und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden – auch durch die Soldaten der 322. Division – am frühen Nachmittag des 27. Januar befreit.[27] In Birkenau waren bei der Räumung (Todesmarsch) fast 5.800 entkräftete und kranke Häftlinge, die meisten waren Frauen, unversorgt zurückgeblieben.
  • 7. April: erstmals von Truppen der 1. Französischen Armee wird ein KZ befreit, das KZ Wiesengrund bei Heilbronn.
  • 11. April: Konzentrationslager Buchenwald; die Leitung der Lagerwiderstandsbewegung setzte am 8. April 1945 über einen heimlich installierten Sender einen Hilferuf an die nahen amerikanischen Truppen ab. Die Amerikaner rieten zur Ruhe bis zur Befreiung. Am 11. April 1945 kam es zu Frontkämpfen in unmittelbarer Nähe des Lagers. Um etwa 14.30 Uhr erreichte ein Vortrupp der 6. Panzerdivision der 3. US-Armee den SS-Bereich des Konzentrationslagers.
  • Am 12. April wurde das KZ Westerbork in den Niederlanden von kanadischen Soldaten befreit.
  • Am 15. April erfolgte die Übergabe des KZ Bergen-Belsen an britische Truppen.
  • Am 29. April rückte die 45. Infanterie-Division der 7. US-Armee und die 42. Infanterie-Division von Westen zur Befreiung im KZ Dachau ein. Die amerikanischen Truppen befreiten zuerst das Konzentrationslager und marschierten einen Tag später in München ein.
  • Gegen Ende April 1945 werden die letzten 600 bis 700 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme von der SS abtransportiert. Am 2. Mai 1945 finden britische Truppen das KZ Neuengamme leer vor.
  • Am 3. Mai werden die Cap Arcona und die Thielbek in der Ostsee vor Neustadt durch einen Bombenangriff versenkt. Die Anzahl der dabei ertrunkenen KZ-Häftlinge wird auf 6400 bis 7300 geschätzt.
  • 10. Mai 1945: Die letzten Häftlinge können in Flensburg befreit werden.[28]

Die Rückführung in die Heimat:

Nachdem die Repatriierung der Häftlinge und Zwangsarbeiter im Sommer 1945 zügig anlief (Oberbegriff Displaced Persons – DPs), kam sie im strengen Winter 1945/1946 fast vollständig zum Erliegen. Die dann verbliebenen DPs wurden großenteils (aus verschiedenen Gründen) nicht mehr repatriiert.

Häftlingsvereinigungen:

Fast überall in den befreiten Lagern entstanden Häftlingsvereinigungen (Komitees, Ausschüsse, Amicales). Beispiele: Comité International de Dachau (gegr. 29. April 1945), Internationales Sachsenhausen-Komitee, Amicale de Mauthausen, Fédération Internationale des Résistants.

Nach der Befreiung wurden die Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen, die auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone lagen von der sowjetischen Militäradministration und der Deutschen Demokratischen Republik bis 1950 als Speziallager weitergenutzt.

Internierungs- und Konzentrationslager im übrigen von Deutschland besetzten Europa

Belgien

  • Gestapo-Gefängnis im Brüsseler Gefängnis Saint-Gilles/Sint-Gillis,
  • das KZ Fort Breendonk bei Willebroek (ab September 1940; mindestens 3.532 Inhaftierte, nur 458 davon überlebten),
  • Fort/Zitadelle von Huy (Juni 1941 bis September 1944; über 7000 Gefangene) und
  • Kamp/KZ Mechelen (SS-Sammellager Mecheln, von den 25.000 dorthin Deportierten überlebten 1.207 den Zweiten Weltkrieg).

Dänemark

Horserødlejren in Nordsjælland, etwa sieben Kilometer von Helsingør; Frøslev (Gemeinde Bov) in Südjütland/Sønderjylland (als Gefangenenlager/Frøslevlejren II in der Nähe von Flensburg eröffnet am 13. August 1944 bis zur Befreiung am 5. Mai 1945, dt. Fröslee-Lager)

Frankreich

Im besiegten und teilweise besetzen Frankreich gab es keine Konzentrationslager, wenn man darunter ein Lager der Deutschen im Zweiten Weltkrieg versteht, dessen Wachmannschaften einer SS-Organisation unterstellt waren. Das KZ Natzweiler lag im Elsass, der faktisch ins Deutsche Reich eingegliedert war („Heim ins Reich“ geholt) und in dem es keine französischen Verwaltungsorgane mehr gab. In Frankreich gab es aber Lager, die ähnliche Bezeichnungen trugen und deren Funktionen unterschiedlich, jedoch teilweise ähnlich waren: Durchgangs- und Sammellager (frz.: Camp de transit, Camp d'internement, Camp de réfugiés, aber auch Camp de prisonniers de guerre, Camp de prisonniers, Camp de concentration pour détenus politiques, Camp d’accueil, Camp de séjour, Centre de séjour surveillé.)

Es konnte sich um seit Jahren bestehende Lager für Flüchtlinge aus Spanien handeln. In einigen Lagern wurden Roma (im frz. Sprachgebrauch "Tsiganes, Nomades" genannt) gefangen gehalten. Wieder andere waren ursprünglich Kriegsgefangenenlager, die als Internierungslager für „feindliche" Zivilisten genutzt wurden. Gesetzesgrundlage waren in der Regel neuere Bestimmungen des Petain-Regimes (État français). Allerdings dienten einige Lager aufgrund der Kollaboration des Petain-Regimes mit den deutschen Besatzern im Rahmen der Shoa, vor allem der Zusammenstellung von Deportationstransporten in die deutschen Vernichtungslager im besetzen Polen. Die Lager wurden unterschiedlich streng, meist von französischer Polizei, bewacht und organisiert.

Meistens war die Verpflegung und die Hygiene ein massives Krankheitsrisiko, das zu vielen Todesfällen in solchen Lagern führte. Französische und internationale Hilfsorganisationen versuchten das Verhungern durch Hilfslieferungen in die Lager zu bremsen. In Frankreich gibt es eine Diskussion um die Schuldfrage bei der Kollaboration und Mithilfe bei der Deportation (insbesondere von jüdischen Franzosen, aber auch von Ausländern, insbesondere Flüchtlingen aus Hitlers Machtsphäre) durch Politiker und Polizisten. Nach Razzien und Durchsuchungen mit Festnahmen wurden die Gefangenen nur zum Teil direkt an die Deutschen übergeben. Im Unterschied zu deutschen Konzentrationslagern kann der französischen Lagerleitung in der Regel nicht als Hauptgrund des Handelns ein Tötungswille an den Gefangenen zugeschrieben werden. Dort, wo deportiert wurde, war allerdings auch den französischen Stellen bekannt, dass es um Transporte in den Tod ging. Eine Besonderheit unter den vielen Opfergruppen waren deutsche Juden, die aus der Pfalz und Baden zur Internierung 1940 zuerst in das Lager Camp de Gurs (via Agde) und von dort in die Vernichtungslager transportiert wurden (Wagner-Bürckel-Aktion). Zuvor waren jüdische Franzosen aus dem Elsass und den Departementen Moselle und Lorraine durch die Deutschen in das übrige Frankreich vertrieben worden.

Eine Liste von zirka 50 Lagern, von denen Gefangene, Internierte, Flüchtlinge vom Vichy-Regime an Deutschland ausgeliefert wurden:

Italien

Die größten Konzentrationslager des faschistischen Italiens
Bezeichnung Von Bis Geschätzte
Anzahl
gefangener
Menschen
Geschätzte
Anzahl
ermordeter
Menschen
Arbe (Lager Kampor) Juli 1942 11. September 1943 15.000 1.500
Chiesanuova in der Nähe von Padua Juni 1942
Konzentrationslager Gonars in der Nähe von Palmanova März 1942 8. September 1943 7.000 453; >500
Molat
Monigo in der Nähe von Treviso Juni 1942
Renicci di Anghiari, in der Nähe von Arezzo Oktober 1942
Visco in der Nähe von Palmanova Winter 1942

In italienischen Konzentrationslagern im besetzten Dalmatien und der besetzten nordkroatischen Küste Bakar, Kraljevica, Molat, Rab, Zlarin wurden von 1941 bis 1943 einige zehntausend gefangener Zivilisten festgehalten.

Zwangsarbeit und widrige Lebensumstände kosteten zahlreiche Insassen, die nicht gleich hingerichtet wurden, das Leben.

Die Lager in Molat und in Rab (34 Prozent der Insassen überlebten nicht) waren als Todeslager besonders berüchtigt.

Das KZ Villa Oliveto (Civitella) bei Siena wird in der italienischen WP als Juden-Sammellager und als KZ noch die Durchgangslager KZ Fossoli und das Sipo-Außenkommando Padua genannt.

Jugoslawien / Unabhängiger Staat Kroatien

Zur Zeit der deutschen und italienischen Okkupation Jugoslawiens während des Zweiten Weltkrieges wurden vom faschistischen Ustascha – Regime und der italienischen Besatzungsmacht im besetzten Teil Kroatiens und von Kollaborateuren in Serbien im Unabhängigen Staat Kroatien / NDH ab 1941 zirka zwanzig Konzentrationslager errichtet. Unter Anderem die in Banjica, Belgrad, Molat, Rab, Šabac und Topovske Supe. Später wurden sie im Lagerkomplex Jasenovac zusammengefasst. Mit einer Gesamtausdehnung von 240 km² und seinen Opferzahlen wurde es das drittgrößte KZ Europas und das größte auf dem Balkan („Auschwitz des Balkans“). Es umfasste auch die drei Kinderlager KZ Sisak, Gornja Rijeka sowie das KZ Jastrebarsko. Die Gefangenen starben nicht durch Gas, sondern wurden erstochen bzw. geschlachtet, erschlagen, erhängt, ersäuft, lebend verbrannt oder vergraben. Die Zahl der Opfer von Jasenovac wird heute (auch von serbischen und jüdischen Historikern) auf etwa 70.000 bis 90.000 Personen geschätzt. [31] Es ist unbestritten, dass die überwiegende Mehrheit darunter serbische Opfer waren. Jüdische Opfer wurden zur Zeit des kommunistischen Jugoslawiens gar nicht erwähnt. Auch die heute errichteten Mahnmale in den ehemaligen KZ´s erinnern ausschließlich an die serbischen Opfer. Das es in Jasenovac auch jüdische Opfer gegeben hat, beweist eine Studie des Bosniakischen Institutes aus Zürich. Das von Adil Zulfikarpašić gegründete „Bosniakische Institut“ in Zürich publizierte 1998 insgesamt 59.188 Opfer des Lagerkomplexes Jasenovac (einschließlich Stara Gradiška), darunter 33.944 Serben, 9.044 Juden, 6.546 Kroaten und 1.471 Roma. Der Rest verteilte sich auf Personen unterschiedlicher ethnischer bzw. religiöser Zuordnung sowie auf Opfer, deren Nationalität nicht eindeutig festgestellt werden konnte [32]</br> Das Museum der Gedenkstätte, von Jasenovac, veröffentlichte eine, noch nicht vollständige, Liste der Opfer von Jasenovac, mit dem Stand der Nachforschungen bis zum 18. April 2010. In dieser Liste sind bisher 80.914 namentlich bekannte Personen, darunter rund 46000 Serben, 16000 Roma, 13000 Juden und 4000 Kroaten, aufgeführt die in Jasenovac zwischen Einrichtung des Lagers 1941 bis zur Befreiung 1945 zu Tode kamen.[33]

Kanalinseln

Das KZ Alderney (auch Lager Sylt genannt, von März 1943 bis Juni 1944) war ein Außenlager des KZ Neuengamme auf der von Großbritannien geräumten und seit 1940 besetzten Kanalinsel Alderney und damit das einzige deutsche Konzentrationslager in einem Gebiet des britischen Kronbesitzes.

Niederlande

Fünf Konzentrationslager: Herzogenbusch (Kamp Vught) und Westerbork (polizeiliches Judendurchgangslager), Kamp Amersfoort, Kamp Erika und Kamp Schoorl. Twilhaar war Rijkswerkkamp (Arbeitslager).

Norwegen

Grini fangeleir, Falstad bei Trøndelag, Svanviken

Österreich

Polen, Russland, Ukraine, Weißrussland

Eine besonders hohe Dichte an Konzentrationslagern, Vernichtungslagern, Durchgangslagern und Ghettos gab es im Generalgouvernement in Ostpolen. Dort befanden sich auch die bekanntesten Vernichtungslager Auschwitz, Sobibor, Treblinka, Chelmno und Belzec. Das deutsch besetzte Polen war geradezu „übersät“ mit größeren und kleineren Konzentrations- und Außenlagern verschiedenster Art, denn zum einen war es das erste Land, das von den Nationalsozialisten erobert worden war. Außerdem war in Osteuropa allgemein die jüdische Bevölkerung größer als in West- oder Mitteleuropa. Ein weiteres Vernichtungslager, Maly Trostinez, lag im heutigen Weißrussland. Während der Zeit der deutschen Besatzung Weißrusslands starben dort Hunderttausende Juden; die jüdische Bevölkerung Weißrusslands wurde fast vollständig ausgelöscht. Auch die Ukraine war „übersät“ mit größeren und kleineren Lagern und Ghettos. So gab es etwa ein Ghetto in Winniza. (In der Nähe dieser Stadt befand sich Adolf Hitlers FührerhauptquartierWehrwolf“.) So weit das „eigentliche Russland“ von den Deutschen besetzt worden war, wurden auch hier die Juden als Partisanen verdächtigte Zivilisten und Kommunisten verschleppt oder erschossen. Allerdings gehörten die westlichen Gebiete des heutigen Russlands aufgrund der Kriegsereignisse zumeist zum „rückwärtigen Heeresgebiet“.

Aber nicht nur die Dichte an Konzentrationslagern und Ghettos unterschied die deutsch besetzten Gebiete Osteuropas von denjenigen Westeuropas. Denn nicht nur die Juden, sondern auch die nichtjüdische Bevölkerung war von den Repressionen direkt betroffen. So wurde zum Beispiel die Stadt Charkow 1942 von Angehörigen der Wehrmacht (nicht SS-Angehörigen) ausgehungert. Solche und ähnliche „Maßnahmen“ hatten ihren Grund in der rassistischen Ideologie des NS-Regimes, für das die slawischen Völker nur „Untermenschen“ waren. So hatte Reichsführer-SS Heinrich Himmler vor Beginn des Russlandfeldzuges davon gesprochen, dass das Ziel des Feldzuges die Dezimierung der slawischen Völker um 30 Millionen bedeute.

Information und Konfrontation im Nachkriegsdeutschland

Nach der Befreiung der KZ-Gefangenen und deren medizinischer Versorgung sahen die Alliierten die Notwendigkeit, die deutsche Bevölkerung mit den unter ihren Augen begangenen Verbrechen zu konfrontieren, die in den Konzentrationslagern für die zu einem unglaublichen Abschluss kamen, die nicht bereits Augenzeugen der Verbrechen waren. Dem dienten zwangsweise Vorführungen von Lagerteilen und Leichen der dort Ermordeten. Die örtliche Bevölkerung aus der Nachbarschaft von KZ wurde mehrfach dazu gezwungen, Tote in würdigen Gräbern zu bestatten. Seien es unbestattete Leichen oder Leichen aus Massengräbern umzubetten. Es wurden mehrfach Filmdokumentationen und Fotobände für Vorführungen im besetzten Deutschland und Österreich hergestellt (erstes Beispiel ist der Film Die Todesmühlen', (Death Mills). Er setzt sich überwiegend aus Filmmaterial aus verschiedenen, kurz zuvor befreiten deutschen Konzentrationslagern zusammen, unter anderem den KZ Auschwitz-Birkenau, Majdanek, Treblinka, Bergen-Belsen. Der Film ist nur mit ernster klassischer Musik unterlegt und hat keine Rahmenhandlung. Der Film geht auch auf die wirtschaftliche Ausbeutung der Häftlinge ein. Die Dokumentationen wurden zum Teil auch als Beweismittel für allfällige Gerichtsverfahren gegen Beteiligte erstellt.

Siehe auch

Zu Einzelaspekten der deutschen Konzentrationslager siehe auch die Artikel über:

Interviews mit Überlebenden

  • Boder-Interviews, 1946: Der Psychologe David Boder vom Illinois Institute of Technology interviewte zahlreiche Displaced Persons. Er stellte den Zeitzeugen frei, in welcher Sprache sie sich ausdrücken wollten. Boder sammelte rund 90 Stunden Magnetbandaufzeichnungen auf 200 Spulen und transkribierte rund 120 Interviews. Das Projekt Voices of the Holocaust macht Aufnahmen und Transkripte daraus zugänglich. Siehe:
    David P. Boder: I Did not Interview the Dead. Urbana 1949 (französische Ausgabe als Je n’ai pas interrogé les morts. Hrsg. von Alan Rosen, Florent Brayard. Paris 2006;
    David P. Boder: Topical Autobiographies of Displaced People Recorded Verbatim in the Displaced Persons Camps, with a Psychological and Anthropological Analysis. 16 Bände, Chicago 1950–1957.[34]
  • Archiv der Erinnerung, 1995–1998: Im 171 Stunden Material umfassenden Videoarchiv Leben mit der Erinnerung. Überlebende des Holocaust erzählen sind 82 der rund 850 ab 1979 entstandenen Interviews des Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies (Yale University, New Haven) aufbereitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Beteiligt sind unter anderem die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas[35] und das Moses-Mendelssohn-Zentrum (Potsdam).
    Cathy Gelbin, Eva Lezzi u.a. (Hrsg.): Archiv der Erinnerung. Interviews mit Überlebenden der Shoah. Band 1: Videographierte Lebenserzählungen und ihre Interpretationen. Band 2: Kommentierter Katalog. Potsdam 1998.[34]
  • Visual History Archive (VHA), 1994–1999: Die Shoah Foundation zeichnete 52.000 Videointerviews mit Opfern und Zeugen des Holocaust aus 56 Ländern in 32 Sprachen auf, finanziert von Steven Spielberg. Die Interviews sind online abrufbar, etwa bei der Freien Universität Berlin.

Literatur

  • Hans Beimler: Im Mörderlager Dachau. Vier Wochen in den Händen der braunen Banditen, Moskau 1933. - der erste authentische Bericht über die Zustände in einem faschistischen KZ
  • Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. 9 Bände, C. H. Beck, München 2005–2009, ISBN 3-406-52960-7.[36]
    • Band 1: Die Organisation des Terrors. München 2005.
    • Band 2: Frühe Lager; Dachau; Emslandlager. München 2005.
    • Band 3: Sachsenhausen, Buchenwald, Flossenbürg. München 2006.
    • Band 4. Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück. München 2006.
    • Band 5: Hinzert, Auschwitz, Neuengamme. München 2007.
    • Band 6: Stutthof, Groß-Rosen, Natzweiler. München 2007.
    • Band 7: Wewelsburg, Majdanek, Arbeitsdorf, Herzogenbusch/Vught, Bergen-Belsen, Dora-Mittelbau. München 2008.
    • Band 8: Riga, Warschau, Kaunas, Vaivara, Plaszów, Klooga, Chelmo, Belzec, Treblinka, Sobibor. München 2008.
    • Band 9: Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeiterlager. München 2009.
  • Ulrich Herbert, Karin Orth, Christoph Dieckmann (Hrsg.): Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-596-15516-9.[37]
  • Eugen Kogon: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager. Alber, München 1946 (Erstes weit verbreitetes Werk im Nachkriegsdeutschland. Zuletzt eine Auflage bei: Heyne, München 2004, ISBN 3-453-02978-X)
  • Angelika Königseder: Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Ein Kooperationsprojekt von Wissenschaft und Gedenkstätten. In: Dachauer Hefte Nr. 17: Öffentlichkeit und KZ. Was wusste die Bevölkerung? Dachau 2001.
  • Französisches Büro des Informationsdienstes über Kriegsverbrechen (Hrsg.): Konzentrationslager Dokument F 321 für den Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg. Frankfurt am Main 1988, (Erstveröffentlichung Paris 1945 unter dem Titel Camps de Concentration. Crimes contre la personne humaine. Erste deutsche Buchausgabe 1947, hrsg. von Eugène Aroneanu)
  • Geoffrey Megargee (Hrsg.): The United States Holocaust Memorial Museum Encyclopedia of Camps and Ghettos, 1933–1945. Band 1: Early Camps, Youth Camps, Concentration Camps and Subcamps under the SS-Business Administration Main Office (WVHA). Indiana University Press, Bloomington 2009, ISBN 0-253-35328-9.[38]
  • Karin Orth: Die Historiografie der Konzentrationslager und die neuere KZ-Forschung. In: Archiv für Sozialgeschichte 47, 2007:579-598
  • Dirk Riedel: Privatunternehmer im KZ. Aufstieg einer Firma im NS-Staat. In: Dachauer Hefte Nr. 19: Zwischen Befreiung und Verdrängung. 2003.
  • Gudrun Schwarz: SS-Aufseherinnen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern (1933–1945). In: Dachauer Hefte. Nr. 10: Täter und Opfer. 1994.
  • Barbara Schwindt: Das Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek: Funktionswandel im Kontext der „Endlösung“. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3123-7
  • Wolfgang Sofsky: Die Ordnung des Terrors: Das Konzentrationslager. S. Fischer, Frankfurt a.M. 1993, ISBN 3-596-13427-7.
  • Johannes Tuchel: Die Inspektion der Konzentrationslager 1938–1945. Edition Hentrich, Berlin 1994, ISBN 3-89468-158-6.
  • Hermann Langbein: … nicht wie die Schafe zur Schlachtbank – Widerstand in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern 1938–1945. Fischer, Frankfurt 1988, ISBN 3-596-23486-7.
  • Anita Lasker-Wallfisch: Ihr sollt die Wahrheit erben – die Cellistin von Auschwitz; Erinnerungen. Rowohlt, Reinbek 2007, ISBN 978-3-499-33251-7
  • Jane Caplan, Nikolaus Wachsmann (Hrsg.): Concentration Camps in Nazi Germany. The New Histories. London 2009.[39]

Für weitere Literaturhinweise siehe auch die Artikel Holocaust sowie Konzentrationslager (historischer Begriff).

Weblinks

 Commons: Konzentrationslager im Nationalsozialismus – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary: Konzentrationslager – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Filmische Verarbeitung

Spielfilme

  • Schindlers Liste: Spielfilm von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993 nach dem gleichnamigen Roman (im Original Schindler’s Ark) von Thomas Keneally.
  • Die Fälscher: Österreichischer Spielfilm. Der vom Regisseur und Drehbuchautor Stefan Ruzowitzky inszenierte Film basiert auf einem realen Geschehen und handelt vom größten Geldfälschungsprogramm der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs, der Aktion Bernhard.
  • Die Grauzone: Film von Tim Blake Nelson aus dem Jahr 2001. Das Drama beschäftigt sich mit der Problematik der jüdischen Zwangsarbeiter im KZ Auschwitz-Birkenau, die niederste Arbeit verrichteten, um einige Wochen länger zu leben.
  • Jakob der Lügner: Jakob der Lügner ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans des Schriftstellers Jurek Becker. Diese Verfilmung stammt aus dem Jahr 1999; mit Robin Williams als Jakob.
  • Band of Brothers - Teil 9: „Warum wir kämpfen“: Angekommen in der Nähe der deutschen Stadt Landsberg entdeckt die Easy Company auf einem Kontrollgang das nahegelegene Konzentrationslager Kaufering IV. Die Episode skizziert das überwältigende Entsetzen, das die Soldaten ergreift und verweist auf das deutsche Wissen über jene Konzentrationslager.
  • Der Junge im gestreiften Pyjama: Britischer Film aus dem Jahr 2008 von Mark Herman. Er basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von John Boyne.
  • Die Insel in der Vogelstraße: Die Insel in der Vogelstraße ist ein Roman des israelischen Schriftstellers Uri Orlev, das im Jahr 1985 veröffentlicht wurde. Es wurde im Jahr 1997 verfilmt.
  • Uprising – Der Aufstand: US-amerikanischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2001. Das von Jon Avnet inszenierte Holocaust-Drama erzählt vom Aufstand im Warschauer Ghetto.
  • Das Leben ist schön: Italienischer Film von Roberto Benigni aus dem Jahr 1997.
  • Der Pianist: Holocaust-Drama nach der in London im Jahr 1999 publizierten Autobiografie "Der Pianist". "Mein wunderbares Überleben" (Originaltitel: "Śmierć miasta") des polnischen Pianisten und Komponisten Władysław Szpilman.

Dokus

  • Nazi Murder Mills - Konzentrationslager 1945: US-Doku aus dem Jahr 1945 über befreite Nazi-Konzentrationslager und Terrorstätten (Hadamar, Ohrdruf, Buchenwald, Nordhausen), mit bewegenden Bildern der Opfer, der Ermordeten und Gequälten des NS-Terrors.

Einzelnachweise

  1. In Nohra, Thüringen, wurde am 3. März 1933 in einer Militärschule das erste Konzentrationslager des Dritten Reiches eingerichtet. Heute erinnert nichts mehr an das KZ, vgl.:
    Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 2, S. 174ff.
    Udo Wohlfeld: Das Netz. Die Konzentrationslager in Thüringen 1933–1937, Weimar, 2000
    Katrin Zeiss: Die Spur nach Buchenwald. In: TAZ (Vor siebzig Jahren ... In dem Dorf erinnert heute nichts mehr an den Vorläufer von Buchenwald.
  2. Ulrich Herbert et al.: Die nationalsozialistischen Konzentrationslager – Geschichte. Erinnerung, Forschung. In: Ulrich Herbert, Karin Orth, Christoph Dieckmann (Hrsg.): Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Frankfurt/M 2002, ISBN 3-596-15516-9, Bd. 1, S. 25
  3. Zdenek Zofka: Die Entstehung des NS-Repressionssystems. Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit in Bayern, Aufruf vom 2. Februar 2007
  4. Ulrich Herbert et al.: Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 1, S. 26
  5. Ulrich Herbert et al.: Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 1, S. 28f
  6. 6,0 6,1 Ulrich Herbert et al.: Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 1, S. 29
  7. Ulrich Herbert et al.: Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 1, S. 29f
  8. Ulrich Herbert et al.: Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 1, S. 30
  9. Eberhard Kolb: Die letzte Kriegsphase… S. 1135 In: Ulrich Herbert et al. (Hrsg.): Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Frankfurt 2002, ISBN 3-596-15516-9, Bd. 2
  10. Hans: Maršálek: Die Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen. Dokumentation. 4. Auflage 2006, ISBN 3-7035-1235-0, S. 409
  11. Ulrich Herbert et al.: Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 1, S. 31
  12. http://www.kuba-info.org/plaintext/politico/fidel-an-mexiko/index.html
  13. Willy Berler: Durch die Hölle. Monowitz, Auschwitz, Groß-Rosen, Buchenwald. Ölbaum, Augsburg 2003, S. 60. Zitiert nach wollheim-memorial.de)
  14. Weibliche politische Gefangene wurden ab 1933 hauptsächlich in sechs Schutzhaftanstalten interniert: Gotteszell (Schwäbisch Gmünd), Stadelheim (München), das Frauengefängnis Barnimstraße (Berlin), Fuhlsbüttel (Hamburg), Brauweiler (Westfalen) und Burg Hohnstein (Bad Schandau, Sachsen).
  15. Kurz vor Kriegsende existierten 34 Lager, in denen Frauen als Häftlinge von der SS in der Rüstungsindustrie eingesetzt wurden. Vom Beginn seines Bestehens bis Februar 1945 sind nach dem Verzeichnis der Nummernzuteilung 107.753 Frauen in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und seine Außenlager eingewiesen worden. Nach: Ino Arndt; in Dachauer Hefte 3, 1990, S. 145
  16. deathcamps.org: Ghetto List. 2005
  17. Nach Peter Wilfahrt, 2005: entnommen aus Tafel im KZ
  18. Alex Deutsch: Ich habe Auschwitz überlebt. Homburg 1996, ISBN 3-9801611-3-7. (Alex Deutsch - Häftlings-Nummer 105613, Häftling in Auschwitz-Monowitz)
  19. Stanislav Zámečník: Das war Dachau. Luxemburg, 2002, ISBN 2-87996-948-4. S.150, Kapitel „Überlebensbedingungen“
  20. Verzeichnis der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos gemäß § 42 Abs. 2 BEG
  21. Oliver Lustig, selbst Überlebender, hat 1982 eine Sammlung solcher Begriffe veröffentlicht.
    Oliver Lustig: Camp Dictionary, online-Version (2005, Concentration Camp Dictionary, 1982; mehrsprachig: ungar., de, eng., portug. und Italienisch. Bei isurvived.org. Das bedeutet aber nicht, dass es ein identisches Sprachgemisch in den verschiedenen Lagern gab
  22. Sprache/n im KZ Buna/Monowitz auf wollheim-memorial.de (unter anderem nach Primo Levi u. Leonardo Debenedetti)
  23. Wolf Oschlies: Sprache in nationalsozialistischen Konzentrationslager. Theorie und Empirie der „Lagerszpracha“. Auf: shoa.de, abgerufen am 20. April 2009.
  24. Fleckfieberversuche in Buchenwald.
  25. Fleckfieberversuche: Schreibtischtäter Rose (1896 - 1992).
  26. BGBl. I S. 122. Gesetz zur Reform des Personenstandsrechts (Personenstandsrechtsreformgesetz – PStRG) vom 19. Februar 2007 (PDF)
  27. Der Spiegel: Nikolai Politanow: "Wir trauten unseren Augen nicht". 27. Januar 2008.
  28. Jerzy Giergielewicz: Endstation Neuengamme, Außenlager Drütte. Der Weg eines 17-jährigen aus Warschau durch vier Konzentrationslager. hg. v. d. KZ-Gedenkstätte Neuengamme u. der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte, Bremen 2002, ISBN 3-86108-798-7.
  29. Le Centre de séjour surveillé de Fort-Barraux (PDF 120kB)
  30. Le camp de Jargeau 1941-1945 (franz. Projekt einer Schülergruppe)
  31. JUSP Jasenovac - LIST OF INDIVIDUAL VICTIMS OF JASENOVAC CONCENTRATION CAMP. Abgerufen am 15. Mai 2011.
  32. http://www.oei.fu-berlin.de/geschichte/soe/rezensionsseite/rezension55.html#_ftn15 Rezension zu Josip Jurčévić: Die Entstehung des Mythos Jasenovac. Probleme bei der Forschungsarbeit zu den Opfern des II. Weltkrieges auf dem Gebiet von Kroatien. Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, 2007]
  33. JUSP Jasenovac - LIST OF INDIVIDUAL VICTIMS OF JASENOVAC CONCENTRATION CAMP. Abgerufen am 15. Mai 2011.
  34. 34,0 34,1 Johanna Bodenstab: Tagungsbericht Stimmen aus der Vergangenheit. Interviews mit Überlebenden der Shoah: Das David-Boder-Archiv und das „Archiv der Erinnerung“. 7. Juni 2007 - 8. Juni 2007, Berlin. In: H-Soz-u-Kult, 5. Oktober 2007.
  35. Videoarchiv: Leben mit der Erinnerung. Überlebende des Holocaust erzählen. In: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
  36. Vgl. die Rezensionen: Sybille Steinbacher: Rezension zu: Benz, Wolfgang; Distel, Barbara (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 1–3. In: H-Soz-u-Kult, 12. Dezember 2006. Marc Buggeln: Rezension zu: Benz, Wolfgang; Distel, Barbara; Königseder, Angelika (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager Bd. 4. In: H-Soz-u-Kult, 29. Januar 2008. Marc Buggeln: Rezension zu: Benz, Wolfgang; Distel, Barbara (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 5–7. In: H-Soz-u-Kult, 20. November 2008. Marc Buggeln: Rezension zu: Benz, Wolfgang; Distel, Barbara (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 8–9. In: H-Soz-u-Kult, 24. März 2010.
  37. Vgl. Angela Schwarz: Rezension zu: Herbert, Ulrich; Karin Orth; Christoph Dieckmann (Hrsg.): Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Entwicklung und Struktur. Göttingen 1998. In: H-Soz-u-Kult, 11. Mai 1999.
  38. Vgl. Marc Buggeln: Rezension zu: Megargee, Geoffrey P. (Hrsg.): The United States Holocaust Memorial Museum Encyclopedia of Camps and Ghettos, 1933-1945. Volume I: Early Camps, Youth Camps, Concentration Camps and Subcamps under the SS-Business Administration Main Office (WVHA), 2 Parts. Bloomington 2009. In: H-Soz-u-Kult, 24. März 2010.
  39. Vgl. Marc Buggeln: Rezension zu: Caplan, Jane; Wachsmann, Nikolaus (Hrsg.): Concentration Camps in Nazi Germany. The New Histories. London 2009. In: H-Soz-u-Kult, 24. März 2010.


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