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Picardie

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Picardie (Begriffsklärung) aufgeführt.
Picardie
Flagge der Region Picardie Wappen der Region Picardie
Nord-Pas-de-CalaisPicardieChampagne-ArdenneLothringenElsassHaute-NormandieBasse-NormandieBretagneCentre-Val de LoireIle-de-FranceBurgundFranche-ComtéPays de la LoirePoitou-CharentesLimousinAquitanienMidi-PyrénéesLanguedoc-RoussillonAuvergneRhône-AlpesProvence-Alpes-Côte d’AzurKorsikaAndorraMonacoLiechtensteinÖsterreichLuxemburgBelgienNiederlandeVereinigtes KönigreichDeutschlandSchweizItalienGuernseyJerseySpanienLage der Region Picardie in Frankreich
Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz Amiens
Präsident des Regionalrats Claude Gewerc[1] PS
Bevölkerung

 – gesamt 1. Januar 2019
 – Dichte

1.930.941 Einwohner
99,5 Einwohner je km²

Fläche

 – gesamt
 – Anteil an Frankreich:

19.399 km²
3,1 %

Départements 3
Arrondissements 13
Kantone 129
Gemeinden 2.291
ISO 3166-2-Code FR-S

Die Picardie [pikaʀˈdi] ist eine Region und historische Provinz im Norden Frankreichs. Sie besteht aus den Départements Aisne, Oise und Somme. Die Region hat eine Fläche von 19.399 km² und 1.930.941 Einwohner (Stand 1. Januar 2019). Hauptstadt der Region ist Amiens.

Geographie

Ault Côte Picarde

Die Picardie liegt im Norden Frankreichs und ist von Paris in ca. einer Stunde mit dem Auto erreichbar. Es bestehen günstige Verkehrsverbindungen (Straße, Schiene, Luft, Kanaltunnel bzw. Fähre) in die europäischen Metropolen (z. B. London 2,5 Stunden, Brüssel 1,5 Stunden).

Sie grenzt an die Regionen Nord-Pas-de-Calais, Champagne-Ardenne, Île-de-France und Haute-Normandie sowie an Belgien und den Atlantik.

Wappen

Beschreibung: Im blau-silber gevierten Wappen sind drei goldene Lilien und drei rote Löwen.

Geschichte

Die Picardie, die seit der Teilung des Frankenreichs zum Westfrankenreich und dann zu Frankreich gehörte, war das Zentrum des Bauernaufstandes, der „(Grande) Jacquerie“, Mitte des 14. Jahrhunderts und fiel während des Hundertjährigen Krieges Frankreichs gegen England und das Haus Burgund ab 1419 bzw. 1435 an Burgund. Erst mit der Burgundischen Teilung fiel es 1477 bzw. endgültig 1493 zusammen mit Burgund an Frankreich. Die Picardie war einer der Hauptkriegsschauplätze des Ersten Weltkrieges.

Mit der Einrichtung der Regionen in Frankreich 1960 entstand die Region Picardie in den derzeitigen Grenzen neu. 1972 erhielt die Region den Status eines Établissements public unter Leitung eines Regionalpräfekten.

Durch die Dezentralisierungsgesetze von 1982 erhielten die Regionen den Status von Collectivités territoriales (Gebietskörperschaften), wie ihn bis dahin nur die Gemeinden und die Départements besessen hatten. Im Jahre 1986 wurden die Regionalräte erstmals direkt gewählt. Seitdem wurden die Befugnisse der Region gegenüber der Zentralregierung in Paris schrittweise erweitert.

Zur Zeit wird eine Fusion der Picardie mit der Region Nord-Pas-de-Calais geplant [2].

Städte

Die bevölkerungsreichsten Städte der Picardie sind:

Stadt Einwohner (Jahr) Département
Amiens 134.057 (2017) Somme
Saint-Quentin 53.570 (2019) Aisne
Beauvais 56.605 (2018) Oise
Compiègne 40.542 (2018) Oise
Creil 35.800 (2018) Oise
Soissons 28.712 (2019) Aisne
Laon 24.304 (2019) Aisne
Abbeville 22.946 (2017) Somme
Nogent-sur-Oise 20.298 (2018) Oise
Senlis 14.891 (2018) Oise

Politische Gliederung

Die Region Picardie ist in drei Départements untergliedert:

Département Präfektur ISO 3166-2 Arrondissements Kantone Gemeinden Einwohner (Jahr) Fläche
(km²)
Dichte
(Einw./km²)
Aisne Laon FR-02 5 42 816
000000000531345.0000000000531.345 (2019)
000000000007369.00000000007.369 000000000000072.100000000072,1
Oise Beauvais FR-60 4 41 693
000000000827153.0000000000827.153 (2018)
000000000005860.00000000005.860 000000000000141.2000000000141,2
Somme Amiens FR-80 4 46 782
000000000572443.0000000000572.443 (2017)
000000000006170.00000000006.170 000000000000092.800000000092,8

Wirtschaft

Im Vergleich mit dem BIP der Europäischen Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Region 2006 einen Index von 86,3 (EU-27 = 100).[3]

Die erwerbsfähige Bevölkerung umfasst 744.000 Menschen. Die Arbeitslosenrate von 11,5 % liegt leicht über dem französischen Durchschnitt von 10,6 %. In der Picardie sind 9,2 % der Beschäftigten in der Landwirtschaft, 40,7 % in der Industrie und 50,1 % im Dienstleistungsbereich tätig. Das Durchschnittseinkommen in der Picardie liegt bei 89 % des Landesdurchschnitts, sie gehört damit zu den vier einkommensschwächsten Regionen Frankreichs. Auch der Anteil von Beschäftigten mit Diplomabschluss an der picardischen Bevölkerung liegt mit 10,6 % unter dem französischen Durchschnitt von 14,2 %.

Siehe auch

Literatur

  • Horst Heynemann: Reisebuch Picardie : von der Aisne zur Oise - von der Somme zum Ärmelkanal. Meyer & Meyer, Aachen 1999, ISBN 3-89124-558-0.

Weblinks

 Commons: Picardie – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Picardie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.