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1956

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Ereignisse

  • 1956: Israel-Preis an Naftali Herz Tur-Sinai (Jüdische Studien)
  • 1956: Israel-Preis an Yigael Yadin (Jüdische Studien)
  • 1956: Israel-Preis an Yehezkel Abramsky (Rabbinische Literatur)
  • 1956: Israel-Preis an Gershon Shoffman (Literatur)
  • 1956: Israel-Preis an Nechama Leibowitz (Bildung)
  • 1956: Israel-Preis an Miriam Yalan-Shteklis (Kinderliteratur)
  • 1956: Israel-Preis an Jacob Talmon (Sozialwissenschaften)
  • 1956: Israel-Preis an Abraham Fraenkel (Exakte Wissenschaften)
  • 1956: Israel-Preis an Manfred Aschner (Biowissenschaften)
  • 1956: Israel-Preis an Haim Ernst Wertheimer (Medizin)
  • 1956: Israel-Preis an Hanna Rovina (Theater)
  • 1956: Die Vereinigten Staaten versichern Israel, dass sie das Zugangsrecht des israelischen Staates zur Strasse von Tiran anerkennen.
  • 1956: Unabhängigkeit Tunesiens. Die Zahl der tunesischen Juden sinkt von über 100 000 auf 42 000, davon besassen 20 000 einen französischen Pass.
  • 1956: Gründung der israelischen Stadt Kirjat Gat
  • 1956: Mafdal (Miflaga datit le’umit), Nationalreligiöse Partei (NRP), eine religiöse zionistische und nationalistische Partei in Israel, 1956 gegründet aus der bürgerlich-zentristischen und zionistisch-orthodoxen Partei „Geistiges Zentrum“ (Mizrachi) und der zionistisch-orthodoxen Arbeiterpartei (haPo’el haMizrachi). Bis 1977 war sie an den von Mapai bzw. der Arbeitspartei geführten Regierungen beteiligt und hatte dort meist das Ministerium für Religiöse Angelegenheiten inne sowie ein oder zwei weitere Sitze (Soziales, Gesundheit, Post, Entwicklung, Inneres); ab 1986 war die Nationalreligiöse Partei an der Likud-geführten Regierung beteiligt und unterstützte die Siedlerbewegung Gusch Emunim. 1992 ging die Partei in die Opposition, war jedoch ab 1996 wieder mit zwei Ministern in der Regierung vertreten. 2001 entschied sie sich, gegen Ariel Scharon in die Opposition zu gehen. Ihr Parteivorsitzender war der Ex-General Effi Eitam. Sie wurde sowohl von Sephardim wie von Aschkenasim gewählt. Wahlergebnisse bei Knesset-Wahlen: 1992: 6 Sitze, 1996: 9 Sitze, 1999: 5 Sitze, 2003: 6 Sitze; 2008 löste sich die Partei auf.
  • 1956: erfolgreiche Mossad-Operation. 1956 hielt Nikita Chruschtschow auf dem 20. Parteitag der KPdSU in Moskau eine „Geheimrede“; in dieser Rede klagte er die Verbrechen Stalins an; im Westen kursierten Gerüchte und Spekulationen über den genauen Inhalt der Rede; sämtliche Nachrichtendienste des Westen begaben sich auf die Suche nach dieser brisanten Rede; dem Mossad gelang es, die Dokumente in die Hände zu bekommen; über die CIA wurde die „Geheimrede“ an die New York Times weitergeleitet; die Publikation war eine Sensation; in der Sowjetunion wurden Einzelheiten von Chruschtschows geheimer Rede erst 38 Jahre später öffentlich
  • 16.2.1956: Rina Mor-Goder in Kirjat Tivon, Israel, als Rina Messinger geboren, ehemalige israelische Schönheitskönigin und die erste israelische Gewinnerin des Titels Miss Universe (gewählt am 11. Juli 1976 in Hongkong); kurz zuvor war sie zur Miss Israel (Malkat HaJoffi) gewählt worden; anlässlich ihrer Wahl, drei Jahre nach dem Jom-Kippur-Krieg, äusserte sie: "I'm no politician. I think my being Miss Universe will show people that Israel has another side, not only war"; aber ihr Wunsch, auch arabische Länder zu bereisen, ging nicht in Erfüllung, da sie dort als unerwünschte Person galt - insbesondere auch wegen ihrer Werbeaktivitäten für die Jewish Agency; heute (2010) ist sie Rechtsanwältin und landesweit renommierte Familienrechtlerin sowie Mutter zweier Töchter
  • 25.2.1956: Michel Friedman in Paris geboren, heftig umstrittener deutsch-jüdischer Rechtsanwalt, Politiker, Journalist und früher gefürchteter Fernsehmoderator, dem es oft gelang, seine Gäste vor laufender Kamera genüsslich zu demontieren und dabei vorzuführen; von 2000 bis 2003 war er stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und von 2001 bis 2003 Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses; er entstammt einer polnisch-jüdischen Familie; seine Eltern und seine Grossmutter waren im KZ Auschwitz-Birkenau interniert, aus dem sie von Oskar Schindler gerettet wurden; seine Familie besass nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris ein Pelzgeschäft; ein Bruder Friedmans lebt heute in Israel; 1965 siedelte Friedman mit seinen Eltern von Frankreich nach Frankfurt am Main über; Friedman war früh Schulsprecher; er machte erstmals durch Demonstrationen gegen die Sowjetunion auf sich aufmerksam; nach einem abgebrochenen Medizinstudium studierte Friedman Rechtswissenschaft; sein Staatsexamen legte er 1988 ab; 1994 wurde er an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Dr. iur. promoviert; seit dem 16. Juli 2004 ist er mit der zum Judentum übergetretenen Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer verheiratet (standesamtliche Trauung fand statt in Eschborn); am 10. September 2004 liess sich das Paar nach jüdischem Ritus in der Park East Synagoge (eine orthodoxe jüdische Gemeinde) in New York City noch einmal trauen; das Paar hat einen Sohn; 1983 trat Friedman in die CDU ein; 1984 wurde er Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt und 1985 CDU-Stadtverordneter in Frankfurt, 1994 wurde Friedman in den Parteivorstand der Hessischen CDU gewählt; aufgrund der Spendenaffäre um Roland Koch trat er Anfang 2000 aus der hessischen CDU aus; seitdem ist er Mitglied der saarländischen CDU; Friedman war auch im Bundesvorstand der CDU, aus dem er im Zuge seiner heftigen öffentlichen Vorwürfe gegenüber dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl zurücktrat; neben seiner Karriere als Anwalt und Politiker ist Friedman seit 1993 als politischer Fernsehmoderator tätig; von 1998 bis 2003 moderierte er beim Hessischen Rundfunk die Sendung Vorsicht! Friedman; 2001 erhielt Michel Friedman das Bundesverdienstkreuz: im Jahr 2002 führte er einen öffentlichen Streit mit dem FDP-Politiker Jürgen Möllemann, bei dem es um Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete und um Möllemanns Antisemitismus ging; - Affäre um Zwangsprostitution und Kokain: Im Juni 2003 geriet Friedman im Zuge von Ermittlungen wegen Menschenhandels im Rotlichtmilieu in das Blickfeld der Staatsanwaltschaft; mehrere Prostituierte, die illegal aus der Ukraine nach Deutschland gebracht und laut Medienberichten „zwangsprostituiert“ worden waren, sagten aus, er habe mit ihnen mehrmals verkehrt, in ihrem Beisein Kokain konsumiert und das Suchtmittel auch ihnen angeboten; Prostituierte und Kokain habe Friedman unter dem Pseudonym „Paolo Pinkas“ (von der Polizei fälschlicherweise als Paolo Pinkel verstanden – Pinkas ist ein hebräischer Vorname) angefordert; daraufhin wurden seine Kanzlei und seine Wohnung durchsucht; drei „szenetypische Päckchen“ wurden gefunden, die Anhaftungen von Kokain aufwiesen; die gefundene Menge war zu gering, um den genauen Wirkstoffgehalt zu ermitteln; das Untersuchungsergebnis einer von Friedman abgegebenen Haarprobe war hingegen positiv; am 8. Juli 2003 erhielt und akzeptierte er einen Strafbefehl wegen Kokainbesitzes über 150 Tagessätze in einer Gesamthöhe von 17.400 Euro; Friedman trat im Zuge dieser Affäre von allen öffentlichen Ämtern zurück; in einer öffentlichen Erklärung bestätigte er, einen „Fehler gemacht zu haben“, ohne die Natur dieses "Fehlers" dabei zu konkretisieren; Friedman entschuldigte sich bei den Menschen, die er enttäuscht habe, und bat die Öffentlichkeit um „eine zweite Chance“; da sich Friedman nicht ausdrücklich bei den Prostituierten entschuldigte, wurde er unter anderem von der Frauenrechtsorganisation Terre des femmes öffentlich kritisiert; in den folgenden Monaten übernahm Friedman ein Aufsichtsratsmandat für die Firma Wall AG; daneben ist er Herausgeber für den Programmbereich „Politisches Buch“ im Aufbau-Verlag; bereits Anfang November 2003 nahm Friedman nach längerer Abwesenheit im Fernsehen wieder als Gesprächspartner an der Politdiskussionsrunde von Sabine Christiansen teil; seit Februar 2004 moderiert er auf dem Premiere-Kanal „13th Street“ die Sendung „Im Zweifel für ... Friedmans Talk“, eine sich mit Rechtsfragen beschäftigende Talkshow in Anlehnung an die US-Serie „Law & Order“; des Weiteren moderiert Friedman seit Oktober 2004 eine wöchentliche Talkshow beim Nachrichtensender N24 und kommentiert Berichterstattungen zu politischen Themen wie etwa dem 8. Mai oder dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa; Friedman ist Kolumnist der Zeitung "Die Welt"; vorher schrieb er regelmässig Kommentare in der inzwischen eingestellten Frankfurter Kompaktzeitung NEWS; ausserdem studiert er Philosophie. - Personenschützer-Skandal: Im März 2007 wurde bekannt, dass bei Ermittlungen wegen Betruges und Untreue gegen einige der früheren Personenschützer Friedmans, allesamt Beamte der Personenschutzgruppe des Polizeipräsidiums Frankfurt, eindeutig rechtsradikales Material gefunden worden sei; Friedman warf der Frankfurter Staatsanwaltschaft in diesem Fall mangelndes Engagement bei den Ermittlungen vor; mal schliesse sie einen Vorgang schnell ab und „manchmal will sie wohl etwas langsamer sein“; einer der beschuldigten Personenschützer habe laut Bild-Zeitung für den Fall einer Anklage mit Enthüllungen über „braune Umtriebe im Frankfurter Polizeipräsidium“ gedroht; inwiefern und ob angeblich „mangelndes Engagement“ der Frankfurter Staatsanwaltschaft mit angeblich „braunen Umtrieben im Frankfurter Polizeipräsidium“ zusammenhängen, wurde nicht geklärt; - Werke: Das Initiativrecht des Betriebsrats, Dissertation 1995; Zukunft ohne Vergessen, 1995; Religionsfreiheit, 1996; Kaddisch vor Morgengrauen, 2005; - Friedmans Auszeichnungen: 2000: "Krawattenmann des Jahres" (Friedman ist als "Schönling" und eitler Geck berühmt-berüchtigt); 2001: Deutscher Fernsehpreis; 2001: Bundesverdienstkreuz; - eigens hervorheben sollte man Friedmans fortgesetztes Engagement gegen den Antisemitismus
  • 28.3.1956-13.4.2005: Marc Stern (Marc Schlomo Jizchak Stern), geb. in Antwerpen; gest. in Osnabrück), Kantor, orthodoxer Rabbiner, Lehrer, geistlicher Leiter der Jüdischen Gemeinde des ehemaligen Regierungsbezirks Osnabrück und Autor mehrerer Bücher über das Judentum; er stammte aus einer Kantoren- und Rabbinerfamilie, die seit mehr als sieben Generationen in Ungarn angesiedelt war. Durch seine Großmutter väterlicherseits gehört er der berühmten Rabbiner-Dynastie Meisels an, die ihrerseits Nachkommen des Rama, Reb Mosche Isserles, des Verfassers der „Mappa“, sind. Mütterlicherseits stammte er einer Familie von Chassidim ab, die sich in Siebenbürgen niedergelassen hatte. Nach der Schoa lernten sich Imre Stern und Rozsi Zitron, seine zukünftigen Eltern, in einem Heim für Kriegswaisen in Budapest kennen. Sie heirateten noch 1945 und emigrierten nach Belgien. Imre Stern wurde zum Kantor in Antwerpen, wo Marc Stern 1956 zur Welt kam. 1959 zog Imre Stern mit seiner Familie nach Brüssel und wurde dort Oberkantor der orthodoxen jüdischen Gemeinde. Der junge Marc Stern ging in die jüdische Schule „Ecole israélite – Athénée Maimonide“ und lernte zusätzlich bei jüdischen Privatlehrern die Grundlagen der Tora und des Talmud. Mit 17 Jahren wurde er zum Kantor in der Beth-Israel Synagoge in Brüssel. Mit 18 Jahren nahm er das Amt des Kantors in der Synagoge des jüdischen Altenheims in Brüssel an. 1980 machte Marc Stern seine ersten Tourneen als Gastkantor nach England und Amerika, und im selben Jahr kehrte er mit 24 Jahren als Oberkantor in die Beth-Israel Synagoge zurück. Unter den Lehrern, die Marc Stern als Kantor ausbildeten, war sein Vater, daneben Oberkantor Jehoschua Lehrer aus Antwerpen und sein Cousin, Oberkantor Mosche Stern aus Jerusalem, mit dem Marc Stern zahlreiche Konzerte gab. 1984 unternahm Marc Stern eine weitere Tournee, die ihn nach Südafrika, Australien, Amerika und Kanada führte. Nach diesem Jahr arbeitete er als Religionslehrer in staatlichen Schulen in Belgien und nahm gleichzeitig Auftritte wahr als Gastkantor in ganz Europa, Ungarn, den USA, Kanada und Israel. Während all dieser Jahre lernte Marc Stern unter Leitung des Rabbiners Menachem Dan Meisels, des Rabbiners und Lehrers der Jeschiwot Beth Hatalmud und Beth Schmuel in Jerusalem. Marc Stern lernte weiter bei Rabbiner Meisels in Natanja, wo er 1994 seine Semicha erhielt. Im selben Jahr folgte er einem Ruf an die jüdische Gemeinde nach Osnabrück. Dort hatte er zwischen 1996 und 1998 einen Lehrauftrag für jüdische Religion an der Universität. Rabbiner Marc Stern betreute auch andere jüdische Gemeinden in Niedersachsen, in denen es keinen Rabbiner gab, und war verantwortlich für Kaschrut im jüdischen Seniorenheim Lola-Fischel-Haus in Hannover. Seine Tätigkeiten an der Universität führten zum ersten Buch „Gelebte jüdische Feste“. Danach folgten weitere Veröffentlichungen: „Der gestörte Schabbat“, „Die zehn Gebote“ in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Theologen Prof. Dr. Horst Georg Pöhlmann, „Was ist Judentum?“ u. a. Am 13. April 2005 verstarb Rabbiner Marc Stern infolge einer schweren Krankheit, die ihn die letzten 11 Jahre seines Lebens an den Rollstuhl gefesselt hatte. Er wurde beerdigt auf dem neuen jüdischen Friedhof in Osnabrück.
  • 2.4.1956: Benny Steinmetz in Israel geboren, im Diamantengeschäft (Headquarter Genf, grösster Einzelkunde von De Beers) tätiger israelischer Unternehmer; er zählt mit einem Vermögen von geschätzten 1,7 Mrd. USD (Stand: August 2010) zu den reichsten Israelis; er ist verheiratet und hat vier Kinder
  • 7. April 1956: Eine Frau in Aschkelon stirbt in ihrem Haus, nachdem arabische Terroristen das Haus mit drei Handgranaten angegriffen hatten. Zwei Mitglieder des Kibbuz Givat Chaim wurden in ihrem Wagen auf der Fahrt von Plugot nach Mishmar Hanegev erschossen, nachdem Terroristen das Feuer eröffnet hatten. Weitere Attacken auf Häuser und Fahrzeuge mit Handgranaten und Schusswaffen in Nitzanim und Ketziot (eine Person wurde getötet, drei verletzt).
  • 11. April 1956: Terroristische Fedayin eröffnen das Feuer auf eine Synagoge in der Landwirtschaftssiedlung Shafrir. Die Synagoge war voller Kinder und Jugendlicher. Drei Kinder und ein Aufseher starben an Ort und Stelle, fünf wurden verletzt, drei davon schwer.
  • 24.4.-7.5.1956: 24. Zionistischer Weltkongress
  • 29. April 1956: Ägypter töten den 21 Jahre alten Roi Rotenberg (Roi Rutenberg) von Nahal Oz.
  • 7. Juni 1956: Robert Dover in der Nähe von Chicago geboren, erfolgreicher amerikanisch-jüdischer Dressur-Reiter; erhielt zu seiner Bar Mitzwa ein Pferd, nahm vorher schon an Veranstaltungen der internationalen „Pony Club-Organisation“ teil; mit 19 Jahren entschied er sich, sich ganz der Pferde-Dressur zu widmen; an internationalen Wettbewerben nimmt er seit 1984 teil; er gewann den Aachen Grand Prix 1987 und schlug dort den legendären sechsfachen Olympia-Sieger Dr. Reiner Klimke; Robert Dover nahm an sechs Olympiaden (1984-2004) teil und kann auf eine sehr lange Reitsportkarriere zurückschauen
  • 29. Juni 1956: Der Schriftsteller Arthur Miller heiratet den Hollywood-Star Marilyn Monroe.
  • 11.7.1956: Fussballspiel Israel gegen Sowjetunion in Moskau: Israel verliert im Beisein von Tausenden gerührten jüdischen Zuschauern haushoch mit 5:0.
  • Juli 1956: US-Präsident Eisenhower war es gelungen, die Briten und Franzosen nach der Verstaatlichung des Suezkanals von einem Angriff auf Ägypten abzuhalten. Die Briten und Franzosen blieben dennoch stark daran interessiert, Nasser auf seinen Platz zu verweisen.
  • 30.7.1956: Fussballspiel (Rückspiel) Israel gegen Sowjetunion in Ramat Gan; die Sowjets gewinnen 2:1
  • 30.7.1956: Lev Leviev in Taschkent geboren, vor allem im Diamantengeschäft tätiger, in London lebender israelischer Unternehmer und Philanthrop; er zählt mit einem geschätzten Vermögen von (nach grossen Verlusten "nur noch") ca. 1,5 Mrd. USD (August 2010) zu den reichsten Israelis; seine Familie floh 1971 aus Usbekistan nach Israel, wo er zunächst in ärmlichen Verhältnissen lebte und auch nie einen formalen Schulabschluss erreichte; er absolvierte eine Lehre als Diamantenschleifer, eröffnete nach dem Militärdienst sein eigenes Geschäft und wurde schnell extrem erfolgreich; Lev Leviev ist praktizierender orthodoxer Jude und spendet der Chabad-Organisation mindestens 30 Mio. USD jährlich; er ist verheiratet und hat neun Kinder
  • 16.8.1956: bei ägyptischen Fedayin-Aktionen werden vier Israelis getötet und vierzehn verwundet
  • 12. September 1956: Terroristen töten (erstechen) drei drusische Wachleute in Ein Ofarim in der Arava-Region.
  • 16. Septemer 1956: David Copperfield (eigentlich David Seth Kotkin) geboren in Metuchen, New Jersey, als Kind russisch-jüdischer Einwanderer; US-amerikanischer Illusionist, zu seiner Zeit der berühmteste und bestbezahlte Magier der Welt (ganz oben auf der Liste der weltweit bestbezahlten Unterhaltungskünstler); der durch TV-Auftritte und Live-Shows international bekannte Illusions-Künstler feierte u. a. als Gastgeber der Fernsehshow „The Magic of ABC“ sowie in den 1990er Jahren mit der Broadwayshow „Dreams & Nightmares“ grosse Erfolge; seinen Künstlernamen „David Copperfield“ übernahm er von der Haupfigur des gleichnamigen Romans von Charles Dickens; er war zwischenzeitlich mit dem deutschen "Supermodel" Claudia Schiffer liiert
  • 22.9.1956: David Krakauer in Manhattan geboren, US-amerikanischer Klarinettist; er ist einer der bekanntesten Klezmer-Musiker der Gegenwart und wurde vor allem als Mitglied von The Klezmatics international bekannt; bereits seit den 90er-Jahren verbindet er traditionelle Elemente der Klezmermusik mit avantgardistischen Strömungen, z. B. mit Dancefloor; er begann seine Karriere in der klassischen Musik; 1986 war er Mitbegründer von The Klezmatics und spielte an deren Alben Toyt (1989), Rhythm And Jews (1992) und zuletzt Jews With Horns mit; 1994 verliess er die Gruppe, um ein neues Projekt zu gründen, Klezmer Madness!, als dessen Produzent und Musiker er Alben mit verschiedenen Musikern aufnimmt; diese spielt einen tanzbaren Klezmer, der von Jazz, Rock, Funk, Soul, Blues und Hip Hop beeinflusst ist; das erste Album, Klezmer madness!, produzierte er selbst und nahm es gemeinsam mit den Musikern Anthony Coleman (Keyboard), Adam Rogers (E-Gitarre), Michael Alpert (Violine, Gitarre, Akkordeon), David Light (Schlagzeug), Juan Ortega (Schlagzeug, Timbales) und Oscar Ortega (Congas) auf; am zweiten, 1998 erschienenen Album Klezmer, NY, arbeitete er erneut mit E-Gitarrist Rogers zusammen sowie mit Ted Reichman (Akkordeon), Kevin Norton (Schlagzeug, Perkussion) und Oren Bloedow (E-Bass); 1999 wechselte Krakauer zum französischen Label Bleu, wo im Frühjahr 2000 das dritte Album, A new hot one, erschien; dessen Songs nahm er mit Akkordeon-Spieler Reichman, Schlagzeuger Norton sowie E-Gitarrist Mark Stewart und den E-Bassisten Pablo Aslan und Nicki Parrott auf; am vierten Album, The twelve tribes (2002), ebenfalls bei Bleu erschienen, kooperierte er abermals mit Norton und Parrott sowie Rogers; die weiteren Musiker waren Kevin O'Neil (E-Gitarre), Will Holshouser (Akkordeon) sowie der kanadische DJ socalled, der mit Klezmer und Hip Hop experimentiert und für Samples auf dem Album verantwortlich war; auch auf seinem sechsten Album, Bubbemeises: Lies my gramma told me (2005), arbeitete Krakauer mit socalled zusammen, mit dem er auch Konzertauftritte, etwa 2008 am Festival Spot on Jiddischkeit im Wiener Konzerthaus, gab; David Krakauer arbeitete unter anderem auch mit dem Kronos Quartet zusammen
  • 23. September 1956: In der Nähe des Kibbuz Ramat Rachel eröffnen Terroristen von Jordanien aus das Feuer, töten vier Archäologen und verletzen sechs weitere
  • 4.10.1956: Fünf israelische Arbeiter werden in Sdom getötet.
  • 9.10.1956: Zwei Personen werden bei ihrer Arbeit auf einer Obstplantage des Jugenddorfes Neve Hadassah in der Sharon-Region getötet.
  • 14.10.1956: Nasser gibt seine Absichten bekannt: „Ich kämpfe nicht nur gegen Israel. Meine Aufgabe ist es, die arabische Welt vor der Vernichtung zu bewahren, die ihr durch die Intrige Israels droht, deren Wurzeln jedoch im Ausland liegen. Unser Hass ist stark. Es ist sinnlos, über einen Frieden mit Israel zu reden. Es besteht nicht die geringste Chance für Verhandlungen.“
  • Okt.-Nov. 1956: Ungarnaufstand / sowjetischer Einmarsch in Ungarn
  • 25. Oktober 1956: Ägypten, Jordanien und Syrien unterzeichnen einen Militärpakt, durch den sie sich zu gemeinsamem Kampf gegen Israel verbünden
  • 29. Oktober 1956: Massaker von Kafr Qasim. Israelische Truppen ermorden im Dorf Kfar Qassim / Kafr Qasim, das Jordanien im Waffenstillstandsabkommen an Israel abgetreten hatte, 48 Zivilisten
  • 29.10.1956.-5.11.1956: Suez-Krise: Ägypten hatte die Suez-Kanal-Gesellschaft enteignet, blockierte Eilat, den Golf von Akaba und schliesst den Suez-Kanal für die israelische Schiffahrt. Ben Gurion entschliesst sich zu einem Präventiv-Schlag, bevor Nasser und seine Verbündeten ihre Streitkräfte so weit aufgerüstet hatten, dass sie einen neuen Krieg beginnen konnten: Israel greift nun mit Hilfe Grossbritanniens und Frankreichs Ägypten erfolgreich an (Moshe Dayan Generalstabschef). Israel fällt in den Gaza-Streifen ein, erobert einen Grossteil der Sinai-Halbinsel und Sharm al-Sheikh. Bei den Kampfhandlungen fielen insgesamt 231 Soldaten. Die Supermächte USA und Sowjetunion (ironischerweise war die Sowjetunion ihrerseits soeben in Ungarn eingefallen) beenden die Suez-Krise (zwangen die israelischen, französischen und britischen Einheiten, im März 1957 den Rückzug anzutreten, ohne dass die Ägypter irgendwelche Zugeständnisse machen mussten. – Damit war die Saat für den Krieg von 1967 gelegt). Insbesondere Eisenhower war aufgebracht über den Angriff auf Ägypten: dass man ihn nicht informiert und seine Bitte, sich auf keine Kriegshandlungen einzulassen, ignoriert hatte. Dies führte zu beträchtlichen Spannungen zwischen Israel und den USA (Drohung der Einstellung jeglicher Unterstützung von amerikanischer Seite, Drohung mit dem Ausschluss Israels aus den Vereinten Nationen usw. – s. Briefwechsel Ben-Gurion / Eisenhower).
  • 30. Oktober 1956: Abba Eban, israelischer UN-Sonderbotschafter der Vereinten Nationen, legt vor dem Sicherheitsrat dar, welche Kette von Provokationen zum Angriff geführt hatten: „Während der sechs Jahre, in denen wieder und wieder gegen das Waffenstillstandsabkommen verstossen wurde, kam es zu 1 843 bewaffneten Überfällen und Raubzügen, 1 339 bewaffneten Zusammenstössen mit ägyptischen Streitkräften, 435 Einfällen aus ägyptisch kontrollierten Gebieten und 172 Fällen von Sabotage durch ägyptische Truppeneinheiten und Fedajin in Israel. Infolge dieser ägyptischen Kampfhandlungen auf israelischem Boden wurden 364 Israelis verletzt und 101 Personen getötet. Allein im Jahr 1956 wurden aufgrund der ägyptischen Anschläge 28 Israelis getötet und 127 verletzt.“ Dass diese Überfälle für Israel absolut untragbar waren, lag unter anderem auch daran, dass das Land beschlossen hatte, nur ein relativ kleines stehendes Heer zu unterhalten und sich im Kriegsfall auf seine Reservestreitkräfte zu verlassen. Das bedeutete, dass Israel im Notfall nur eine verschwindend kleine Streitmacht zur Verfügung stand. Kriegsdrohungen, die die Mobilmachung der Reservestreitkräfte nötig machten, legten das Land praktisch lahm. Dabei musste der erste Ansturm des Feindes in jedem Falle so lange abgewehrt werden, bis die Mobilmachung erfolgt war.
  • 2.11.1956: Leo Baeck stirbt.
  • 6.11.1956: Wiederwahl von Eisenhower in den USA
  • 8.11.1956: Terroristen eröffnen das Feuer auf einen Zug, attackierten Autos und brachten Brunnen zur Explosion im Norden und im Zentrum Israels. Sechs Israelis wurden verletzt.
  • 1956/1957: Sueskrise

Bücher

  • Haenziklopedia haiwrit, Jerusalem 1956
  • Midrasch Haggadol on the Pentateuch: Exodus, hrsg. M. Margulies, Jerusalem 1956
  • Eliezer Ebner, Elementary Education in Ancient Israel during the Tannaitic Period, New York 1956
  • Israel Kahan, Sefer butshatsch: matsevet zikaron lekehila kedusha, Tel Aviv 1956
  • Gerald Reitlinger, The SS: Alibi of a nation 1922-1945, Heinemann, London 1956
  • Samuel Niger, Leksikon fun der nayer yidisher Literatur, New York 1956
  • Sefer milchamot hagetaot ("Das Buch von den Ghettokämpfen"), Tel Aviv 1956
  • Israel Frankel, Peshat in Talmudic and Midrashic Literature, Toronto 1956
  • M. J. Weinstock, Seder Olam Rabba ha-schalem, 3 Bände, Jerusalem 1956-1962
  • E. E. Hallewy, Midrasch Rabba (8 Bände), Tel Aviv 1956-1963
  • Mose Arieh Mirkin, Midrasch Rabba (11 Bände), Tel Aviv 1956-1967

Zeitungen und Zeitschriften

  • Seit 1956: Die Frau in der Gemeinschaft (Düsseldorf, unregelmässig erscheinend, Lilli Marx, Mitteilungsblatt der Jüdischen Frauengemeinschaft in Deutschland)
  • Seit 1956: Rumänien. Unter dem kommunistischen Regime erscheint die Monatsschrift Revista Cultului Mozaic (Bukarest; bis 1986?)
  • 1956 ff.: Year Book of the Leo Baeck Institute, Oxford/London 1956 ff. (LBIYB)

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