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Nationalreligiöse Partei

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Logo der Partei

Die Nationalreligiöse Partei (מפלגה דתית לאומית, Miflaga datit le'umit, kurz מפד״ל Mafdal) war eine religiöse, zionistische und nationalistische Partei in Israel. Sie wurde auch als rechtsextrem eingestuft.[1]

Sie wurde 1956 aus der bürgerlich-zentristischen und zionistisch-orthodoxen Partei Geistiges Zentrum (Mizrachi) und der zionistisch-orthodoxen Arbeiterpartei (haPo'el haMisrachi) gegründet. Bis 1977 war sie an den von Mapai bzw. der Arbeitspartei geführten Regierungen beteiligt und hatte dort meist das Ministerium für Religiöse Angelegenheiten inne, sowie ein oder zwei weitere Ministerien (Soziales, Gesundheit, Post, Entwicklung, Inneres). Ab 1986 war die Nationalreligiöse Partei an der Likud-geführten Regierung beteiligt und unterstützte die Siedlerbewegung Gusch Emunim. 1992 ging die Partei in die Opposition, war jedoch ab 1996 wieder mit zwei Ministern in der Regierung vertreten. 2001 entschied sie sich, gegen Ariel Scharon in die Opposition zu gehen. Ihr Parteivorsitzender war der Ex-General Effi Eitam, der 2006 forderte: „Wir müssen die überwiegende Mehrheit der Araber im Westjordanland von dort vertreiben und die israelischen Araber aus dem politischen System entfernen.“[2] Er bezeichnete die Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft als „Krebsgeschwür am Volkskörper“ (“סרטן בגוף האומה”)[3] Die Nationalreligiöse Partei wird von jüdischen Israelis sowohl sephardischer als auch aschkenasischer Herkunft gewählt. Jigal Amir, der Mörder von Jitzchak Rabin, stammte aus nationalreligiösen Kreisen und der Nationalreligiösen Partei wurde z.T. für das Attentat mitverantwortlich gemacht.[4] 2008 löste sich die Partei auf. Die Mitglieder gründeten gemeinsam mit der Nationalen Union (NU), Moledet und der Tkuma, die Partei HaBajit haJehudi (Das Jüdische Haus).[5]

Wahlergebnisse bei Knesset-Wahlen

  • 1992: 6 Sitze
  • 1996: 9 Sitze
  • 1999: 5 Sitze
  • 2003: 6 Sitze
  • 2006: 6 Sitze (gemeinsam mit Moledet u. a. auf einer Liste, „Ichud Leumi“)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Israeli Political System and Parties. In: Zionism and Israel – Encyclopedic Dictionary;
    Moshe Zimmermann: Der Glanz der alten Krone. In: Dietmar Herz, Christian Jetzlsperger, Kai Ahlborn (Hg.): Der israelisch-palästinensische Konflikt: Hintergründe, Dimensionen und Perspektiven. Hans Steiner Verlag, 2003, hier S. 58;
    Sebastian Dorsch, Stephan Maul: Eretz Israel. In: Dietmar Herz, Christian Jetzlsperger, Kai Ahlborn (Hg.): Der israelisch-palästinensische Konflikt: Hintergründe, Dimensionen und Perspektiven. Hans Steiner Verlag, 2003; hier S. 79f.
    vgl. Yair Sheleg: A new religious Zionist party. Ha'aretz.
    Attila Somfalvi: Eitam wants to join Likud. In: Ynet (Jediot Achronot), 11. März 2008.
  2. Peter Beinart: The Failure of the American Jewish Establishment. New York Review of Books, 10. Juni 2010;
    Efrat Weiss: Eitam: Expel Palestinians, dismiss Arab MKs. Jediot Achronot.
  3. Akiva Eldar: A Nazi by any other name. Ha'aretz.
  4. Stephan Maul: Israel auf Friedenskurs? Politischer und religiöser Fundamentalismus in Israel. Wirkungen auf den Friedensprozeß im Nahen Osten. LIT, Münster 2001, S. 61f.; Dietmar Herz, Christian Jetzlsperger, Kai Ahlborn (Hg.): Der israelisch-palästinensische Konflikt: Hintergründe, Dimensionen und Perspektiven. Hans Steiner Verlag, 2003
  5. http://www.israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/17460/Default.aspx
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Nationalreligiöse Partei aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.