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1954

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Ereignisse

  • 1954: Nobelpreis für Physik an: Max Born
  • 1954: Israel-Preis an Moshe Zvi Segal (Jewish Studies)
  • 1954: Israel-Preis an Samuel Hugo Bergmann (Geisteswissenschaften)
  • 1954: Israel-Preis an David Shimoni (Literatur)
  • 1954: Israel-Preis an Samuel Agnon (Literatur)
  • 1954: Israel-Preis an Arthur Biram (Bildung)
  • 1954: Israel-Preis an Gad Tedeschi (Jurisprudenz)
  • 1954: Israel-Preis an Franz Ollendorff (Exakte Wissenschaften)
  • 1954: Israel-Preis an Michael Zohary (Biowissenschaften)
  • 1954: Israel-Preis an Schimon Fritz Bodenheimer (Landwirtschaft)
  • 1954: Israel-Preis an Ödön Pártos (Musik)
  • 1954: Gamal Abdel Nasser wird ägyptischer Staatspräsident.
  • 1954: Rückkehrgesetz Jordaniens: Jordanien gestattet darin die Einbürgerung aller ehemaligen Einwohner Palästinas, mit Ausnahme von Juden. In Jordanien durften niemals Juden leben. Im 6. Paragraphen der Verfassung, die auch für die jordanisch besetzte Westbank gilt, heisst es ausdrücklich: „Jede Person, sofern sie nicht jüdisch ist, ist jordanischer Staatsbürger.“
  • 1954: Walter Rothschild (auch: Walther Rothschild) im nordenglischen Bradford geboren, britischer Rabbiner und Autor; er studierte zunächst Theologie und Pädagogik an der University of Cambridge; nach Lehramtsprüfung und Magister-Abschluss ging er zum Rabbinerstudium an das Leo Baeck College in London; während seiner Studienzeit koordinierte er die progressiv-jüdischen Jugend- und Studentenorganisationen in England; nach einer Tätigkeit als Religionslehrer in London wurde er 1984 ordiniert und war zehn Jahre lang Rabbiner der Sinai-Synagoge in Leeds und einiger benachbarter Gemeinden; es folgten Stellen bei der Liberalen Gemeinde in Wien (1995-1997), auf Aruba/Niederländische Antillen (1997-1998) und bei der Jüdischen Gemeinde in Berlin (1998-2000); seit 2001 betreut Rothschild als freiberuflicher ("Wander"-)Rabbiner liberale jüdische Gemeinden in Köln, München (bis 2006), Halle/Saale, Hildesheim und Wien; zudem ist er Landesrabbiner für Schleswig-Holstein; Rothschild ist im christlich-jüdischen Dialog engagiert und häufiger Gast in gewerkschaftlichen und kirchlichen Bildungseinrichtungen; für seine Verdienste um den christlich-jüdischen und den jüdisch-polnischen Dialog erhielt er am 26. Januar 2005 das Kavalierkreuz der Republik Polen verliehen; seine Reisetätigkeit zwischen seinen Gemeinden ergänzt sich mit seiner Leidenschaft für die Eisenbahn: Im Dezember 2007 wurde er am King's College der Universität London mit einer Doktorabeit über die Palestine Railways promoviert; er ist verheiratet, Vater von drei Kindern und lebt in Berlin; Werke: Jewish By Choice, 1994; Tales of the Chutzper Rebbe, 1996; 99 Fragen zum Judentum, 2001; Auf das Leben! 2008; Der Honig und der Stachel: Das Judentum - erklärt für alle, die mehr wissen wollen, 2009
  • 1954: Elena Lappin in Moskau geboren, britische Schriftstellerin und Journalistin. Sie ist die ältere Schwester von Maxim Biller. Ihre Kindheit verbrachte sie in Prag und Hamburg, später hielt sie sich in Israel und Nordamerika auf. Heute lebt sie mit ihrer Familie in London. Journalistisch arbeitet sie für verschiedene Zeitungen wie Sunday Times, The Guardian (Kolumne Weekend) und für das Book Review der New York Times. Als Übersetzerin übertrug sie Das Tagebuch des Petr Ginz vom Tschechischen ins Englische. Sie gab mehrere literarische Anthologien heraus, von 1994 bis 1997 war sie Chefredakteurin des Magazins The Jewish Quarterly. Auf deutsch erschienen vier Bücher: Fremde Bräute (1999); Der Mann mit zwei Köpfen (2000), ein Buch, das den Fall Binjamin Wilkomirski zum Thema hat; Natashas Nase (2001, Roman); Tee oder Sex? (2009), ein Erzählband mit erotischen Geschichten; am 3. Mai 2004 wurde Lappin – wie zwölf Journalisten im Vorjahr – aufgrund eines fehlenden Presse-Visums aus den USA abgeschoben; über ihre kurze Haftzeit schrieb sie Artikel in der Los Angeles Times und im britischen Guardian
  • 1954: Alexander Mashkevich in Bischkek geboren, u. a. in Almaty, Kasachstan, lebender israelischer Unternehmer, tätig u. a. im Bergbau und in der Metall-Industrie. Er gründete gemeinsam mit Patokh Chodiev und Alidschan Ibragimow das Bergbauunternehmen Eurasian Natural Resources. Bereits mit 26 Jahren hatte er eine Literatur-Professur inne, wandte sich aber später im Zuge der Perestroika vom akademischen Leben ab und widmete sich fortan seinen geschäftlichen Interessen und jüdischen Angelegenheiten, in denen er weltweit unterwegs war und infolgedessen auch die israelische Staatsangehörigkeit erwarb. Mit einem Privatvermögen von 3,3 Mrd. USD (2010) zählt er zu den reichsten Israelis. Er ist führendes Mitglied des World Jewish Congress. Alexander Mashkevich ist verheiratet und hat zwei Kinder.
  • 25.1.1954: David Grossman (Grosman, Grossmann) in Jerusalem geboren, israelischer Schriftsteller, vielfach ausgezeichnet, zählt zu den bedeutenden Erzählern der israelischen Gegenwartsliteratur; studierte Philosophie und Theater an der hebräischen Universität in Jerusalem; schreibt Kinder- und Jugendbücher, Romane, äusserte sich als linksgerichteter Friedensaktivist in mehreren Büchern kritisch zum Palästinenserkonflikt; im August 2006 forderte er gemeinsam mit Schriftstellerkollegen bei Regierungschef Olmert ein sofortiges Ende der Kämpfe im Libanon – zwei Tage später wurde Grossmans Sohn Uri im Südlibanon getötet, als sein Panzer von einer Panzerabwehrrakete getroffen wurde und die Drei-Mann-Besatzung verbrannte; Werke (Auswahl, Daten der deutschen Ausgaben): "Das Lächeln des Lammes", 1988; "Der gelbe Wind. Die israelisch-palästinensische Tragödie", 1988; "Ein spätes Duell", 1990; "Stichwort: Liebe", 1991; "Der geteilte Israeli. Über den Zwang, den Nachbarn nicht zu verstehen", 1992; "Der Kindheitserfinder", 1994; "Zickzackkind", 1996; " Joram und der Zauberhut", 1998; "Sei du mir das Messer", 1999; "Eine offene Rechnung", 2000; "Wohin du mich führst", 2001; "Diesen Krieg kann keiner gewinnen. Chronik eines angekündigten Friedens" ("Death as a way of life"), 2003; "Das Gedächtnis der Haut", 2004; "Löwenhonig. Der Mythos von Samson", 2006; "Die Kraft zur Korrektur. Über Politik und Literatur", 2008 (er erhielt dafür den Geschwister-Scholl-Preis 2008); "Eine Frau flieht vor einer Nachricht", 2009; "Die Umarmung", 2012; "Aus der Zeit fallen", 2013
  • Anfang 1954: Der ägyptische Aussenminister Muhammad Salah al-Din: „Das arabische Volk scheut sich nicht zu erklären: Wir geben uns erst dann zufrieden, wenn Israel von der Landkarte des Nahen Ostens ausradiert ist.“
  • 17.2.1954: Mickey Berkovich geboren, der Superstar von Maccabi Tel Aviv. Mickey wurde in Kfar Saba geboren und begann als Schüler mit dem ernsthaften Basketballtraining. Gemeinsam mit seiner Schulmannschaft erwarb er sich in einem internationalen Schulwettkampf Anerkennung. 1972 verhalf er dem israelischen Juniorbasketballteam zum vierten Platz in den europäischen Spielen. Berkovichs professionelle Basketballkarriere fand hauptsächlich im Verein Maccabi Tel Aviv statt. Er war ein entscheidender Faktor für den Erfolg dieser Mannschaft: Jedes Jahr, in dem er für Maccabi spielte, holte sich das Team den Nationaltitel. Mit ihm errang Maccabi Tel Aviv auch zwei Siege bei Europameisterschaften. Am 26. Maerz 1981 gewann Maccabi Tel Aviv zum zweiten Mal den europäischen Basketballcup, nachdem die Israelis den italienischen Meister Sinodine Bologna 80:79 im Endspiel geschlagen hatten. Bei den Feiern in Tel Aviv sprangen begeisterte Jugendliche in das kalte Wasser des Brunnens am Malchei Israel Platz. Dutzende Champagnerflaschen wurden entkorkt und Autokonvois fuhren laut hupend durch die Stadt. 1995 ging Berkovich zu Hapoel Tel Aviv. Bei einer Pressekonferenz sagte er: "Wenn ich zum ersten Trainingsspiel auf ihren Platz komme, werde ich Geschichte machen." Berkovitch war Mitglied des israelischen All-Star Basketballteams. Der Titel seiner Autobiographie lautet: „Zum Gewinnen geboren".
  • 24.2.1954: Leon de Winter in ’s-Hertogenbosch geboren, niederländisch-jüdischer (aus orthodoxer Familie, die den Holocaust in einem Versteck überlebte, das ihr von katholischen Priestern und Nonnen zur Verfügung gestellt worden war) Schriftsteller und Filmemacher, lebt und arbeitet in Amsterdam und Los Angeles, verheiratet mit der Schriftstellerin Jessica Durlacher (zwei gemeinsame Kinder); sein Werk umfasst Romane, Erzählungen und Drehbücher, die er teilweise selbst realisiert ("Der Himmel von Hollywood" wurde von Sönke Wortmann verfilmt); sein erster Roman "Die (Ver)bildung des jüngeren Dürer", 1979, ist eine Adaption des "Taugenichts" von J. Freiherr von Eichendorff; im späteren Werk (u. a. "Hoffmans Hunger", 1990) steht die Suche nach der eigenen jüdischen Identität im Vordergrund; weitere Werke (Auswahl): "Place de la Bastille", 1981; "Leo Kaplan", 1986; "SuperTex", 1991; "Sokolows Universum", 1992; "Serenade", 1995; "Zionoco", 1995; "Malibu", 2002; "Das Recht auf Rückkehr", 2008; trotz seines Hintergrundes aus der Filmindustrie ist de Winter hauptsächlich als Romanautor bekannt geworden; zudem betätigt er sich auf verschiedenen Wegen dezidiert islamkritisch und pro-israelisch; der niederländische Regisseur Theo van Gogh (am 2.11.2004 von einem islamistischen Fanatiker in Amsterdam brutal ermordet) warf de Winter seit 1984 "Vermarktung seines Judentums" vor und attackierte ihn heftig mit teilweise antisemitischen Beleidigungen (van Gogh schrieb, de Winter könne erst dann "mit seiner Frau schlafen, wenn sie Stacheldraht um seinen Penis gewickelt hätte", de Winter würde dann beim Orgasmus "Auschwitz! Auschwitz!" rufen; - der Vater von de Winters Frau hatte Auschwitz überlebt)
  • 17. März 1954: Arabische Terroristen lauern einem Reisebus auf, der von Eilat nach Tel Aviv unterwegs war, und eröffneten nahe Maale Akrabim (nördlicher Negev) das Feuer aus nächster Nähe. Aus dem Hinterhalt töteten sie den Fahrer, die meisten Passagiere wurden verwundet. Dann bestiegen die Terroristen den Bus und erschossen elf Passagiere nacheinander. Überlebende berichteten, wie die Mörder die toten Körper bespuckten und misshandelten. Die Terroristen waren über die jordanische Grenze gekommen, etwa 20 km entfernt vom Tatort.
  • 1. April 1954: Sholam Weiss geboren, US-amerikanischer Geschäftsmann und verurteilter Betrüger. Sholam Weiss betrog als hinzugezogener Berater auf äußerst komplizierte und undurchschaubare Weise die National Heritage Life Insurance Company in Florida um mehr als 400 Millionen US Dollar. Das war der größte Versicherungsbetrug in der amerikanischen Geschichte. Er stahl damit die Ersparnisse von ca. 27 000, meist älteren Amerikanern, die ihre gesamte Altersversorgung bei der Versicherungsgesellschaft angelegt hatten. Das FBI und Interpol entdeckten den seit Oktober 1999 Flüchtigen in Brasilien und hefteten sich dort an seine Fersen. Nach einer turbulenten Verfolgung nahmen sie Weiss, der sein Aussehen komplett verändert hatte, am 24. Oktober 2000 in Wien fest, woraufhin eine Auslieferungshaft über ihn verhängt wurde. In der Folge stellten die USA ein Auslieferungsersuchen an die Republik Österreich. Die Auslieferung wurde vom Bundesminister für Justiz, nachdem man sich in alle Richtungen abgesichert hatte, nach längerem Verfahren bewilligt. Weiss wurde zu 845 Jahren Haft verurteilt, die längste Strafe, die je für ein white-collar crime verhängt wurde. Er hatte die Haft angetreten in der Justizvollzugsanstalt in Coleman/Florida, wurde dann aber in ein Hochsicherheitsgefängnis in die Nähe von Scranton/Pennsylvania verlegt, wo er jetzt einsitzt. Seine (theoretische) Entlassung ist terminiert auf den 23. November 2754.
  • 5.4.1954: David Shamban in Israel geboren, begnadeter israelischer Cellist; seinen ersten Cello-Unterricht erhielt Shamban mit sieben Jahren; mit neun Jahren hatte er erste öffentliche Auftritte; bereits als Jugendlicher gewann er zahlreiche Preise; den Bachelor of Arts erlangte Shamban 1974 an der Rubin Academy of Music der Tel Aviv University; danach erhielt er viele Stipendien, unter anderem eines im Jahr 1980 für seine weitere Ausbildung in den USA; er schloss 1982 an der Yale University in New Haven mit einem Master of Music ab; David Shamban spielte in den bedeutendsten Konzerthäusern der Welt, darunter in der Carnegie Hall in New York; in Amerika ist David Shamban ein gefragter Film-Musiker, viele Hollywood-Produktionen verdanken ihm ihre Musik; als Solo-Cellist trat er unter anderen mit Stars wie Barbra Streisand, Madonna, Ray Charles, Julio Iglesias und Stevie Wonder auf; seine wahre Liebe gilt jedoch den europäischen Klassikern, deren Werken er sein sehr grosses Repertoire verdankt und denen er "nah" sein will, weshalb es ihn 2003 nach Deutschland zog; Shamban dazu: "Die wahren Meister finde ich in der europäischen Musik-Kultur, allen voran Bach, Beethoven, Brahms, Bruch … "; Shambans Virtuosität zeigt sich auch in seiner Cello-Solointerpretation der von Eugène Ysaye ursprünglich für Violine geschriebenen Balladen, im Schwierigkeitsgrad so hoch angesiedelt, dass kaum jemand diese Werke auf dem Cello spielt; David Shamban spielte 1994 in den USA alle sechs Suiten für Violoncello solo von J. S. Bach auf CD ein; die Pianistin Naomi Shamban (geb. 1990) ist seine Tochter
  • 16.4.1954: Ellen Barkin (Ellen Rona Barkin) in der Bronx, New York City, geboren, US-amerikanisch-jüdische Filmschauspielerin, spielte (seit 1981) in einer grossen Zahl von Filmen mit; sie hat zwei Kinder aus erster Ehe; seit 2000 war sie in zweiter Ehe mit Ron Perelman, dem Vorstandsvorsitzenden von Revlon, verheiratet; Ende Januar 2006 gab Perelman bekannt, dass die Scheidung bevorstehe und Barkin mit den im Ehevertrag zugesicherten 20 Mio USD abgefunden werde (und so kam es dann auch)
  • Frühjahr 1954: Höhepunkt der hysterischen Kommunistenjagd in den USA durch Senator Joseph McCarthy
  • 19. Juni 1954: Lou Pearlman (Louis J. [= Jay] Pearlman, genannt "Big Poppa", auch: "Incognito Johnson") in Queens, New York, NY, USA, geboren; US-amerikanischer betrügerischer "Geschäftsmann" und Musikmanager; er wurde bekannt als Pop-Impresario der weltweit erfolgreichen Boy Bands Backstreet Boys, US5 und *NSYNC; Pearlman war zunächst Manager für eine Band in seiner Heimat Flushing, Queens, in New York; sein Cousin Art Garfunkel war offenbar der inspirierende Part während seiner Jugendzeit; nach anfänglichen Misserfolgen in der Musikszene wandte sich Pearlman der Luftfahrt zu; mit der Lüge, dass der deutsche Luftfahrtunternehmer Theodor Wüllenkemper sein Partner sei, überzeugte er Investoren, eine Charter-Airline zu finanzieren: Trans Continental Airlines, eine Scheinfirma, die nur auf dem Papier bestand, wie viele andere Firmen, die er "gründete" oder betrieb in Anlehnung an Wissen, das er von Pennystock-Schwindlern abzapfte; Pearlman wurde dann hauptsächlich bekannt durch seine Erfolge als Musik-Manager; er formte und finanzierte unter anderem die weltweit erfolgreichen Boy Bands Backstreet Boys und *NSYNC; es folgten die vor allem in Deutschland bekannten Bands Natural und US5 (Big in America: RTL Reality TV-Show in Deutschland); die von Pearlman geformten Musik Acts verkauften angeblich mehr als 125 Millionen Tonträger; Lou Pearlman war zudem u. a. involviert in die Vermarktung der Chippendales (Erotikshows für Frauen), Pizzerias (New York Pizza Department NYPD) sowie umstrittenen Massentalentveranstaltungen; durch TransCon, mittels derer er gelegentlich Flüge für Musikgrössen wie Michael Jackson oder Madonna vertrieb, kam er in Kontakt mit der Band New Kids On The Block, deren Erfolg ihn animierte, sich wieder dem Musikgeschäft zu widmen; daraufhin gründete er die Musikfirma Trans Continental Records; seine erste Band waren die Backstreet Boys, die TransCon Records mit vielen Millionen verkaufter Platten nach vorne brachten; nochmals wurden durch das gleiche Schema mit der Boy Band 'N Sync Millionen von CDs verkauft; auch O-Town, eine Band, die durch die MTV-Sendung Making The Band gebildet wurde, und die vor allem in Deutschland populäre Gruppe Natural wandelten zeitweise auf den Spuren der Backstreet Boys, konnten jedoch an deren Erfolge nicht anknüpfen; seit 2005 hatte Pearlman mit der Pop-Band US5 erneut Erfolg, besonders in den deutschsprachigen Ländern; auf die Frage, wann das Phänomen 'Boybands' vorbei sein würde, sagte er einmal: „I'll tell you exactly when it'll be over. When God stops making little girls. Until then, we'll keep going“; Anfang 2007 wurde Pearlman vom Staat Florida und mehreren Banken wegen ausbleibender Kreditrückzahlungen in Millionenhöhe verklagt, bereits Ende 2006 war er aus den USA geflüchtet; am 14. Juni 2007 verhaftete die indonesische Polizei den Musikmogul Pearlman in seinem Hotel auf Bali, wo er unter falschem Namen lebte und ein deutsches Touristenpaar ihn erkannt hatte; die indonesischen Behörden wiesen Pearlman umgehend aus und übergaben ihn dem FBI; im März 2008 gestand er nach anfänglichen Vertuschungsversuchen, er habe Anleger um mehr als 300 Millionen Dollar mit einem langfristigen „Ponzi-sheme“ (Schneeballsystem, benannt nach Charles Ponzi, einem der grössten Schwindler der amerikanischen Geschichte) betrogen (über 1400 Anleger, viele unter ihnen Rentner, verloren ihre Ersparnisse; mit gefälschten Papieren und Bankbelegen hatte er sie dazu gebracht, in seine Scheinfirmen zu investieren), und wurde am 21. Mai 2008 von einem Gericht in Orlando zu einer 25-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt, die er allerdings durch Rückzahlung der Schadenssumme mindern und sich – theoretisch – sogar freikaufen kann (für jeweils eine Mio. Dollar könne ihm ein Monat Strafe erlassen werden, 300 Monate = 300 Mio. Dollar, ein merkwürdiger Deal; das Geld hat er sowieso nicht)
  • 6.7.1954: Alexander Smolenski in Moskau geboren. „Oligarch“. Ehemaliger Schwarzmarktunternehmer, der schon zu Sowjetzeiten Geschäfte betrieb und deshalb auch in Konflikt mit den Behörden geriet. Nach der Öffnung der Wirtschaft war er in zahlreichen Branchen unternehmerisch tätig, bekannt wurde er als berüchtigter Bankier, eng befreundet mit Jelzin. Er stand mit seinen Geschäften stets am Rand der Legalität und scheute auch keine Geschäfte mit der Mafia. 1998 brach seine Bank zusammen, und er flüchtete ins Ausland. Und erstaunlicherweise kehrte er 2002/2003 auf die russische Bühne zurück. Smolenskis Grossmutter war Mitglied des österreichischen jüdischen Bundes und flüchtete vor den Nazis in die Sowjetunion. Smolenski entstammte keiner Elitefamilie und sein Aufstieg war wegen seines Judentums für ihn begrenzt. Smolenski wurde 1981 vom KGB wegen "wirtschaftlicher Verbrechen" für kurze Zeit verhaftet: Er hatte ohne Erlaubnis nebenbei in einer Bäckerei gearbeitet und auf staatlichen Pressen Bibeln gedruckt und vertrieben. Nach der Haftstrafe hatte er kaum noch Chancen auf hohe Posten und gute Jobs und betrieb allerlei Geschäfte auf dem Schwarzmarkt. Dabei scheute er keine Risiken und lernte von Grund auf die Gesetze des Marktes kennen. 1987 nutzte er die neuen Betätigungsmöglichkeiten und gründete als dritter Unternehmer in Moskau eine Baukooperative, die zahlreiche Händler mit Baumaterialien versorgte. Daraus entwickelte sich dann ein grosser Baukonzern in Moskau. Smolenski errichtete mit grossem Erfolg zahlreiche Datschas. Ähnlich wie sein Kollege V. Gussinski konnte er sich durch die Freundschaft mit dem späteren Moskauer Oberbürgermeister Luschkow Grossaufträge in Moskau sichern. Mit seinen Geschäften verdiente Smolenski sehr viel Geld, mit dem er ausserhalb des offiziellen Geldkreislaufes nicht viel anfangen konnte. Daher gründete er seine eigene STOLICHNY-Bank, um Zahlungen unabhängig und ohne Beobachtung der Behörden abzuwickeln. Die meisten grossen Banken vernachlässigten die Kreditvergabe an Privatpersonen, doch Smolenski stieg in diesen Bereich ein und baute die grösste private Filialkette auf. Er vergab schnell und unkompliziert kurzfristige Kredite gegen horrende Zinsen. Er hatte anfangs keine guten politischen Kontakte und nutzte seine Gelder und die Gelder anderer Händler überwiegend zu sehr profitablen Währungsspekulationen. Die Behörden misstrauten der Stolichny-Bank, die als eine der verschwiegensten Banken galt, doch trotz ständiger Beobachtung konnten sie in zahlreichen Ermittlungen keine Beweise für illegale Aktivitäten sicherstellen. Stolichny galt als Bank des "schnellen Geldes" und nahm auch Gelder von kriminellen Organisationen. Smolenski stieg zu einem der mächtigsten Unternehmer der 1. Hälfte der 90er Jahre auf, nicht zuletzt durch seine Freundschaft mit dem neuen Staatspräsidenten Jelzin. 1997 übernahm er die grössere, aber fast insolvente Agroprombank (später: SBS-Agro-Bank). Dafür bekam er die Zusicherung des Staates, dass alle Fördergelder für die Landwirtschaft über seine Bank abgewickelt werden mussten. Diese Fördergelder wurden dann über diverse Offshore-Zonen und ein Netz von Firmen verschoben und versickerten. Bei den Bauern kamen die Gelder grösstenteils nicht an. Auch Gelder der Präsidial- und einiger Regionalverwaltungen liefen über seine Bank. Smolenski konnte sein Imperium nur durch beste Kontakte zu den Entscheidern dieser Jahre aufbauen: Jelzin, Tschubais und Luschkow. Sie verhalfen ihm zu zahlreichen Deals und schufen ihm lästige Ermittlungen aus dem Wege. Boris Jelzin lagen zahlreiche belastende Unterlagen gegen Smolenski vor, von denen er keinen Gebrauch machte. Smolenski unterstützte im Gegenzug Jelzin mit seinen Medien. Zu seinen Beteiligungen gehörten das KOMERSANT-Verlagshaus mit den Tageszeitungen und Zeitschriften Komersant, Dengi, Seldkaya Zhisn und Stolitsa-Magazin. Dazu kamen Anteile am TV-Sender ORT, am Radiosender NSN und an der "National Information Agency". Im Wahlkampf 1996 galt Smolenski als einer der wichtigsten Unterstützer von Jelzin. Als Dank konnte er die als konservative geltende fünftgrösste Bank Agroprom übernehmen. Für nur 24 Mio. Dollar erhielt Smolenski ein Filialnetz von 1254 Filialen. Dank seiner Verbindungen konnte er bei den berüchtigten Privatisierungen gemeinsam mit den Oligarchen Beresowski und Abramowitsch den Ölkonzern Sibneft übernehmen. Smolenski gilt als auch als grosser Förderer der Orthodoxen Kirche und stiftete u. a. 53 kg Gold für die Kuppeln der Moskauer Kathedrale. Er wird oft als Jude bezeichnet, da ein Elternteil jüdisch ist, er selber ist jedoch überzeugter orthodoxer Christ. Als die grosse Rubelkrise die russische Wirtschaft 1998 in den Abgrund riss, gehörte das Bankenimperium von Smolenski zu den ersten Opfern. Mit 2 Milliarden Dollar Auslandsschulden stand die Bank am Rande des Konkurses. Dank seiner Kontakte bekam er zur Stützung zwar noch einen Riesenkredit der Zentralbank, doch wenig später wurde die Bank unter staatliche Verwaltung gestellt. Im Juni 2000 bot die Bank ihren Gläubigern (überwiegend Firmen aus dem Agrarsektor) sagenhafte 1 Cent pro 1 Dollar alter Schulden an. Ein wahrhaft meisterhafter Raub. Die grössten Werte der Bankengruppe wurden vorher über Tochtergesellschaften und Strohmänner ins Ausland verschoben und nur die Schulden blieben, auf Staats- und Gläubigerkosten. Smolenski hatte genug Geld ins Ausland verschoben und floh vor einem Haftbefehl ins sichere Ausland. Seine Frau lebte schon längere Zeit in Österreich und verwaltete dort ein weitverzweigtes Firmenimperium. In einem Deal mit den russischen Behörden legte Smolenski später die Grundlage für seine gesicherte Rückkehr nach Russland. Smolenski gründete eine kleine Bankengruppe (OVP) und hauchte der Stolichny-Bank in Moskau neues Leben ein. Die OVP-Bank verkaufte er 2003 dann an V. Potanin. 2003 einigte Smolenski sich dann endgültig mit den alten Gläubigern, gegen die Zusicherung, dass keine weiteren Ermittlungen über den Verbleib der Gelder unternommen werden. Smolenski behielt die kleine Bank Severo-Zapadnoye und erhielt im April 2004 die Erlaubnis, seine Stolichny-Bank wieder zu reaktivieren. Doch schon im September zog er sich wiederum aus dem Bankwesen zurück und übertrug seine Bankanteile an seinen Neffen Alexei Grigoriyew.
  • Juli 1954: Beschluss zur Teilung Vietnams
  • 17.7.1954: Theodor Heuss weitere fünf Jahre Bundespräsident
  • 23.7.1954: Annie Sprinkle (eigentlich: Ellen Steinberg) in Philadelphia, Pennsylvania, geboren, ehemalige US-amerikanische Prostituierte, Stripperin, Pornodarstellerin, Fernsehmoderatorin, Herausgeberin eines Pornomagazins, Autorin, Performance-Künstlerin und "Sexaufklärerin" mit Promotion (Ph. D.) in Sexualwissenschaft; sie ist eine der bekanntesten Vertreterinnen des Sex-positive feminism; seit 1975 war Sprinkle in mehr als 200 Sexfilmen zu sehen, wobei sie ab Anfang der 1980er Jahre, beginnend mit Deep inside Annie Sprinkle, auch selbst Regie führte; im Laufe der Zeit wandte sie sich weiterführenden Themen zu; gemeinsam mit dem Theologen und Sexualforscher Joseph Kramer in Oakland entwickelte sie eine Form spiritueller, erotischer Körperarbeit, die auf tantrisch-daoistischen Grundlagen beruht und in erster Linie Atem- und Massagearbeit zum Schwerpunkt hat; wichtiger Bestandteil dieser Massagearbeit war die sogenannte Yoni-Massage (d. h. die Massage des weiblichen Genitals); Sprinkle bezeichnet sich selbst als „Post Porn Modernist“; am bekanntesten wurde sie durch ihre Liveshows, bei denen sie das Publikum einlud, ihren Gebärmutterhals mittels Spekulum und Taschenlampe zu betrachten, um den weiblichen Körper zu entmystifizieren ("Public Cervix Announcements"); im Jahr 2004 machte sie mit einer Meldung Schlagzeilen, dass sie in den nächsten sieben Jahren siebenmal heiraten wird – und zwar stets ihre Freundin Elizabeth Stephens; dies beruht auf einem hinduistischen Brauch und ist als Liebes-Kunstperformance gedacht; der „Chakrafarbe“ für das Heiratsthema „Sicherheit“ entsprechend hat sie in rot gekleidet am 18. Dezember 2004 (für das Jahr 2005) in einem Kunstraum in Manhattan zum ersten Mal geheiratet; 2006 wurde die Zeremonie in orange abgehalten und stand unter dem Thema Sexualität; Farben und Themen der Jahre 2007 und 2008 waren gelb für Mut und grün für Liebe, 2009 wurde Kommunikation mit blau symbolisiert
  • 8.9.1954: Massenalija aus Marokko, Tunesien und anderen nordafrikanischen Ländern: 161 000 Einwanderer
  • 15. September 1954: Nava Semel in Jaffa geboren, israelische, in Tel Aviv lebende Journalistin und Schriftstellerin, die sich literarisch vor allem mit dem Schicksal von Menschen auseinandersetzt, deren Eltern bzw. Elterngeneration den Nationalsozialismus und seine Schrecken überlebt haben. Nava Semel studierte an der Universität Tel Aviv Kunstgeschichte. Bereits mit siebzehn Jahren begann sie in verschiedenen journalistischen Berufen zu arbeiten, darunter als Produktionsassistentin beim israelischen Fernsehen und Rundfunk. Sie war für das Nahum Goldmann Diaspora Museum in Tel Aviv tätig und schrieb Artikel für verschiedene Kunstzeitschriften und Frauenmagazine in Israel. Neben Kurzgeschichten, Gedichten und Theaterstücken verfasste sie Romane und mehrere Kinderbücher. In Deutschland wurde sie vor allem durch ihren Roman Gerschona bekannt, der in den USA mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet wurde. Nava Semel ist mit Noam Semel, dem Direktor des Cameri Theatre in Tel Aviv, verheiratet. Ihr älterer Bruder ist der bekannte israelische Folkrocksänger Shlomo Artzi. - Werke/Ausgaben: Gläserne Facetten. Zehn Geschichten, Frankfurt/Main 2000 (aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler; Ersterscheinen in Israel 1985); Gerschona, Frankfurt am Main 1988 (aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler; mehrere Auflagen, auch englisch: Becoming Gershona, New York 1990); Flugstunden. Die Geschichte des Mädchens Hadra, das der Enge ihrer Welt entkommen will, Berlin 1990 (Kinderbuch, aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler; mehrere Auflagen, auch englisch: Flying Lessons, 1995); Und die Ratte lacht, Mannheim 2001 (Roman, aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler; weitere Auflagen, auch englisch: And The Rat Laughed, 2009); Die Braut meines Bruders, München 2003 (Roman; aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler; nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2004); Trauer, Hoffnung und Radieschen, Frankfurt am Main 2005; Liebe für Anfänger. Sieben Geschichten, Berlin 2010 (aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler, illustriert von Gerda Raidt)
  • 12.10.1954: Amy Eilberg geboren, die erste (1985) durch das Jewish Theological Seminary of America (conservative judaism) ordinierte Rabbinerin
  • 1.11.1954: Beginn des Algerien-Krieges
  • 29.11.1954: Joel Coen geboren; die Brüder Joel (geb. 29.11.1954 in Minneapolis, Minnesota, USA) und Ethan Coen (geb. 21.9.1957 ebenfalls in Minneapolis) sind Oscar-prämierte Regisseure, Produzenten und Drehbuchautoren und machten erstmals 1984 mit dem Film Noir "Blood Simple" auf dem US-amerikanischen Sundance Film Festival von sich reden; seither etablierten sie sich als schräge Geschichtenerzähler abseits des Hollywood-Mainstreams; wenn sie als Cutter an ihren Filmen arbeiten, benutzen sie den Namen Roderick Jaynes als Pseudonym; ihre Filme loten die Abgründe der menschlichen Existenz aus, mal auf äusserst komische, mal auf bitterböse Weise; dabei faszinieren nicht nur die gewitzten Geschichten, die Brüder sind zugleich perfekte Handwerker mit unvergleichlichem Stilgefühl und makellosen Bildkompositionen; Joel ist seit 1984 mit der Schauspielerin Frances McDormand verheiratet, Ethan mit der Percussionistin Grace Buller-Gorge; die Coen-Brüder sind in St. Louis Park, Minnesota - einem Vorort von Minneapolis – aufgewachsen; ihre Eltern (Edward und Rena Coen, beide jüdisch) waren Professoren, der Vater im Bereich Wirtschaft an der Universität von Minnesota und die Mutter im Bereich Kunstgeschichte an der St.-Cloud-Universität; Joel Coen sparte sich als Kind durch Rasenmähen genug Geld zusammen, um sich eine Super-8 Kamera zu kaufen, und die beiden Brüder drehten zusammen mit einem Nachbarsjungen (Mark Zimering – in den Filmen „Zeimers“ genannt) Filme aus dem Fernsehen nach; nach seinem Abschluss am Simon's Rock College in Great Barrington, Massachusetts, nahm Joel an einem öffentlichen Filmprogramm der New York University teil, bei dem er als Abschlussarbeit einen dreissigminütigen Film namens "Soundings" drehte; Ethan ging, nachdem er ebenfalls wie sein Bruder das Simon's-Rock-College absolviert hatte, an die Princeton-Universität, wo er Philosophie studierte; seine Abschlussarbeit trug den Titel: „Two Views of Wittgenstein’s Later Philosophy“; nach seinem Abschluss an der New-York-Universität arbeitete Joel als Produktionsassistent in einer Reihe von Filmen und Musikvideos; er entwickelte ein Talent für den Filmschnitt und traf Sam Raimi, der einen Assistenten für seinen ersten Film „The Evil Dead“ suchte; Ethan Coen veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten zunächst in Magazinen wie "The New Yorker", "Playboy", und "Vanity Fair", später in dem Erzählband „The Gates of Eden“ (dt. „Falltür ins Paradies“); Filmografie: 1984: Blood Simple; 1987: Arizona Junior (Raising Arizona); 1990: Miller’s Crossing; 1991: Barton Fink; 1994: Hudsucker – Der grosse Sprung (The Hudsucker Proxy); 1996: Fargo; 1998: The Big Lebowski; 2000: O Brother, Where Art Thou? ; 2001: The Man Who Wasn’t There; 2003: Ein (un)möglicher Härtefall (Intolerable Cruelty); 2003: Bad Santa (nur Produzent); 2004: Ladykillers; 2005: Romance & Cigarettes (nur Produzent); 2007: No Country for Old Men; - Auszeichnungen: 1997: Oscar für das beste Drehbuch (Fargo); 2008: Oscar für das beste adaptierte Drehbuch (No Country for Old Men); 2008: Oscar für die beste Regie (No Country for Old Men); 2008: Oscar für den Besten Film (No Country for Old Men)
  • 1.12.1954: Nationalbank - Bank of Israel. Unmittelbar nach der Gründung des Staates Israel wurde im Finanzministerium die Schaffung einer Staatsbank diskutiert. Dies war vor allem wegen der Herausgabe einer Währung nötig. 1951 ernannte Finanzminister Eliezer Kaplan ein Komitee zur Errichtung einer Nationalbank. Im September 1952 wurden Empfehlungen über die Organisation der Bank und die Beziehung zwischen Bank und Politik abgegeben. Dieser Bericht bildete die Grundlage für das Bank of Israel-Gesetz, das von David Horowitz, dem späteren ersten Gouverneur der Nationalbank, koordiniert wurde. Die Hauptinhalte des Gesetzes sind die Beziehungen zwischen Bank und Regierung und die Unabhängigkeit der Bank. Das Bank of Israel Gesetz wurde am 24. August 1954 von der Knesset verabschiedet und trat am 1. Dezember in Kraft. An diesem Tag nahm die israelische Nationalbank offiziell ihren Betrieb auf. Das Gesetz ersetzte das Banknotengesetz von 1948 und andere Gesetze des Provisorischen Staatsrates, die bis dahin alles geregelt hatten, was nun in die Verantwortung der Nationalbank überging. Die Nationalbank ist die oberste Bankenaufsichtsbehörde. Die Fremdwährungskontrolle ging 1978 auf die Nationalbank über. Die Bank of Israel befindet sich im Jerusalemer Regierungsviertel, nahe der Knesset, dem Obersten Gerichtshof und den Ministerien.
  • 1954-1955: Premierminister Israel: Moshe Sharett
  • 1954-1963: Heinz Galinski Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland (1.Amtszeit). Heinz Galinski wurde am 28. November 1912 in Marienburg (Westpreussen) geboren. Der gelernte Textilkaufmann wurde 1943 nach Auschwitz deportiert, nach Buchenwald verschleppt und schliesslich am 20. April 1945 aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit. Galinski wurde im April 1949 zum ersten Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde zu Berlin gewählt. Der Ehrenbürger der Stadt Berlin (1987) starb am 19. Juli 1992. Er war ein unermüdlicher Warner und Mahner, seine oft pauschal und übertrieben wirkenden Statements waren zuweilen sehr strapazierend für alle Beteiligten.

Bücher

  • Jehuda Eben-Schmuel, Midresche Geulla, Jerusalem 1954
  • A. Weiss, The Talmud in its Development, New York 1954 (hebräisch)
  • Z. Karl, Mechqarim be-Sifre, Tel Aviv 1954
  • Chaim Rabin, The Zadokite Documents, Oxford 1954
  • P. Dalbert, Die Theologie der hellenistisch-jüdischen Missionsliteratur, Hamburg 1954
  • Siegmund Kaznelson, Beethovens Ferne und Unsterbliche Geliebte, Zürich 1954
  • Stuart Rosenberg, The Jewish Community in Rochester 1843-1925, New York 1954
  • Richard Lichtheim, Die Geschichte des deutschen Zionismus, Jerusalem 1954
  • David Ben-Gurion, Rebirth and Destiny of Israel, New York 1954
  • Henri Michel, Tragédie de la déportation, 1954
  • S. D. Sassoon / R. Edelmann, Maimonidis commentarius in Mischnam, 3 Bände, Kopenhagen 1954-1956 (Handexemplar? oder sogar Autograph? des Maimonides als Faksimile mit hebräisch-englischer Einführung; engl. Übersetzung: F. Rosner, Moses b. Maimon. Commentary on the Mishnah: introduction to Seder Zeraim and commentary on tractate Berachoth, New York 1975)
  • Chayim Yehoshua Kasovsky, Thesaurus Talmudis. Concordantiae Verborum quae in Talmude Babilonico reperiuntur, 41 Bände, Jerusalem 1954-1982

Zeitungen und Zeitschriften

  • Seit 1954: JPS Bookmark (Jewish Publ. Soc.), in Philadelphia, Pa., vierteljährlich erscheinend, Red. u. a. C. Potok
  • Seit 1954: Conservative Judaism, in New York vierteljährlich erscheinend, Red. G. Levi

1954 in Wikipedia