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1952

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Ereignisse

  • 1952: Nobelpreis für Physik an: Felix Bloch
  • 1952: Nobelpreis für Medizin an: Selman Waksman
  • 1952: Gründung des Internationalen Auschwitz Komitees
  • 1952: Konrad Adenauer besucht Ben-Gurion im Kibbuz Sde Boker, dieses Treffen führte dann zur Eneuerung der Beziehungen zwischen Israel und einem erneuerten, demokratischen Deutschland
  • 1952: Gamal Abdel Nasser kommt in Ägypten an die Macht.
  • 1952: Operation "Kyros" (iranische Juden kommen nach Israel)
  • 1952: Die UNRWA stellte einen Fond in Höhe von 200 Millionen Dollar zur Verfügung, mit dem Wohnungen und Arbeitsplätze für Palästinenser geschaffen werden sollten, doch wurden die Gelder nicht in Anspruch genommen. Die Behandlung der Flüchtlinge in den zehn Jahren nach ihrer Flucht wurde von Ralf Garroway, dem ehemaligen Direktor der UNRWA im August 1958 mit folgenden Worten zusammengefasst: „Die arabischen Staaten wollen das Flüchtlingsproblem nicht lösen. Sie wollen die Wunde offen halten, als Affront für die Vereinten Nationen und als Waffe gegen Israel. Den arabischen Führern ist es dabei völlig egal, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.“ Daran hat sich auch in den folgenden Jahren nicht viel geändert. Die arabischen Staaten haben immer wieder Jobs, Wohnungen, Land und andere Vergünstigungen für Araber und Nicht-Araber angeboten – jedoch unter ausdrücklichem Ausschluss der Palästinenser. Saudi-Arabien zum Beispiel stellte keine arbeitslosen palästinensischen Flüchtlinge ein, um der Knappheit an Arbeitskräften Ende der Siebziger- und Anfang der Achtzigerjahre abzuhelfen. Stattdessen wurden mehrere Tausend Südkoreaner und andere Asiaten ins Land geholt. Nach dem Golfkrieg wurde die Lage noch schlimmer. Kuwait, das zwar viele Palästinenser beschäftigte, ihnen aber die Staatsbürgerschaft verweigerte, hat seither über 300 000 von ihnen ausgewiesen, was mit „Sicherheitsrisiken“ begründet wurde. Im Libanon hatten die palästinensischen Flüchtlinge keinerlei Rechte, nur sehr begrenzt Zugang zum öffentlichen Gesundheitsdienst und kaum Ausbildungschancen. Die Mehrheit ist völlig von der UNRWA abhängig. Da die Palästinenser als Ausländer gelten, ist ihnen die Ausübung von über 70 Berufen gesetzlich verboten. Viele Palästinenser sind tief enttäuscht von ihrer Behandlung durch ihre arabischen Brüder. Der Palästinenserführer Musa Alami (im Oktober 1949): „Es ist eine Schande, dass arabische Regierungen es arabischen Flüchtlingen verbieten, in ihren Ländern zu arbeiten, dass sie ihnen die Tür vor der Nase zuschlagen und sie auch noch in Lagern internieren“. Dennoch richtet sich der Hass der meisten Flüchtlinge nach wie vor gegen „die Zionisten“, weil sie lieber ihnen die Schuld an ihrer Misere geben als den besiegten arabischen Armeen.
  • 1952: Gilles Bernheim geboren in Aix-les-Bains, französischer Rabbiner; seit Januar 2009 Oberrabbiner (Grand Rabbin) von Frankreich (mit später dann unrühmlichem Abgang)
  • 1952: Ruth Beckermann in Wien als Tochter jüdischer Holocaust-Überlebender geboren, österreichische Dokumentarfilmerin und Autorin; sie studierte in Wien, Tel Aviv und New York Publizistik und Kunstgeschichte und promovierte 1977 zum Dr. phil; während des Studiums arbeitete sie als Redakteurin für die Zeitschriften Die Weltwoche und Trend; 1977 stellte sie mit Josef Aichholzer und Franz Grafl als Videogruppe Arena im 16 mm-Format ihren ersten Videofilm her: Arena besetzt, über die Besetzung des ehemaligen Wiener Schlachthofes; mit denselben Mitgliedern dieser Videogruppe gründete sie ein Jahr später den Filmverleih "Filmladen", bei dem sie bis 1985 tätig blieb; dort erschienen auch ihre ersten Filme, und sie begann mit dem Schreiben von Dreh- und Sachbüchern; seit 1984 publizierte sie mehrere Bücher über das jüdische Leben in Wien im 20. Jahrhundert sowie über die österreichische Filmgeschichte; - eigenständige Buchveröffentlichungen: Die Mazzesinsel – Juden in der Wiener Leopoldstadt 1918-38 (1984); Unzugehörig – Österreicher und Juden nach 1945 (1989); Ohne Untertitel – Fragmente einer Geschichte des österreichischen Kinos (1996); Jenseits des Krieges – Ehemalige Wehrmachtsoldaten erinnern sich (1998); europamemoria – Erinnerungen Europas (2003)
  • 1952: Abby Cohen (Abby Joseph Cohen) geboren in Queens, New York; US-amerikanisch-jüdische Ökonomin, CFA, Finanzanalystin an der Wall Street, Partner und Chefstratege bei Goldman Sachs, jahrelang umgab sie die Aura eines Stars und Finanzgurus, sie sagte sehr früh den bullishen Markt der Neunziger Jahre voraus, sah aber keine Anzeichen für den Crash, der 1999 einsetzte, blieb kontinuierlich bei ihren Wachstumsvoraussagen trotz aller gegenteiligen Beweise des realen Börsengeschehens, daher ihr Spitzname „Abby Joseph Blowin“; sie ist auch trustee der Cornell University (Ithaca, New York) und des Jewish Theological Seminary of America (JTS)
  • 1952: Arkadi Gaydamak (Gaidamek) in der Ukraine geboren, israelischer Milliardär (geschätztes Vermögen 2007 zwischen 1 und 4 Milliarden USD), Präsident des Russisch-Jüdischen Kongresses, verfügte 2007 über einen französischen und einen israelischen Pass sowie über kanadische und angolanische Diplomatenpässe, bei seinen Reisen ist er offiziell als Vertreter der angolanischen Regierung unterwegs, um nicht verhaftet werden zu können; sein Sohn Alexander Gaydamak ist auch Geschäftsmann und der Eigentümer des britischen Fussball-Clubs Portsmouth F. C.; Arkadi Gaydamaks Eltern zogen, als Arkadi vier Jahre alt war, nach Moskau; mit zwanzig Jahren war Arkadi Gaydamak einer der ersten, der aus der Sowjetunion in Israel einwanderte, sechs Monate später ging er nach Frankreich (arbeitete zunächst als Gärtner und Maurer; 1976 eröffnete er ein Übersetzungsbüro in der Nähe von Paris, leistete russischen Geschäftsleuten diverse Dienste und kam in Kontakt mit vielen französischen Unternehmen; 1982 eröffnete er einen Ableger des „Übersetzungsbüros“ in Kanada, dann ging er auf Import-/Export-Geschäfte über, nutzte seine Kontakte nach Russland und zog verschiedene Firmen auf), in Frankreich lebte er, bis er 48 war, unterbrochen von gelegentlichen Besuchen in Russland; im Dezember 2000 floh er aus Frankreich, nachdem man einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt hatte, man warf ihm illegalen Waffenhandel mit Angola (der Fall wurde in Frankreich unter dem Namen „L’Angolagate“ diskutiert), Steuerhinterziehung und Geldwäsche vor; von nun an wohnte er in Israel; Frankreich verlangte seine Auslieferung, die israelischen Gerichte kamen dem Auslieferungsgesuch aber nicht nach; auch in Israel laufen Verfahren gegen ihn wegen Geldwäsche, er wies jede Schuld von sich; im Jahr 2006 wollte er die französische Zeitung „France Soir“ kaufen; er ist auch sehr engagiert im israelischen Sportgeschehen, als Sponsor bzw. (Mit-) Eigentümer verschiedener Clubs und Vereine; grosse Spenden gingen und gehen auch an Magen David Adom und Hatzolah; der Jewish Agency wollte er 50 Mio. USD zukommen lassen und im Gegenzug Board Member werden; als jedoch die Jewish Agency von der israelischen Polizei gewarnt wurde, das Geld anzunehmen, zog Gaydamak das Angebot zurück; Tage später wurde gegen ihn wegen Geldwäsche ermittelt; während des Libanon-Konflikts 2006 liess Gaydamak am Strand von Nitzanim eine Zeltstadt errichten, die Tausenden von Familien, die aus dem von Raketen heimgesuchten Norden geflohen waren, eine Unterkunft bot, dies kostete ihn 500 000 Dollar täglich und brachte ihm grosse Verehrung und Dank, während andere es bloss als einen populistischen Akt sahen, Pluspunkte zu sammeln, um nicht an Frankreich ausgeliefert zu werden; im November 2006 finanzierte er Hunderten Einwohnern von Sderot (die unter dem permanenten Raketenbeschuss von Seiten der Palästinenser leiden) einen einwöchigen Erholungsurlaub in Eilat
  • 1952: Sidney Rosenthal (1907-1979) aus Richmond Hill, NY, US-amerikanischer Erfinder, kreiert den Filzstift, den er damals "Zauberstift" nannte; er füllte wasserfeste Tinte in einen kleinen Glasbehälter und befestigte an der Öffnung ein Stück Filz; eine genial einfache, aber wirkungsvolle Erfindung, die später - durch andere - mehrfach modifiziert wurde (z. B. Kunststoffspitze statt Filzspitze); als Konkurrenten wasserlösliche Tinte verwendeten und auf das penetrant riechende und Kopfschmerzen verursachende Benzol verzichteten, musste Rosenthals Firma 1980 Konkurs anmelden
  • Seit 1952: Seit 1952 nimmt Israel an den Olympischen Spielen teil.
  • Seit 1952: Seit 1952 veranstalten die „Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit“ im März eines jeden Jahres in Deutschland die bundesweite "Woche der Brüderlichkeit". Die nach eigenen Angaben mehr als 80 Gesellschaften sind im Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Bad Nauheim organisiert.
  • 12. Januar 1952: Walter Mosley in Los Angeles geboren
  • Januar 1952: Wegen der Frage der Reparationszahlungen Deutschlands an Israel lässt Menachem Begin die Knesset belagern.
  • 27.3.1952: Beginn jüdischer Attentatsversuche auf Adenauer (vgl. im Jahresartikel 1913 bei Menachem Begin)
  • 23.4.1952: Esther Dischereit geboren in Heppenheim a.d.B./Bergstrasse, Schriftstellerin, Publizistin; lebt seit den achtziger Jahren in Berlin; bis 1994 Gewerkschaftsreferentin der ÖTV, später beim DGB, der ihr wegen angeblicher Sparmassnahmen (Kultur- und Antirassismusarbeit solle wegfallen) kündigte, wogegen sie in einem aufsehenerregenden Prozess einschliesslich Berufungsverfahren erfolgreich vorging; 2009 wurde sie mit dem Erich-Fried-Preis ausgezeichnet; Werke (Auswahl): "Anna macht Frühstück" (1985); "Joemis Tisch. Eine jüdische Geschichte" (1988); "Merryn" (1992); "Als mir mein Golem öffnete" (1996, Gedichte); "Der Morgen an dem der Zeitungsträger" (sic); "Übungen jüdisch zu sein" (1998, Aufsätze); "Ich decke mich zu mit der Zeit" (2000); "Mit Eichmann an der Börse: In jüdischen und anderen Angelegenheiten" (2001); "Rauhreifiger Mund oder andere Nachrichten" (2001, Gedichte); "Im Toaster steckt eine Scheibe Brot" (2006, Gedichte); "Der Morgen an dem der Zeitungsträger" (2007, Erzählungen); "Vor den hohen Feiertagen gab es ein Flüstern und ein Rascheln im Haus. Eichengrün-Platz Dülmen" (2009)
  • 15. Mai 1952: Israel nimmt diplomatische Beziehungen zur japanischen Regierung auf.
  • 23. Juli 1952: In Ägypten wird König Faruk von putschenden Offizieren gestürzt.
  • 31.7.1952: Faye Kellerman in St. Louis geboren (als Faye Marder), US-amerikanische Schriftstellerin, die hauptsächlich Kriminalromane schreibt; sie hat Studienabschlüsse in theoretischer Mathematik (1974) und Zahnmedizin (1978) an der UCLA (University of California, Los Angeles) erworben, in diesen Berufen aber nie gearbeitet; seit 1972 ist sie mit dem Psychologen und Bestsellerautor Jonathan Kellerman verheiratet (sie sind das einzige verheiratete Paar, das jemals gleichzeitig mit verschiedenen Büchern auf der New York Times-Bestsellerliste rangierte) und lebt heute mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Los Angeles, sie ist praktizierende orthodoxe Jüdin; ihre meisten Romane behandeln Kriminalfälle, die der in Kalifornien lebende Kommissar Peter Decker (in den jüngeren Romanen gemeinsam mit seiner zweiten Frau Rina Lazarus, dann auch mit seiner Tochter Cindy) zu lösen versucht; diese Fälle spielen fast immer im amerikanisch-jüdischen Milieu; mit "Straight into Darkness" löste sie sich von diesem Szenario: Darin geht es um einen Mordfall im München der 1920er Jahre, also dem Umfeld des Aufstiegs des Nationalsozialismus; im Jahr 2004 hat Faye Kellerman erstmals auch gemeinsam mit ihrem Mann zwei Krimis geschrieben, die in einem Buch erschienen sind ("Double homicide: Santa Fé" und "Double homicide: Boston"); 2006 hat ihr Sohn Jesse ebenfalls seinen ersten Kriminalroman ("Sunstroke") veröffentlicht; bisher (2010) wurden Faye Kellermans Bücher weltweit über zwanzig Millionen Mal verkauft: "The Ritual Bath" ("Denn rein soll deine Seele sein" bzw. auch unter dem Titel "Geh nicht in die Mikwe"), 1986; "Sacred and Profane" ("Das Hohelied des Todes"), 1987; "The Quality of Mercy" ("Becca"), 1989; "Milk and Honey" ("Abschied von Eden"), 1990; "Day of Atonement" ("Tag der Busse"), 1991; "False Prophet" ("Du sollst nicht lügen"), 1992; "Grievous Sin" ("Die reinen Herzens sind"), 1993; "Sanctuary" ("Weder Tag noch Stunde"), 1994; "Justice" ("Doch jeder tötet, was er liebt"), 1995; "Prayers for the Dead" ("Totengebet"), 1996; "Serpent's Tooth" ("Der Schlange List"), 1997; "Moon Music" ("Denn verschwiegen ist die Nacht"), 1998; "Jupiter's Bones" ("Der wird Euch mit Feuer taufen"), 1999; "Stalker" ("Die Rache ist dein"), 2000; "The Forgotten" ("Der Väter Fluch"), 2001; "Stone Kiss" ("Die Schwingen des Todes"), 2002; "Street Dreams" ("Und der Herr sei Ihnen gnädig"), 2003; "Double Homicide", 2004; "Straight into Darkness" ("Und da war Finsternis"), 2005; [...]
  • 12./13. August 1952: die „Nacht der getöteten Poeten“ in Moskau (vgl. seit 1917)
  • 13.8.1952-26.12.2002: Herb Ritts, geb. u. gest. in Los Angeles, US-amerikanisch-jüdischer glamouröser Starfotograf, der insbesondere unter Homosexuellen viele Fans hatte, er arbeitete hauptsächlich im Bereich der Modefotografie und schuf klassische Akt- und andere Aufnahmen, verliebt in makellos schöne (vor allem: Männer-) Körper; der überwiegende Teil seiner Arbeiten waren klassische Schwarz-Weiss-Aufnahmen; eines seiner bekanntesten Werke ist sicherlich das Bild "Fred with Tires" (1984); Herb Ritts starb an Lungenkomplikationen im Zusammenhang mit seiner Aids-Erkrankung; er hinterliess seinen Partner Erik Hyman
  • 10.9.1952: Luxemburger Wiedergutmachungsabkommen: in Luxemburg Unterzeichnung des Wiedergutmachungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel (Leiter der Verhandlungsdelegationen: Adenauer, Mosche Scharett; an den Vorbereitungen hatte Nachum Goldmann entscheidenden Anteil; - ca. 3,5 Mrd. Deutsche Mark wurden über 12 Jahre hinweg gezahlt, der grösste Teil in Form von Waren und Dienstleistungen).
  • 19.9.1952: neue Regierungskrise in Israel aufgrund religiöser Fragen; es geht um die umstrittene Wehrpflicht für Frauen, die bei der Staatsgründung Israels festgesetzt worden ist
  • 6. Oktober 1952: Wladimir Gussinski in Moskau geboren, russisch-jüdischer Medienmagnat und „Oligarch“; Gussinski war Theaterregisseur in Tula, später Gründer und Eigentümer der Most-Bank und Präsident der Medien-Holding Media-Most, zu der auch der Fernsehsender NTW gehörte. Der russische Präsident Putin liess sich von Gussinski bei seiner Wahl zum Präsidenten finanziell unterstützen, wandte sich aber bald danach gegen ihn. Gussinski gilt als einer wenigen Oligarchen, die nicht aus der ehemaligen sowjetischen Führungsschicht stammen. Der Schwarzhandel war schon zu Sowjetzeiten sein Metier, und er gilt als klassischer Entrepreneur. Er gründete Firmen in verschiedenen Branchen, seine Bank stieg zu einer der grössten Finanzinstitutionen Russlands auf, und er baute sich eines der mächtigsten Medienimperien auf. Zu mächtig in den Augen von Staatspräsident Putin, der ihn ausbootete. Gussinski wählte daraufhin den Weg ins israelische Exil. Der Mathematiker Gussinski entstammte einer jüdischen Familie, die stark unter der Sowjetherrschaft zu leiden hatte. Ein Grossvater, ein reicher Industrieller, wurde unter Stalin erschossen, und eine Grossmutter sass 10 Jahre in einem Gulag-Häftlingslager. Mit der beginnenden Liberalisierung ab Mitte der 80er Jahre ging Gussinski in die Provinz und machte sich einen Namen als Impresario. Er organisierte/produzierte Theaterstücke, veranstaltete Konzerttourneen in Sibirien und zog Sportveranstaltungen auf. Bekannt wurde er dann 1986, als er die Goodwill Games für den US-Milliardär und Besitzer des Mediensenders CNN, Ted Turner, in Moskau organisierte. Danach bekam er Probleme mit der KP, und seine Karriere stagnierte. 1987 gründete er eine der ersten Kooperativen im Lande und verdiente ein Vermögen mit Kupferarmbändern, die er für 3 Kopeken produzierte und für 5 Rubel verkaufte. Später produzierte er Kopien berühmter Kunstwerke, Damenwäsche und stieg in den Bau- und Immobilienbereich ein. Den grossen Durchbruch in die oberste Liga der Oligarchen schaffte Gussinski 1989 mit der Gründung seiner Most-Bank, konnte den Erfolg aber nicht durchhalten, ging mit der Bank dann in Konkurs, stieg gross ins Mediengeschäft ein und machte sich zunächst Jelzin, dann Putin zum Feind, der ihn auflaufen liess, so dass Gussinski wegen Zahlungsunfähigkeit auch in U-Haft kam und dort zur Unterzeichnung für ihn nachteiliger Verkäufe gepresst wurde. Nach seiner Freilassung flüchtete Gussinski ins Exil und versuchte, den unter Zwang unterzeichneten Vertrag anzufechten. Vergebens, ein russisches Gericht ordnete die Liquidierung von MediaMost an und übertrug grosse Teile an Gazprom. Eine der ersten Massnahmen des neuen Besitzers: die Entlassung zahlreicher kritischer Journalisten. Auch im Ausland verfolgten ihn die russischen Behörden. 2001 stand er einige Monate in Spanien unter Hausarrest. Ihm wurde Betrug vorgeworfen, doch die spanischen Behörden lieferten ihn nicht aus. 2003 wurde er erneut verhaftet, diesmal in Griechenland, doch auch die Griechen lieferten Gussinski, der auch die israelische Staatsbürgerschaft besitzt, nicht aus. Gussinski war jahrelang der Vorsitzende der jüdischen Gemeinden in Russland und hatte stets Kontakt zu israelischen Politikern, die ihn bei Moskaubesuchen regelmässig aufsuchten. Auch in Israel betätigt er sich geschäftlich. Er kaufte Anteile am israelischen Kabel-TV-Konzerns Matav (1997), den Nachrichtensender Israel Chadashot, Werbefirmen, Filmfirmen und Anteile an der führenden liberalen Tageszeitung Maariv (1998: 27 Prozent Anteil). Über seinen weltweiten Satellitensender RTVI beeinflusst er grosse Teile der russisch-(jüdischen) Emigranten auf der ganzen Welt, speziell in den USA und Israel. Da die russisch-stämmigen Israelis mittlerweile einen grossen Teil der jüdischen Bevölkerung in Israel ausmachen, ist Gussinski innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten Meinungsmacher in Israel aufgestiegen. Dabei hat Gussinski auch schon mehrfach die politischen Seiten gewechselt, zuletzt auf die Seite von Ministerpräsident Sharon. Im Dezember 2005 leitete die israelische Polizei Ermittlungen gegen Gussinski ein. Der Vorwurf: Geldwäsche. Zuletzt bekanntes Vermögen von Gussinski: 310 Mio. Dollar (laut Forbes) im Jahr 2004.
  • 20.10.1952: Ed Fagan (Edward Davis Fagan) geboren in Harlingen, Texas, 1971-1974 Rabbinerausbildung in Israel, Teilnahme am Jom Kippur-Krieg, 1977-1980 Studium an der Yeshiva University in New York, ab 1980 Rechtsanwalt, in der Folge prominenter US-amerikanischer Anwalt, "Opferanwalt" und "Sammelkläger" ("class-action-hero"), der sich auch international mit Schadenersatzklagen beschäftigte, wobei es zumeist um riesige Geldbeträge ging; so hatte er Holocaustopfer bei ihren Klagen in Deutschland, Österreich und besonders gegen Schweizer Banken vertreten und fiel nicht nur dort durch sein unflätiges Benehmen auf; er war auch aktiv beim Kaprun-Prozess (Seilbahn-Unglück) beteiligt, brachte sich ein beim Zugunglück in Eschede, "kämpfte" für Tsunami-, Atomkraftwerk- und Flugzeugabsturz-Opfer; Fagan geniesst den zweifelhaften Ruf eines "ambulance chasers", und man wirft ihm kommerzielle Eigeninteressen und schlampige Arbeit, hingegen exzellente publicityträchtige, medienwirksame Selbstdarstellung vor, in der er sich als "Märtyrer der Opfer und Verfolgten" stilisiert, um seine eigene Geldgier zu befriedigen; Ende 2008 wurde ihm in New York die Anwaltszulassung entzogen und diese Entziehung im Jahr 2009 unwiderruflich bestätigt, seine sämtlichen Guthaben bei Banken in New Jersey wurden beschlagnahmt; das überprüfende Gericht hielt es für erwiesen, dass Fagan seine Mandantinnen Gizelle Weisshaus und Estelle Sapir um etwa 350000 Dollar betrogen hat; die Frauen wurden nach Einreichung der Banken-Klage zu Symbolen der Affäre um die nachrichtenlosen Konten; Fagan war danach bei den Zwangsarbeits-Verhandlungen mit Deutschland und den Holocaust-Klagen gegen österreiche Banken sowie zahlreiche europäische Versicherer beteiligt; obwohl er bei den politischen Verhandlungen keine massgebliche Rolle gespielt hat, konnte Fagan aus den verschiedenen Vergleichen etwa 6 Millionen Dollar an Honoraren einstreichen; er hat danach seit dem Jahr 2000 bei mindestens 80 Verfahren keinen einzigen Erfolg mehr erzielt, verstand es jedoch, die Medien, etwa durch seine Klage gegen den Borat-Darsteller Sasha Baron Cohen, auf sich aufmerksam zu machen; Fagan hat Gerichtsunterlagen zufolge über 15 Millionen Dollar Schulden bei ehemaligen Mandanten und Kreditgebern, die seine Klagen unterstützt hatten
  • 22.10.1952: Jeff Goldblum (Jeffrey Lynn Goldblum) in West Homestead, Allgheny County, Pennsylvania, geboren, etwas schräg wirkender US-amerikanischer Schauspieler; Filme u. a.: Nashville, 1975; Der Stadtneurotiker, 1977; Kopfüber in die Nacht, 1985; Die Fliege, 1986; Jurassic Park, 1993; Independence Day, 1996; Vergessene Welt: Jurassic Park, 1997; Die Tiefseetaucher, 2004
  • November 1952. Brief Albert Einsteins an Abba Eban: "Mein Leben lang mit objektiven Dingen beschäftigt, habe ich weder die natürliche Fähigkeit noch die Erfahrung im richtigen Verhalten zu Menschen und in der Ausübung offizieller Funktionen. Deshalb wäre ich für die Erfüllung der hohen Aufgabe auch dann ungeeignet, wenn nicht vorgerücktes Alter meine Kräfte in steigendem Masse beeinträchtigen würde. Diese Sachlage betrübt mich umso mehr, als die Beziehung zum jüdischen Volke meine stärkste menschliche Bindung geworden ist, seitdem ich volle Klarheit erlangt habe über unsere prekäre Situation unter den Völkern" - Abba Eban hatte Einstein gebeten, die Nachfolge des am 9.11.1952 verstorbenen israelischen Staatspräsidenten Chaim Weizmann anzutreten.
  • 24.11.1952: Ilja Richter in Berlin geboren, sehr produktiver deutsch-jüdischer Schauspieler und Fernsehmoderator, er wurde geboren in Berlin-Karlshorst, im damaligen Ost-Berlin, als Sohn von Eva und Georg Richter; Ilja war ihr drittes Kind; der Vater war damals überzeugter Kommunist und benannte seinen Sohn nach dem Deutschen-Hasser Ilja Ehrenburg; nachdem die Familie in der DDR in Schwierigkeiten politischer Art geraten war, setzte sie sich 1953 in den Westteil Berlins ab; dort pachtete die Familie eine Gaststätte; 1955 wurde Iljas Schwester Janina geboren; der Westteil Berlins erschien den Eltern bald als zu unsicher im Hinblick auf mögliche Verfolgungen durch die SED, und so übersiedelte die Familie 1959 nach Köln; auch dort betrieben die Richters wieder eine Gaststätte; um den wenigen Gästen ihrer Kneipe etwas zu bieten, veranstalteten die Richters Gesangsdarbietungen, bei denen auch der kleine Ilja mitwirkte; es zeigte sich aber bald, dass man in Köln nicht richtig Fuss fassen konnte; die Familie zog deshalb 1961 wieder zurück nach West-Berlin; sie liehen sich Geld und eröffneten eine Pension; die Mutter als ehemalige Schauspielerin brachte Ilja zum Vorsprechen zum SFB; dort war man begeistert von dem selbstsicher auftretenden Jungen; der RIAS engagierte den talentierten Sänger sogleich; seine erste Sprecherrolle war das Mäuschen Kukuruz in dem Hörspiel "Schwarz auf weiss" von Ephraim Kishon, in dessen Fernsehverfilmung er 1963 an der Seite von Edith Hancke zu sehen war; damit war ein Kinderstar entdeckt, der in der Folgezeit an über 60 Hörspielen des RIAS mitwirkte und für Kinderrollen an die Berliner Theater weiterempfohlen wurde; Ilja Richter ernährte inzwischen seine Familie; seine erste Bühnenrolle bekam Ilja Richter 1961 in "Belvedere" am Berliner Renaissance-Theater mit Viktor de Kowa in der Hauptrolle; um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können, kam er nun auf eine Privatschule; 1963 übernahm er eine kleine Rolle in dem Musical "Annie Get Your Gun" am Theater des Westens; die Hauptrolle spielte Heidi Brühl; 1966 trat er mit Vico Torriani – ebenfalls im Theater des Westens – in dem Singspiel "Im weissen Rössl" auf; seine Begabung fand viel Beachtung, als er 1966 in dem Zwei-Personen-Stück" "Freunde und Feinde" als Partner von Martin Held spielte; Richter spielte 1967 in der ZDF-Fernsehserie "Till, der Junge von nebenan" mit; als 17-Jähriger übernahm er ab Februar 1969 die Co-Moderation der Musiksendung "4-3-2-1 Hot and Sweet" im ZDF (zusammen mit Suzanne Doucet); es sollte die Antwort des ZDF auf den "Beat-Club" der ARD sein; ein Unterschied zum Stil des Beat-Club war, dass Ilja Richter – in deutlichem Kontrast zu der Art, wie Jugendliche sich damals kleideten – immer korrekt in Sakko mit Krawatte und Stoffhose auftrat; gedreht wurde in Berlin; 1970 moderierte Richter die Musiksendung alleine weiter; am 13. Februar 1971 wurde daraus "Disco"; das Wort war in Deutschland noch neu; alle vier Wochen lockte die Sendung die deutsche Jugend vor die Bildschirme; Richters Sprüche ("Licht aus, womm, Spot an, ja ... ") sind zu geflügelten Worten geworden; "Disco" erreichte Traumeinschaltquoten; wegen des grossen Erfolgs kam die Sendung bald ins Abendprogramm; das Aussergewöhnliche an der Sendung war, dass Interpreten völlig unterschiedlicher Musikrichtungen (Schlager, Pop, Rock) nacheinander auftraten; aufgelockert wurde das Programm durch Einspielungen vorher aufgezeichneter Sketche, in denen Ilja Richter zusammen mit einem prominenten Gast auftrat; insgesamt blieb Richter mit "Disco" elf Jahre im Programm (bis November 1982); seither ist Ilja Richter als Sänger, Schauspieler und Regisseur fleissig weiter tätig, aber an die Erfolge von "Disco" konnte er nicht mehr anknüpfen, er ist beinahe vergessen; 1985-1987 war er Kolumnist bei der "taz" und der "Hamburger Morgenpost"; auch als Synchronsprecher, vor allem für Trickfilme (z. B. die Disney-Produktionen "Der König der Löwen", "Die Monster AG"), war und ist er sehr gefragt; neben seiner Autobiographe ("Spot aus! Licht an!") schrieb er das Buch "Der deutsche Jude", in dem er sich gemeinsam mit seiner Mutter ironisch mit der deutsch-jüdischen Geschichte auseinandersetzt; auch ein Kinderbuch hat er verfasst ("Bruno – von Bären und Menschen", 2007); er war bis 2003 verheiratet mit der Filmcutterin Stephanie von Falkenhausen und hat einen Sohn namens Kolja (geb. 2001), aber nicht mit ihr; die Eltern Ilja Richters leben beide nicht mehr; seine drei weiteren Geschwister heissen Michael, Marina und Georgina
  • 19.12.1952: Peter Stephan Jungk geboren in Santa Monica, Kalifornien, amerikanischer deutschsprachiger Schriftsteller, Sohn des Zukunftsforschers Robert Jungk; er ist Verfasser von Romanen, Essays und Drehbüchern, bei deren Verfilmung er teilweise selbst Regie führte; daneben übersetzt er aus dem Englischen; seit 1988 lebt er mit seiner Frau, der Fotografin Lillian Birnbaum, in Paris
  • 23.12.1952: Helen Schneider geboren in Brooklyn, New York; US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin; die Tochter von Dvora und Avraham Schneider absolvierte ein klassisches Klavierstudium, bevor sie mit einer Bluesband durch Neuengland tourte und mit verschiedenen Musikern in New York auftrat; von 1978 bis 1984 konnte sie als Rocksängerin grössere Erfolge in Deutschland feiern (Beste Sängerin 1981 und Preis der Deutschen Phono-Akademie: Sängerin des Jahres 1982 – Auszeichnungen für ihre ausdrucksvolle Stimme); mit "Rock'n' Roll Gypsy" hatte sie auch einen Top-Ten-Hit und absolvierte mehrere Deutschlandtourneen; ihre damals bekanntesten Alben waren "Live in Hamburg", "Crazy Lady" und "Schneider with the Kick"; grössere Bekanntheit erreichte sie unter anderem 1980 durch eine Tournee mit Udo Lindenberg; auch war sie 1978 Gast in Alfred Bioleks Bios Bahnhof, wo sie ihren ersten Auftritt in Deutschland überhaupt hatte und Schuberts "Heideröslein" als Zugabe sang; Helen Schneider war die erste westliche Künstlerin überhaupt, die im Palast der Republik in Berlin (DDR) auftreten durfte; 1987 begann dann der Wandel in ihrer Laufbahn; der Intendant des Theaters des Westens in Berlin, Helmut Baumann, besetzte sie als Sally Bowles im Musical "Cabaret"; an der Seite von Hildegard Knef als Fräulein Schneider wurde die Inszenierung zu einer der herausragenden in der jüngeren Geschichte des Hauses, und für Helen Schneider begann die Zeit als Musicaldarstellerin; nach Schauspielunterricht, mehreren Jahren am Theater und Musicalerfolgen u. a. mit "Sunset Boulevard" (1995-1998) von Andrew Lloyd Webber als Norma Desmond, singt sie heute überwiegend Chansons und Lieder mit Texten von Kurt Weill; 1996 sang sie für Eberhard Schoener auf dessen erster Short Opera-CD ein Duett mit Andrea Bocelli (im Spielfilm "La Luna"); daraus entwickelte sich 1998 eine Zusammenarbeit für den Abschiedssong zur ZDF-Krimiserie Derrick, die Schoener seinerzeit musikalisch massgeblich betreute; in den Jahren 1999 bis 2001 spielte sie die Eva Perón im Musical "Evita" bei den Bad Hersfelder Festspielen; nach "A Walk on the Weill Side" mit Liedern von Kurt Weill und Stephen Sondheim, mit dem sie seit 1989 häufiger auftrat, war Helen Schneider zwischen 2003 und 2005 mit ihrer zweiten One-Woman-Show mit Klavierbegleitung, "A Voice And A Piano", die eine Art Querschnitt ihres bisherigen musikalischen Lebens bietet, auch im deutschsprachigen Raum auf Tournee; 2005 und 2006 gab sie in Deutschland einige Konzerte mit dem Bandprojekt M'Jobi; mit ihrem 2007 veröffentlichten Album "Like a Woman", das vorwiegend Interpretationen populärer amerikanischer Songwriter enthält, knüpfte sie wieder an ihr musikalisches Schaffen der 1970er Jahre an; im Oktober 2008 erschien ihr neuestes, u. a. von Till Brönner produziertes Album "Dream A Little Dream", das Jazz-Interpretationen von Klassikern des Great American Songbook enthält; 2007 trat sie gemeinsam mit ihrer langjährigen Freundin Linda Uruburu, die bereits während ihrer Zeit als Rock-Sängerin Managementtätigkeiten für sie erledigte und teilweise am Synthesizer in ihrer Band mitspielte, erstmals als Autorin von Kinderbüchern in Erscheinung; George Nassar ist seit über 30 Jahren ihr Lebenspartner, daneben auch Manager und ausführender Produzent; nach einem langjährigen Aufenthalt in Frankreich leben die beiden seit Ende 2006 in Berlin
  • 1952-1954: Hauptaktivitäten im Rahmen der erst später so genannten „Lavon-Affäre“, die Jahre danach zum Rücktritt der Regierung Ben-Gurion führte und Israel noch eine Dekade beschäftigen sollte. Die amerikanisch-ägyptischen Beziehungen hatten sich seit dem Machtantritt Nassers verbessert, was von einigen als Bedrohung Israels angesehen wurde. Einige Persönlichkeiten der israelischen Regierung schmiedeten daraufhin gemeinsam mit dem Militärgeheimdienst ein Komplott, um die Beziehungen zwischen den USA und Ägypten nachhaltig zu stören. Diese Gruppe führte 1952-1954 Bombenanschläge gegen US-amerikanische Einrichtungen in Ägypten durch (US-Bibliotheken in Alexandria und Kairo, ein MGM Kino und andere US-amerikanische Geschäftsgebäude). 1954 konnten zwei Agenten bei der Durchführung eines Bombenanschlages gefasst werden, woraufhin die Zelle zusammenbrach. Die meisten ihrer Mitglieder wurden von den Ägyptern gefangen genommen, zwei mit dem Tode bestraft. Die schlechte Behandlung, die die zumeist sephardischen Juden durch Ägypten erhielten, hat Kritiker darin bestätigt, dass die Regierung unter der Mapai die Sepharden diskriminiere, hatte die Regierung sich doch angeblich nicht genug für die Gefangenen eingesetzt. In der folgenden Untersuchung wurde behauptet, dass Verteidigungsminister Pinhas Lavon mündlich den Befehl zur Ausführung der Operation gegeben habe, dies behauptete auch Mosche Dajan. Lavon musste zurücktreten und Ben Gurion übernahm sein Amt. Später (1960) kamen neue Beweise ans Tageslicht, die Zweifel an Lavons Schuld nährten und unter anderen Mosche Dajan und Schimon Peres (zu diesem Zeitpunkt Verteidigungsminister) belasteten. Da die Regierung sich diese Version zu eigen machte, fühlte Ben Gurion, der die Ehre des Militärs beschmutzt sah, sich zum Rücktritt veranlasst.
  • 1952-1954: Die Syrer weigerten sich, 85 000 palästinensische Flüchtlinge aufzunehmen, obwohl internationale Fonds die Kosten für das Projekt tragen sollten.
  • 1952-1963: Präsident der IKG Wien: Emil Maurer
  • 1952-1963: Nach dem Tode von Chaim Weizmann ist Yitzchak Ben-Zvi der zweite Staatspräsident Israels.

Bücher

  • J.-B. Frey, Corpus Inscriptionum Judaicarum II, Rom 1952
  • P. R. Weis, Mishnah. Horayoth, its history and exposition, Manchester 1952
  • Y. Toforovsky (Hrsg.), Tachkemoni, Tel Aviv 1952
  • Ernst Würthwein, Der Text des Alten Testaments: Eine Einführung in die Biblia Hebraica von Rudolf Kittel, 1952
  • E. Rivkin, Leon da Modena and the Kol Sakhal, Cincinnati 1952
  • R. St. John, The Tongue of the Prophets. The Life Story of Eliezer Ben Yehuda, Garden City, New York 1952
  • Otto Muneles, Bibliografický přehled židovské Prahy, Prag 1952
  • Yoysef Tenenboym, Galitsye mayn alte heym, Buenos Aires 1952
  • B. Smalley, The Study of the Bible in the Middle Ages, Oxford 21952
  • M.-Z. Segal, Parschanut ha-Miqra, Jerusalem 21952
  • Ch. Albeck, Schischa Sidre Mischna, 6 Bände, Jerusalem 1952–1958 (vokalisiert von Hanoch Yalon)
  • J. Klausner, Historia schel ha-Sifrut ha-Ibrit ha-chadascha, 6 Bände, Jerusalem 1952–1959 (zweite Auflage)
  • S. W. Baron, A Social and Religious History of the Jews (27 Bände, 2. Ausgabe, New York 1952–1983)

Zeitungen und Zeitschriften

  • seit 1952: Jüdische Illustrierte (4 Düsseldorf 10, Zietenstr. 50), vierteljährlich., Red. Hermann Lewy
  • seit 1952: Renaissance (Poale Zion) (Wien 1, Seitenstettengasse 2/21), monatl., Red. Menahem Bargil
  • seit 1952: Judaism, in New York vierteljährlich erscheinend, Red. Robert Gordis

1952 in Wikipedia