Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Bern

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Stadt Bern im gleichnamigen Kanton Bern, zu anderen Bedeutungen von Bern siehe Bern (Begriffsklärung).
Bern
Wappen von Bern
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
Gemeindenummer: 0351i1f3f4
Postleitzahl: 3000–3030
UN/LOCODE: CH BRN (inkl. Flughafen Belp)
Koordinaten: (600'000 / 200'000)46.9510817.438637542Koordinaten: 46° 57′ 4″ N, 7° 26′ 19″ O; CH1903: (600'000 / 200'000)
Höhe: 542 m ü. M.
Fläche: 51,60 km²
Einwohner: i128'848 (Fehler: Ungültige Zeitangabe)[1]
Arbeitslosenquote: 2,4 % (Juli 2011)[2]
Ausländeranteil: 22,3 % (Juli 2011)[2]
Stadtpräsident: Alexander Tschäppät (SP)
Website: www.bern.ch

Luftaufnahme der Berner Innenstadt, Juni 2005

Karte
Vorlage:Imagemap Verwaltungskreis Bern-Mittellandw

Bern (französisch Berne, italienisch Berna, rätoromanisch Berna, berndeutsch Bärn [ˈpæ̞rn]) ist Bundesstadt und somit de facto Hauptstadt der Schweiz und Hauptort des Kantons Bern im Verwaltungskreis Bern-Mittelland (siehe auch Hauptstadtfrage der Schweiz). Sie gehört – neben Zürich, Genf, Basel und Lausanne – zu den grössten Gemeinden der Schweiz mit mehr als 133'000 Einwohnern;[3] rund 352'000 Personen wohnen in der Agglomeration Bern.[4]

Die 1191 gegründete Zähringerstadt ist mit ihren charakteristischen Lauben teilweise in ihrer ursprünglichen Form erhalten, und 1983 wurde die Berner Altstadt in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Seit 1218 freie Reichsstadt, trat Bern 1353 der Eidgenossenschaft bei und entwickelte sich bis ins 16. Jahrhundert zum grössten Stadtstaat nördlich der Alpen.

Die Stadt Bern ist das Zentrum der Wirtschaftsregion Bern-Mittelland, die mit rund 350'000 Einwohnern und 240'000 Beschäftigten etwa einen Drittel des Kantons Bern umfasst. Gemäss Betriebszählung von 2008 existieren in der Stadt Bern 8605 Arbeitsstätten mit 152'560 Beschäftigten, 81'087 Männer, 71'473 Frauen. Die Arbeitslosenquote betrug 2007 3,5 Prozent. Die Stadt Bern ist nicht nur Sitz der städtischen und kantonalen, sondern als Bundesstadt auch der eidgenössischen Verwaltung und damit das grösste Verwaltungszentrum der Schweiz. Seit längerem bestehen Bestrebungen, die Stadt und Agglomeration als Hauptstadtregion Schweiz deutlicher zu positionieren. Zusammen mit den Zentren Lausanne und Genf gehört die Stadt Bern zur Greater Geneva Berne area.[5]


Geographie

Die Stadt Bern liegt auf 542 m ü. M. im schweizerischen Mittelland beidseits der Aare zwischen dem Hausberg Gurten im Süden und dem Bantiger im Osten. Die Aare umfliesst die Berner Altstadt mit einer nach Osten ausgreifenden Schleife (Aareschlaufe). Sie ist im Bereich der Altstadt und nördlich davon mit einem schmalen Tal rund 30 bis 50 Meter tief in die Umgebung eingesenkt.

Topographie

Datei:Bern aerial view 2009.jpg
Luftaufnahme Bern, Blick Richtung Südosten, Juli 2009

Topographisch befindet sich das Gemeindegebiet der Stadt Bern im Schweizer Mittelland und bedeckt eine Fläche von 51,60 Quadratkilometern. Es dehnt sich in West-Ost-Richtung auf einer Länge von 15 Kilometern aus, während sich die durchschnittliche Breite in Nord-Süd-Richtung auf rund vier Kilometer beläuft. Die alte Sternwarte (heute abgerissen und durch das Institut für exakte Wissenschaften ersetzt) bildet das historische Zentrum der Landesvermessung der Schweiz und trägt die Schweizer Landeskoordinaten 600'000/200'000.

Landschaftsbildender Faktor ist die Aare, die von Südosten in das Gebiet fliesst. Das knapp ausserhalb des Gemeindebodens noch breite Aaretal verengt sich zusehends und bildet ab Beginn der Flussschleife um die Altstadt eine schmale Talkerbe. Der Talboden liegt hier auf rund 500 m ü. M. Nach nur kurzem, geradem Lauf in nördlicher Richtung unterhalb des Altstadtbogens folgt das Flussbogensystem um das Plateau von Tiefenau und Felsenau. Etwa ab der Mündung des Flüsschens Worble unterhalb der Tiefenau markiert die Aare die nördliche Gemeindegrenze. Sie fliesst, noch immer in das umgebende Plateau eingeschnitten, westwärts weiter. Ihr Lauf verbreitert sich durch den Aufstau des Wohlensees.

Östlich an die Aare schliesst ein Plateau an, das auf durchschnittlich 550 m ü. M. liegt. Es ist grossenteils besiedelt und besitzt ausgedehnte Flächen sowohl gewerblicher als auch industrieller Nutzung, Sportanlagen (Stade de Suisse) sowie Verkehrsflächen. Einzelne Anhöhen wie der Schärmenwald (588 m ü. M.) und die Schosshalde (590 m ü. M.) sind mit Wald bedeckt. Ganz im Osten reicht das Stadtgebiet bis an den Fuss des Ostermundigenberges. Auch der westlich der Aare gelegene Teil des Plateaus von Bern erreicht eine Höhe von rund 550 m ü. M. Nordwestlich an das Siedlungsgebiet schliesst der etwa 5 Quadratkilometer grosse Bremgartenwald an. Er fällt im Norden mit einer Steilstufe zum Aaretal ab und wird durch mehrere kurze Erosionstälchen untergliedert. Zwischen dem Stadtteil Bümpliz und der Vorortsgemeinde Köniz befindet sich der Könizbergwald, ein bewaldeter Hügelrücken, mit 674 m ü. M. die höchste Erhebung des Gemeindeareals der Stadt.

Der lange westliche Zipfel des Gemeindegebietes ist ländlich geprägt. Das Gelände zeigt verschiedene Mulden, ehemals moorige Senken (zum Beispiel das Bottigenmoos) und Anhöhen, ist insgesamt aber nur schwach reliefiert. Es wird durch den Gäbelbach, dessen Tal im unteren Teil bis zu 80 Meter in die Umgebung eingetieft ist, zur Aare entwässert. Neben kleineren Siedlungen gibt es hier ausgedehnte Acker- und Wiesenflächen, die nach Süden zum grossen Waldgebiet des Forstes (bis 660 m ü. M.) überleiten.

Von der Gesamtfläche der Stadt Bern wurden bei der Erhebung im Jahr 2006 44,2 Prozent als Siedlungs-, Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsfläche, 33,5 Prozent als Wald und Gehölze sowie 20,2 Prozent als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen. Die restlichen 2,1 Prozent figurieren als unproduktive Fläche.[6]

Geologie

Geologisch liegt Bern im Molassebecken des Schweizer Mittellandes. Das Becken wurde im Lauf des Tertiärs mit dem Abtragungsschutt der entstehenden Alpen aufgefüllt, wobei sich die Sedimente in verschiedene Schichten unterteilen lassen.

Der Untergrund im Raum Bern besteht aus Sedimenten der Unteren Süsswassermolasse, die im Aquitanium in der Zeit vor etwa 23 bis 20 Millionen Jahren abgelagert wurden. Die sogenannten Gümmenen-Schichten enthalten relativ weiche Sandsteine unterschiedlicher Korngrösse mit dazwischengelagerten, oft rötlichen Mergeln. Diese Sedimente, deren Dimension im Bereich von Bern auf rund 800 Meter geschätzt wird, wurden von Flüssen aus den Alpen hierher transportiert. Grössere Ablagerungs- und Umschichtungsereignisse fanden insbesondere während Hochwassern und Überschwemmungen statt, was den raschen horizontalen und vertikalen Wechsel der einzelnen Schichten erklärt. Ganz im Süden des Gebietes sind die Gümmenen-Schichten durch die im Burdigalium vor 20 bis 16 Millionen Jahren abgelagerten Sense-Schichten aus Oberer Meeresmolasse überdeckt. Dieser feste, gebankte Sandstein enthält Glaukonit und ist als Baustein in der Berner Altstadt weit verbreitet.

Die Oberflächenformen auf dem Stadtgebiet von Bern sind von eiszeitlichen Ablagerungen geprägt, die eine Ausdehnung von wenigen Metern bis über 50 Meter erreichen. In den Eiszeiten stiess der Aaregletscher jeweils weit über Bern ins Mittelland vor und vereinigte sich hier mit dem Rhonegletscher. Während von den älteren Gletschervorstössen nur wenige Zeugen an der Oberfläche (insbesondere Altmoränen im Aaretal) erhalten sind, bestehen die Plateaus beidseits des Aaretals im Bereich der Stadt Bern, der Bremgartenwald sowie das Gebiet des Forstes aus Schottern. Diese wurden im Rahmen des Vorstosses und Rückzuges des würmeiszeitlichen Aaregletschers abgelagert, der seine maximale Ausdehnung etwa vor 20'000 Jahren erreicht hatte. Die Schotter zeigen im Gegensatz zur Nagelfluh nur schwach verfestigte Lagen von Kies, die bis zu 20 Zentimeter grosse Blöcke aus Flyschsandsteinen und Kieselkalk der Berner Alpen enthalten. Dazwischen sind sandige Schichten gelagert. In der Region Bern wird daher an zahlreichen Orten Kiesabbau betrieben. Überreste einer Endmoräne, die beim letzten Rückzug des Aaregletschers entstand, dem sogenannten Bern-Stadium, bilden eine Reihe von Anhöhen, welche vom Steinhölzli über den Veielihubel, die Falkenhöhe bei der Universität, den Rosengarten und den Schönberg bis zur Schosshalde reichen.[7]

Klima

Die Stadt Bern befindet sich in der warmgemässigten Klimazone mit Laubwäldern (effektive Klimaklassifikation Cfb). Die einzelnen Jahreszeiten sind wie in der ganzen Schweiz nördlich der Alpen stark ausgeprägt. Durchschnittlich regnet es etwa 85 mm pro Monat und 1000 mm pro Jahr. Mit rund 120 mm pro Monat regnet es aufgrund der mehrheitlich konvektiven Niederschläge im Sommer ungefähr doppelt so viel wie im Winter; im Durchschnitt ist an 126 Tagen im Jahr mit mehr als einem Millimeter Niederschlag zu rechnen.

Die Jahresmitteltemperatur beträgt etwa 8 °C. Im Sommer beträgt die Tagesmitteltemperatur durchschnittlich 15–20 °C. Wärmster Monat ist der Juli mit einer Monatsmitteltemperatur von 17,4 °C. Sommertage mit Temperaturen von mindestens 25 °C gibt es im Mittel 33 pro Jahr (berechnet für die Normalperiode von 1960 bis 1990), Hitzetage mit Temperaturen über 30 °C sind im Durchschnitt 3,3 pro Jahr zu erwarten; in besonders heissen Sommern kann es um 37 °C warm werden.[8] Im Winter liegen die durchschnittlichen Tagesmitteltemperaturen um den Gefrierpunkt. Der kälteste Monat ist der Januar mit einer mittleren Temperatur von −1,0 °C.[9] Langjährige Mittelwerte weisen für Bern 83 Frosttage (Minimaltemperatur < 0 °C) und 18 Eistage (Maximaltemperatur < 0 °C) aus.

Mit im Durchschnitt 1638 Stunden Sonnenschein pro Jahr hat Bern im Vergleich zu anderen Messstationen im Mittelland der Deutschschweiz eine relativ hohe Besonnungsrate.

Die mittlere Windgeschwindigkeit belief sich in der Messperiode von 1981 bis 2000 auf 1,6 m/s, wobei Winde aus südwestlichen und nordöstlichen Richtungen (Bise) überwogen. Die höchsten mittleren Windgeschwindigkeiten werden bei Westwindlagen erreicht.[10]

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Bern ist in sechs Stadtteile gegliedert, die ihrerseits in insgesamt 32 Quartiere unterteilt sind.

Den Kern des Siedlungsgebietes bildet die Altstadt. Diese ist seit der napoleonischen Besetzung von 1798 in fünf mit Farbe bezeichnete Quartiere eingeteilt.[11] Im Norden stossen die Quartiere Breitenrain, Wankdorf und Lorraine ans Zentrum, im Osten die Schosshalde und im Süden das Kirchenfeld. Diese Stadtteile sind von der Altstadt über Hochbrücken (Lorrainebrücke, Kornhausbrücke, Nydeggbrücke, Kirchenfeldbrücke) erreichbar. Westlich der Aare grenzen die Stadtteile Länggasse (im Nordwesten) und Mattenhof-Weissenbühl (im Südwesten) an das Zentrum. Weiter im Westen befinden sich die Quartiere Bümpliz und Bethlehem. Westlich von Bümpliz, das 1919 in die Stadt Bern eingemeindet wurde, erstreckt sich ein ländlich geprägtes Gebiet mit den Weilern Oberbottigen, Niederbottigen, Buch, Riedbach und Matzenried sowie einer Reihe von Hofgruppen und Einzelhöfen, die noch zur Gemeinde Bern gehören.

Stadtteil
Quartiere
Fläche
(in ha)
Einwohner[12]
(Ende 2008)
Stadtteil I
Innere Stadt
Rotes Quartier, Gelbes Quartier, Grünes Quartier, Weisses Quartier, Schwarzes Quartier 85 3'861
Stadtteil II
Länggasse-Felsenau
Engeried, Felsenau, Neufeld, Länggasse, Stadtbach, Muesmatt 1'131 18'128
Stadtteil III
Mattenhof-Weissenbühl
Holligen, Weissenstein, Mattenhof, Monbijou, Weissenbühl, Sandrain 698 28'054
Stadtteil IV
Kirchenfeld-Schosshalde
Kirchenfeld, Gryphenhübeli, Brunnadern, Murifeld, Schosshalde, Beundenfeld 847 23'485
Stadtteil V
Breitenrain-Lorraine
Altenberg, Spitalacker, Breitfeld, Breitenrain, Lorraine 382 24'235
Stadtteil VI
Bümpliz-Oberbottigen
Bümpliz, Oberbottigen, Stöckacker, Bethlehem 2'018 31'655

Agglomeration und Nachbargemeinden

Bern grenzt an elf Gemeinden: im Norden an Bremgarten bei Bern, Kirchlindach, Wohlen bei Bern und Zollikofen, im Osten an Ittigen, Muri bei Bern und Ostermundigen, im Süden an Köniz und im Westen an Frauenkappelen, Mühleberg und Neuenegg.[13]

Die Einwohnerzahl des geschlossenen Siedlungsgebietes Bern und Umgebung, der Kernagglomeration, die die Stadt Bern und die an die Stadt angrenzenden Nachbargemeinden Bremgarten bei Bern, Ittigen, Köniz, Muri bei Bern, Ostermundigen und Zollikofen umfasst, beschränkt sich auf gut 200'000 Personen.[14] Ende 2007 zählte die Agglomeration Bern 346'300 Einwohner.[15] Die im Verein Region Bern (VRB)[16] zusammengeschlossenen Gemeinden stimmen etwa mit der Agglomeration Bern[17] überein, und auch die Wirtschaftsregion Bern-Mittelland ist nicht wesentlich grösser.

Weitere Ortschaften namens Bern

Nach der Stadt Bern wurden mehrere Ortschaften in den Vereinigten Staaten von Amerika benannt. Am bekanntesten ist die 1710 vom Berner Patrizier Christoph von Graffenried gegründete Hafenstadt New Bern in North Carolina, in der die Pepsi-Cola erfunden wurde. Daneben gibt es in den Staaten Idaho, Kansas, Pennsylvania und Wisconsin je eine Ortschaft mit dem Namen Bern – in der amerikanischen Fernsehserie «Jericho» New Bern, Kansas – in Indiana und New York Berne geschrieben.[18] Das italienische Verona wurde veraltet auf deutsch ebenfalls Bern genannt und umgekehrt Bern Verona im Üechtland.

Geschichte

Name

Datei:Tschachtlan-Chronik, Berner Bärenjagd.jpg
Tschachtlanchronik: Herzog Berchtold V. von Zähringen erlegt den Bären vor der Stadt Bern

Der Name der Stadt Bern ist erstmals in einer Urkunde vom 1. Dezember 1208 belegt. Für die Herkunft des Stadtnamens, die bis heute nicht geklärt ist, gibt es mehrere Erklärungen, die zum Teil auf alten Legenden und Interpretationen beruhen.

  • Die bekannteste Legende ist die der Justingerchronik, nach der der Stadtgründer Herzog Berchtold V. von Zähringen beschlossen habe, die Stadt nach dem ersten in den umliegenden Wäldern erlegten Tier zu benennen. Dies soll ein Bär gewesen sein.[19] Ein Zusammenhang zwischen Bär und Bern hat keine linguistische Grundlage, sondern ist eine Volksetymologie, die mit dem Bären im Berner Wappen illustriert wird.
  • Der beim gegenwärtigen Stand der Forschung «überzeugendste Vorschlag» ist gemäss Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen die Herleitung des Namens der Stadt Bern vom keltischen Wort berna. Dies ist in der mittelirischen Bedeutung «Kluft» oder «Schlitz» belegt, das als Orts- oder Flurname eine bestimmte Stelle oder einen Aareabschnitt bezeichnet haben könnte. Dieser Begriff könnte, nachdem er von einer galloromanischsprachigen Bevölkerung weiterverwendet worden war, ins Deutsche entlehnt sein.[20]

Gründung und Mittelalter

Datei:Tschachtlan Bern.jpg
aus der Tschachtlanchronik: Gründung der Stadt

Das Gebiet der Stadt Bern war spätestens seit der La-Tène-Zeit besiedelt. Die älteste nachgewiesene Siedlung war eine wahrscheinlich seit der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. befestigte keltische Siedlung auf der Engehalbinsel.[21] In römischer Zeit bestand auf der Engehalbinsel ein gallo-römischer Vicus, welcher zwischen 165 und 211 n. Chr. aufgegeben wurde.[22]

Für das Frühmittelalter sind zahlreiche Gräberfelder nachgewiesen, so in Bümpliz, wo eine Mauritiuskirche aus dem 7. bis 9. Jahrhundert steht und ein Königshof aus der Zeit des hochburgundischen Königreichs mit einer hölzernen Wehranlage[23].

Ende des 12. Jahrhunderts erfolgte die Gründung der heutigen Stadt Bern durch Herzog Berchtold V. von Zähringen. Die Cronica de Berno gibt als Gründungsjahr 1191 an.[24] Nach dem Aussterben der Zähringer wurde Bern laut der Goldenen Handfeste 1218 eine Freie Reichsstadt. König Rudolf I. von Habsburg bestätigte 1274 Berns Reichsfreiheit und legte der Stadt eine Reichssteuer auf, zu der nach der Niederlage an der Schosshalde 1289 noch eine Busse hinzukam. Als Schutz gegen die Grafen von Kyburg, die die Zähringer beerbt hatten, wählte Bern die Schirmherrschaft Savoyens. Mit dem Sieg gegen die durch Kauf an Habsburg gelangte Stadt Freiburg bei «Dornbühl» 1298 setzte Berns Territorialpolitik ein.

Im Jahr 1339 errangen die Berner im Laupenkrieg dank der Unterstützung der Eidgenossen einen wichtigen Sieg gegen die umliegenden Adelshäuser und legten damit den Grundstein für den Aufstieg zum Stadtstaat. Das bereits seit 1323 bestehende und 1341 erneuerte Bündnis mit den Innerschweizer Waldstätten wurde 1353 mit dem unbefristeten Beitritt zur Eidgenossenschaft besiegelt.[25] Die Teilnahme an den Burgunderkriegen 1474 bis 1477 brachten Bern erste Landgewinne im Kanton Waadt. Seit dem 15. Jahrhundert verstand sich die Stadt Bern als Staat.

16. bis 18. Jahrhundert

Datei:Bern, Manuel cut of 1549.jpg
Die älteste Ansicht der Stadt Bern, Holzschnitt von 1549
Datei:MerianBern.jpg
Bern um 1638, Merian-Stich,
links im Bild die Schanzen

Im Februar 1528 setzte sich die von der Stadt unterstützte Reformation unter Berchtold Haller in Bern durch. Mit der Eroberung der Waadt im Jahr 1536 wurde Bern der grösste Stadtstaat nördlich der Alpen. 1648 erhielt Bern im Westfälischen Frieden die volle staatliche Souveränität und löste sich endgültig vom Reich. Trotz des Macht- und Gebietszuwachses blieb die mittelalterliche oligarchische Regierungsform des Ancien Régime bis Ende des 18. Jahrhunderts bestehen: Der Grosse Rat hatte als höchste Entscheidungsinstanz stets zwischen 200 und 299 Mitglieder. Der Kreis der effektiv regierenden Geschlechter, des eigentlichen Patriziates, verkleinerte sich im Verlauf des 18. Jahrhunderts drastisch. Mitglieder des Grossen Rates bildeten den Kleinen Rat, die eigentliche Regierung. An der Spitze stand der regierende Schultheiss.[26]

Politisch gärte es im 18. Jahrhundert in der Stadt und Republik Bern. 1723 kam es in der Waadt zur Revolte von Major Davel gegen die Berner Herrschaft. Am 27. Januar 1798 marschierten französische Truppen ins Berner Waadtland ein und drangen in der Folge immer weiter in die Schweiz vor. Bern musste sich, nachdem die Regierung bereits kapituliert hatte, trotz heftigen Widerstandes nach der Schlacht am Grauholz Anfang März geschlagen geben.[27] Ausserdem verlor Bern die vorher abhängigen Gebiete Waadtland und Aargau sowie zeitweise das Berner Oberland.

19. Jahrhundert – Restauration und Regeneration

Im Jahr 1815 erhielt Bern im Zuge der Restauration den Status eines Vorortes und diente im Zweijahresrhythmus wechselnd als Regierungssitz des Staatenbundes. Am 14. Januar 1831, im Zuge der Regeneration, dankte die Patrizierregierung ab und machte den Weg zu Wahlen im Kanton frei. Mit der Verfassung von 1831 wurde der Vorrang der Stadt Bern, die Kantonshauptort wurde, im Kanton aufgehoben. 1832 wurde neben der Burgergemeinde neu die Einwohnergemeinde, in der alle ansässigen Bürger mit einem Mindestvermögen stimmberechtigt waren, geschaffen.[28] Am 5. September 1832 erklärte die Kantonsregierung die Verfassung der Stadt Bern für aufgehoben und den Stadtrat für abgesetzt. In den darauffolgenden Wahlen blieben das Patriziat und später die Konservativen in der Stadt in der Mehrheit.[29] Im Jahr 1846 wurde die Kantonsverfassung im Sinn der Radikalen revidiert; sie blieb bis 1893 in Kraft. Erst 1887 wurde in der Stadt Bern die Urnenwahl und -abstimmung eingeführt. Die Arbeiterschaft Berns hatte sich seit Gründung der sogenannten Ersten Internationale von 1864 in verschiedenen Vereinen organisiert, die Sozialdemokratische Partei Berns wurde 1877 gegründet. Die Zeitung Berner Tagwacht, die bis 1997 weiterbestand, wurde 1893 gegründet, im Jahr des Käfigturmkrawalls, eines Aufstands von Arbeitern, der mit Hilfe eidgenössischer Truppen niedergeschlagen wurde. Im Mai 1895 führte die Stadt Bern als eine der ersten Gemeinden der Schweiz den Proporz für die Gemeindewahlen ein. Im gleichen Jahr wurde Gustav Müller als erster Sozialdemokrat in den Gemeinderat gewählt; 1899 sassen bereits zwei Vertreter der Sozialdemokraten in der Berner Regierung.[30]

Bern als Bundesstadt

Datei:Bern, Federal Palace, 1857.jpg
Das erste Bundesrathaus von 1857, heute Bundeshaus West

Den Widerständen bei der Hauptstadtfrage der Schweiz gegen eine zentrale Hauptstadt wurde dadurch Rechnung getragen, dass statt einer Hauptstadt lediglich eine Bundesstadt als Sitz von Bundesregierung, Bundesversammlung und Bundesverwaltung gewählt werden sollte. Die Wahl der Bundesversammlung fiel auf Bern.[31] National-, Stände- und Bundesrat tagten in drei verschiedenen Gebäuden in der Stadt, bevor das erste sogenannte Bundesrathaus 1857 eingeweiht wurde.

Als Bundesstadt wurde Bern attraktiv für internationale Organisationen. Im Jahr 1868 wurde Bern Sitz der drei Jahre vorher in Paris gegründeten Internationalen Telegraphenunion (seit 1934 Internationale Fernmeldeunion [ITU]).[32] Am 9. Oktober 1874 wurde in Bern der Allgemeine Postverein von 22 Staaten gegründet, 1878 wurde er in Weltpostverein umbenannt und 1947 eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, der Hauptsitz blieb in Bern. Die Verhandlungen zur Vereinheitlichung der technischen Mindestvoraussetzungen für den internationalen Eisenbahnverkehr wurden von 1882 bis 1886 in Bern geführt, der Technische Einheit im Eisenbahnwesen genannte Staatsvertrag, der 1887 in Kraft trat, enthält unter anderem eine Bestimmung, die als Berner Raum bezeichnet wird. 1886 wurde die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst in Bern unterzeichnet; 1893 entstand daraus das Internationale Büro für geistiges Eigentum mit Sitz in Bern,[33] die Vorgängerorganisation der World Intellectual Property Organization (WIPO). Auch die Ligue internationale de la Paix und die Interparlamentarische Union, die mit Friedensnobelpreisen geehrt wurden, hatten ihren Sitz in Bern.

20. und 21. Jahrhundert

1914 fand die Schweizerische Landesausstellung in Bern statt, welche von rund 3,2 Millionen Personen besucht wurde und mit einem Einnahmenüberschuss von fast 35'000 Franken abschloss, trotz dem gleichzeitig im Gange befindlichen Ersten Weltkrieg.

1918 wurde die Kunsthalle mit einem Überblick über das Berner Kunstschaffen eröffnet. Im bereits seit 1879 bestehenden Kunstmuseum waren schon 1910 Arbeiten von Paul Klee ausgestellt worden.[34]

In diese Zeit fällt mit der Eingliederung von Bümpliz ins Berner Gemeindegebiet von 1919 die einzige Eingemeindung der Geschichte Berns. Seit 1968 sind Frauen in der Gemeinde Bern stimm- und wahlberechtigt, 1988 wurde das Stimm- und Wahlrechtsalter von 20 auf 18 Jahre gesenkt.[35]

Eine kulturelle Blütezeit erlebte Bern in den 1960er Jahren. In den Klein- und Kellertheatern wurden Stücke zeitgenössischer Autoren aufgeführt, die Mundart wurde mit Kurt Marti und den Berner Chansons der Berner Troubadours, Berner Trouvères und Mani Matter neu belebt. Die Berner Rockband Span starteten einen neuen Schweizer Mundartrock. Unter Harald Szeemann wurde die Kunsthalle zu einem Ausstellungsforum der Avantgarde, so erhielt der Künstler Christo 1968 anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Kunsthalle erstmals Gelegenheit, ein Gebäude zu verpacken.[36]

Als Ergebnis der 1968er Jugendbewegung wurden die Gaskessel des stillgelegten Gaswerkes als Jugendzentrum umgenutzt. Die 1980er Jugendunruhen führten in Bern zur Umnutzung der zentral gelegenen Reitschule, die schon nach ihrer Eröffnung 1897 ein gesellschaftliches Zentrum Berns gewesen war, als alternatives Kulturzentrum und zur Einrichtung der Dampfzentrale als weiteres Kulturzentrum. Auch das aus der Hausbesetzerszene hervorgegangene alternative Wohnprojekt Zaffaraya besteht weiter.[37]

Der Beginn des 21. Jahrhunderts wurde geprägt durch die Realisierung der Erneuerung des Berner Bahnhofs, durch die schweren Krawalle anlässlich einer Demonstration gegen die bürgerlich-konservative SVP in der Innenstadt im Oktober 2007 und durch die Euro 2008.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Datei:Bevoelkerung Bern.png
Bevölkerungsentwicklung
1200 bis 2000

Die Stadt Bern verdankt ihr Wachstum in erster Linie der Zuwanderung vom Land.

Zur Gründungszeit Ende des 12. Jahrhunderts zählte die Stadt etwa 500 Einwohner, 100 Jahre später waren es vermutlich bereits 3000. In den folgenden Jahrhunderten nahm die Bevölkerung trotz der grassierenden Pest stetig zu und war zur Mitte des 15. Jahrhunderts auf 5000 angewachsen. Nach einem Rückgang in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerungszahl in den nachfolgenden Jahrhunderten kontinuierlich weiter.[25] Im Jahr 1764, als die erste Bevölkerungszählung erfolgte, waren es 11'000, um 1800 vermutlich bereits 12'000 und 1850 schon beinahe 30'000 Einwohner, ohne dass die Stadt sich wesentlich vergrössert oder ihr Äusseres grundlegend verändert hätte.[38]

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verdoppelte sich die Einwohnerzahl und überschritt 1920 die 100'000-Marke. Das Bevölkerungswachstum dauerte bis in die 1960er Jahre weiter an, erreichte mit über 165'000 Einwohnern 1963 seinen vorläufigen Höhepunkt und entwickelte sich danach rückläufig.[39]

Im Jahr 2008 ist die Bevölkerungszahl zum vierten Mal in Folge dank der Zuwanderung wieder gestiegen: um 0,8 Prozent von 128'345 Einwohnern Ende 2007 auf 129'418 Ende 2008. Von den 1073 Personen, um die die Bevölkerung zugenommen hat, sind 291 Schweizer und 782 Ausländer.

Im Jahr 2009 stieg die Bevölkerung weiter auf 130'289 Personen; sie beträgt per Ende Januar 2011: 131'791.[40]

Bevölkerungszusammensetzung

101'381 (78,3 Prozent) der Einwohner der Stadt Bern sind Schweizer, 28'037 (21,7 Prozent) sind Ausländer. Die grössten Ausländergruppen stammen aus: Deutschland: 5946, Italien: 4170, Spanien: 1837, Portugal: 1311, Türkei: 1112, Sri Lanka: 1066, Mazedonien: 1061 und aus dem Kosovo: 1015 Personen.

Datei:Alterspyramide Stadt Bern.svg
Alterspyramide der Bevölkerung (2007)

Bern hat einen Frauenüberschuss; 52,7 Prozent (68'226) sind Frauen, 47,3 Prozent (61'192) Männer, aber es gibt markante Unterschiede zwischen der schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung. Auf 100 Schweizerinnen kommen 83,6 Schweizer, auf 100 Ausländerinnen jedoch 115,6 Ausländer.

Das Durchschnittsalter der Berner Bevölkerung ist in den letzten Jahren gesunken, es betrug 2008 41 Jahre und neun Monate. Bei den Schweizern sind die Männer jünger als die Frauen, 2008 im Durchschnitt 1616 Tage mit abnehmender Tendenz, während es bei der ausländischen Wohnbevölkerung umgekehrt ist. Die Männer sind älter als die Frauen, 2008 um 477 Tage, und bei beiden steigt das Durchschnittsalter. Es betrug 2008 bei den Männern 36,05 und bei den Frauen 34,75 Jahre.

Die Zahl der Ledigen an der Gesamtbevölkerung hat 2008 auf 51,1 Prozent zugenommen; bei den Schweizern sind es 52,3 Prozent und bei den Ausländern 46,9 Prozent. Die Zahl der Verheirateten beträgt noch 34,6 Prozent; 31,9 Prozent bei den Schweizern, 44,6 Prozent bei den Ausländern. Geschieden sind 8,3 Prozent der Gesamtbevölkerung, bei den Schweizern sind es 8,8 Prozent, bei den Ausländern immerhin schon 6,4 Prozent. Eingetragene Partnerschaften gibt es 2008 in Bern 160 (0,1 Prozent), davon 111 unter Schweizern und 49 unter Ausländern.[41]

Bürgerrecht

Die Stadt Bern ist eine zweiteilige Bürgergemeinde. Neben der 1832 geschaffenen Einwohnergemeinde als Territorialgemeinde existiert die Burgergemeinde Bern mit 13 Gesellschaften und Zünften als öffentlich-rechtlich anerkannte Personalgemeinde mit rund 17'300 Mitgliedern weiter.[42]

Sprachen

Die Amts- und Schriftsprache in der Stadt Bern ist Deutsch. In der eidgenössischen Volkszählung von 2000 gaben gut 81 Prozent der Berner Wohnbevölkerung Deutsch als Hauptsprache an, je knapp vier Prozent Französisch und Italienisch.[43]

Die gesprochene Umgangssprache ist Berndeutsch, ein hochalemannischer Dialekt. Die Stadtberner Mundart weist eine in anderen Schweizer Städten kaum mehr zu beobachtende soziale Gliederung auf, die heute aber auch weniger ausgeprägt ist als noch Mitte des 20. Jahrhunderts. Eines der auffallendsten Merkmale der «gehobenen» Stadtberner Mundart ist das Fehlen des vokalisierten «L»: So heisst etwa die Milch «Milch» und nicht «Miuch», ich wollte «i ha welle» und nicht «i ha wöue». Gewisse Besonderheiten zeichnen ausschliesslich die Sprache des bernischen Patriziats aus, welche sich aber immer mehr verlieren. Eine zusätzliche Eigenheit des Berndeutschen ist die Übernahme einiger Wörter aus dem früheren Unterschichtsquartier Matte, das mit dem Mattenenglisch über eine Geheimsprache verfügte, die heute noch folkloristisch gepflegt wird – etwa «jiu» für «ja» oder «Giel» für «Bueb» – und die in der übrigen Schweiz häufig als Inbegriff des Berndeutschen angesehen wird.[44]

Religionsgemeinschaften und Konfessionen

Die Stadt und der Kanton Bern kennen staatlich anerkannte Religionen und Konfessionen: Die evangelisch-reformierte, die evangelisch-lutherische, die römisch-katholische und die christkatholische Konfession sowie die israelitische Religionszugehörigkeit.

Die Mehrheit der Stadtberner Bevölkerung gehört einer Religionsgemeinschaft an. In der Volkszählung des Jahres 2000 bezeichneten sich lediglich 16'363 (12,7 Prozent) Personen als konfessionslos, 7855 machten keine Angabe.

Für die schweizerische Wohnbevölkerung ergaben sich folgende Anteile laut Volkszählung des Jahres 2000: evangelisch-reformierte Kirche knapp 59 Prozent, römisch-katholische Kirche knapp 20 Prozent, keine Zugehörigkeit gut 13 Prozent und keine Angabe gut 4 Prozent. Bei den Ausländern steht die römisch-katholische Kirche mit 43 Prozent an der Spitze, gefolgt von den islamischen Gemeinschaften mit knapp 15 Prozent, der evangelisch-reformierten Kirche mit über 5 Prozent und den christlich-orthodoxen Kirchen mit knapp 5 Prozent. Beinahe 11 Prozent der ausländischen Bevölkerung gehört keiner Religionsgemeinschaft an, und 13 Prozent haben keine Angabe zu dieser Frage gemacht.[45] Zwischen 1999 und 2009 hat die evangelisch-reformierte Kirche ihre Mehrheit verloren: Waren 1999 52 Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt Bern Mitglied diese Kirche, waren es 2009 nur noch 44 Prozent.[46] Auch die Anzahl der Katholiken hat abgenommen: von 27 Prozent 1999 auf 24 Prozent 2009.

Christentum

Datei:Bern Peter und Paul.jpg
Die Kirche St. Peter und Paul

Die Stadt Bern ist seit ihrer Gründung eine christliche Stadt. Bereits Ende des 12. Jahrhunderts wurde eine Kirche errichtet, die sich wie ihr seit 1255 als Stadtkirche St. Vinzenz belegter Nachfolgebau an der gleichen Stelle befand, an der das heutige spätgotische Münster steht.

Nachdem sich in Bern 1528 mit der Berner Disputation die Reformation durchgesetzt hatte und 1532 eine Kirchenordnung erlassen worden war, bildete die Stadt eine einzige reformierte Kirchgemeinde mit dem Münster als Pfarrkirche, die 1720 in fünf – heute zwölf – reformierte Kirchgemeinden aufgeteilt wurde. Die französischsprachigen Protestanten hatten mit der Französischen Kirche, der Kirche des früheren Dominikanerklosters, der ältesten erhaltenen Kirche Berns, seit 1623 ihre eigene Kirche. 46 Prozent der Stadtberner Bevölkerung, rund 60'000 Personen, sind evangelisch-reformiert.

Die nach der Reformation in Bern nicht mehr vertretene römisch-katholische Kirche unterhält seit 1799 wieder eine Kirchgemeinde in Bern, aber erst 1853 gestattete die Berner Regierung den katholischen Einwohnern den Bau einer eigenen Kirche. Die 1858 bis 1864 neben dem Rathaus erbaute katholische Kirche St. Peter und Paul wurde jedoch nach der Abspaltung der Alt- oder Christkatholiken von der römisch-katholischen Kirche nach dem ersten Vatikanischen Konzil 1876 christkatholisch und Sitz des christkatholischen Bischofs. Sie zählt rund 300 Mitglieder.

Die älteste römisch-katholische Kirche der Stadt Bern ist die 1899 nach dreijähriger Bauzeit eingeweihte Dreifaltigkeitskirche. Knapp 25 Prozent der Bevölkerung Berns oder 31'500 Personen gehören der römisch-katholischen Kirche an.

Die christlich-orthodoxe Glaubensgemeinschaft zählt laut Volkszählung des Jahres 2000 weniger als 2000 Personen.

Neben den grossen Kirchen befinden sich in Bern eine Vielzahl von freikirchlichen Gemeinden. Das Evangelische Gemeinschaftswerk wurde im Jahr 1831 in Bern, damals noch als Evangelische Gesellschaft, gegründet und ist nach wie vor eine der grössten freikirchlichen Gemeinden der Stadt. Daneben sind zahlreiche Mitglieder der Evangelischen Allianz mit eigenen Gemeinden vertreten.[47] Im Weiteren gibt es in Bern die Siebenten-Tags-Adventisten und zwei Gemeinden der Neuapostolischen Kirche. Die evangelischen Freikirchen haben rund 2650 Mitglieder. Auch die Heilsarmee ist in Bern seit 1895, seit 1915 am heutigen Ort an der Laupenstrasse, vertreten. Ihr gehören nach eigenen Angaben rund 350 Mitglieder an.

Judentum

Juden sind in Bern 1259 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1294 wurden sie des Ritualmordes an einem Kind, das tot aufgefunden worden war und als Rudolf von Bern bekannt wurde, bezichtigt. Obwohl die Obrigkeit nicht an eine Schuld der Juden glaubte, fasste sie den Beschluss, die Aufgebrachtheit der Bevölkerung zu nutzen und die Juden aus der Stadt zu vertreiben, um sich ihrer Schulden bei den jüdischen Geldgebern zu entledigen. Juden dürften sich jedoch schon bald danach wieder in Bern angesiedelt haben. Während der Zeit der grossen Pest Mitte des 14. Jahrhunderts wurden sie erneut verfolgt und vertrieben. In der Justingerchronik werden die Juden stark verunglimpft,[48] kurz danach wurden sie 1427 auf Beschluss von Schultheiss und Rat der Stadt Bern «für ewig» aus der Stadt verbannt.[49] Die auf Karl Howald zurückgehende Theorie, der Mitte des 16. Jahrhunderts errichtete Kindlifresserbrunnen erinnere an den angeblichen Ritualmord und stelle einen Kinder verschlingenden Juden dar, gilt als überholt.

Seit 1848 gibt es in Bern wieder eine jüdische Gemeinde. Eine erste Synagoge bestand seit 1856 in der heutigen Genfergasse, der jüdische Friedhof wurde 1871 angelegt, 1906 wurde die im sogenannten maurischen Stil erbaute Synagoge im Monbijouquartier eingeweiht. 1996 wurde die jüdische Gemeinde Berns öffentlich-rechtlich anerkannt. Sie zählt rund 300 Mitglieder.

Islam

Seit 1979 besteht in Bern ein islamisches Zentrum. Die Berner Muslime sind seit 2005 im Dachverband der islamischen Zentren und Moscheevereine des Kantons Bern Umma zusammengeschlossen. Gemäss Volkszählung des Jahres 2000 leben rund 5000 Muslime in Bern, also ungefähr 4 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Hinduismus

Die hinduistischen Vereinigungen der Stadt Bern zählen knapp 1500 Mitglieder. 1994 wurde der grösste Tempel der Schweiz in Bern-Bethlehem eröffnet.[50] In Zollikofen bei Bern befindet sich ein Sathya-Sai-Baba-Zentrum.[51]

Persönlichkeiten

In der Stadt geborene Persönlichkeiten werden in der Liste von Persönlichkeiten der Stadt Bern aufgeführt, Biographien von Menschen mit deutlichem Bezug zu Bern werden in der Kategorie Person (Bern) gesammelt. Wichtige Politiker finden sich in der Auflistung der Stadtpräsidenten von Bern.

Politik

Gemeinderat

Datei:Erlacherhof Hauptfront Bern.jpg
Der Erlacherhof, Sitz der Berner Regierung

Der Gemeinderat der Stadt Bern umfasst fünf Mitglieder, die alle vier Jahre von den Stimmberechtigten der Gemeinde Bern gewählt werden. Im Gegensatz zu den meisten Gemeinden der Schweiz ist der Gemeinderat die Exekutive und der Stadtrat die Legislative.[52] Zudem wird der Berner Gemeinderat im Unterschied zu anderen Schweizer Exekutiven nach dem Proporzprinzip gewählt.[53] Die letzten Wahlen fanden am 30. November 2008 statt.[54]

Der Gemeinderat setzt sich gegenwärtig aus drei Frauen und zwei Männern zusammen. Er trifft sich wöchentlich zur Sitzung im Erlacherhof. Jedes Mitglied leitet eine der fünf Direktionen der Stadt. Ein Mitglied des Gemeinderats wird von den Stimmberechtigten in direkter Wahl zum Stadtpräsidenten gewählt. Dieser steht der Präsidialdirektion vor und leitet die Sitzungen des Gemeinderats. Zudem vertritt er die Stadt nach aussen.[52] Seit 2005 ist Alexander Tschäppät von der Sozialdemokratischen Partei (SP) Berner Stadtpräsident.[55] Die übrigen vier Gemeinderäte sind Barbara Hayoz von der FDP, Vizepräsidentin und Direktorin für Finanzen, Personal und Informatik, Reto Nause von der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP), Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie, Edith Olibet von der SP, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport, und Regula Rytz vom Grünen Bündnis (GB), Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün.

Gemeinderat nach Parteien Wahlen 2008
Fraktion SP GB CVP FDP
Sitze 2 1 1 1

Stadtrat

Der Stadtrat hat 80 Abgeordnete, die wie der Gemeinderat alle vier Jahre, letztmals im November 2008, im Proporzverfahren gewählt werden. In der laufenden Legislaturperiode sind 18 Parteien im Stadtrat vertreten. Sie bilden sieben Fraktionen, vier Abgeordnete von drei Parteien sind fraktionslos. Für eine Fraktion sind mindestens vier Mitglieder erforderlich; eine Fraktionsmitgliedschaft ist Voraussetzung für einen Sitz in einer Kommission.

SP FDP GFL EVP SVP SD Liste J H GB JA BDP CVP GLP Fraktionslos
Sitze 20 10 9 2 8 1 1 8 2 6 3 5 4
Fraktion 20 10 11 11 10 10 10 10 10 10 10 5

Die stärkste Partei ist mit 20 Sitzen die Sozialdemokratische Partei, gefolgt von der FDP mit zehn und der Grünen Freien Liste (GFL) mit neun Sitzen. Sowohl die SP als auch die FDP bilden eine eigene Fraktion, die GFL bildet mit der Evangelischen Volkspartei (EVP), die über zwei Sitze verfügt, eine Fraktion von elf Sitzen. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) hat acht Sitze und bildet am rechten Ende des politischen Spektrums mit einem Schweizer Demokraten und einem Vertreter der «Liste Jimy Hofer» eine «SVPplus» genannte Fraktion mit zehn Sitzen. Das linke Grüne Bündnis, das auch in der Regierung vertreten ist, hat acht Sitze und bildet gemeinsam mit der Jungen Alternative JA! eine Fraktion mit zehn Sitzen. Die von der SVP abgespaltene BDP bildet mit ihren sechs Sitzen mit den drei Vertretern der CVP und einem Abgeordneten der «Liste Jimy Hofer» eine gemeinsame Fraktion mit zehn Sitzen. Die Grünliberalen bilden mit fünf Sitzen eine eigene Fraktion. Die vier Abgeordneten der Grünen Partei Bern – Demokratischen Alternative, der Partei der Arbeit und der Eidgenössisch-Demokratischen Union sind fraktionslos. Der Frauenanteil beträgt 42,5 Prozent.[56]

Der Stadtrat tagt im Berner Rathaus, jeweils am Donnerstagabend. Die Sitzungen sind öffentlich.


Städtepartnerschaften

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten verzichtet die Stadt Bern auf Städtepartnerschaften. Eine Ausnahme bildete die befristete Städtepartnerschaft, die Bern anlässlich der Fussball-Europameisterschaft 2008 mit Salzburg und den drei Schweizer Austragungsorten Basel, Genf und Zürich eingegangen war. In seiner Antwort auf eine Interpellation der Fraktion der SP und JUSO im Stadtrat hält der Gemeinderat im Oktober 2008 fest, dass «die Stadt Bern [bisher] bewusst auf eine Städtepartnerschaft verzichtet [hat]. Diese Haltung wurde vom Gemeinderat erstmals 1979 in Zusammenhang mit einem Postulat […], das Städtepartnerschaften für Bern vorschlug, ausformuliert. Der Gemeinderat hat seitdem an dieser Strategie festgehalten und alle Anfragen für Städtepartnerschaften abgelehnt. Die Stadt Bern pflegt aktiv Beziehungen zu verschiedensten Städten. Diese Beziehungen sind meist organisationsbezogen […] oder themen- beziehungsweise projektspezifisch […]. Der Gemeinderat ist bereit zu prüfen, ob zusätzlich eine oder mehrere Städtepartnerschaften eingegangen werden sollen.»[57]

Wappen

Wappen des Kantons und der Stadt Bern

Der Bär als Wappentier Berns ist bereits für das 13. Jahrhundert belegt. Das erste Wappen Berns soll gemäss Justingerchronik einen schwarzen, nach (heraldisch) rechts aufwärts schreitenden Bären auf silbernem Hintergrund gezeigt haben. Die Änderung zum heutigen Wappen dürfte bereits Ende des 13. Jahrhunderts erfolgt sein.[58]

Bei der Trennung von Stadt und Kanton Bern 1831 wurde das Berner Wappen sowohl das Wappen des Kantons wie der Stadt Bern; seit 1944 ist es das Wappen des Amtsbezirks Bern. Die Blasonierung lautet: «In Rot ein goldener Rechtsschrägbalken, belegt mit einem schreitenden schwarzen Bären mit roten Krallen.»[59]

Wappen und verbale Marke «Stadt Bern» bilden zusammen die Stadtmarke. Für alle Dienststellen der Stadtverwaltung gilt: Das Stadtwappen tritt nie alleine auf. Es wird immer zusammen mit der Wortmarke «Stadt Bern» eingesetzt.[60][61]

Das Berner Wappen ist ebenfalls das Wappen der Stadt New Bern in North Carolina. Ein Unterschied besteht allerdings darin, dass in der Version von New Bern der rote Bärenpenis fehlt.

Infrastruktur

Wirtschaft

Die Stadt Bern ist das Zentrum der Wirtschaftsregion Bern-Mittelland, die mit rund 350'000 Einwohnern und 240'000 Beschäftigten etwa einen Drittel des Kantons Bern umfasst.[62]

Gemäss Betriebszählung von 2008 existieren in der Stadt Bern 8605 Arbeitsstätten mit 152'560 Beschäftigten, 81'087 Männer, 71'473 Frauen. Die Arbeitslosenquote betrug 2007 3,5 Prozent.

Mit 52'000 Franken lag das Volkseinkommen pro Kopf im Jahr 2005 in der Stadt unter demjenigen der Agglomeration, die im schweizerischen Durchschnitt liegt.[63]

Die Stadt Bern ist nicht nur Sitz der städtischen und kantonalen, sondern als Bundesstadt auch der eidgenössischen Verwaltung und damit das grösste Verwaltungszentrum der Schweiz. Zudem haben die Bundesbetriebe Post, die Schweizerischen Bundesbahnen[64] sowie die Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn BLS[65] ihren Hauptsitz in Bern. Hinzu kommen nationale Organisationen wie zum Beispiel Swissmedic, das schweizerische Heilmittelinstitut, die diplomatischen Vertretungen und der Weltpostverein.[66]

Nach der öffentlichen Verwaltung weist im tertiären Sektor das Gesundheits- und Sozialwesen am meisten Beschäftigte auf. Im zweiten Sektor steht das Baugewerbe an erster Stelle, gefolgt vom Druck- und Verlagswesen.

Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen von Bern zählen ferner der Energiemarkt (die BKW FMB Energie AG ist alleinige Betreiberin des Kernkraftwerks Mühleberg), die Textilindustrie, der Maschinenbau, die Elektrotechnik, die Telekommunikation mit der Ascom, in der die Berner Hasler-Gruppe aufgegangen ist, sowie die Produktion von Präzisionsinstrumenten und Messgeräten. Auch die chemische Industrie ist in Bern vertreten mit der – aus dem vom Schweizerischen Roten Kreuz in Bern 1949 errichteten Zentrallaboratorium Blutspendedienst entstandenen – CSL Behring, der aus dem Schweizerischen Serum- & Impfinstitut Bern (Berna) hervorgegangenen, seit 2006 zur holländischen Crucell gehörenden Berna Biotech und der Galenica.

Bern ist zudem bekannt als Herstellungsort der Schokolade Toblerone, die von der Chocolat Tobler AG neben anderen Schokoladeprodukten von 1908 bis 1984 im Länggassquartier hergestellt worden war. Von der Tobler AG ist nur die Toblerone übrig geblieben, die von der Kraft Foods in Bern-Brünnen mit einer Belegschaft von rund 370 Personen produziert und zum grössten Teil exportiert wird. Die ehemalige Toblerfabrik in der Länggasse beherbergt seit 1993 die «Unitobler», einen Teil der Universität Bern.[67]

Ebenfalls ein Unternehmen aus der Stadt Bern ist die Wander AG, die seit 1904 das Getränk Ovomaltine – im englischen Sprachraum Ovaltine genannt – herstellt.[68] Seit 2002 ist die Wander AG eine Tochtergesellschaft des britischen Nahrungsmittelkonzerns Associated British Foods und hat ihren Sitz in Neuenegg.

Der Bankensektor ist neben den Filialen der Grossbanken mit einigen lokalen Banken vertreten; die 1834 gegründete Berner Kantonalbank war die erste Kantonalbank der Eidgenossenschaft.[69] In Bern befindet sich die staatliche Münzprägeanstalt, in der alle Schweizer Münzen geprägt werden.

Tourismus

Übernachtungen in Hotelbetrieben[70]
Jahr Übernachtungen Auslandsgäste
2005 600'518 56 %
2006 647'787 58 %
2007 665'104 59 %
2008 620'751 59 %

Bern ist eines der meistbesuchten Zentren des nationalen und internationalen Städtetourismus. Laut eines Berichts des BAK Basel Economics, einer Basler Arbeitsgruppe für Konjunkturforschung, aus dem Jahr 2008 liegt Bern im Vergleich 43 internationaler Städtedestinationen unter den besten Zehn.[71]

Bern gehört zudem gemäss dem Städteranking der Beratungsfirma Mercer zu den zehn Städten mit der höchsten Lebensqualität weltweit.[72]

Im Jahr 2007 wurden 665'104 Übernachtungen in Hotelbetrieben verzeichnet. Ausländische Gäste machen etwa 59 Prozent der Übernachtungen aus. An erster Stelle stehen Gäste aus Deutschland mit rund 30 Prozent der Übernachtungen ausländischer Besucher, gefolgt von Gästen aus den Vereinigten Staaten mit 9 Prozent, dem Vereinigten Königreich und Italien mit je 6 Prozent und Frankreich mit 5 Prozent.[70] Die durchschnittliche Bettenbesetzung in den Jahren 2006 bis 2008 betrug 56 Prozent der vorhandenen Betten. Die meisten Gäste werden in den Monaten Juni bis August gezählt.[73]

Medien

Bern hat zwei Tageszeitungen, die Berner Zeitung und den Bund, sowie das zweimal wöchentlich erscheinende Gratisblatt Berner Bär[74]. - Bemerkenswert ist, dass alle drei Medien zum zürcherischen Tamedia-Konzern gehören. - Das offizielle amtliche Publikationsorgan der Stadt und Region Bern ist der Anzeiger Region Bern. Es erscheint mittwochs und freitags und wird an alle Haushalte, Unternehmen und Verwaltungen kostenlos verteilt.

In Bern befindet sich eines der drei Hauptstudios von Schweizer Radio DRS. Im Studio Bern (DRS 4 News) werden die wichtigsten Informationssendungen wie die stündlichen Nachrichten und die täglichen Sendungen «Heute Morgen», «Rendez-vous», «Tagesgespräch», «Echo der Zeit» und «Info 3» und auch alle Sportsendungen hergestellt, ebenso wie die wöchentlichen Hintergrundsendungen «Samstagsrundschau», «International», «Trend» und die Sondersendungen zum Beispiel zu Abstimmungen und Wahlen. Ausserdem wird hier das DRS 1 Regionaljournal für die Region Bern-Freiburg-Wallis produziert.[75] Das zur SRG SSR idée suisse gehörende Swiss Satellite Radio wird ebenfalls in Bern produziert.

Im Weiteren existieren drei private regionale Radiosender, Energy Bern, Capital FM und Radio RaBe, sowie der Regionalfernsehsender TeleBärn.

Seinen Hauptsitz in der Stadt Bern hat auch das Webradio Radio Blind Power, welches von blinden, sehbehinderten und sehenden Jugendlichen produziert und betrieben wird und sich für die Integration von blinden und sehbehinderten Menschen einsetzt.

Verkehr

Öffentlicher Verkehr

Datei:HBBern 7756.jpg
Hauptbahnhof Bern
Datei:SVB04wiki.jpg
Tram von Bernmobil

Der Berner Hauptbahnhof ist ein bedeutender Eisenbahn- und Busknotenpunkt. Er erzielt nach dem Zürcher Hauptbahnhof mit 150'000 Bahnreisenden pro Tag die schweizweit höchste Benutzerfrequenz.[76] Auf 14 Hauptgeleisen werden die Züge aus der gesamten Schweiz und viele internationale Züge wie EuroCity, Cisalpino, TGV, Talgo, ICE und DB City Night Line abgefertigt; vier S-Bahn-Geleise dienen dem Nahverkehr.

Ausser dem Hauptbahnhof gibt es auf Berner Gemeindegebiet mehrere kleine, zum Teil alte Bahnhöfe, die als Haltestellen der S-Bahn dienen: Felsenau (RBS), Tiefenau (RBS), Wankdorf, Ausserholligen (SBB und GBS), Stöckacker, Bümpliz Nord, Bümpliz Süd, Brünnen (direkt neben dem Westside-Einkaufszentrum), Riedbach, und Weissenbühl.

Die S-Bahn Bern verbindet die Stadt durch 13 Linien mit Thun, dem Emmental, Biel, Solothurn, Neuenburg, Freiburg und Schwarzenburg und der weiteren Agglomeration.[77] Die S-Bahn wird von der BLS AG und dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) betrieben. Letzterer betreibt auch das sogenannte Muritram nach Worb.

Sowohl die Gurtenbahn von Wabern auf den Gurten wie die Marzilibahn, die als rentabelste Kleinbahn der Schweiz gilt, sind privat, ebenso der Mattenlift.

Das Verkehrsnetz von Bernmobil verbindet das Stadtzentrum mit den Aussenbezirken und den Vororten. Es umfasst die fünf Linien der Strassenbahn, die drei Linien des Trolleybus Bern sowie zehn Autobuslinien. Der zentrumsnahe Verkehr wird dabei überwiegend von Bernmobil abgewickelt. Der Busverkehr in die weitere Agglomeration wird von Postautolinien und vom RBS abgedeckt.

Im Norden von Bern gibt es zwei privat betriebene Personenfähren über die Aare von und zur Engehalbinsel: die Fähre Reichenbach,[78] die über die Gemeindegrenze nach Unterzollikofen führt, und die Fähre Zehndermätteli in Bremgarten. Die Fähre Bodenacker bei der Elfenau liegt bereits nicht mehr auf dem Gebiet der Stadt Bern, sondern überquert die Aare bei der Gürbemündung von Muri nach Kehrsatz, wird von der Stadt jedoch mitfinanziert, gleich wie die Fähren Reichenbach und Zehndermätteli.[79]

Strassenverkehr

Die Stadt Bern besitzt seit den 1970er Jahren eine Autobahnumfahrung, die den innerstädtischen Autoverkehr entlastet und Anschlüsse an alle wichtigen Schweizer Autobahnen hat. Die A1 verbindet Bern mit Genf und Zürich, die A12 mit Freiburg und Lausanne, und die A6 mit Biel und Thun. Auf Stadtautobahnen sind zwischen 60 und 100 km/h, in der Stadt Bern maximal 80 km/h erlaubt. Bern ist Knotenpunkt der Hauptstrassen 1, 6, 10 und 12.

Flugverkehr

Datei:Bern-belp.jpg
Regionalflugplatz Bern-Belp

Der 1929 eröffnete, privatwirtschaftlich betriebene Regionalflughafen[80] Bern-Belp, von dem es Flüge in mehrere europäische Städte gibt, liegt weniger als zehn Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum Berns in der Gemeinde Belp. Er ist mit dem Bus vom Hauptbahnhof Bern und vom Bahnhof Belp oder mit dem Auto von der A6 erreichbar.[81]

Der Lufttransportdienst des Bundes, welcher der Luftwaffe untersteht, ist in Bern-Belp stationiert.[82] Die Schweizer Regierung besitzt sechs Flugzeuge, zwei VIP-Flugzeuge, zwei Hubschrauber und zwei weitere, normale Flugzeuge.[83]

Öffentliche Versorgung

Datei:Wankdorfsolardach.JPG
Wankdorfstadion, Solardach

Die Energie- und Wasserversorgung sowie die Kehrichtverwertung der Stadt Bern werden von der Energie Wasser Bern (EWB), einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen in Besitz der Stadt Bern, wahrgenommen.[84] Die EWB versorgt die Stadt als Partnerin der Wasserverbund Region Bern AG über ein 388 Kilometer langes Versorgungsnetz mit rund 14 Millionen Kubikmetern Trinkwasser. Das Wasser stammt zu 81,4 Prozent aus Grundwasser und zu 18,6 Prozent von Quellen aus dem Emmental, dem Aaretal, aus Kiesen und aus Schwarzenburg.[85]

Kraftwerkbetreiberin eines Teils des in der Stadt Bern verbrauchten Stroms ist die Kraftwerkgesellschaft BKW FMB Energie AG (BKW, ehemals Bernische Kraftwerke AG).[86] Die Stadt Bern wird über zwei 220-kV-Zuleitungen versorgt. 84 Prozent des Energieverbrauchs der Stadt wird durch Erdöl, Erdgas und Uran gedeckt.[87] Die BKW betreibt auch das Sonnenkraftwerk auf dem Dach des 2005 eröffneten Stade de Suisse, das weltweit grösste in ein Stadion integrierte Solarkraftwerk.[88]

Datei:Bernkraftwerp.jpg
Matteschwelle und Wasserkraftwerk Matte.

Die Mattenschwelle leitet ca. 40 m3/s Wasser aus der Aare in das Wasserkraftwerk Matte, das eine elektrische Leistung von 1,1 MW erzeugt.

Der Verein «Energiestadt» hat im Jahr 2006 die Stadt Bern mit dem gleichnamigen Label, dem Leistungsausweis für eine konsequente und zukunftsorientierte Energiepolitik, ausgezeichnet.[89]

Es gibt seit über 100 Jahren sowohl eine freiwillige als auch eine Berufsfeuerwehr in Bern.

Bildung und Forschung

Schulsystem

Die Volksschulen in der Stadt Bern werden von Stadt und Kanton Bern gemeinsam getragen. Die Aufsicht über die Kindergärten und Schulen haben die Schulinspektorate, beauftragt durch die Erziehungsdirektion des Kantons Bern.[90] Die Schulen sind in sechs Schulkreise aufgeteilt.

Datei:Gymnasium Neufeld.jpg
Gymnasium Neufeld

Der Besuch eines Kindergartens ist in der Stadt Bern freiwillig und dauert höchstens zwei Jahre.

Die obligatorische Schulzeit beträgt neun Jahre. Sechs davon sind Primarschule, drei Jahre Sekundarstufe I, die in Real- und Sekundarschule aufgeteilt ist und für die es drei verschiedene Modelle gibt. Vom 3. Schuljahr an wird Französisch als erste Fremdsprache unterrichtet, ab dem 5. Schuljahr lernen die Schülerinnen und Schüler Englisch.[91] Für Kinder mit Lernschwierigkeiten bestehen verschiedene Klein- und Sonderklassen. Neben den öffentlichen Schulen bestehen in Bern mehrere private, zum Teil staatlich subventionierte Schulen.

Der Übertritt in die Mittelschule oder Sekundarstufe II erfolgt nach dem achten oder neunten Schuljahr. Das Gymnasium dauert vier Jahre und wird mit der Maturität abgeschlossen. Es gibt in Bern zwei öffentliche Gymnasien, das Gymnasium Kirchenfeld und das Gymnasium Neufeld, sowie das private Freie Gymnasium und drei weitere private Schulen, die Gymnasialklassen führen.[92]

Hochschulen und Forschung

Datei:University of Bern.JPG
Hauptgebäude der Universität

Die 1834 gegründete, kantonale Universität Bern ist mit rund 13'000 Studierenden die viertgrösste universitäre Hochschule der Schweiz[93] und bietet als klassische Volluniversität in acht Fakultäten ein grosses Angebot von Studiengängen an. Zudem besitzt Bern eine Universitätsklinik, das Inselspital. Ebenfalls von der Universität Bern betrieben wird der Botanische Garten Bern. Die Universitätsbibliothek in der Altstadt hat einen Bestand von über zwei Millionen Büchern und Medien.

International bekannt wurde die Universität Bern unter anderem

  • durch die erste Habilitation einer Frau 1898, der Philosophin Anna Tumarkin, Europas erster Professorin, die das Recht hatte, Doktoranden und Habilitanden zu prüfen und im Senat der Universität Einsitz zu nehmen;
  • durch Emil Theodor Kocher, Dozent an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern, der 1909 als erster Chirurg den Nobelpreis für Medizin erhielt;
  • und durch Walter Benjamin, der an der Berner Universität 1919 über den «Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik» promovierte.

In der Stadt Bern befinden sich mehrere Departemente der dezentralen staatlichen Berner Fachhochschule, an der rund 5000 Personen studieren;[94] so die Fachbereiche Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit, Soziale Arbeit und die Hochschule der Künste Bern.[95]

Der Universität angegliedert ist die Pädagogische Hochschule, weitere Berufsschulen sind die Swiss Jazz School, die grösste Berufsschule der Schweiz, die Gewerblich Industrielle Berufsschule, und die Wirtschaftsinformatikschule Schweiz.


Kultur

Museen und Galerien

Bern hat viele Museen, welche sich auf die ganze Stadt verteilen. Im Zentrum an der Hodlerstrasse befindet sich das 1879 eröffnete Kunstmuseum, das älteste Kunstmuseum der Schweiz, mit einer permanenten Sammlung, das Werke aus acht Jahrhunderten beherbergt. In unmittelbarer Nähe befindet sich der «Progr», das erste Gymnasium und spätere Progymnasium Berns, das heute als Ausstellungs- und Veranstaltungsort dient.

Datei:Zentrum Paul Klee Bern 17.JPG
Zentrum Paul Klee, Architekt: Renzo Piano

Im Kirchenfeld beim Helvetiaplatz liegen das ursprünglich als Landesmuseum geplante Historische Museum, das neben seiner Sammlung auch Wechselausstellungen zeigt und 2005 ein Einstein-Museum eingerichtet hat, das Schweizerische Alpine Museum und die Kunsthalle, die mehrere der Gegenwartskunst gewidmete Einzel- und Gruppenausstellungen pro Jahr zeigt. Nicht weit davon entfernt sind das Museum für Kommunikation und das der Burgergemeinde gehörende Naturhistorische Museum mit seiner Dioramenschau.

Weit ausserhalb der Innenstadt an der Autobahn A6 befindet sich das im Juni 2005 eröffnete, von Renzo Piano entworfene Zentrum Paul Klee, das mit rund 4000 Werken des mit Bern eng verbundenen Malers Paul Klee eine der grössten einem einzelnen Künstler gewidmeten Sammlungen aufweist.

Die zahlreichen Kunstgalerien befinden sich mehrheitlich in der Altstadt. Mit der Galerie Kornfeld hat Bern ein Auktionshaus für schweizerische und internationale Kunst.

Ebenfalls in der Altstadt, an der Kramgasse 49, befindet sich das Einsteinhaus. In der Wohnung im zweiten Stock, die Albert Einstein und seine erste Frau Mileva Marić von 1903 bis 1905, dem annus mirabilis, bewohnten, wurde ein Museum eingerichtet.

Theater

Datei:Stadttheater Bern.jpg
Stadttheater Bern

Das Stadttheater Bern ist ein vom Kanton, von der Stadt und den umliegenden Gemeinden subventioniertes Ensembletheater, welches Aufführungen in allen drei Sparten, Schauspiel, Musiktheater und Ballett, bietet. Seit 2007 hat das Theater am Kornhausplatz eine zweite Spielstätte in einer stillgelegten Fabrik, in den Vidmarhallen in Bern-Liebefeld.[96]

Das Theater an der Effingerstrasse ist ein Kammerspieltheater, das jährlich etwa 200 Aufführungen zeigt. Im ehemaligen Schlachthof befindet sich seit 1998 das Schlachthaus Theater Bern, ein mit öffentlichen Geldern subventioniertes Gastspieltheater für die freie Theaterszene der Schweiz.[97] Die ehemalige Dampfzentrale im Marzili ist ein Kulturzentrum für zeitgenössischen Tanz und zeitgenössische Musik.[98] Auch die Reitschule hat ein Theater, das Theater Tojo.

In der Altstadt befinden sich mehrere Klein- und Kellertheater, darunter das Berner Puppentheater, und mit dem Theater am Käfigturm hat Bern auch ein Boulevardtheater.

Musik

Das 1877 gegründete Berner Symphonieorchester ist das Stadtorchester von Bern. Dem Orchester, das sowohl als Symphonieorchester im Kultur-Casino Bern wie auch als Opernorchester im Stadttheater auftritt, gehören rund 100 Musiker an. Kleiner ist das Berner Kammerorchester, das sich der älteren und neueren klassischen Musik annimmt und an verschiedenen Aufführungsorten in der Stadt auftritt. Die aus 14 ausgebildeten Solisten bestehende Camerata Bern gehört zu den führenden Kammerorchestern Europas; das seit 1981 bestehende Berner Quintett I Salonisti hat mit seinem Auftritt als Bordorchester im Film Titanic Weltberühmtheit erlangt.[99]

Der Jazz ist in Bern gut vertreten. Im Hotel Innere Enge befindet sich der Jazzclub «Marians Jazzroom», die «Mahogany Hall» existiert schon seit 1968, der Verein BeJazz hat seit 2007 in den Vidmarhallen ein Clublokal.

Bern ist bekannt für seinen Mundartrock, der auf die berndeutschen Chansons der 1960er Jahre zurückgeht. Die bekanntesten Berner Rockmusiker und Bands sind Polo Hofer, Patent Ochsner, Span, Stop the Shoppers Gölä, Stephan Eicher und Züri West und im Kinderlied Roland Zoss.

Zudem gibt es in der Stadt Bern eine grosse Anzahl Chöre mit verschiedenen Repertoires von volkstümlich bis klassisch; weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist zum Beispiel der Berner Kammerchor.[100]

Festivals

Datei:Gurtenfestival Tag.jpg
Hauptbühne des Gurtenfestivals

Das bekannteste Festival ist das Gurtenfestival, welches im Juli auf dem Gurten stattfindet. Das Festival, bei dem internationale Musikstars auftreten, wird von Zehntausenden besucht und zählt zu den grössten der Schweiz.[101]

Ebenfalls im Sommer gibt es das Strassenmusikfestival Buskers und ein Gratis-Outdoor-Festival von BeJazz in der Altstadt. Im Herbst werden das Internationale Kurzfilmfestival shnit, das lesbisch-schwule Filmfestival «Queersicht» und in der Dampfzentrale die Berner Tanztage «Tanz In. Bern» sowie alternierend mit dem Musikfestival die Biennale Bern veranstaltet. Im Winter organisiert der Verein BeJazz ein Jazzfestival. Im Frühling finden das Internationale Jazzfestival Bern, das schweizerische Theaterfestival für zeitgenössisches Theater «Aua wir leben» und alle zwei Jahre das Musikfestival Bern statt.

Volksfeste

Jährlich am vierten Montag im November findet in Bern der «Zibelemärit» statt; auf diesem Markt werden traditionell vor allem Zwiebeln verkauft, rund 30 Tonnen an über 600 Marktständen.[102] Durch Besucher, welche schon früh am Morgen anreisen, und eine ausgelassene Stimmung durch Konfetti und Plastik-Hämmerchen, mit denen die Kinder den Erwachsenen auf den Kopf schlagen, erhält der Zibelemärit den Charakter eines Volksfestes. Der Zibelemärit zählt zu den ältesten Jahrmärkten der Schweiz[102] und ist der grösste Markt in Bern.[103]

Seit 1957 findet jeweils an einem Mittwoch nach den Eisheiligen der Berner «Granium-Märit» (Geranium-Markt) statt.[104] Im Jahr 1982 wurden insgesamt 19'949 Geranien verkauft. 1984 wurde die Stadt Bern vom europäischen Wettbewerb Entente Florale zur «schönsten Blumenstadt Europas» gewählt. Seit 1997 wird am Berner Geranium-Markt im Rahmen des Wettbewerbs «Bern in Blumen» ein «Geraniumkönig» gewählt.[105]

Zu den weiteren Märkten in Bern zählen unter anderem der «Bäremärit» (Bärenmarkt), der Gemüse-, Früchte- und Blumenmarkt, der jeden Dienstag und Samstag unter anderem auf dem Bundesplatz stattfindet, und der Weihnachtsmarkt.[106]

Seit 1982 findet im Frühjahr in der Berner Altstadt mit über 50'000 Besuchern[107] die drittgrösste Fasnacht der Schweiz statt. Der Berner Fasnachtsauftakt beginnt am 11. November um 11.11 Uhr auf dem Bärenplatz. Zu diesem Zeitpunkt wird der Berner «Fasnachtsbär» für seine Winterruhe in den Käfigturm eingeschlossen. Dieser Anlass wird von verschiedenen Guggenmusiken aus der Stadt Bern und Umgebung begleitet. Ungefähr drei Monate später, am Donnerstag nach dem Aschermittwoch, wird die Berner Fasnacht beim Käfigturm mit der Bärenbefreiung und der anschliessenden «Ychüblete» (Eintrommeln) eröffnet. Dabei wird der Fasnachtsbär geweckt und aus seinem Käfig befreit.

Von 1996 bis 2005 fand jeweils am Bundesfeiertag das Aareleuchten-Fest statt, das vom Schweizer Hilfswerk Swissaid organisiert wurde. Nach dem Vorbild von hinduistischen und buddhistischen Licht- und Wasserfesten wurden am späteren Abend im Mattequartier Lichtschiffchen in die Aare gesetzt, die in einer Lichterkette aareabwärts zogen. Nachdem Swissaid diesen Anlass im Jahr 2005 zum letzten Mal durchführte, findet nun jährlich am 1. August auf dem Waisenhausplatz ein «Lichtermeer zu Lande» statt, das von Procap, der grössten Schweizer Selbsthilfeorganisation von Menschen mit Behinderung, organisiert wird.[108]

Jeweils im September findet mitten in Bern auf dem Bundesplatz die «Sichlete» statt. Dieser seit 1999 durchgeführte Anlass ist eine Art Erntedankfest mit Alpabzug und Tierschau, das der städtischen Bevölkerung das Leben der Landleute näherbringen soll.[109]

Sehenswürdigkeiten

Die Hauptsehenswürdigkeit Berns ist die Altstadt, welche seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe ist.[110] Die UNESCO hat die Aufnahme Berns in die Liste des Welterbes damit begründet, dass Bern ungeachtet der Änderungen, die die Stadt seit ihrer Gründung im 12. Jahrhundert erfahren hat, «ein positives Beispiel dafür darstellt, wie eine Stadt ihre mittelalterliche Struktur beibehalten und sich den zunehmend komplexeren Funktionen, die sie zu erfüllen hat, insbesondere den Aufgaben einer Hauptstadt eines modernen Staates, anpassen kann.»[111]

Der Altstadtcharakter ist im Bereich unterhalb der Zytglogge am besten erhalten; oberhalb sind nur noch wenige Bauten vorhanden, die älter als 150 Jahre alt sind. Die Altstadt ist geprägt durch ihre Sandsteingebäude mit ihren Lauben, die sich über eine Länge von gut sechs Kilometern erstrecken und eine der längsten gedeckten Einkaufsstrassen Europas bilden.[112] Auf den regelmässig angeordneten Gassen befinden sich elf Figurenbrunnen aus dem 16. Jahrhundert.

An der Stelle, wo vermutlich bereits vor der Stadtgründung die Burg Nydegg stand, befindet sich der Nydegghof mit der gotischen, mehrmals umgebauten Nydeggkirche, dem Zähringerdenkmal und Überresten der Burg. Der Nydeggstalden wurde nach dem Stadtbrand von 1405 errichtet; im Innern zahlreicher Häuser hat sich bis ins Spätmittelalter zurückgehende Bausubstanz erhalten, die bei einigen Häusern auch noch aussen sichtbar ist.

Die Untertorbrücke, eine der ältesten spätmittelalterlichen Brücken der Schweiz, verbindet die Stadt mit der sogenannten Felsenburg, einem zu Wohnungen umgebauten Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert. Auf dem Läuferplatz steht der Läuferbrunnen.

Der Rathausplatz mit dem Vennerbrunnen wird vom spätgotischen nach dem Stadtbrand zwischen 1406 und 1417 neu erbauten Rathaus beherrscht. In unmittelbarer Nachbarschaft steht die neugotische christkatholische Kirche St.-Peter-und-Paul aus dem 19. Jahrhundert.

Der Münsterplatz wird dominiert durch das spätgotische Münster, das nach der Grundsteinlegung im frühen 15. Jahrhundert erst im späten 19. Jahrhundert mit den Turmaufbauten vollendet werden konnte. Sowohl das Stiftsgebäude des Chorherrenstifts wie das Tscharnerhaus wurden von Albrecht Stürler geplant. Auch der Mosesbrunnen stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Datei:Palaisfederalberne.JPG
Bundeshaus und Bundesplatz nach der Neugestaltung

An der Flanke der Altstadt auf Höhe des Käfigturms befindet sich der Bundesplatz mit den Bundeshäusern und dem Parlamentsgebäude, dem Hauptsitz der Berner Kantonalbank in einem als Gesellschaftshaus erbauten Neurenaissancebau, der neubarocken Schweizerischen Nationalbank und der Spar- und Leihkasse, heute Valiant Bank. Dem Bundeshaus vorgelagert ist die Bundesterrasse und die noch als ehemalige Befestigungsanlage erkennbare Kleine Schanze.

Das übrige Stadtgebiet Berns wurde grösstenteils ab dem 19. Jahrhundert besiedelt. Die neueren Quartiere sind mit der Altstadt durch Hochbrücken verbunden.

Am Ende der Nydeggbrücke befindet sich der Bärengraben. Hier wurden von 1858 bis 2009 Bären gehalten, die Symboltiere Berns. Ein neuer, grösserer Bärenpark wurde im Oktober 2009 eröffnet. Oberhalb liegt der Rosengarten mit hervorragender Sicht auf die Altstadt.

Sport

Sportstätten

Datei:Stadedesuisse3.jpg
Das Stade de Suisse von aussen

In Bern stand über 50 Jahre das Stadion Wankdorf. Es wurde nach dem Berner Quartier benannt, in dem es sich befand. Gebaut wurde es 1920, nachdem der alte Spitalacker-Platz bezüglich der Tribüne zu klein war. Damals passten in das Wankdorf gerade einmal etwa 11'000 Personen. Im Laufe der Jahre wurde das Stadion immer wieder ausgebaut; so bot es zu Spitzenzeiten mehr als 60'000 Plätze. Das alte Wankdorf war über die Landesgrenzen hinaus bekannt, vor allem durch das sogenannte Wunder von Bern. Damals wurde im Wankdorf das Finale der Fussball-Weltmeisterschaft 1954 ausgetragen, welches Deutschland gegen die favorisierten Ungarn für sich entscheiden konnte. Dieser Sieg wird gelegentlich «Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland» genannt. Das Stadion blieb fast 50 Jahre bestehen, einzig die Kapazität wurde wieder verringert. Im Jahr 2001 wurde das alte Wankdorf gesprengt und als Stade de Suisse neu aufgebaut. Das Stade de Suisse bietet Platz für 31'783 Zuschauer und ist somit das zweitgrösste Fussballstadion der Schweiz. Der Bau kostete rund 350 Millionen Franken (etwa 220 Millionen Euro).[113]

Die PostFinance-Arena ist mit derzeit 17'131 Plätzen die grösste Eissporthalle der Schweiz und eine der grössten in ganz Europa. Sie wurde im Jahre 1967 gebaut und 1969 überdacht. Besonders charakteristisch ist ihre riesige Stehplatzrampe mit einer Kapazität von 10'422 Plätzen – die weltweit grösste in einem Eishockeystadion.

Die Stadt Bern hat mehrere Hallen- und Freibäder. Das älteste Hallenbad befindet sich in der Innenstadt beim Hirschengraben. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut. Das bekannteste Freibad ist das Marzilibad an der Aare, ein weiteres Aareflussbad ist in der Lorraine.[114] Beliebt sind das Bad Weyermannshaus und das Wellenbad Ka-We-De, welche im Winter zur Eisbahn werden. Im Gegensatz zu den meisten andern Schweizer Städten sind die Freibäder mit öffentlich-rechtlicher Trägerschaft in der Stadt Bern kostenlos.[115]

Sportvereine

Der Fussballclub BSC Young Boys spielt in der Axpo Super League, der höchsten schweizerischen Liga. Er wurde elfmal Schweizer Meister, zuletzt 1986 und 16-mal Schweizer Vizemeister, zuletzt 2010. Die U21 der Young Boys spielt in der für sie höchstmöglichen 1. Liga. Der eigentliche Stadtclub und Traditionsverein FC Bern war Anfang des letzten Jahrhunderts erfolgreich.

Der Stadtberner Eishockeyclub SC Bern spielt in der höchsten Eishockeyliga der Schweiz, der National League A, und ist seit 1959 zwölfmal Schweizer Meister geworden, zuletzt in der Saison 2009/2010. Europaweit hat der SCB bei Heimspielen den höchsten Zuschauerdurchschnitt.[116]

Der BSV Bern Muri wurde 1951 als TV Oberseminar gegründet und ist heute einer der grössten Handballclubs der Schweiz. Er wurde dreimal Meister in der Swiss Handball League, das letzte Mal im Jahr 1985. Aktuell spielt der Verein in der höchsten nationalen Spielklasse.

Der Stadtturnverein Bern wurde 1873 gegründet und gehört mit rund 2000 Mitgliedern zu den grössten Turnvereinen der Schweiz. Bekannt ist der STB vor allem durch seinen Mitgliedsverein STBern Leichtathletik. Der STBern Leichtathletik ist der grösste und einer der erfolgreichsten Leichtathletik-Vereine der Schweiz[117].

In weniger beachteten Sportarten haben insbesondere der American-Football-Verein Bern Grizzlies und der Baseball- und Softball-Verein Bern Cardinals einige internationale Erfolge aufzuweisen.

Sportveranstaltungen

Bern war einer von sechs Spielorten der Fussball-Weltmeisterschaft 1954 und einer von acht Spielorten der Fussball-Europameisterschaft 2008.[118][119] Weiterhin war Bern Spielort der Eishockey-Weltmeisterschaften 1971, 1990 und 2009 und wurde zum Austragungsort der Eiskunstlauf-Europameisterschaft 2011 erkoren.[120][121]

Jährlich findet in Bern mit dem Grand Prix von Bern der grösste Breitensport-Anlass der Schweiz statt. An dieser Laufveranstaltung nehmen regelmässig über 25'000 Läufer aus dem In- und Ausland teil. Die Originalstrecke verläuft teilweise durch die historische Altstadt und der Aare entlang.[122]

Der ebenfalls in Bern stattfindende Schweizer Frauenlauf steht nur Frauen offen und ist mit knapp 13'000 Teilnehmerinnen der grösste Frauenlauf in Europa und der grösste Frauensportanlass in der Schweiz. Der 5-Kilometer-Hauptlauf lockt als Teil des Post-Cups auch Eliteläuferinnen an. Seit 2005 gibt es zusätzlich eine 10-Kilometer-Strecke. Ausserdem gibt es eine 15-Kilometer-Strecke für Walking und Nordic Walking. Der Frauenlauf führt seit 2005 durch die Berner Innenstadt und endet auf dem Bundesplatz.[123][124]

Das «Bern Open» ist heute das bestbesetzte Curling-Turnier Europas und zählt im internationalen Curling als eines der bedeutendsten Turniere ausserhalb der Curling-Hochburg Kanada.

Im Bremgartenwald lag die Bremgarten-Rundstrecke, auf der von 1931 bis 1955 Motorsportveranstaltungen stattfanden.

Siehe auch

 Portal:Bern – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten über Bern

Quellen

  • Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, II. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Bern, Erster Teil: Stadtrechte, Bde. 1-12. online

Literatur

  • Robert Barth et al. (Hrsg.): Bern – die Geschichte der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert. Stämpfli, Bern 2003, ISBN 3-7272-1271-3.
  • Die Kunstdenkmäler der Schweiz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Bern. Stadt Bern:
    • Paul Hofer: Die Stadt Bern. 2 Bände, Birkhäuser, Basel 1952–1959.
    • Paul Hofer: Die Staatsbauten der Stadt Bern. Unveränderter Nachdruck mit Nachträgen von Georges Herzog, Birkhäuser, Basel 1982.
    • Paul Hofer und Luc Mojon: Die Kirchen der Stadt Bern. Birkhäuser, Basel 1969.
    • Luc Mojon: Das Berner Münster. Birkhäuser, Basel 1960.
  • Richard Feller: Geschichte Berns. 4 Bände, 2., korrigierte Auflage, Lang, Bern 1974.
  • Bernhard Furrer: Die Stadt Bern. Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 1994, ISBN 3-85782-553-7; Online.
  • Werner Juker: Bern. Bildnis einer Stadt. (Die grossen Heimatbücher), 3. Auflage Haupt, Bern 1971.
  • Fridolin Limbach: Die schöne Stadt Bern. Die bewegte Geschichte der alten «Märit»- oder «Meritgasse», der heutigen Gerechtigkeits- und Kramgasse und der alten Zähringerstadt Bern. Handdrucke, Zeichnungen, Bau- und Hausgeschichten, Chroniken, alte Drucke, Berner Mandate, Regierungserlasse und Karten. Benteli, Bern 1988, ISBN 3-7165-0273-1.
  • Christian Lüthi, Bernhard Meier (Hrsg.): Bern – eine Stadt bricht auf. Schauplätze und Geschichten der Berner Stadtentwicklung zwischen 1798 und 1998. Haupt, Bern 1998, ISBN 3-258-05721-4.
  • Rainer C. Schwinges et al. (Hrsg.): Berns mutige Zeit: Das 13. und 14. Jahrhundert neu entdeckt. BLMV und Stämpfli, Bern 2003, ISBN 3-292-00030-0 und ISBN 3-7272-1272-1.
  • Hans Strahm: Geschichte der Stadt und Landschaft Bern. Francke, Bern 1971.
  • Peter Studer: Bern: Stadtporträt: Geschichte, Bundesstadt, Szene, Kultur, Landschaft. AS, Zürich 1997, ISBN 3-905111-12-8.

Weblinks

 Commons: Bern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Dateikategorie Dateien: Bern – lokale Sammlung von Bildern und Mediendateien
Vorlage:Dateikat/Fehler
Wiktionary: Bern – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Bern – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Ungültiger Metadaten-Schlüssel Quelle
  2. 2,0 2,1 Monatsbericht Juli 2011. Stadt Bern, Präsidialdirektion, Abteilung Stadtentwicklung, abgerufen am 2011-08-28 (PDF).
  3. Bern in Zahlen – Aktuelles. Stadt Bern, abgerufen am 29. Oktober 2011: „Einwohnerzahl September 2011: 133'444 Personen“
  4. Bundesamt für Statistik: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Agglomerationen
  5. Website der Greater Geneva Berne area
  6. Bundesamt für Statistik. Abgerufen am 11. April 2009.
  7. Geologischer Atlas der Schweiz 1:25 000; Bern (LK 1166), 2000
  8. Auf der Alpensüdseite 41.5 Grad gemessen. MeteoSchweiz, 12. August 2003, abgerufen am 9. September 2009.
  9. Bernhard Mühr: Das Klima in Bern. 15. Juni 2007, abgerufen am 4. März 2009.
  10. MeteoSchweiz. Abgerufen am 5. April 2009.
  11. INSA Seite 249
  12. Monatsbericht Januar 2009. Stadt Bern, Präsidialdirektion, Abteilung Stadtentwicklung, März 2009, S. 3 (1), abgerufen am 10. März 2009 (PDF, 400 KB).
  13. Gemeinden. Geoportal des Kantons Bern, abgerufen am 7. August 2009.
  14. Wahlkreisreform 2010. Regierungsrat des Kantons Bern, abgerufen am 7. August 2009.
  15. Agglomerationen, Stadt und Land: Ständige Wohnbevölkerung im städtischen und ländlichen Raum. Statistik Schweiz, abgerufen am 6. August 2009.
  16. Gemeinden des Vereins Region Bern (VRB). Abgerufen am 7. August 2009.
  17. Gemeinden der Agglomeration Bern. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 7. August 2009.
  18. Website New Bern, North Carolina. Abgerufen am 9. September 2009 (englisch).Website Bern, Kansas, History. Abgerufen am 9. September 2009 (englisch).Website Berne, Indiana, History. Abgerufen am 12. August 2009 (englisch).
  19. Konrad Justinger: Cronicka der Stadt Bern. In: DigiBern. Universität Bern, 4. November 2006, S. 53, abgerufen am 10. September 2009 (PDF 92 MB, Mittelhochdeutsch).
  20. Andres Kristol (Hrsg.): Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Huber, Frauenfeld 2005, ISBN 3-7193-1308-5, S. 143.
  21. Vorrömische Zeit. Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 4. Mai 2009.
  22. Römische Zeit. Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 4. Mai 2009.
  23. Frühmittelalter. Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 4. Mai 2009.
  24. Cronica de Berno. In: Die Berner-Chronik des Conrad Justinger; nebst vier Beilagen: 1) Cronica de Berno 2) Conflictus Laupensis 3) Die anonyme Stadtchronik oder der Königshofen Justinger 4) Anonymus Friburgensis. Herausgegeben im Auftrag und mit Unterstützung der allgemeine geschichtforschenden Gesellschaft der Schweiz von Gottlieb Studer, Bern 1871, Digitale Ausgabe 2006, abgerufen am 7. Mai 2009.
  25. 25,0 25,1 Die Siedlungs- und Bevölkerungsentwicklung. Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 4. Mai 2009.
  26. Dario Gamboni, Georg Germann, François de Capitani, Kunstmuseum Bern, Bernisches Historisches Museum, Council of Europe.; Dario Gamboni und Georg Germann, unter Mitwirkung von François de Capitani. (Hrsg.): Zeichen der Freiheit. Das Bild der Republik in der Kunst des 16. bis 20. Jahrhunderts. Verlag Stämpfli & Cie AG, Bern 1991, ISBN 3727291850.
  27. Andreas Fankhauser: Der Kanton Bern unter der Trikolore 1798–1803. Abgerufen am 8. September 2009.
  28. Emil Erne: Schrift 175 Jahre Stadt Bern als Einwohnergemeinde. Stadtarchiv der Stadt Bern, abgerufen am 9. September 2009.
  29. Beat Junker: Erster Teil: Regeneration. In: Geschichte des Kantons Bern seit 1798: Band II: Die Entstehung des demokratischen Volksstaates 1831–1880. Historischer Verein des Kantons Bern, abgerufen am 14. Mai 2009.
  30. Beat Junker: Die Anfänge der Arbeiterbewegung im Kanton Bern. In: Geschichte des Kantons Bern seit 1798, Band III: Tradition und Aufbruch 1881–1995. Historischer Verein des Kantons Bern, abgerufen am 14. Mai 2009.
  31. Bundesstadt. In: Historisches Lexikon der Schweiz. Abgerufen am 9. September 2009.
  32. Seit 1948 Teilorganisation der Vereinten Nationen (UNO) mit Sitz in Genf.
  33. Seit 1960 Sitz in Genf.
  34. Michael Baumgartner und Josef Helfenstein: Paul Klee: Das Frühwerk 1899–1910. Zentrum Paul Klee, abgerufen am 9. September 2009.
  35. Bern (Gemeinde), Politisches System und Politik. Historisches Lexikon Schweiz, abgerufen am 18. April 2009.
  36. Von Christo verpackte Kunsthalle Bern. Abgerufen am 9. September 2009.
  37. Die Achtziger Bewegung; Chronologie der Ereignisse; Bern. Abgerufen am 9. September 2009.
  38. François de Capitani; Anne-Marie Biland (Hrsg.): Bern im Wandel. Die Stadt in alten Fotografien von Anne-Marie Biland.. Grafino Verlag, Bern 1985, ISBN 3728053791 (Vorwort).
  39. Bern – Das 19. und 20. Jahrhundert – Wirtschaft und Gesellschaft. Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 9. Januar 2010.
  40. Aktuelles. Stadt Bern, August 2009, abgerufen am 5. August 2009.
  41. Die Wohnbevölkerung der Stadt Bern Ende 2008. Stadt Bern, Präsidialdirektion, Abteilung Stadtentwicklung, März 2009, abgerufen am 25. April 2009 (PDF, 704 KB).
  42. Burgergemeinde Bern. Abgerufen am 9. Januar 2010.
  43. Wohnbevölkerung nach Hauptsprache und Statistischen Stadtteilen/Bezirken 2000. Statistikdienste der Stadt Bern, 8. November 2005, abgerufen am 4. Juni 2009 (PDF, 21 KB).
  44. Beat Siebenhaar, Fredy Stäheli: Sprachschichten einst und jetzt; Soziale Schichten und ihre Mundart in Bern. In: Stadtberndeutsch – Sprachporträts aus der Stadt Bern Phonogrammarchiv der Universität Zürich (Schweizer Dialekte in Text und Ton 5.1) Licorne Verlag Murten 2000. ISBN 3-85654-823-8. Abgerufen am 11. Juni 2009.
  45. Daten über die Religionszugehörigkeit (M6): Eidgenössische Volkszählung 2000. Stadt Bern, Statistikdienste, abgerufen am 18. August 2009.
  46. Die Wohnbevölkerung der Stadt Bern Ende 2009, Statistikdienste Stadt Bern, Kurzbericht, März 2010
  47. Schweizerische Evangelische Allianz – Deutschschweiz: Allianz-Sektionen. Abgerufen am 9. Januar 2010.
  48. Conrad Justinger: Berner Chronik
  49. Emil Dreifuss: Juden in Bern. Bern 1983, abgerufen am 7. Mai 2009.
  50. Hindu-Tempel in Bern-Bethlehem auf dem Videoportal des Schweizer Fernsehens Abgerufen am 26. Dezember 2009
  51. Informationen auf religionenschweiz.ch Abgerufen am 26. Dezember 2009
  52. 52,0 52,1 Gemeinderat. Stadt Bern, 28. Januar 2009, abgerufen am 15. März 2009.
  53. Motion Reto Nause (CVP): Exekutivmitglieder sollen das Vertrauen der Bevölkerungsmehrheit geniessen: Majorzwahlen einführen. Gemeinderat von Bern, 31. März 2008, abgerufen am 15. März 2009 (PDF, 87 KB).
  54. Berner Regierung gewählt. Stadt Bern, 12. Dezember 2008, abgerufen am 15. März 2009.
  55. Alexander Tschäppät – Stadtpräsident. Stadt Bern, 13. Februar 2009, abgerufen am 15. März 2009.
  56. Fraktionen im Stadtrat. Stadt Bern, abgerufen am 15. März 2009.
  57. Interpellation Fraktion SP/JUSO (Andreas Flückiger/Markus Lüthi, SP): Das orange Wunder von Bern: Diese Freundschaft muss gepflegt werden! Was können wir tun? Gemeinderat der Stadt Bern, 22. Oktober 2008, abgerufen am 24. Februar 2009 (PDF).
  58. Pascal Ladner: Siegel und Heraldik, in: Rainer C. Schwinges et al. (Hrsg.): Berns mutige Zeit: Das 13. und 14. Jahrhundert neu entdeckt. BLMV und Stämpfli, Bern 2003, ISBN 3-292-00030-0 und ISBN 3-7272-1272-1, S. 244 f.
  59. Beschluss des Regierungsrates betreffend Bereinigung der Amtsbezirkswappen vom 31. Oktober 1944. Regierungsrat des Kantons Bern, abgerufen am 9. September 2009.
  60. Corporate-Design-Manual der Stadt Bern
  61. http://www.bern.ch/stadtverwaltung/prd/infodienst/corporatedesign
  62. beco Berner Wirtschaft, K+S-Bulletin 1-2009
  63. Statistisches Jahrbuch der Stadt Bern 2007, 03 Arbeit und Erwerb, S. 70ff.
  64. Schweizerische Bundesbahnen. Abgerufen am 20. März 2009.
  65. BLS. Abgerufen am 18. Juni 2009.
  66. Weltpostverein (französisch/englisch), abgerufen am 18. Juni 2009
  67. Schoggitobler – Unitobler – Uni; Universität Bern, UNIPRESS Heft 108, April 2001 Abgerufen: 19. Juni 2009
  68. Ovomaltine - Geschichte 1904 Abgerufen: 19. Juni 2009
  69. Berner Kantonalbank. Abgerufen am 20. März 2009.
  70. 70,0 70,1 Ankünfte und Übernachtungen in Hotelbetrieben 2008, 2007, 2006 und 2005. Statistikdienste der Stadt Bern, 11. August 2008, abgerufen am 14. März 2009 (PDF, 13 KB).
  71. Bern ist top! Bern Tourismus, 20. Februar 2009, abgerufen am 14. März 2009 (PDF, 30 KB).
  72. Mercer-Studie zur Lebensqualität 2009. Mercer, 28. April 2009, abgerufen am 10. August 2009.
  73. Tourismus nach Monaten. Statistikdienste der Stadt Bern, 18. Februar 2009, abgerufen am 14. März 2009 (PDF, 24 KB).
  74. Medien. Abgerufen am 20. März 2009.
  75. Studios von Schweizer Radio DRS. Abgerufen am 22. März 2009.
  76. Spielräume und Lichtblicke – Ein neuer Tiefbahnhof für Bern. Zukunft Bahnhof Bern, November 2008, S. 2, abgerufen am 26. Februar 2009 (PDF, 1,4 MB).
  77. S-Bahn-Liniennetz 2009. Abgerufen am 5. Mai 2009.
  78. Fähre Reichenbach. Abgerufen am 20. März 2009.
  79. Kurznachrichten des Gemeinderats, 19. September 2007 Abgerufen: 20. Juni 2009
  80. Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL. Abgerufen am 1. Juni 2009.
  81. Anfahrt. Abgerufen am 1. Juni 2009.
  82. Homepage der Schweizer Luftwaffe, Flughafen Bern-Belp. Abgerufen am 2. Juli 2009.
  83. Lufttransportdienst des Bundes (LTDB): Factsheet. Abgerufen am 16. September 2009.
  84. Organisation. Energie Wasser Bern, abgerufen am 29. Juni 2009.
  85. Wasser. Energie Wasser Bern, abgerufen am 29. Juni 2009.
  86. Facts & Figures 2007. BKW FMB Energie AG, abgerufen am 26. Februar 2009 (PDF, 743 KB).
  87. Die Stadt Bern – Energie. Stadt Bern, 24. Februar 2009, abgerufen am 26. Februar 2009.
  88. BKW FMB Energie AG – Geschichte. BKW FMB Energie AG, abgerufen am 26. Februar 2009.
  89. Die Stadt Bern – Energiestadt Bern. Stadt Bern, 21. Oktober 2008, abgerufen am 26. Februar 2009.
  90. Das Schulsystem in der Stadt Bern. Stadt Bern, abgerufen am 14. März 2009.
  91. "Stadt Bern - Volksschule"
  92. Gymnasien im Kanton Bern
  93. Barbara Kunz, Stéphane Cappelli: Studierende an den universitären Hochschulen 2007/08. In: Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Statistik der Schweiz. Neuchâtel 18. Juni 2008, ISBN 978-3-303-15458-8, S. 11 (1,3 MB, Online, abgerufen am 14. März 2009).
  94. Reto Weber, Stéphane Cappelli: Studierende an den Fachhochschulen 2007/08. In: Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Statistik der Schweiz. Neuchâtel 19. Juni 2008, ISBN 978-3-303-15457-1, S. 11 (2,0 MB, Online, abgerufen am 14. März 2009).
  95. Departemente. Berner Fachhochschule, abgerufen am 14. März 2009.
  96. http://www.stadttheaterbern.ch/713-ueberuns.html
  97. Schlachthaus Theater Bern. Abgerufen am 22. März 2009.
  98. Information Dampfzentrale Bern
  99. Titanic; and the band played on
  100. Chöre in Bern
  101. Gurtenfestival. Abgerufen am 20. März 2009.
  102. 102,0 102,1 Jörg Theilacker: Bern. In: Microsoft Encarta 2007.
  103. Zibelemärit (Zwiebelmarkt). Stadt Bern, 24. Februar 2009, abgerufen am 20. März 2009.
  104. Berner Geranium Märit – die Anfänge. Verein Bärner Granium-Märit, abgerufen am 20. März 2009.
  105. Berner Geranium Märit – die Entwicklung. Verein Bärner Granium-Märit, abgerufen am 20. März 2009.
  106. Märkte in Bern. Stadt Bern, 12. März 2009, abgerufen am 20. März 2009.
  107. Berner Fasnacht. Abgerufen am 20. März 2009.
  108. 1. August-Feier mit Feuerwerk und Lichtermeer. Stadt Bern, 18. Juli 2008, abgerufen am 22. März 2009.
  109. 10 Jahre Sichlete auf dem Bundesplatz. Landwirtschaftlicher Informationsdienst, 9. September 2008, abgerufen am 20. März 2009.
  110. Weltkulturerbe der UNESCO: Altstadt von Bern (1983). Abgerufen am 9. Januar 2010.
  111. Nomination of the Old City of Berne / Nomination de la cité vielle de Berne. International Council on Monuments and Sites, abgerufen am 15. März 2009.
  112. Bern. Tourismusbüro Bern, abgerufen am 15. März 2009.
  113. wankdorfstadion.ch: Zahlen und Fakten zum Stade de Suisse
  114. Marzilibad – Freibad und Aare-Flussbad
  115. Sportamt der Stadt Bern, Lageplan aller Sportanlagen und Bäder
  116. Grosser Erfolg auch im sportlichen Misserfolg. In: Aargauer Zeitung. AZ Medien Gruppe, 25. August 2005.
  117. Swiss Athletics. Abgerufen am 24. November 2011.
  118. Raphael Weber: Fussball-WM 1954. Abgerufen am 22. Mai 2009.
  119. Fussball-Europameisterschaft 2008. Abgerufen am 20. März 2009.
  120. 2009 IIHF WELTMEISTERSCHAFT SCHWEIZ. Swiss Ice Hockey, abgerufen am 22. Mai 2009.
  121. Eiskunstlauf-EM 2011 in Bern. Abgerufen am 20. März 2009.
  122. Grand-Prix von Bern. Abgerufen am 16. November 2011.
  123. Schweizer Frauenlauf. Schweizer Mittelland Tourismus, abgerufen am 27. Februar 2009.
  124. Facts and Figures. Schweizer Frauenlauf Bern, abgerufen am 27. Februar 2009.
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 19. Februar 2010 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Bern aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.