Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Alice Munro

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alice Munro; geborene Alice Ann Laidlaw (* 10. Juli 1931 in Wingham, Ontario) ist eine kanadische Autorin. Mit ihrem umfangreichen erzählerischen Werk ist sie in Kanada und im angelsächsischen Sprachraum eine Bestsellerautorin. Munro wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2009 mit dem Man Booker International Prize. Alice Munro lebt in Ontario und in British Columbia.

Leben und Werk

Munro wuchs als älteste Tochter zusammen mit ihren beiden Geschwistern auf einer Silberfuchsfarm in Wingham auf. Als sie zehn Jahre alt war, erkrankte ihre Mutter an einer seltenen Form der Parkinson-Krankheit. Zwischen 1949 und 1951 studierte sie Journalismus an der University of Western Ontario. Aus Geldmangel brach sie ihr Studium ab, heiratete Jim Munro und gebar vier Töchter; eine davon starb kurz nach ihrer Geburt. Ihre Tochter Sheila Munro publizierte 2002 die Kindheitserinnerungen in Lives of Mothers and Daughters: Growing Up With Alice Munro. 1972 trennte sich Munro von ihrem Ehemann; 1976 heiratete sie den Geographen Gerold Fremlin.

Munro musste lange warten, bis eine erste Sammlung ihrer Erzählungen publiziert wurde. Ihr Debüt Dance of the Happy Shades wurde 1968 von der Kritik begeistert gefeiert und ausgezeichnet. Bisher sind 10 Bände mit Erzählungen und ein Roman entstanden. In The View from Castle Rock erzählt sie die Geschichte ihrer schottischen Vorfahren (ein entfernter Vorfahr ist der schottische Dichter James Hogg) sowie ihrer eigenen Kindheit und Jugend in Kanada.

Munro knüpft mit ihren Kurzerzählungen an die angelsächsische Tradition der Short Stories an. Ihre Geschichten sind realitätsnah, abgründig, unsentimental und haben häufig einen offenen Schluss.

Werke

  • 1968 Dance of the Happy Shades (dt. Tanz der seligen Geister, Dörlemann Verlag 2010, ISBN 978-3-908777-55-7).
  • 1971 Lives of Girls and Women (dt. Kleine Aussichten, Klett-Cotta, Stuttgart 1983, ISBN 3-608-95013-3).
    • 1988: Kleine Aussichten. Ein Roman von Mädchen und Frauen, dtv/Klett-Cotta, München, ISBN 3-423-10916-5.
  • 1974 Something I’ve Been Meaning to Tell You (dt. Was ich dir schon immer sagen wollte, Dörlemann Verlag 2012, ISBN 978-3-908777-56-4)[1]
  • 1977 The Moons of Jupiter (dt. Die Jupitermonde, 1986, ISBN 3-608-95322-1)
  • 1978 Who Do You Think You Are? (dt. Das Bettlermädchen: Geschichten von Flo und Rose, 1981, ISBN 3-12-905571-1 und Neuaufl.)
  • 1986 The Progress of Love (dt. Der Mond über der Eisbahn, 1989, ISBN 3-608-95559-3)
  • 1990 Friend of My Youth (dt. Glaubst du, es war Liebe?, 2005, ISBN 3-8333-0003-5)
  • 1994 Open Secrets (dt. Offene Geheimnisse, 1996, ISBN 3-608-93371-9)
  • 1998 The Love of a Good Woman (dt. Die Liebe einer Frau, 2000, ISBN 3-10-048811-3, und: Der Traum meiner Mutter, 2002, ISBN 3-10-048817-2)
  • 2001 Hateship, Friendship, Courtship, Loveship, Marriage (dt. Himmel und Hölle, 2004, ISBN 3-10-048819-9)
  • 2004 Runaway (dt. Tricks, 2006, ISBN 3-10-048826-1)
  • 2006 The View from Castle Rock (dt. Wozu wollen Sie das wissen?, 2008, ISBN 978-3-10-048827-5)
  • 2009 Too much happiness (dt. Zu viel Glück: Zehn Erzählungen, aus dem Englischen von Heide Zernig, Fischer, Frankfurt am Main 2011 ISBN 978-3-10-048833-6)[2]
  • 2012: Dear Life: Stories.[3]

Zusätzlich wurden drei Best-of-Bände publiziert:

  • 1996 Selected Stories
  • 2003 No Love Lost (u. a. mit „The Bear Came Over the Mountain“)
  • 2004 Vintage Munro

Verfilmungen (Auswahl)

  • 1994: Mütter und Töchter (Lives of girls and women)
  • 2006: An ihrer Seite (Away From Her) – basierend auf der Kurzgeschichte „The Bear Came Over the Mountain“

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

  • Coral Ann Howells: Alice Munro, Manchester [u.a.] : Manchester University Press, 2007, ISBN 978-0-7190-4559-2
  • Robert Thacker: Alice Munro : writing her lives; a biography, Toronto, Ont. : Emblem, McClelland & Stewart, 2011, ISBN 978-0-7710-8510-9

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Es muss nicht immer Rattengift sein - Frühe Erzählungen der kanadischen Meisterin Alice Munro, Rezension in der NZZ vom 22. Mai 2012, abgerufen am 9. Juni 2012
  2. Deutschlandfunk vom 2. November 2011: „Erzählungen über Menschen im Ausnahmezustand“ Rezension von Gabriele Killert über Zu viel Glück
  3. Book Review: 'Dear Life' by Alan Cheuse, NPR 19. November 2012, abgerufen 20. November 2012


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Alice Munro aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.