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1931

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Ereignisse

  • 1931: Nobelpreis für Medizin an: Otto Warburg
  • 30. Oktober 1931: Ruth Klüger in Wien geboren; vielfach ausgezeichnete Autorin und Literaturwissenschaftlerin; bereits in ihrer frühen Kindheit erlebte sie den Antisemitismus und die systematische Ausgrenzung der Juden aus dem öffentlichen Leben in ihrer Heimatstadt; der Vater ebenso wie ihr Halbbruder fielen dem Holocaust zum Opfer; 1943 wurde sie im Alter von 11 Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter nach Theresienstadt deportiert; es folgten Aufenthalte in Auschwitz und Christianstadt, einem Aussenlager des KZ Gross-Rosen; 1945 gelang ihr die Flucht; Studium in Regensburg (ein Studienkollege war Martin Walser, der in ihrer Autobiographie in der Figur des „Christoph“ porträtiert ist); 1947 Emigration in die USA, Studium in New York und Berkeley/Cal.; 1980 bis 1986 Professorin an der Princeton University, danach Professorin für Germanistik in Irvine/Cal. sowie seit 1988 Gastprofessorin an der Georg-August-Universität Göttingen; befasste sich intensiv mit Heinrich von Kleist; 1992 Autobiographie „Weiter leben. Eine Jugend“; Ruth Klüger schreibt auch unter dem Namen Ruth Angress
  • 6.11.1931: Mike Nichols in Berlin geboren als Michael Igor Peschkowsky (russisch-jüdischen Vater, deutsch-jüdische Mutter: Brigitte Landauer, Tochter Hedwig Lachmanns), US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent; 1939 flohen seine Eltern mit ihm in die USA, er lebte fortan in Chicago, studierte zunächst Psychologie, interessierte sich aber zunehmend für Theater und Varieté; in den späten 1950er Jahren gründete er mit Elaine May eine Comedy-Gruppe, deren Programm es bis an den Broadway schaffte; 1961 trennten sie sich, Nichols blieb jedoch dem Broadway als Autor und Regisseur verbunden und konnte mit Stücken wie „Barfoot in the Park“, „Luv“ und „The Odd Couple“ – „Ein verrücktes Paar“ einige Publikumserfolge vorweisen; bereits sein Debüt als Regisseur von „Wer hat Angst vor Viginia Woolf“ (mit Richard Burton und Elizabeth Taylor) brachte ihm 1966 eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester Regisseur“ ein; ein Jahr später gewann er den Oscar als Regisseur des Films „Die Reifeprüfung“, der auch Dustin Hoffman zum Star machte; von Kritikern wurde er inzwischen als Starregisseur gefeiert und als Mitbegründer der New Hollywood-Ära betrachtet; in den 1970ern konnte er an diese Erfolge nicht mehr anknüpfen; nach einigen Kino-Flops konzentrierte er sich zunehmend auf das Produzieren von Broadway-Stücken und Fernsehserien; in den 1980ern drehte er verschiedene Filme, die zwar bei der Kritik, aber nicht unbedingt bei den Kinobesuchern ankamen; in drei dieser Filme setzte er Meryl Streep in Szene; als grosser Erfolg erwies sich hingegen die starbesetzte Komödie „Die Waffen der Frau“; auch in den 1990er Jahren hatte Nichols unterschiedliches Glück bei der Auswahl seiner Filme, ein Erfolg war die Komödie „The Birdcage“ – „Ein Paradies für schrille Vögel“ (1995) mit Robin Williams und Gene Hackman in den Hauptrollen; danach konzentrierte sich Nichols wieder auf das Theater, war sowohl dort wie auch bei Film-Adaptionen sowie weiteren Filmen erfolgreich; Mike Nichols ist seit 1988 mit der Fernsehjournalistin Diane Sawyer verheiratet und hat drei Kinder: Daisy, Max und Jenny; er ist einer der wenigen Menschen, die jeweils mindestens einen der grossen Preise in der US-Unterhaltungsindustrie erhalten haben (Oscar, Emmy, Tony, Golden Globe)
  • 8. Dezember 1931: Einführung der "Reichsfluchtsteuer"

Bücher

  • Göttinger Septuaginta, Göttingen 1931 (kritische Ausgabe)
  • S. Ginzburg, The Life and Works of Moses Hayyim Luzzatto, founder of modern Hebrew Literature, Philadelphia 1931
  • H. Sperling, M. Simon, P. Levertoff, The Zohar, 5 Bände, London 1931-1934 (gekürzte Übersetzung)

Zeitungen und Zeitschriften

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