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1933

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Ereignisse

  • 16.1.1933-28.12.2004: Susan Sontag (geboren als Susan Rosenblatt), US-amerikanische, vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin, Kulturtheoretikerin, Publizistin und Filmregisseurin, geb. und gest. in New York; sie fand grosse Beachtung mit zahlreichen kulturkritischen und kulturtheoretischen Essays, in denen sie sich u. a. für die avantgardistische Literatur der Moderne einsetzte; gilt als scharfe Analytikerin herrschender gesellschafts- und kulturpolitischer Tendenzen, war bekannt für ihren Einsatz für die Menschenrechte sowie als Kritikerin besonders auch der Vereinigten Staaten von Amerika; Essays: "Against Interpretation" („Kunst und Antikunst“), 1966; "Under the Sign of Saturn" (1980, Essays über E. M. Cioran, Antonin Artaud, H. J. Syberberg, Roland Barthes, Leni Riefenstahl, Walter Benjamin, Elias Canetti); „Aids and Its Metaphors“, 1989; "Regarding the Pain of Others" (2003), Essay über die Kriegsfotografie; Romane: "The Benefactor" ("Der Wohltäter"), 1963; „Der Liebhaber des Vulkans“, 1992; „In Amerika“, 2000; erhielt 2003 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels; Susan Sontag war die Tochter eines Exportkaufmanns und einer Lehrerin; während die Eltern in der Republik China waren, wurde sie von den Grosseltern aufgezogen; als Susan sechs Jahre alt war, starb ihr Vater an Tuberkulose; die Mutter heiratete erneut; der Name des Stiefvaters war Sontag; 1949 ging Susan Sontag an die Universität in Chicago und studierte Französisch, Literatur und Philosophie; 1950 – mit 17 Jahren – heiratete sie den Soziologen Philip Rieff, mit dem sie eine Studie über den Einfluss von Sigmund Freud auf die moderne Kultur veröffentlichte; seit 1988 lebte sie in einer Beziehung mit der Fotografin Annie Leibovitz (Sontag war bisexuell und hatte intensive Beziehungen auch zu anderen interessanten Frauen); Susan Sontag wohnte im New Yorker Stadtteil Chelsea, sie trat als scharfe Kritikerin der Bush-Regierung, insbesondere des Irak-Kriegs, in Erscheinung; sie galt neben Mary McCarthy und Joan Didion als femme de lettres; grosse Anerkennung fanden ihre Essays zur Ästhetik und Hermeneutik in Fotografie, Film, Literatur und Kunst; in verschiedenen Bereichen war Sontag auch für Theater und Film tätig; sie starb im Alter von 71 Jahren in New York an Leukämie (die evtl. eine Spätfolge früherer Chemo- und Strahlentherapien war, die ihr verordnet wurden, als fortgeschrittener Brustkrebs und eine seltene Form von Gebärmutterkrebs festgestellt worden war); sie wurde auf dem Cimetière Montparnasse in Paris beigesetzt
  • 30.1.1933: "Machtergreifung"
  • 19.3.1933: Philip Roth (Philip Milton Roth) in Newark, N. J., geboren, US-amerikanisch-jüdischer Romancier und Bestsellerautor, gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller der Gegenwart, gesellschaftskritischer, satirischer Erzähler mit absurdem Humor, schildert das Leben der Grossstadt und die jüdische Minderheit mit besonderem Blick auf ihre Neurosen, immer dem prallen Leben auf der Spur; -- Werkauswahl: Romane: „Letting Go“, 1962; „Portnoy’s Complaint“, 1969; „Patrimony“, 1991 (deutsch: Mein Leben als Sohn); „Operation Shylock“, 1993; „Sabbath’s Theater“, 1995; „American Pastoral“, 1997 (dafür den Pulitzer-Preis; deutsch: Amerikanisches Idyll); „I married a Communist“, 1998; „The Humain Stain“, 2000 (deutsch: Der menschliche Makel); Kurzgeschichten (u. a.): „Zuckerman Unbound“, 1981; Roths Grosseltern kamen aus Osteuropa und sprachen Jiddisch; Roth selbst studierte 1950-1951 an der Rutgers University, erwarb 1954 an der Bucknell University in Lewisburg/Pennsylvania den B. A. in Englisch, graduierte ein Jahr darauf in Chicago zum M. A. und erhielt die Lehrerlaubnis; 1955-1956 diente er in der Armee, anschliessend war er von 1956-1958 Dozent für Englische Literatur an der Universität von Chicago, 1959/1960 Guggenheim Fellow, danach lehrte er bis 1962 an der University of Iowa Creative Writing; 1962 bis 1980 in Princeton, dann an der University of Pennsylvania, ab 1989 Dozent für Creative Writing am Hunter College in New York
  • 1. April 1933: Judenboykott in ganz Deutschland
  • 7. April 1933: Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums
  • 25. April 1933: Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen
  • 10.5.1933: Tag der reichsweiten Bücherverbrennung "wider den undeutschen Geist"
  • 15.7.1933: Aus einem Brief Stefan Zweigs vom 15.7.1933 an seinen französischen Schriftstellerkollegen, den Literaturnobelpreisträger Romain Rolland: "Ich habe fast vergessen, dass ich einmal Schriftsteller war. Ich arbeite beinahe nichts, eine Starre hat mich befallen, ein ungeheurer Ekel - immerhin, warum es leugnen, sie haben uns ins Herz getroffen. Man wird Jahre brauchen, um sich wieder zu fangen. Jeder Tag bringt neue deprimierende Dinge: Beispiele von Feigheit, von Brutalität, von Idiotie. Und die Schreie derer, die heldenhaft ermordet sterben, bleiben unbemerkt. Niemand wird all die Martyrien erfahren, die sich in unseren Tagen vollziehen"
  • 24.11.1933: Verabschiedung des Reichstierschutzgesetzes
  • 1933-1935: Berner Prozess

Bücher

  • J. Meitlis, Das Maassebuch, seine Entstehung und Quellengeschichte, Berlin 1933
  • J. Guttmann, Die Philosophie des Judentums, München 1933
  • F. Rosenzweig, Jehuda Halevi. Zionslieder, Berlin 1933
  • A. Reisen, Gesammelte Schriften, 14 Bände, New York 1933
  • J. Z. Lauterbach, Mekilta de Rabbi Ishmael, 3 Bände, Philadelphia 1933-1935 (mit engl. Übersetzung)
  • P. Markisch, Gesammelte Werk, 2 Bände, Moskau 1933-1936

Zeitungen und Zeitschriften

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