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Ereignisse

  • 2022: Wirtschafts-Nobelpreis an: Ben Bernanke
  • 15.1.2022: Geiseln aus Synagoge in Texas befreit. Eine Geiselnahme in einer Synagoge hat die Polizei im US-Staat Texas in Atem gehalten. Nach stundenlangen Verhandlungen mit dem Geiselnehmer drangen Spezialkräfte am Samstagabend (Ortszeit) in die Reform-Synagoge Congregation Beth Israel in der Stadt Colleyville nahe Fort Worth ein und befreiten die Geiseln, die unverletzt blieben. Der Täter, ein 44 Jahre alter Brite, wurde erschossen. Der Geiselnehmer hatte eine in Texas inhaftierte pakistanische Wissenschaftlerin, Aafia Siddiqui, freipressen wollen, die 2010 wegen versuchten Mordes an US-Soldaten in Afghanistan verurteilt wurde. Der Mann, den die Polizei als Malik Faisal Akram aus Blackburn identifizierte, hatte vormittags während eines Gottesdienstes in der Synagoge der 26.000-Einwohner-Stadt vier Geiseln genommen und sich über Stunden mit ihnen verschanzt. Unter ihnen war auch der Rabbiner, Charlie Cytron-Walker. In Akrams Heimat verkündete man auf der Website der Blackburn Muslim Community, dass „Faisal Akram auf traurige Weise diese vorübergehende Welt verlassen hat“ und betete, dass Allah ihn „mit den höchsten Rängen des Paradieses segnet“. Blackburn hat zahlreiche Dschihadisten hervorgebracht, darunter den jüngsten Terroristen des Vereinigten Königreichs, mehrere Dschihadisten, die sich dem Islamischen Staat angeschlossen haben, einen Komplizen des Schuhbombenlegers Richard Reid und einen Terroristen, der eine Schlüsselrolle in einem Al-Qaida-Komplott spielte, das sich gegen New York und Washington D.C. richtete. Aafia Siddiqui, auch bekannt als Lady Al-Qaida, in deren Auftrag der Anschlag auf die Synagoge in Texas verübt wurde, war mit dem Neffen des Drahtziehers des 11. Septembers, Khalid Sheikh Mohammed, verheiratet und hatte bei ihrer Festnahme verschiedene Anleitungen für die Durchführung von Anschlägen in ihrem Besitz. Bei ihrem Prozess verlangte sie, dass sich die Geschworenen einem DNA-Test unterziehen, um zu beweisen, dass sie keine Juden sind. Und die Aafia Stiftung veröffentlichte bizarre antisemitische Tiraden über den „Grad des giftigen Gifts [sic] im Herzen des amerikanischen Mainstream-Judentums“.
  • 17. Februar 2022: Ein junger, leicht behinderter Jude, Jeremy Cohen, 31 Jahre alt, wird von etwa 15 Männern vor einem Hauseingang im Pariser Vorort Bobigny schwerstens misshandelt (ihm waren, unter anderem, zehn Zähne ausgeschlagen worden, in der Nähe des Tatorts wurde eine Kippa gefunden), flüchtet und wird von einer Straßenbahn überfahren und dabei getötet. Es handelte sich um die vierzehnte Person, die seit 2003 in Frankreich in Folge eines antijüdischen Angriffs zu Tode kam. Zu diesen Attacken zählen sowohl Attentate auf jüdische Einrichtungen als auch Nachbarschaftsmorde. Das prozentual winzige jüdische Bevölkerungssegment (rund 0,6 Prozent der Einwohner Frankreichs) erleidet seit etwa zwei Jahrzehnten die meisten Anfeindungen und Übergriffe, die die Behörden als rassistisch einstufen. Bei den Tätern handelte es sich bisher ausnahmslos um junge Muslime. Jeremy litt an einer Art von mentaler Verlangsamung im Umgang mit anderen Menschen, er erwies sich gleichzeitig als brillanter Denker namentlich auf den Gebieten der Physik und Mathematik. Seine Schulzeit, die er an einem französischen Gymnasium in Jerusalem verbrachte, beendete er mit einem Abitur mit Auszeichnung. Seine Eltern und Freunde beschreiben ihn als sensiblen Einzelgänger, der öfter als andere in eine eigene Sphäre abtauchte, aber nicht förmlich als Autist diagnostiziert worden war. Er stand eine Zeitlang wegen einer Depression unter Betreuung. Er hatte auch eine leichte körperliche Behinderung.
  • 22. März 2022: Be’er Scheva. Ein Sympathisant der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ ermordet vier Israelis. Einen überfuhr er, die drei anderen erstach er. Zudem erlitten zwei Frauen bei dem Anschlag Verletzungen. Der Attentäter wurde erschossen. Bei dem Angreifer handelte es sich um Mohammad Ghaleb Abu al-Qian. Der 34-Jährige stammte aus der Beduinenortschaft Hura in der Wüste Negev. Er arbeitete ursprünglich als Grundschullehrer. Von 2015 bis 2019 war er im Gefängnis. Denn er wollte sich in Syrien Kämpfern des IS anschließen. Dafür versuchte er, Anhänger zu rekrutieren. Er gestand, eine geheime Gruppe gebildet zu haben. Nach eigener Aussage wollte er eine angebliche Pilgerreise nach Mekka vorschützen, um nach Syrien gelangen zu können. In Be’er Scheva rammte er zuerst einen Radfahrer: Rav Mosche Kravitzki. Der verheiratete Vater von vier Kindern zwischen zehn und 22 Jahren gehörte der orthodoxen Chabad-Bewegung an. Zehn Jahre lang leitete er in der Wüstenhauptstadt eine Synagoge und eine Suppenküche. Jeden Tag erhielten dort viele Alte und Bedürftige eine Mahlzeit. Vor der Tätigkeit in Israel war Kravitzki Chabad-Gesandter in der Republik Moldau gewesen. Das zweite Opfer des Attentäters wurde Laura Jitzchak (Laura Yitzhak). Die 43-Jährige wollte an einer Tankstelle ihren Ehemann Tal treffen. Abu al-Qian fiel von hinten über sie her und stach mehrere Male auf sie ein. Sie kämpfte vergeblich um ihr Leben. Neben ihrem Gatten hinterlässt sie drei Töchter zwischen sechs und 14 Jahren. Doris Jachbas (Doris Yahbas) wurde in einem Kleidergeschäft ermordet. Die 49 Jahre alte Mutter von drei Kindern lebte in einer landwirtschaftlichen Gemeinschaftssiedlung, dem Moschaw Gilit, bei Ofakim. Das vierte Opfer, Menachem Jecheskel Menuhin (Menahem Yehezkel), tötete der Beduine auf einem Platz vor einem Einkaufszentrum. Er stach zig Male auf den 67-Jährigen ein. Schließlich erschossen ihn zwei Zivilisten. Zwischen dem Rammen des Radfahrers und den tödlichen Schüssen auf den Angreifer vergingen acht Minuten.
  • 27. März 2022: In Hadera werden an einer Bushaltestelle bei einem Terroranschlag von israelisch-arabischen Sympathisanten des IS zwei Israelis ermordet. Bei den 19-jährigen Opfern handelt es sich um die beiden Grenzpolizisten Yezen Falah und Shirel Abukarat. Die israelischen Araber eröffneten das Feuer auf eine Gruppe an einer Bushaltestelle aussteigender Menschen in der nordisraelischen Küstenstadt. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen, fünf von ihnen wurden im Hillel-Jaffe-Krankenhaus behandelt. Einer von ihnen war schwer verwundet. Die Attentäter wurden bei einem anschliessenden Schusswechsel getötet. Die Attentäter kamen aus der arabischen Stadt Umm el-Fahm in Zentralisrael und waren Cousins. Die israelische Polizei gab an, dass die Angreifer mit über 1100 Patronen sowie mit mindestens drei Handfeuerwaffen und sechs Messern am Tatort erschienen waren.
  • 29. März 2022: Fünf Israelis werden am Dienstagabend bei einem Terroranschlag in Bnei Brak getötet. Der Schütze, bei dem es sich um einen Palästinenser aus Jenin handelte, fuhr auf einem Motorrad und schoss mit einem M-16-Gewehr. Vier Opfer sind noch am Tatort für tot erklärt worden, eine fünfte Person verstarb im Krankenhaus. Der Täter wurde von einem Polizisten, der mit einem Motorrad am Tatort eintraf, in der Jabotinsky-Strasse erschossen. Anwohner strömten zum Ort des Anschlags und einige riefen „Bennett Go Home!“. Die Anwohner wurden gebeten, in ihren Häusern zu bleiben, während die Polizei nach weiteren möglichen Terroristen in der Gegend suchte. Viele ignorierten die Anweisung und versammelten sich, um ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen. Die fünf Opfer des Terroranschlags folgen auf zwei weitere, die am Sonntag zuvor in Hadera getötet wurden, und vier weitere, die am Dienstag in der Woche zuvor bei einer Schiesserei in Be’er Scheva ums Leben kamen. Elf Terroropfer in einer Woche sind die höchste Anzahl seit 2006, als bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus in Tel Aviv 11 Israelis getötet wurden. Und mehr als in den Jahren 2020 und 2021 zusammen. Weitere Einzelheiten zum Terroranschlag: Ein palästinensischer Terrorist hat Bnei Brak fünf Menschen auf der Straße erschossen. Er ging durch die Straßen und nahm wahllos Passanten ins Visier. Ein Polizist stoppte ihn, indem er den Attentäter tötete. Zwei der Todesopfer waren Gastarbeiter aus der Ukraine. Zunächst hatten die Behörden nur deren Alter bekanntgegeben: 23 und 32 Jahre. Informationen zu Name und Aufenthaltsdauer lagen noch nicht vor. Die drei anderen Todesopfer waren israelische Staatsbürger: >> Ja’akov Schalom (36) aus Bnei Brak war gerade auf dem Weg nach Hause. Der Attentäter stoppte sein Auto und feuerte aus nächster Nähe. Schalom hinterlässt seine Mutter, seine Frau und vier Kinder. Er war der Sohn des im vergangenen Jahr an COVID-19 verstorbenen Rabbis Meir Schalom. Dieser war eine Führungsfigur der jemenitischen Gemeinschaft in Bnei Brak. >> Avischei Jecheskel (29) befand sich gerade auf einem Abendspaziergang mit seinem zweijährigen Sohn. Der Talmud-Student wurde laut Medienberichten erschossen, während er versuchte, seinen Sohn zu schützen. Er hinterlässt außerdem seine im achten Monat schwangere Frau. >> Amir Churi (32): Der Polizist gehörte der Wache von Bnei Brak an. Er war mit seinem Partner auf Motorrad-Streife und starb infolge des Schusswechsels mit dem Terroristen. Der christlich-arabische Israeli stammte aus Nof HaGalil im Norden Israels. Er hinterlässt seine Eltern und zwei Schwestern. Sein Vater sagte nach der Tat, es handele sich um eine Polizistenfamilie, er selbst sei Polizist in Tel Aviv gewesen. Der israelische Polizeichef Kobi Schabtai sagte im Gespräch mit dem Vater, der Tod Churis sei eine „große Tragödie für die Polizei“. Sein Sohn habe aber das Leben vieler Zivilisten gerettet. „Seine Taten werden Vermächtnis und ein heldenhaftes Gedenken im ganzen Land werden.“ Die Sicherheitsbehörden machten inzwischen auch Angaben zu dem Täter. Demnach handelt es sich um Dia Hamarscheh. Der 26-jährige Palästinenser stammte aus Jabad bei Dschenin im Norden Samarias. Er hielt sich illegal in Israel auf und arbeitete auf dem Bau in Bnei Brak. Einwohner seines Heimatdorfes feierten die Terrortat. Auch in anderen palästinensischen Ortschaften kam es laut Fernsehberichten zu Feierlichkeiten. Nach ersten Erkenntnissen kam der Täter gegen 20 Uhr Ortszeit mit einem Auto in Bnei Brak an. Es hatte israelische Kennzeichen; die Polizei vermutet, dass er das Auto von einem Komplizen erhalten oder gestohlen hat. Er stieg an der Se’ev-Jabotinsky-Straße aus. Dort feuerte er mit einem Gewehr zunächst auf einen Fußgänger und einen Fahrradfahrer, traf aber nicht. Dann betrat er die Bialik-Straße, wo er aber keine Ziele fand. Er ging in einen Lebensmittelladen und tötete dort zwei Menschen. Er schoss weiter auf Passanten, zwischenzeitlich stockte aber seine Waffe. Dann stoppte er das Auto von Ja’akov Schalom und schoss durch die Scheibe. In der Herzl-Straße, die parallel zur Bialik-Straße verläuft, erschoss er Avischei Jecheskel. Der Täter ging weiter die Straße entlang. Er begegnete schließlich zwei Polizisten auf Motorrädern, die auf ihn feuerten. Er erwiderte die Schüsse und traf dabei Amir Churi, der später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Der andere Polizist konnte Hamarscheh töten und damit weiteres Unheil stoppen. Der israelische Regierungschef Naftali Bennett (Jamina) erklärte am Dienstagabend, Israel sei wieder mit einer „Welle arabischen Terrorismus“ konfrontiert. „Mein Herz ist mit den Familien, die ihre Lieben an diesem Abend verloren haben. Ich bete für die Genesung der Verwundeten. Wir werden Terrorismus mit Hartnäckigkeit, Sorgsamkeit und einer eisernen Hand bekämpfen. Wir werden obsiegen.“ Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) rief Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Fatah) auf, die Anschläge zu verurteilen. Andernfalls würden die geplanten Zugangserleichterungen während des anstehenden Fastenmonats Ramadan zurückgenommen. Laut der Nachrichtenseite „Times of Israel“ veröffentlichte Abbas eine Verurteilung eine Stunde nach Erhalt der Aufforderung. Einige Zeit später waren auch die beiden ermordeten Ukrainer identifiziert. Es handelte sich um den 32 Jahre alten Viktor Sorokopot und den 23-jährigen Dimitri Mitrik. Beide stammten aus der westukrainischen Stadt Tscherniwzi (Czernowitz). Sie waren mit Touristenvisa eingereist und hielten sich illegal in Israel auf. Ihren Lebensunterhalt finanzierten sie durch Gelegenheitsarbeiten, vor allem bei Renovierungen. Nach dem Wunsch ihrer Angehörigen sollten sie in der Ukraine beigesetzt werden.
  • 7. April 2022: Drei Tote bei Anschlag im Herzen Tel Avivs. Bei einem Anschlag im Zentrum der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv sind drei Menschen getötet worden: zunächst Tomer Morad und Eitam Magini, zwei eng befreundete junge Männer in den Zwanzigern aus Kfar Saba. Rund zehn weitere Menschen erlitten Schussverletzungen, einer schwebte in Lebensgefahr: Barak Lufan, ein 35-jähriger dreifacher Familienvater, der am nächsten Tag seinen Verletzungen erlag. Ein Attentäter schoss auf Besucher einer Kneipe ("Ilka-Bar") auf der belebten Dizengoff-Strasse. Hunderte von Sicherheitskräften suchten noch Stunden nach dem Anschlag intensiv nach dem Täter. Das israelische Fernsehen berichtete, man gehe davon aus, dass es sich um einen Palästinenser aus dem besetzten Westjordanland handele. Der Tatverdächtige sei schwarz gekleidet und habe einen blauen Rucksack auf dem Rücken getragen. Die Polizei rief die Anwohner auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Nach Medienberichten durchkämmten die Sicherheitskräfte die Gebäude im gesamten Umkreis. Das Fernsehen berichtete, die öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Stadtzentrum seien komplett gestoppt worden. Im Herzen der Mittelmeerstadt waren immer wieder Sirenen zu hören, ein Polizeihubschrauber kreiste über der Umgebung. Im nahegelegenen Ichilov-Krankenhaus wurden noch vier Schwerverletzte notoperiert. Sie hatten Schussverletzungen in der Brust, im Bauch, am Kopf und im Gesicht. Der Attentäter, ein palästinensischer Araber, der 28-jährige Ra'ad Fathi Hazem aus dem Flüchtlinglager Jenin, der vermutlich illegal durch ein Loch im Zaun aus dem Westjordanland nach Israel eingedrungen war, wurde vom israelischen Geheimdienst (Shin Bet) am frühen nächsten Morgen, als er sich in der Nähe einer Moschee in Jaffa versteckte, aufgespürt und bei einem Schusswechsel mit israelischen Einsatzkräften getötet. „Nach einer schwierigen Nacht und nach stundenlangen gemeinsamen Aktivitäten der israelischen Polizei, des Shin Bet und der IDF ist es uns heute Morgen in operativer und geheimdienstlicher Zusammenarbeit gelungen, einen Kreis zu schliessen und den Terroristen durch einen Schusswechsel zu eliminieren“, sagte der israelische Polizeichef Kobi Shabtai am Freitagmorgen. „Wir haben immer wieder betont, dass wir den Terroristen fassen werden, egal wie viel es kostet, ob er lebt oder tot ist, und in der Tat war der Kontakt heute Morgen eine schnelle und entschlossene Reaktion des Shin Bet und der YAMAM-Kämpfer in Jaffa.“ -- Die Anschläge der letzten Tage markierten die blutigste Woche in Israel seit 16 Jahren.
  • 9. April 2022: Mehrere Dutzend militante Palästinenser verwüsten die heilige Stätte des Josefsgrabs, zertrümmern den Grabstein und legen einen Brand.
  • 29.4.2022: Am Freitagabend, 29. April, wurde der 23-jährige Wachmann Vyacheslav Golev von palästinensischen Terroristen in Ariel ermordet. Er beugte sich schützend vor seine Verlobte, die mit ihm den Kontrollpunkt der Gemeinde bewachte, um die Schüsse abzufangen, und rettete ihr so das Leben. Die beiden Terroristen wurden am Tag darauf von Sicherheitskräften des Staates Israel festgenommen. Der Anschlag ereignete sich am Eingang der Siedlung Ariel. Dem Angreifer und einem Komplizen gelang zunächst die Flucht. Wie Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, waren die beiden Palästinenser in einem blauen Suzuki mit israelischem Kennzeichen in die Nähe des Wachpostens gefahren. Zuerst eröffnete der Beifahrer das Feuer. Dann stieg der Fahrer aus und schoss ebenfalls auf den Sicherheitsposten. Nach Erkenntnissen der Ermittler feuerten sie mindestens zehn Kugeln ab. Offenbar benutzten sie improvisierte Maschinenpistolen. Nach dem Angriff flohen die Attentäter mit dem Suzuki. Später steckten sie das Fahrzeug in Brand, israelische Sicherheitskräfte entdeckten es am Straßenrand. Der Vater einer der beiden Angreifer half ihnen, die Flucht zu einem Versteck fortzusetzen, schreibt die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“. Doch sie wurden entdeckt und am Samstag festgenommen. Während der Suche nach den Terroristen kam es in Asun nahe der Autonomiestadt Qalqilia zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der Armee. Ein Palästinenser wurde dabei getötet. Laut der Zeitung „Yediot Aharonot“ hatte er einen Molotowcocktail auf die Soldaten geworfen. Bei dem ermordeten Wachmann handelt es sich um Wjatscheslaw Golew. Seine Verlobte Victoria Fligelman hatte mit ihm Dienst am Sicherheitsposten. Nach Angaben der Armee hat er sie mit seinem Körper gegen die Schüsse geschützt – und ihr das Leben gerettet. Zudem verhinderte er, dass die Attentäter in die Siedlung eindringen konnten. Golew wurde von drei Kugeln getroffen. Die Terroristen wurden in Qarawat Bani Hassan aufgespürt. Es handelt sich um den 19-jährigen Vahja Mar’i und den 20-jährigen Jussef A’asi.
  • 5. Mai 2022: drei Tote in der israelischen Stadt Elad. Am Abend des Unabhängigkeitstages ermorden zwei palästinensische Terroristen aus Dschenin drei Menschen in der charedischen Ortschaft Elad im Zentrum von Israel mit Axt und Messer. Vier weitere Menschen wurden bei dem Wüten der Täter schwer bzw. lebensgefährlich verletzt. Bei den drei Opfern des tödlichen Terroranschlags in Elad handelt es sich um Yonatan Havakuk (44), Boaz Gol (49) und Oren Ben Yiftah (35), alles liebende Väter, die insgesamt 16 Kinder zurücklassen. Bei den Attentätern handelt es sich um den 19-jährigen Assad al-Rafai und den 20-jährigen Zabahi Abu Schakir. Beide stammen aus der Autonomiestadt Dschenin im Westjordanland. Sie wurden wenige Tage später in einem nahe gelegenen Waldstück gefasst, wo sie sich zu verstecken versuchten.
  • 17. Mai 2022: Ein fast neunzigjähriger jüdischer Mann (René Hadjadj, genannt "Tonton", Onkelchen) wird in Lyon auf der Avenue du Plateau (Stadtviertel Duchère) von einem Araber (Rachid Kheniche) umgebracht und anschliessend aus dem Fenster geworfen.
  • 24. Mai 2022: Amoklauf an der Robb Elementary School
  • 25. Juni 2022: Anschlag von Oslo
  • Ende Juni 2022, Deutschland: Ein 101-jähriger, ehemaliger Wachmann des KZ Sachsenhausen wird wegen Beihilfe zum Mord in 3.500 Fällen zu fünf Jahren Haft verurteilt.
  • 30.6.2022: Bei einer Schiesserei am sogenannten Josefsgrab in Nablus werden drei Personen verletzt, ein israelischer Soldat und zwei israelische Zivilisten. Palästinensische Terroristen hatten auf eine Gruppe jüdischer Beter geschossen. Die israelische Armee erwiderte das Feuer.
  • 4. Juli 2022: Amoklauf von Highland Park
  • Anfang Juli 2022: Russland schliesst die Jewish Agency (Sochnut). Zehntausende Einwanderungsgesuche nach Israel werden nicht mehr bearbeitet. Der Vorlauf für ein Erstinterview betrug bislang etwa 8 Monate. Hunderttausende potenzielle auswanderungswillige Juden werden u.U. wieder hinter dem Eisernen Vorhang eingeschlossen. Weder die Sochnut noch die israelische Regierung haben die Zeichen der Zeit erkannt, auch die russischen Juden nicht, die auf Zeit spielten. V.a. hat man es in Jerusalem versäumt, eine neutrale Haltung in Bezug auf den Krieg im Donbass einzunehmen. Anders als beim jetzigen Oppositionschef, Ex-Premier Netanyahu, hat die Regierung Bennett (neu: Lapid) die Kommunikationskanäle mit dem Kreml schleifen lassen.
  • Mitte Juli 2022: Das Chaos an Flughäfen hat auch Israel erreicht: Tausende Koffer können aufgrund von Personalmangel nicht abgefertigt werden. Nun sollen Hunderte Koffer am Flughafen Ben-Gurion weggeworfen worden sein, um Platz zu schaffen. Darüber hinaus wird dem Personal vorgeworfen, die Koffer durchsucht und Wertgegenstände gestohlen zu haben. Dies berichtete die Online-Zeitung „Times of Israel“. Verkehrsministerin Merav Michaeli (Arbeiterpartei) sprach von einem „schwerwiegenden Vorfall“ und forderte das Management auf, den Vorfall zu untersuchen.
  • ab 5. August 2022: Operation Breaking Dawn
  • 14. August 2022: Bei einem Terroranschlag in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 14.8.22, in der Nähe der Klagemauer in Jerusalem werden acht Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer, darunter eine schwangere Frau. Ein palästinensischer Terrorist beschoss einen Bus sowie Autos auf einem nahegelegenen Parkplatz in der Nähe des Davidgrabs. Er stellte sich später der Polizei.
  • Mitte August 2022, Israel: Der 20-jährige Elitesoldat Natan Fitoussi wird von einem Kameraden aufgrund einer Verwechslung erschossen. Laut ersten Untersuchungsergebnissen hat der Unglücksschütze rund 30 Kugeln auf den Freund geschossen. Zuerst, wie die Regeln es verlangten, Schüsse in die Luft, doch nachdem Fitoussi nicht reagierte, folgten die tödlichen Salven. Der Schütze vermutete im getöteten Freund einen Terroristen. Vermutlich hatte Fitoussi sich beim Freund nicht ordnungsgemäss abgemeldet, als er offensichtlich seine Stellung verlassen hatte, um das Morgengebet zu verrichten. Der vor acht Jahren mit seiner Familie aus Frankreich nach Israel eingewanderte Fitoussi war auf der Stelle tot. Der Todesschütze sagte, er habe eine «verdächtige Person im Dunkel» gesehen und wurde vom Gefühl übermannt, sein Leben sei in Gefahr. Darauf habe er sich an die geltenden Regeln für die Feuereröffnung gehalten.
  • 20. August 2022: Frankreich: Mord an Eyal Haddad
  • 5. Oktober 2022, Jom Kippur, Hannover: Während des Gottesdienstes wird gegen 19 Uhr ein Stein oder ein anderer harter Gegenstand durch ein Bleiglasfenster in sechs Meter Höhe an der Frauenempore der Synagoge geworfen.
  • 5. Oktober 2022, Westjordanland, Homosexueller enthauptet. Die enthauptete Leiche eines homosexuellen Palästinensers ist am Mittwoch, 5.10.22, in Hebron entdeckt worden. Der 25-jährige Ahmad Abu Marhia hatte Todesdrohungen wegen seiner Homosexualität erhalten. Deshalb gewährte ihm Israel eine Aufenthaltsgenehmigung, damit er in einem anderen Land Asyl beantragen konnte. Vor einer Rückkehr ins Westjordanland wurde er gewarnt. Er wollte in Kanada ein neues Leben beginnen.
  • 8. Oktober 2022. Jerusalem. Beim Grenzübergang Schuafat im Norden Jerusalems eröffnet am Samstagabend ein palästinensischer Terrorist das Feuer auf dort dienende israelische Sicherheitsleute. Die 18 Jahre alte Grenzschützerin No’a Lasar wird tödlich getroffen. Ein ziviler Wachmann erhielt durch Schüsse in die Brust schwere Verletzungen. Eine 19 Jahre alte Frau wurde zudem leicht verletzt und in das nahe gelegene Hadassah-Krankenhaus auf dem Ölberg gebracht. Im Westjordanland war die Lage angespannt. Vor allem in Dschenin und Nablus fahndeten Sicherheitskräfte seit Tagen nach Terroristen. Trotzdem hatten die Behörden nicht damit gerechnet, dass es zu einem Anschlag in Jerusalem kommen würde. Wegen der jüdischen Feiertage wurden dennoch Tausende Polizisten und Grenzschützer in der Stadt zusammengezogen. Nach dem Anschlag waren Freudenschreie im palästinensischen Flüchtlingslager Schuafat zu hören. Ebenso wurde Feuerwerk gezündet, um den Anschlag zu feiern. Als Attentäter wurde der 22-jährige Udai Tamimi aus Schuafat identifiziert.
  • 11. Oktober 2022: Ein israelischer Soldat wird bei Nablus im Westjordanland von einem palästinensischen Attentäter erschossen. Dieser eröffnete das Feuer aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug. Anschließend gelang ihm die Flucht. Der 21-jährige Ido Baruch wurde tödlich getroffen. Er gehörte zu einer Einheit, die einen Protestmarsch von Siedlern sichern sollte. Diese reagierten mit der Aktion auf mehrere palästinensische Schussangriffe im Westjordanland. Die neue palästinensische Terror-Gruppe „Löwengrube“ übernahm die Verantwortung für den Anschlag. Als Reaktion riegelte die Armee die Autonomiestadt Nablus ab.
  • 29./30. Oktober 2022: In der Nacht zum Sonntag, 30.10.2022, hat in der Nähe von Hebron ein palästinensischer Terrorist einen etwa 50-jährigen Israeli mit Schüssen getötet und dessen Sohn erheblich verwundet. Drei weitere Personen erlitten Verletzungen, unter ihnen ein Palästinenser. Der Terrorist wurde von einem israelischen Sicherheitsbeamten getötet.
  • 1. November 2022: Parlamentswahl in Israel. Benjamin Netanjahu wird wieder Regierungschef.
  • 15. November 2022: Drei Israelis bei Terrorangriff getötet. Ein Palästinenser tötet bei einem Terrorangriff mindestens drei Israelis. Sicherheitskräfte erschießen ihn auf der Flucht. Ariel: Bei einem Terroranschlag nahe der Siedlung Ariel hat ein Palästinenser am Dienstagmorgen, 15.11.2022, mindestens drei Israelis getötet, drei weitere wurden teils schwer verletzt. Sicherheitskräfte erschossen den Täter, nachdem er auf der Flucht einen Autounfall verursachte. Am Mittag teilte die Armee mit, dass sie das Gebiet nach einem Komplizen absuche. Nach Angaben der Armee hatte der Palästinenser zunächst einen Wachmann am Eingang zum Industriegebiet von Ariel, das etwa fünf Kilometer westlich der Siedlung liegt, mit einem Messer verwundet. Dann stach er auf drei Israelis an einer Tankstelle der Marke Ten ein. Einer von ihnen erlag kurz danach seinen Verletzungen, ein weiterer später im Krankenhaus. Anschließend floh der Täter mit einem offenbar gestohlenen Auto auf der Schnellstraße 5 in Richtung Westen. Unterwegs verursachte er einen Unfall mit mehreren Autos. Dabei wurde ein Mann getötet. Der Palästinenser stieg aus und stach auf eine weitere Person ein. Er stahl ein weiteres Auto von einem Israeli, der dem Unfallopfer helfen wollte. Unterwegs krachte er in weitere Autos, floh dann zu Fuß und wurde schließlich erschossen. Nach Angaben der Einsatzkräfte war der an der Tankstelle getötete Israeli 35 Jahre alt. Der im Auto getötete Mann war um die 50 Jahre alt. Drei Schwerverletzte wurden in das Beilinson-Krankenhaus in Petach Tikva gebracht. Ein 40-Jähriger erlag dort seinen Verletzungen. Bei dem Täter handelt es sich Medienberichten zufolge um den 18-jährigen Palästinenser Mohammed Murad Suf aus dem Nachbarort Hares. Er hatte eine Arbeitserlaubnis für das Industriegebiet in Ariel und war dort als Putzkraft angestellt. Den Sicherheitsbehörden war er bislang noch nicht auffällig geworden. Er war mit der Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verbunden, handelte ersten Erkenntnissen zufolge aber auf eigene Faust. Sein Vater soll einmal in einem israelischen Gefängnis inhaftiert gewesen sein. Der scheidende Regierungschef Jair Lapid (Jesch Atid) bekundete den Opferfamilien sein Beileid. Er sagte, Israel bekämpfe den Terror unerbittlich. In der jüngsten Vergangenheit sei es gelungen, gegen terroristische Infrastruktur vorzugehen. Doch der Kampf müsse jeden Tag neu geführt werden. Likud-Chef Benjamin Netanjahu sagte, er bete für die Opfer und unterstütze die anhaltende Sicherheitsoperation. Ein Sprecher der Terror-Organisation Hamas bezeichnete den Anschlag als „heldenhaft“. Die Tat belege „die Fähigkeit, die Revolution fortzusetzen und die Al-Aqsa-Moschee zu beschützen“. Die Hamas salutiere den Jugendlichen im Westjordanland, „die dem Feind weiter Verletzungen zufügen und seiner Aggression entgegenstehen“. Auch die Terror-Organisation Islamischer Dschihad begrüßte die Tat. Einem Bericht von „Yediot Aharonot“ zufolge wurden im Gazastreifen zur Feier des Anschlags Süßigkeiten auf den Straßen verteilt. -- Die Namen der getöteten drei Männer: Tamir Avihai (Tamir Avichai) (50) aus Kiriat Netafim, Vater von sechs Kindern; Michael Ledigin (Michael Ladygin) (36) aus Bat Jam, Vater von 2 Kindern; Moti Ashkenazi (Motti Aschkenasi) (59) aus Javne, Vater von drei Kindern und Grossvater von 2 Enkelkindern. Möge ihr Andenken ein Segen sein.
  • 23.11.2022: Bei zwei Sprengstoffanschlägen an Bushaltestellen in der Nähe der Stadtzugänge von Jerusalem wurde am Mittwochmorgen ein Jugendlicher getötet und mindestens 22 weitere Personen verletzt, wie Polizei und Sanitäter mitteilten. Bei dem Todesopfer handelt es sich um den 15-jährigen Aryeh Shtsupak, der auf dem Weg zu einer Yeshiva in einer nahen gelegenen Ortschaft war, als sich die Explosion ereignete. Er war kanadischer Staatsbürger und wohnte im Stadtteil Har Nof im Zentrum der israelischen Hauptstadt. Beide Sprengstoffanschläge, einer am Stadteingang in der Nähe des zentralen Busbahnhofs und der andere im Stadtteil Ramot, ereigneten sich an Bushaltestellen während der Hauptverkehrszeit. Die Sprengsätze sollen in Taschen platziert worden sein, die an den Haltestellen zurückgelassen wurden. Die erste Bombe explodierte in der Nähe des Haupteingangs von Jerusalem in Givat Shaul, kurz nach 7 Uhr morgens, zur Hauptverkehrszeit. Achtzehn Menschen, die sich an der Bushaltestelle aufhielten, wurden bei der Explosion verletzt, darunter zwei lebensgefährlich und zwei schwer, wie die Ärzte mitteilten. Die Opfer wurden in zwei Krankenhäuser in Jerusalem gebracht. Eine zweite Explosion ereignete sich kurz nach 7.30 Uhr an der Ramot-Kreuzung, einem weiteren Eingang nach Jerusalem. Fünf Personen, die bei der zweiten Explosion durch Splitter verletzt wurden oder in Panik gerieten, wurden in das Hadassah Mount Scopus Medical Center gebracht, wie das Krankenhaus mitteilte. Ein Bus am Haltepunkt wurde durch die Explosion beschädigt. Laut Polizei wurden die Explosionen durch nahezu identische ferngezündete Sprengsätze verursacht, die in Taschen deponiert waren. Die Sprengsätze waren mit Nägeln gespickt, um die Zahl der Opfer zu maximieren, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender Kan. Der israelische Polizeipräsident Kobi Shabtai sagte bei einem Besuch am Tatort, dass es sich möglicherweise um zwei Angreifer gehandelt habe. "Dies ist eine Art von Anschlag, wie wir ihn seit vielen Jahren nicht mehr gesehen haben", sagte Shabtai.Er rief die Öffentlichkeit auf, nach verdächtigen Gegenständen oder Gepäckstücken Ausschau zu halten, und sagte, dass die Beamten die Stadt nach weiteren möglichen Sprengsätzen absuchten. Es gab keine unmittelbaren Erklärungen zur Verantwortung, die Terrororganisation Hamas begrüsste jedoch die Anschläge. " Diese Aktion übermittelte der Besatzung die Botschaft, dass unser Volk standhaft in seinem Land bleiben und den Weg des Widerstands gehen wird," sagte Mohammad Hamada, ein Sprecher der Hamas, in einer Erklärung. "Die kommenden Tage werden für den Feind intensiver und schwieriger werden, die Zeit ist reif für die Bildung von Zellen, die über ganz Palästina verteilt und bereit für eine Konfrontation sind", fügte er hinzu. -- Drei Tage nach dem Terroranschlag in Jerusalem starb ein weiterer Israeli: Der 50-jährige Tadese Taschume Ben Ma’ada erlag im Scha’are-Zedek-Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Ärzte teilten mit, sie hätten um sein Leben gekämpft, doch die Verletzungen seien zu schwerwiegend gewesen. Ben Ma’ade war vor 21 Jahren aus Äthiopien eingewandert. Er hinterliess seine Frau und zwei Kinder.
  • Ende November 2022: IDF-Soldatin durch Terroristen schwer verletzt. An der Kreuzung Migron-Kochav Yair in der Westbank wird eine rund 20-jährige IDF-Soldatin durch ein Fahrzeug gerammt und schwer verletzt. Die Soldatin erlitt schwere Kopfverletzungen und wurde ins Jerusalemer Shaare-Zedek-Krankenahus verbracht. Ihr Zustand war besorgniserregend, aber stabil. Der mutmassliche Täter wurde nach einer kurzen Verfolgungsjagd durch Offiziere erschossen, die sich am Tatort befunden hatten. Der Terrorist wurde identifiziert als der 45-jährige Rami Mamoun Faiz Abu Ali aus dem Westbankort Betounia. Er war verheiratet und Vater von fünf Kindern. Seit einem Jahr besass er eine Arbeitserlaubnis für die Industriezone Ariel in der Westbank. Die Attacke kam in der Folge von Äusserungen hochrangiger IDF-Kommandanten, die sagten, sie seien nicht optimistisch angesichts der fortschreitenden Eskalation der Welle von Gewalttaten in der Westbank. Das letzte Jahr war gekennzeichnet durch einen nachhaltigen Anstieg terroristischer Gewaltakte. Tausende von Militärs und Reservisten haben laut israelischen Pressemeldungen konsequente Massnahmen gegen den Terrorismus ergriffen, und beispielsweise in der letzten Zeit über 3000 Terror-Verdächtigte inhaftiert. Nächtliche Zusammenstösse in der zentralen Westbank führten zu drei palästinensischen Toten und zahlreichen weiteren Verwundeten.

Bücher

  • Bilha Shilo, Ein Drama in Akten. Die Restitution der Sammlungen des Wilnaer YIVO, aus dem Hebräischen von David Ajchenrand, Göttingen 2022

2022 in Wikipedia


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