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Ereignisse

  • 1. Januar 2019: Am 1. Januar 2019 tritt in den flandrischen Gebieten von Belgien ein absolutes Verbot zur Schlachtung von Tieren ohne vorangehende Betäubung in Kraft. Ein paralleles Verbot für die wallonischen Gebiete tritt dann am 1. August 2019 in Kraft.
  • 3. Januar 2019: Israelische Sicherheitskräfte evakuieren am frühen Morgen Siedler aus dem unbewilligten Westbank-Aussenposten Amona. Die Siedler verbarrikadierten sich in den errichteten Behausungen und bewarfen die Sicherheitskräfte mit Steinen. Bei der Aktion wurden nach Angaben der Grenzpolizei drei Siedler und 23 Polizeioffiziere verletzt. Ein Sprecher der Polizeikräfte meinte, die Ordnungshüter, die im Einsatz waren, seien «sehr intensiver Gewalt von dutzenden von Unruhestiftern begegnet, die Steine warfen, Reifen anzündeten und Stacheldraht auf die Kräfte schleuderten, die ihrerseits Massnahmen zur Eindämmung von Unruhen einsetzten». Dutzende von Siedlern waren am 14. Dezember in die zwei Jahre zuvor schon evakuierte Zone eingedrungen und hatten zwei neue Wohneinheiten errichtet. Die Aktivisten behaupteten, das Land, auf denen die Unterkünfte entstanden seien, zuvor erworben zu haben, doch diese Behauptung konnte bisher nicht verifiziert werden. Wenige Tage nachdem sie in die Zone eingedrungen waren, deponierten die Siedler beim Jerusalemer Bezirksgericht eine Petition gegen ihre Evakuierung. Das Gericht wies die Petition jedoch umgehend zurück, wodurch der Evakuierung der Gebäude nichts mehr im Wege stand. Nach der Evakuierung von Amona wurde die Region zur gesperrten Militärzone erklärt, was Palästinenser daran hinderte, die Zone zu betreten. Solche Dekrete gelten grundsätzlich, wie Haaretz schreibt, auch für Israelis, doch sind sie bisher nur gegen Palästinenser durchgesetzt worden. Weil die Siedler ihr Vorgehen weder mit der Armee noch mit der Zivilverwaltung koordinierten, verletzten sie durch das Errichten ihrer Heime am Aussenposten nicht nur die Planungsgesetze, sondern auch das militärische Dekret, das die Zone zur Sperrzone deklarierte. Amona war bereits im Februar 2017 auf richterlichen Befehl evakuiert worden, weil es ohne entsprechende Bewilligung auf palästinensischem Privatland errichtet worden war.
  • Januar 2019: Die Vereinigung der jordanischen Berufsgewerkschaften wird an den Eingängen zu ihren Büros im ganzen Königreich Israelflaggen platzieren, damit Besucher sozusagen gezwungen sein werden, auf sie zu treten. Laut Medienberichten ist der Beschluss eine Verurteilung der fortgesetzten israelischen Besetzung der palästinensischen Gebiete sowie eine Folge der Beschwerde, die Israel dem jordanischen Aussenministerium in der Sache unterbreitet hat. Das Jerusalemer Aussenministerium wies in diesem Zusammenhang auf eine Fotografie hin, die die jordanische Informationsministerin Jumana Ghunaimat zeigt, wie sie in Amman im Gebäude der Ingenieurs-Gewerkschaft auf eine Israelflagge tritt. Das Ministerium nannte dies einen «Akt der Respektlosigkeit» und zitierte den amtierenden jordanischen Botschafter Mohammad Hmeid zwecks Abklärungen zu sich. Als Antwort auf die israelische Beschwerde antwortete Jordanien, das Gebäude befinde sich in privatem Besitz, weshalb de Regierung nicht intervenieren könne. Laut jordanischen Medienberichten hat Ibrahim Tarawneh, der Chef der Gewerkschaftsvereinigungen den Entschluss ratifiziert. Die in London erscheinende Zeitun «Rai al-Youm» erklärte, die Entscheidung sei als Folge der öffentlichen Diskussion zum Thema gefällt worden.
  • 28. Januar 2019: Anonyme Vandalen beschädigen Synagoge im Jerusalemer Kiryat-Hayovel-Viertel. Sie brachen in das Gotteshaus ein, beschädigten die Thora-Lade, weitere Einrichtungsgegenstände und Bücher. Der Jerusalemer Bürgermeister Moshe Leon erklärte nach der Besichtigung des Tatorts, er habe schon viele unerfreuliche Szenen und Orte von Verbrechen gesehen, doch etwas, das sich mit der Vandalisierungsszene von Jerusalem vergleichen liesse, habe er noch nie zu Gesicht bekommen. Vier Thorarollen lagen stark beschädigt auf dem Boden. «Das kennen wir sonst nur von dunkeln Perioden aus der Diaspora», bemerkte der Bürgermeister. Arie Deri, Vorsitzender der orientalisch-religiösen Shas-Partei und israelischer Innenminister, war schockiert von dem Bild, das sich ihm in der Synagoge bot. «Schwer zu glauben, dass ein solch abscheuliches, antisemitisches Pogrom sich in einer Synagoge hier im Land Israel zutragen kann». Ein Abgeordneter der ultra-orthodoxen Partei Vereinigtes Thorajudentum machte geltend, dass es sich bei der Vandalisierung der Synagoge nicht um einen spontanen Akt gehandelt habe, sondern um eine «geplante, durchdachte Handlung». Akte dieser Art seien das direkte Resultat von «Hetze und Hass».
  • 19. Februar 2019: Rund 100 jüdische Grabsteine im elsässischen Quatzenheim unweit der deutschen Grenze werden mit Hakenkreuzen beschmiert. Die Entdeckung wurde nur wenige Stunden vor dem Beginn der Märsche gegen den Antisemitismus in verschiedenen französischen Städten gemacht. Lokale jüdische Gemeinderepräsentanten versammelten sich zusammen mit Präsident Emmanuel Macron vor den mit blauer Sprayfarbe verschandelten Grabsteinen und begingen gemeinsam eine Schweigeminute. In Israel forderte Regierungschef Netanyahu eine «starke» Haltung der französischen und europäischen Behörden gegen die «Plage» des Antisemitismus. Am Abend demonstrierten in Paris und in anderen Landesregionen Tausende Menschen gegen Antisemitismus. In Paris versammelten sich die Demonstranten auf der Place de la République. "Nein zur Banalisierung des Hasses" oder "Es reicht" stand auf ihren Plakaten. An der Kundgebung, zu der 18 Parteien gemeinsam aufgerufen hatten, nahmen auch Premierminister Edouard Philippe sowie mehr als die Hälfte der Kabinettsmitglieder teil. Der ehemalige französische Präsident Francois Hollande sagte bei seiner Ankunft auf der Place de la République, der Antisemitismus sei eine Geissel, ein Angriff auf die Republik. Dabei handele es sich nicht um eine Angelegenheit der Juden, sondern um eine Angelegenheit des ganzen Landes. Macron begab sich am Abend mit den Präsidenten der Nationalversammlung und des Senats, Richard Ferrand und Gérard Larcher, zur Schoah-Erinnerungsstätte in der Hauptstadt.
  • 25. Februar 2019: Bei dem Überfall auf sein Heim im Quartier Once von Buenos Aires durch acht Unbekannte werden dem argentinischen Oberrabbiner Gabriel Davidovic mindestens sieben Rippen und eine Hand gebrochen. Hinzu kam noch mindestens eine Verletzung an der Lunge. Die Eindringlinge schrieen: «Wir wissen, dass Du der Rabbiner bist». Sie knebelten und fesselten Davidovic und dessen Frau. Sie wurde von den Übeltätern nicht physisch belästigt, doch der Rabbiner musste neben Beschimpfungen auch zahlreiche Schläge auf den ganzen Körper verkraften. Die Angreifer nahmen Geld und andere Besitztümer des Ehepaars an sich, bevor sie flohen.
  • 15. März 2019: Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch
  • 17.3.2019: Bei einem Terrorangriff in der Nähe von Ariel in Samaria werden ein israelischer Soldat getötet und zwei weitere Personen schwer verletzt. Einer der Verwundeten erlag wenig später seinen Verletzungen. Der Terrorist griff den Soldaten Gal Keidan an einer Straßenkreuzung mit dem Messer an, entwendete sein Gewehr und tötete ihn. Mit dem Gewehr schoss er dann auf weitere Personen und verletzte dabei einen weiteren Soldaten und einen Zivilisten schwer. Der Zivilist, Rabbiner Achiad Ettinger, verstarb am anderen Morgen im Krankenhaus in Petach Tikwah. Der verletzte Soldat befindet sich in kritischem Zustand. Der Terrorist wurde von herbeieilenden Soldaten durch Schüsse verletzt, konnte aber fliehen. Der getötete Soldat Gal Keidan stammte aus Beer Sheva. Er wurde 19 Jahre alt. Der getötete Rabbiner Achiad Ettinger stammte aus Eli in der Nähe von Ariel. Er hinterlässt 12 Kinder. Er wurde 47 Jahre alt.
  • 15. April 2019: Grossbrand Notre-Dame in Paris
  • 19.4.2019: Brandanschlag auf grösste Jeschiwa Russlands. Kurz vor Beginn des Seder-Mahls wird auf die Talmud-Hochschule «Torat Chaim» in Moskau ein Brandanschlag verübt. Menschen kamen bei dem Zwischenfall nicht zu Schaden. Olga Esaulova, eine Sprecherin des Moskauer Oberrabbinats, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax, das Feuer sei in einem Lagerraum für Koscherfleisch gelegt worden, am Eingang zur Jeschiwa wurden diverse Hakenkreuze entdeckt. Zur Zeit des Brandausbruchs befanden sich rund 60 Studenten, Rabbiner und Gäste in dem Gebäude, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA-Novosti berichtete. Mit «Ärger und Abscheu» reagierte Robert Singer, CEO des Jüdischen Weltkongresses (JWK), auf den Brandanschlag auf die Jeschiwa von Moskau und die Entdeckung von Hakenkreuzen am Ort. «Die ganze internationale jüdische Gemeinschaft», sagte Singer, «ist entsetzt über diese hässliche Attacke, die höchstwahrscheinlich das Werk von Neo-Nazis war».
  • 21. April 2019: verheerende christenfeindliche Bombenanschläge in Sri Lanka
  • 27. April 2019: Sechs Monate nach einem rechtsradikal motivierten Angriff auf eine Synagoge in Pittsburgh eröffnet ein Mann in einer kalifornischen Synagoge das Feuer und tötet dabei eine Frau. Drei weitere Menschen - darunter der Rabbiner – wurden verletzt. Der mit einem Gewehr bewaffnete Angreifer war am letzten Tag des jüdischen Pessachfestes in die Synagoge der orthodoxen Chabad-Bewegung in Poway nördlich der Stadt San Diego eingedrungen. Der Schütze wurde festgenommen. San Diegos Polizeichef David Nisleit sagte, es handele sich um einen weißen, nicht vorbestraften 19-Jährigen aus San Diego.
  • 4.-5. Mai 2019: An diesem Wochenende waren die Bewohner des Südens Israels erneut einer Raketenwelle aus dem Gazastreifen ausgesetzt. Zwischen Samstagmorgen (4.5.) und Sonntagabend (5.5.) schossen die Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad 690 Raketen und Mörsergranaten auf Israel ab.Vier israelische Zivilisten wurden bei den Angriffen getötet: Moshe Agadi (58), Ziad Al-Hamamda (47), Moshe Feder (68) und Pinchas Menachem Prezuazman (21). Darüber hinaus wurden Dutzende Menschen verletzt in Krankenhäuser eingeliefert.Die Raketen wurden vorsätzlich auf Zivilisten gerichtet und trafen Bevölkerungszentren, Autos, Familienhäuser, einen Kindergarten und ein Krankenhaus. Schulen wurden am Sonntag geschlossen, da es fortwährend Raketenalarm gab. Die Hamas, die den Gazastreifen mit eiserner Hand regiert, begeht doppeltes Kriegsverbrechen, indem sie gezielt israelische Zivilisten zum Ziel nimmt, und gleichzeitig von inmitten ihrer Bevölkerung aus operiert und diese damit als menschliche Schutzschilde missbraucht. Die Tatsache, dass Hamas Waffen in bevölkerten Gegenden lagert und von dort aus die Angriffe ausführt, zeigt, dass sie vorsätzlich die eigene Bevölkerung gefährdet und sie keinerlei Wertschätzung für menschliches Leben hat. Dies wird auch an dem Beispiel deutlich, als eine Rakete aus dem Gazastreifen fehlgeleitet abgefeuert wurde und bei ihrem Niederschlag innerhalb des Gazastreifens eine Frau und ihr Kind tötete - Falasteen Abu Arar und Saba Mahmoud.
  • 18.5.2019: Unter dem Motto „Dare To Dream“ findet im Kongresszentrum Tel Aviv der 64. Eurovision Song Contest statt. Sieger wurde der Niederländer Duncan Laurence mit dem Lied „Arcade“, gefolgt von Sängern aus Italien und Russland.

Bücher

  • Mario Markus, 222 Juden verändern die Welt, Hildesheim 2019

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