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Ereignisse

  • Anfang Januar 2018: Organhändler gefasst. Ein Israeli wurde wegen des Verdachts auf Organhandel verhaftet. Der Führer einer weltweiten Bande von Organhändlern soll 2008 Dutzende Nieren illegal transplantiert haben. Die Behörden haben während fast zehn Jahren nach dem Mann gefahndet und ihn dann Anfang Januar 2018 in Zypern verhaftet. Er hat armen Menschen aus Osteuropa und Zentralasien 15 000 Euro für ihre Nieren versprochen und sie nach der Entwendung ohne richtige medizinische Versorgung gelassen. Die Empfänger, vorwiegend Israelis, bezahlten bis zu 100 000 Euro für die Transplantation. Die Bande flog auf, als 2008 ein Türke am Flughafen in Pristina kollabierte, nachdem ihm die Niere entnommen worden war. Die Klinik wurde geschlossen und fünf Ärzte wurden zu einer 8-jährigen Haftstrafe verurteilt. Der türkische Chirurg, der die Transplantationen illegalerweise durchgeführt hat, war 2018 immer noch auf der Flucht.
  • 9.1.2018: Unweit der palästinensischen Westbankstadt Nablus wird Rabbiner Raziel Shevach, 35, Vater von sechs Kindern, aus einem vorbeifahrenden Auto erschossen. Der Mann war Siedler im nahen Aussenposten Chavat Gilad rund zehn Kilometer westlich von Nablus. In der Siedlung leben rund 50 Juden. Palästinensische Organisationen wie die Hamas beglückwünschten die Terroristen zu ihrer «Heldentat».
  • 5.2.2018: An einer Bushaltestelle am Eingang zur Siedlung Ariel in der nördlichen Westbank ist der 29-jährige Rabbi Itamar Ben-Gal, Vater von vier Kindern, aus der benachbarten Siedlung Har Bracha durch Asi Abed el-Hakim, einen 19jährigen israelisch-arabischen Terroristen aus Jaffa mit zwei Messerstichen in die Brust so schwer verletzt worden, dass er noch vor der Ankunft in der Ambulanz im Beilinson-Krankenhaus in Petach Tikwa seinen Verletzungen erlegen ist. Der mutmassliche Täter, dessen Bewegungsfreiheit durch seine blaue israelische Identitätskarte ungemein erleichtert wurde, konnte in seinem Fahrzeug fliehen, obwohl ein unbewaffneter IDF-Offizier (er hatte sich im Urlaub befunden) den Wagen des Terroristen noch verfolgte und rammte, ihn aber nicht zum Anhalten bringen konnte. Al-Hakims Mutter ist eine Israel-Araberin, die bis vor kurzem in Haifa lebte, der Vater, ein Palästinenser, stammt aus Nablus in der Westbank.
  • 14.2.2018: Schulmassaker von Parkland
  • Mitte März 2018: Bei zwei verschiedenen palästinensischen Terrorangriffen werden drei Menschen getötet und weitere verletzt. Am 16.3. fährt ein palästinensischer Angreifer absichtlich in eine Gruppe Soldaten an einem Militärstützpunkt bei Mevo Dotan/Samaria. Ziv Daos (21) und Netanel Kahalani (20) werden dabei getötet, ein Soldat schwer und ein weiterer leicht verletzt. Der Angreifer wurde verhaftet. Am 18.3. sticht ein palästinensischer Angreifer in der Altstadt von Jerusalem mehrfach unvermittelt auf Adiel Kolman (32) mit einem Messer ein. Der Angreifer floh und wurde von Polizisten erschossen. Er hatte sich mit einer 5-tägigen Aufenthaltserlaubnis zur Suche nach Arbeit in Jerusalem aufgehalten. Der schwer verwundete Adiel Kolman erlag dann im Krankenhaus seinen Verletzungen. Er hinterliess vier Kinder. Seit September 2015 wurden 62 Menschen bei palästinensischen Terrorangriffen getötet. 899 wurden verwundet.
  • 23. März 2018: Anschlag von Carcassonne und Trèbes
  • 23. März 2018: brutale Ermordung Mireille Knolls in Paris. Vgl. 4.4.2017
  • 7. April 2018: Amokfahrt von Münster
  • 26. April 2018: Israel. Zehn Jugendliche umgekommen - von Wassermassen mitgerissen. Eine Tragödie ereignete sich in der Wüste: Zehn Jugendliche sind am Donnerstag, 26. April 2018, im Wüstental Tzafit in Südisrael ums Leben gekommen. Das ausgetrocknete Flusstal hatte sich nach einem Unwetter innerhalb weniger Minuten in einen reißenden Strom verwandelt. Den Jugendlichen war dadurch der Fluchtweg abgeschnitten, sie ertranken. Die Getöteten gehörten zu einer Gruppe von 25 Jugendlichen, die einen zweitägigen Schulausflug unternommen hatten. Sie besuchen ein Internat zur Vorbereitung auf den Armeedienst in Tel Aviv. Die übrigen 15 Jugendlichen konnten gerettet werden, weil sie sich auf einer Erhebung in dem tiefen Tal mit sehr steilen Hängen befanden. Eine israelische Polizeisprecherin sprach von einer "Tragödie, die hätte verhindert werden können". Man habe angesichts der Wetterlage ausdrücklich vor Ausflügen in der Gegend gewarnt. Nach den sintflutartigen Niederschlägen mussten im Zentrum von Tel Aviv Fußgänger in manchen Straßen knietief durchs Wasser waten. In Jerusalem fuhr die Straßenbahn nicht mehr, weil die Jaffa Street im Stadtzentrum ein reißender Fluss geworden war.

Bücher

  • Shimon Jacoby, Jechiel Chaim Freimann (Hrsg.), Keness HaDajanim 5777, Jerusalem 2018 (Tagungsband zu alltäglichen Herausforderungen von Dajanim in Israel)

2018 in Wikipedia