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1920

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Ereignisse

  • 1920: Friedensnobelpreis an: Léon Bourgeois
  • 2.1.1920-6.4.1992: Isaac Asimov, US-amerikanisch-jüdischer Biochemiker und Schriftsteller russischer Herkunft, geb. in Petrowsk (bei Smolensk), gest. in New York; wuchs in Brooklyn auf (Emigration 1923), verfasste im Laufe seines Lebens über 450 Bücher und ca. 90 000 Briefe und Postkarten; populärster Vertreter der wissenschaftlich fundierten Sciencefiction; sein Werk „Einbruch der Nacht“, 1941, gilt als beste je verfasste SF-Kurzgeschichte; er veröffentlichte 1939 seine erste Kurzgeschichte; 1948 promovierte er – nach einer vierjährigen kriegsbedingten Unterbrechung seines Studiums – in Biochemie und lehrte bis 1958 an der Boston University, bevor er sich ganz seiner literarischen Produktion widmete; weitere Werke (kleine Auswahl): „Sterne wie Staub“, 1951; „Der fiebernde Planet“, 1952; „Der Mann von drüben“, 1954; „Die nackte Sonne“, 1957; „Auf der Suche nach der Erde“, 1982; „Nemesis“, 1989
  • 24.3.1920-7.6.2011: Mietek Pemper
  • 4.7.1920-20.8.2007: Leona Helmsley, Milliardärin, sie betrieb u. a. das New York City Hotel und war Immobilien-Investor, sie war bekannt als grossspurige, tyrannische Persönlichkeit, die ihre Leute miserabel behandelte, was ihr den Spitznamen "Queen of Mean" eintrug (etwa: "die Königin der Erbärmlichkeit" oder "des Geizes"); sie wurde 1989 der Steuerhinterziehung und anderer Delikte (insgesamt 33 verschiedene Delikte, derer sie überführt wurde) überführt und war deshalb 19 Monate im Gefängnis und weitere zwei Monate unter Hausarrest – keine schlechte Strafe dafür, dass das Erst-Urteil auf 16 Jahre Gefängnis lautete; geboren wurde sie als Tochter polnisch-jüdischer Einwanderer unter dem Namen Leona Mindy Rosenthal in Marbletown, Ulster County, New York, ihr Vater war Hutmacher, aufgewachsen ist sie in Brooklyn; als Erwachsene änderte sie ihren legalen Familiennamen in "Roberts"; ihr erster Ehemann war der Anwalt Leo Panzirer, von dem sie sich 1959 scheiden liess, ihr einziger Sohn war Jay (1940-1982), der mit seiner Frau Mimi vier Kinder hatte; Leona heiratete erneut und liess sich wieder scheiden, der zweite Ehemann war Joseph Lubin, Manager in der Bekleidungsindustrie; ihr dritter Ehemann, den sie 1968 kennenlernte und im April 1972 heiratete, war der Immobilien-Mogul Harry Helmsley; zu diesem Zeitpunkt war Leona schon Millionärin aus eigener Kraft geworden mit Geschäften als Immobilienmaklerin; sie trat als senior vice president in Helmsleys brokerage-Firma "Brown, Harris, Stevens" ein; vermutlich unter ihrem Einfluss begann Helmsley mit der gross angelegten Umwandlung von Mehrfamilienhäusern in Eigentumswohnungen, später konzentrierte er sich auf die Hotel-Industrie, baute das Helmsley Palace auf der Madison Avenue; die beiden bauten sich in New York City ein Immobilien-Imperium auf, zu denen u. a. 230 Park Avenue-Hotels, das Empire State Building, der Tudor City apartment-Komplex (East Side Manhattan) gehörten mit zugehörigem Management und Vermietgeschäft, hinzu kamen bald weitere grosse Hotels in New York City, Hotels in Florida und anderen Staaten; Leona Helmsley wurde während der 1980er Jahre berüchtigt für ihre Gereiztheit und Launenhaftigkeit, die man zum Teil nur noch als "krankhaft" verstehen konnte; trotz ihres Riesenvermögens zankte sie sich unaufgehört mit fast allen Geschäftspartnern, Verkäufern usw.; am 31.3.1982 starb ihr einziges Kind, Jay Panzirer, an einer Herzattacke; Leona behauptete sogleich, Immobilien- und Geldvermögen des Sohnes sei nur geliehen, und verlangte per Gericht von der Witwe alles zurück; Jays Frau erhielt eine Räumungsklage; Mimi Panzirer – die Mutter der vier Enkelkinder Leonas – sagte später, Leona habe sie wirtschaftlich vernichtet, ohne den Grund jemals in Erfahrung gebracht zu haben; nach Absitzen ihrer Strafe (1994) tat sich Leona aber auch als Wohltäterin hervor, nach dem 11. September 2001 spendete sie fünf Mio. Dollar, um Familien der Feuerwehrleute zu unterstützen; neben anderen Gross-Spenden gab sie auch 25 Mio Dollar an das Presbyterian Hospital in New York für medizinische Forschung; in ihren letzten Jahren vereinsamte Leona Helmsley immer mehr, hatte kaum noch Kontakt zu ihren Enkelkindern oder zu den wenigen verbliebenen "Freunden", sie lebte allein mit ihrem Schoss-Hündchen in einem aufwändigen Appartment; ihr Mann Harry hatte ihr 1997 sein ganzes Vermögen hinterlassen (auf 5 Mrd. Dollar geschätzt); Leona Helmsley starb an Herzversagen am 20.8.2007 in ihrem Ferienhaus in Greenwich, Connecticut und wurde in einem eleganten Familien-Mausoleum beigesetzt (Sleepy Hollow Cemetery, Westchester County, New York); der Hund erbte 12 Mio. Dollar, einige Familienangehörige gar nichts

Bücher

  • R. Laqueur, Der jüdische Historiker Flavius Josephus, Giessen 1920
  • B. M. Lewin (Hrsg.), Iggeret Rab Scherira Gaon, Frankfurt a. M. 1920 (Nachdruck Jerusalem 1972)
  • A. Feilchenfeld, Denkwürdigkeiten der Glückel von Hameln, Berlin 1920 (deutsch)
  • Ludwig Strauss, Die israelitische Kultusgemeinde Bad Dürkheim, 1920

Zeitungen und Zeitschriften

1920 in Wikipedia