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Liste ehemaliger Synagogen im Westerwald

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Von den ca. 15 Synagogen, die sich auf dem Gebiet des Westerwalds befanden, konnten nur wenige der Zerstörung durch die Nationalsozialisten während der Novemberpogrome 1938 entgehen. Bei den erhaltenen Gotteshäusern handelt es sich meist um Gebäude, die von ihren Gemeinden zuvor aufgegeben worden waren, oder deren Vernichtung aufgrund der Nähe zu angrenzenden Häusern nicht oder nur unvollständig vollzogen wurde.

Die folgende Liste führt die zerstörten sowie die heute anderweitig genutzten Gebäude ehemaliger Synagogen im Westerwald auf.

Ort Bild Gemeinde Errichtung Bemerkungen
Altenkirchen
Landkreis Altenkirchen
Gedenktafel
Jüdische Gemeinde Altenkirchen Zunächst Bethaus in der Kölner Str., 1894 Synagoge Frankfurter Str. Am 9. November 1938 zerstört und abgerissen
Betzdorf
Landkreis Altenkirchen
gehörte zu Jüdische Gemeinde Hamm (Sieg) Betraum im Hotel Stangier, Viktoriastraße.
Dierdorf
Landkreis Neuwied
Jüdische Gemeinde Dierdorf Synagoge Hauptstraße Am 9. November 1938 zerstört und 1946 abgerissen
Ellar
Landkreis Limburg-Weilburg
Jüdischer Friedhof am Ortsrand
Jüdische Gemeinde Ellar Betraum Bornweg, erbaut Anfang des 19. Jh. schon 1933 abgerissen
Freilingen
Westerwaldkreis
Jüdische Gemeinde Freilingen Um 1721 Seit 1817 erste Synagoge, zweites Synagogengebäude Ecke Bergstr./Hohe Str. Vor Erstem Weltkrieg verzogen die Freilinger Juden nach Selters.
Frickhofen/Langendernbach
Landkreis Limburg-Weilburg
Jüdische Gemeinde Frickhofen/Langendernbach Um 17.. Seit 18.. Betraum und zeitweilig Religionsschule in Frickhofen (Egenolfstraße 7),

Langendernbach (Dornburg) Ackerstraße (früher An der Ackerhohl) genutzt seit 1857

Beide Gebäude nicht zerstört (Frickhofen wird heute als Wohnhaus genutzt) Langendernbacher Gebäude nach 1951 abgerissen
Gemünden
Westerwaldkreis
Jüdische Gemeinde Gemünden mit Rennerod, ab 1856 in die Jüdische Gemeinde Westerburg eingegliedert Um 1810 Seit 1800 Synagoge in der Judengasse 6 mit Rennerod bis 1919; wanderten 1935 nach Rotterdam aus.
Hachenburg
Westerwaldkreis
Ehemalige Synagoge Hachenburg
Jüdische Gemeinde Hachenburg mit Alpenrod, Höchstenbach, Kirburg, Kroppach, Steinebach an der Wied Zunächst Synagoge in der Judengasse. Nutzung der Synagoge wurde bereits 1897 beendet

1897 Neubau

Das Gebäude der ehemaligen Synagoge in Hachenburg am Alexanderring blieb erhalten, nach Umbau wird es heute als Wohn- und Geschäftshaus genutzt
Hadamar
Landkreis Limburg-Weilburg
Die ehemalige Synagoge in Hadamar
Synagoge (Hadamar) 1641 gegr., 1839-41 Nonnengasse 6 gegenüber dem St. Anna-Krankenhaus errichtet. Innenausstattung 1938 zerstört; in Brand gesetzt – Brand wurde von Nachbarn gelöscht. Seit 1982 Gedenk- und Erinnerungsstätte mit Dokumentation/ Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte in Hadamar
Haiger
Lahn-Dill-Kreis
Jüdische Gemeinde Haiger 18.. (?) Synagoge, Bahnhofstr. 57 nicht 1989 zerstört, 1989 abgerissen
Hamm (Sieg)
Landkreis Altenkirchen
Relikt der ehemaligen Synagoge Hamm
Jüdische Gemeinde Hamm (Sieg) mit Rosbach, Wissen und Betzdorf Um 1883 In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstört, 1945 abgerissen. Gedenkstätte am Synagogenplatz und David-Haus (KulturHausHamm/Sieg)
Herborn
Lahn-Dill-Kreis
Jüdische Gemeinde Herborn, Bezirksrabbinat Herborn Errichtet um 1680. Synagoge Am Kornmarkt 22 (wurde seit 1840 nicht mehr genutzt, wird heute als Wohn- und Geschäftshaus genutzt). Zweite Synagoge Hinter dem Amtsgericht, errichtet um 1875 Am 9. November 1938 – Dach ausgebrannt – 1982 abgerissen
Höhr-Grenzhausen
Westerwaldkreis
Jüdische Gemeinde Grenzhausen 1863, Kasinostraße 9 Am 9. November 1938 nicht zerstört, da von SA irrtümlich für bereits an einen nichtjüdischen Bürger verkauft gehalten, heute Wohnhaus
Maxsain
Westerwaldkreis
Jüdische Gemeinde Maxsain 1845 Bethaus, Kirchstr. 15, dann Synagoge Kirchstr. 23 Nach Erstem Weltkrieg aufgegeben. Heute Geschäft (Schönstr. 14).
Mengerskirchen
Lahn-Dill-Kreis
Jüdische Gemeinde Mengerskirchen Betraum, Gemeinde mit Reichenborn
Meudt
Westerwaldkreis
Jüdische Gemeinde Meudt Bethaus Kirchstr. 15, dann 1880/81 Synagoge, Kirchstr. 23 1938 zerstört und abgerissen.
Mogendorf
Westerwaldkreis
Jüdische Gemeinde Mogendorf 1850 Synagoge, Fuhrgasse Am 9. November 1938 zerstört.
Montabaur
Westerwaldkreis
Jüdische Gemeinde Montabaur 17.Jh. Betsaal, 1889 Synagoge Waldstr. Am 9. November 1938 zerstört.
Puderbach
Landkreis Neuwied
Jüdische Gemeinde Puderbach (mit Oberlahr, ab 1924 mit Steimel und Urbach) Ab Mitte des 19.Jhdts. zwei Betstuben, 4./5. August 1911 Synagoge in der Barentoner Str. (an der Eisenbahnlinie) Am 9. November 1938 zerstört.
Schupbach
Landkreis Limburg-Weilburg
Die ehemalige Synagoge in Schupbach
Synagoge Schupbach. Die jüdische Gemeinde Schupbach mit ihren Filialorten Obertiefenbach, Heckholzhausen, Gaudernbach und Wirbelau besaß 1877 rund 180 Mitglieder. 1816 entstand eine erste "Judenschule" im Ort, die 1877 nach weitgehendem Neubau als Synagoge geweiht wurde. Im größeren Trakt befand sich oben der Synagogensaal und unten (bis 1904) die Schulstube. Der Seiten- und Eingangsbau nahm Treppen, Empore und Bad auf. Nachträglich verputzter Backstein. Bei Auflösung der Gemeinde 1935 wurde die Synagoge veräußert, daher nicht zerstört, aber erheblich verändert, entleert und als Lagerraum verwendet. Noch heute befindet sie sich in Privatbesitz. Die Rekonstruktion zeigt deutlicher den mittelalterlichen Rundbogen- und Lisenenstil von 1877. Im Jahr 2010 gründete sich ein Verein, der sich für den Erhalt der Synagoge einsetzen will.
Selters
Westerwaldkreis
Jüdische Gemeinde Selters mit Herschbach, Nordhofen und Rückeroth 1705/06-1850 Erste Synagoge, anschl. Hauskauf Gartenstraße Am 9. November 1938 zerstört und 1940 abgerissen.
Urbach
Landkreis Neuwied
Jüdische Gemeinde Urbach (mit Horhausen) (Am 9. November 1938 zerstört.)(noch abzuklären)
Waldbreitbach
Landkreis Neuwied
Jüdische Gemeinde Waldbreitbach (...) Am 9. November 1938 zerstört und 1942 abgerissen.
Westerburg
Westerwaldkreis
Ehemalige Synagoge Westerburg
Synagoge Westerburg der Jüdischen Gemeinde Westerburg 1766 Betraum; 1824 Erste Synagoge, anschl. Neubau nach 1910 Am 9. November 1938 Fenster und das Innere zerstört. Heute gewerbliche Nutzung

siehe auch

 Portal:Westerwald – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Westerwald

Weblinks

Literatur

  • Joachim Jölsch/Uli Jungbluth u.a (Hg.): Juden im Westerwald. Montabaur, 1998.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Liste ehemaliger Synagogen im Westerwald aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.