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Universität Potsdam

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Universität Potsdam
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Gründung 1991
Trägerschaft staatlich
Ort Potsdam
Bundesland Brandenburg
Staat Deutschland
Leitung Prof. Dr. Oliver Günther
Studenten 20.808 (WS 2011/12, inkl. Zweit-, Gasthörer, Studienkolleg)[1]
Mitarbeiter 3.983[2]
davon Professoren 266[2]
Jahresetat 103 Mio EUR[1]
Website www.uni-potsdam.de
Der Standort Neues Palais im westlichen Teil des Parks Sanssouci (Luftbild 2008)
Campus Neues Palais:
Häuser 9 und 11

Die Universität Potsdam ist eine deutsche Universität im Raum Berlin-Brandenburg, die sich über vier verschiedene Standorte in Potsdam erstreckt. Sie ist die größte der vier Potsdamer Hochschulen und zugleich die größte Hochschule des Landes Brandenburg.

Derzeit studieren mehr als 20.000 Studenten an der Universität Potsdam. Die Universität Potsdam ist Preisträgerin des Wettbewerbs "Exzellenz in der Lehre" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Kultusministerkonferenz. Berlin-Brandenburg ist eine der größten und wichtigsten Wissenschaftsregionen in Europa. Neben der Universität Potsdam, den großen Berliner Universitäten und einer Reihe von Fachhochschulen gibt es etwa hundert Institute, von denen die Studierenden profitieren.

Geschichte

Die Universität Potsdam ist am 15. Juli 1991 durch das Gesetz über die Hochschulen des Landes Brandenburg als Nachfolgerin der Brandenburgischen Landeshochschule Potsdam (vormals Pädagogische Hochschule „Karl Liebknecht“, von 1948 bis 1951: Brandenburgische Landeshochschule) und der Hochschule für Recht und Verwaltung Potsdam-Babelsberg (vormals Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“) neu gegründet worden.

Daher liegt auch heute noch ein Schwerpunkt auf der Lehrerausbildung. Gründungsrektor war der Chemiker und spätere Landesverfassungsrichter Rolf Mitzner.

Der Campus der Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit in Golm gehört heute ebenfalls zur Universität Potsdam und beherbergt die Humanwissenschaftliche, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät.

Im Oktober 2009 wurde sie als eine von zehn Fachhochschulen und Universitäten für exzellente Lehre ausgezeichnet und erhielt vom Stifterverband und von der Kultusministerkonferenz dafür ein Preisgeld von einer Million Euro, obwohl einer ihrer Professoren ein Buch Universal Algebra and Applications in Theoretical Computer Science veröffentlichte, gegen das Plagiatsvorwürfe erhoben wurden.[3][4][5]

Rektoren/Präsidenten

Standorte

Die Universität Potsdam gliedert sich in drei Universitätskomplexe (I–III) und hat darüber hinaus vier weitere Standorte, an denen jedoch nur einzelne Gebäude stehen. Die drei großen Universitätskomplexe sind folgende:[7][8]

  1. Universitätskomplex I Am Neuen Palais: Der zentrale Campus der Universität mit dem Auditorium maximum liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Park Sanssouci. In den Communs, den repräsentativen Nebengebäuden des Neuen Palais, befinden sich einige Institute der Philosophischen Fakultät. Die Barockbauten aus dem 18. Jahrhundert, die mit ihren Freitreppen, Säulengängen, Kuppeln und reichen Verzierungen den einstigen Zweck als Wirtschaftsgebäude des Schlosses nicht erkennen lassen, beherbergen heute Präsidium und Verwaltung der Universität. Auch die Sportwissenschaft und Sportmedizin sowie das Institut für Mathematik sind auf dem Campus Am Neuen Palais zu finden.
  2. Universitätskomplex II Golm: Die meisten Institute der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und die Humanwissenschaftliche Fakultät sind in Potsdam-Golm beheimatet, wo mit dem Bau hochmoderner und architektonisch interessanter Forschungsgebäude einer der größten Wissenschaftsparks der Region entstanden ist. Drei Max-Planck- und zwei Fraunhofer-Institute sowie das Gründerzentrum GO:IN haben sich hier bereits angesiedelt.
  3. Universitätskomplex III Babelsberg am Griebnitzsee: Der Campus Griebnitzsee an der Stadtgrenze zu Berlin, unweit der traditionsreichen Babelsberger Filmstudios, ist Sitz der Juristischen und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Auch das Institut für Informatik hat hier seinen Standort und profitiert von der Nähe zum Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik, einem vollständig privat finanzierten An-Institut der Universität Potsdam.

Weitere Universitätsstandorte:

  1. Maulbeerallee: Botanischer Garten. Lehr- und Forschungseinrichtung des Instituts Biologie. Ausbildung im Fach Botanik.
  2. Karl-Marx-Straße in Babelsberg: Einige repräsentative Villen werden von den Wirtschaftswissenschaften genutzt für Verwaltung und Seminare
  3. Gutenbergstraße: Seminare und Übungen zur erziehungswissenschaftlichen Ausbildung für Lehramtsstudiengänge.

Historische Gebäude

Campus Neues Palais: Haus 8

Einige Teile der Universität sind in historischen Gebäuden untergebracht, die teilweise sogar ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurden. So befindet sich im Park Sanssouci, am Neuen Palais, die Bereichsbibliothek und das Historische Institut in einem Teil der Communs, sowie unter anderem das Institut für Germanistik in den ehemaligen Marställen.

Auch die Geschichte der anderen Standorte, Babelsberg und Golm, ist von historischem Interesse. Die ältesten Gebäude der Golmer Institute wurden in den 1930er-Jahren für die „Luftnachrichtenabteilung Oberbefehlshaber der Luftwaffe“ gebaut. In den Kasernen wurden Soldaten für das SS-Griechenlandcorps ausgebildet. Ab 1951 wurden dort an der neugegründeten Juristischen Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit Kader für die Staatssicherheit ausgebildet.

Die heutige Juristische Fakultät und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität sind im ehemaligen Präsidial- und Verwaltungsgebäude des Deutschen Roten Kreuzes (1939/1940) in Babelsberg/Griebnitzsee untergebracht. Weitere Hörsäle und Gebäude wurden in den 1950er-Jahren unmittelbar hinter dem Schloss Babelsberg für die Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR errichtet.

Zukünftige Ausbaupläne

Datei:Neubau Physikgebäude am Standort Golm.jpg
Neubau der Universität Potsdam am Standort Golm
Campus Babelsberg: Haus 1
Hörsaalgebäude des Hasso-Plattner-Instituts

Im Zuge der Forderung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, der Universitätsstandort Babelsberg müsse aus dem Babelsberger Park weichen, ist die Universität Potsdam bemüht, andere Standorte zu erschließen. So wird, seit dem Jahr 2000, der Standort Golm durch mehrere Neubauten aufgewertet, an dem sich der Kern der Naturwissenschaften angesiedelt hat. Nach dessen endgültigem Umzug wurden die Geisteswissenschaften im Wesentlichen aus Golm abgezogen und haben den freigewordenen Platz am Neuen Palais genutzt. Gefördert wird dieses Projekt der Standortverschiebung durch die Europäische Union und die Bundesrepublik Deutschland. Das Land Brandenburg beteiligt sich finanziell nur gering.

Akademisches Profil

Die Universität Potsdam verfügt über eine Vielzahl an Einrichtungen die sich der Forschung und Lehre widmen.

Fakultäten

Die Universität Potsdam gliedert sich in die folgenden fünf Fakultäten.

Juristische Fakultät

Das Lehrangebot der Juristischen Fakultät umfasst die Grundlagen- und Pflichtfächer für die Ausbildung zur Volljuristin beziehungsweise zum Volljuristen. Dazu gehören das Zivilrecht, das Strafrecht und das Öffentliche Recht. Schwerpunktthemen in Forschung und Lehre sind in Potsdam die Grundlagen des Rechts, die Zivilrechtspflege, Wirtschaftsrecht, Internationales Recht, die Öffentliche Verwaltung sowie das Wirtschafts-, Steuer- und Umweltstrafrecht. Auf all diesen Gebieten bestehen umfangreiche Möglichkeiten zur Vertiefung. Weitere Aus- und Fortbildungsveranstaltungen bieten für den kommunalen Bereich das Kommunalwissenschaftliche Institut und für die Internationalen Beziehungen das MenschenRechtsZentrum an.

Eine deutschlandweit besondere Einrichtung an der Potsdamer Juristischen Fakultät ist der Deutsch-Französische Studiengang Rechtswissenschaften, der in Kooperation mit der Universität Paris-Nanterre/La Défense durchgeführt wird. Neben einem Austauschprogramm bietet er den Studierenden die Gelegenheit, während ihrer ersten beiden Studienjahre an der Universität Potsdam zusätzlich zum deutsch-rechtlichen Standardstudium ein in sich abgeschlossenes Zusatzstudium des französischen Rechts zu absolvieren. Dieser Teil der Lehre wird von französischen Gastdozenten der Partneruniversität in französischer Sprache übernommen.

Philosophische Fakultät

Die Philosophische Fakultät der Universität Potsdam hat sich in den vergangen Jahren im Sinne einer fächerübergreifenden Kulturwissenschaft neu definiert. Forschung und Lehre an den Instituten für Religionswissenschaft, Jüdische Studien, Philosophie, Geschichte, Klassische Philologie, Germanistik, Anglistik und Amerikanistik, Romanistik, Slavistik sowie Künste und Medien sind einem umfassenden Kulturbegriff verpflichtet, der Kultur als den Inbegriff aller menschlichen Lebensformen definiert.

Aus dem Fächerspektrum der Fakultät wurden die Themenkomplexe Mobilisierte Kulturen, Lebensformen/Lebenswissen sowie Regionalität und Identität in Europa als Schwerpunkte herausgehoben. Diese inhaltliche Setzung fördert die fächerübergreifende Kooperation, bezieht aber auch Perspektiven mit ein, die außerhalb des klassischen Fächerkanons der Philosophischen Fakultät liegen. Beispielsweise widmet sich der hier angesiedelte Profilbereich Kulturelle Begegnungsräume unter anderem der Geschichte und der kulturellen Praxis von Judentum, Christentum und Islam und berücksichtigt dabei so unterschiedliche Gebiete wie Theologie, Literatur, Ethik, Medizin und Kosmologie.

Im Sinne einer forschungsbasierten Lehre wird neben den bereits eingerichteten interdisziplinären Masterstudiengängen wie Jüdische Studien, Kommunikationslinguistik, Military Studies oder Europäische Medienwissenschaft an der Entwicklung weiterer neuer Studiengänge wie Mobility Studies gearbeitet. Die Fakultät legt außerdem großen Wert auf eine intensive Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. In den von ihr getragenen Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und Drittmittelprojekten haben Nachwuchswissenschaftler die Möglichkeit zu interdisziplinärer Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.

Humanwissenschaftliche Fakultät

Mit den Kognitionswissenschaften und den Bildungswissenschaften umfasst die Humanwissenschaftliche Fakultät zwei der interdisziplinären und über die Fakultätsgrenzen hinaus wirkenden Profilbereiche der Universität Potsdam. Die Exzellenz der Kognitionswissenschaften gründet sich vor allem auf den Sonderforschungsbereich "Informationsstrukur: Die sprachlichen Mittel der Gliederungen von Äußerungen, Satz und Text". In den Bildungswissenschaften wird derzeit die empirische Forschung ausgebaut, eng geknüpft an die Lehre. In der erziehungswissenschaftlichen Ausbildung der Lehramtsstudierenden aller Fakultäten nimmt die Humanwissenschaftliche Fakultät eine zentrale Stellung ein.

Der "Exzellenzbereich Kognitionswissenschaften" und der "Profilbereich Bildungswissenschaften" gliedern sich in weitere Forschungscluster und Lehreinheiten. So wird die Lehre in den Departments Psychologie, Linguistik, Sport- und Gesundheitswissenschaften, in Erziehungswissenschaft und Lehrerbildung organisiert. Forschungsschwerpunkte sind Sprache, Handeln und Verhalten, Gesundheit, Breiten- und Spitzensport, Schule und Unterricht sowie das Lernen über die Lebensspanne. In Zukunft sollen sich die vorhandenen Potenziale im Feld der Gesundheitswissenschaften und Prävention zu einem weiteren Profilbereich entwickeln. Der Forschungsbereich Gesundheit ist bereits jetzt gut mit dem Fördersystem des Spitzensports vernetzt.

Auf vielfältige Weise vermittelt die Humanwissenschaftliche Fakultät zwischen Theorie und Praxis. Sie fungiert als Dienstleister für die Stadt Potsdam und das Land Brandenburg. So unterhält sie verschiedene Beratungszentren für Psychotherapie und Sprachtherapie und eine Hochschulambulanz. Die Hochschulambulanz ist derzeit lizenziert als Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes. Zusammen mit anderen Dienstleistern wird ein regionales Gesundheitsnetz entstehen.

Darüber hinaus engagiert sich die Fakultät für mehr Qualität in der Ausbildung der Studierenden, indem sie nationale und internationale Master- und Graduiertenprogramme etabliert und ein System zur Qualitätssicherung für die Lehre entwickelt.

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät mit den Bereichen Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Politik, Verwaltung und Soziologie hat sich in einem kontinuierlichen Erneuerungsprozess ein unverwechselbares und eigenständiges Markenzeichen erarbeitet. Forschung und Lehre sind eng miteinander verbunden. Im Bereich Policy Forschung und Verwaltungswissenschaft gilt die Fakultät als eine der wichtigsten deutschen Forschungs-, Ausbildungs- und Beratungsstätten. Als weiterer Schwerpunkt wird derzeit der Bereich Innovation und Technologie entwickelt.

Einem multitheoretischen wissenschaftlichen Vorgehen folgend, beschäftigen sich die Forscher mit dem interaktiven Verhältnis von Politik, Ökonomie und Institutionen auf verschiedenen Ebenen und Tätigkeitsfeldern. Der interdisziplinäre Ansatz ermöglicht es, die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, öffentlichen und privaten Institutionen und der Politikgestaltung zu untersuchen. Dabei geht es sowohl um Steuerungsprobleme zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft als auch innerhalb des überaus differenzierten öffentlichen Sektors. Politologen und Verwaltungswissenschaftler, Soziologen und Ökonomen arbeiten an gemeinsamen Projekten. Das Zusammenwirken unterschiedlicher Forschungsansätze und -methoden gestattet es, empirische und theoretische Erkenntnisse zu gewinnen, die ein komplexes und differenziertes Bild der sozioökonomischen, kulturellen und politischen Entwicklungsprozesse moderner Gesellschaften vermitteln - national wie international.

Mit großem Engagement betreibt die Fakultät die Anbindung von Forschung und Lehre an die Praxis. So kommen die Erkenntnisse der Gründungs-, Beratungs- und Innovationsforschung dem der Fakultät angeschlossenen Institut für Gründung und Innovation (BIEM CEIP) zugute, einer zentralen Serviceeinrichtung für Gründungsinteressierte. Das Kommunalwissenschaftliche Institut (KWI) forscht gemeinsam mit der Juristischen Fakultät zu Aspekten der Kommunen in den neuen Bundesländern und bietet Weiterbildungen für deren Mandatsträger an. Auch das der Fakultät angegliederte Potsdam Centrum für Politik und Management (PCPM) sorgt durch Forschungs- und Beratungsprojekte sowie wissenschaftliche Weiterbildungsangebote für einen regen nationalen und internationalen Wissenstransfer.

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Potsdam vereint unter ihrem Dach die Institute für Biochemie und Biologie, Chemie, Ernährungswissenschaft, Geographie, Erd- und Umweltwissenschaften, Informatik, Mathematik, Physik und Astronomie sowie den Botanischen Garten Potsdam. Besonders stark nachgefragt sind die Studiengänge Geoökologie, Geowissenschaften, Ernährungswissenschaft, Polymer Science und Softwaresystemtechnik.

Die Fakultät ist drittmittelstark und hat in Forschung und Lehre zukunftsträchtige Schwerpunkte und leistungsfähige Kernbereiche aufgebaut. So sind allein fünf der acht universitären Profilbereiche an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät angesiedelt: Erdwissenschaften, Funktionale Weiche Materie, Funktionelle Ökologie und Evolutionsforschung, Komplexe Systeme und Pflanzengenomforschung/Systembiologie. Fakultätseigene Schwerpunkte, wie die mathematisch-naturwissenschaftliche Lehrerbildung, stellen eine sinnvolle Ergänzung der Profilbereiche dar, fördern ihre Verknüpfung untereinander und tragen zu ihrer ständigen Weiterentwicklung und Erneuerung bei.

Die bereits im Gründungskonzept der Universität Potsdam angelegte enge Zusammenarbeit der Naturwissenschaften mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Region Berlin-Brandenburg wurde vom Wissenschaftsrat schon früh als beispielhaft gelobt. Dafür stehen die Kooperationen mit mehreren Instituten der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Helmholtz- und der Leibniz-Gemeinschaft und dem Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik. Inzwischen gibt es mehr als 40 gemeinsame Berufungen mit diesen Einrichtungen.

Institute, Wissenschaftliche Einrichtungen

Neben den Fakultäten gibt es an der Universität Potsdam eine Reihe von An-Instituten, Kollegs und Forschungszentren.

An-Institute

  • Das Abraham Geiger Kolleg ist das erste Rabbinerseminar in Zentraleuropa nach der Schoa. Als 1942 die Nationalsozialisten die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin schlossen, endete damit eine Ära, die mit Abraham Geiger ihren Anfang genommen hatte. 1836 hatte er die Gründung einer jüdisch-theologischen Fakultät gefordert, um sich im Geist akademischer Freiheit der jüdischen Tradition zu widmen. Das Abraham Geiger Kolleg hat es sich zum Ziel gesetzt Rabbinerinnen und Rabbiner für jüdische Gemeinden in Zentral- und Osteuropa auszubilden. Neben der Rabbinatsausbildung absolvieren die Anwärter ein reguläres Studium, das im umfassenden Lehrplan des Kollegiums Jüdische Studien an der Universität Potsdam verankert ist. Nach Abschluss des Studiums und mit Befürwortung von Supervisoren, Mentoren und Lehrgemeinden empfiehlt das Rabbinerkollegium die Anwärter zur Ordination. Danach erfolgt die Smicha.
  • Akademie für Psychotherapie und Interventionsforschung GmbH
  • Evangelisches Institut für Kirchenrecht e.V.
  • Hasso-Plattner-Institut. Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) an der Universität Potsdam ist das bislang einzige völlig privat finanzierte Universitäts-An-Institut in Deutschland. Das Studium am HPI kann mit den international anerkannten Abschlüssen Bachelor (nach sechs Semestern) oder Master (nach weiteren vier Semestern) abgeschlossen werden. Die Inhalte des Studiengangs IT-Systems Engineering unterscheiden sich von der klassischen Informatik: Zwar sind solide theoretische Kenntnisse von Logik und Mathematik Grundlage des Studiums, doch ist das Studium im höheren Semester insbesondere praktisch ausgerichtet. Ziel des Stifters war es, mit einer ingenieursorientierten IT-Ausbildung Universitäts-Absolventen besser auf die Berufspraxis in der IT-Wirtschaft vorzubereiten. Das HPI kooperiert unter anderem mit dem Massachusetts Institute of Technology und der Stanford University. Neben seinen verschiedenen Instituten kooperiert das HPI auch mit dem Informatik Institut der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, und ermöglicht es Studenten über die jeweiligen Fachbereiche hinaus Kurse zu belegen. Zum Hasso-Plattner-Institut gehören weitere Institute und Zentren: HPI School of Design Thinking. Nach dem Vorbild des Hasso Plattner Institute of Design in Palo Alto an der Stanford University wurde die HPI School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut etabliert. Zum Wintersemester 2007/08 nahmen erstmals 40 Studierende aus fast 30 verschiedenen Fachgebieten das Zusatzstudium auf. Die Potsdamer D-School arbeitet mit der d.school in Stanford zusammen. HPI Research School. 2005 wurde am HPI das interdisziplinäre Forschungskolleg eröffnet. An der HPI Research School widmen sich Nachwuchsforscher aus allen Fachgebieten des HPI dem gemeinsamen Thema Service-oriented Systems Engineering. Dabei handelt es sich um ein neues Paradigma für Architektur, Entwurf und Entwicklung komplexer IT-Systeme. In der Konsequenz wird jede Promotion von zwei verschiedenen HPI-Fachgebieten betreut, außerdem sind die Forscher der verschiedenen Fachgebiete eng miteinander vernetzt. Jedes Jahr werden neue Stipendien für die Arbeit an der HPI Research School vergeben, im Wintersemester 2007/08 waren 15 Forscher in dem Kolleg tätig. Hasso Plattner Ventures. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Hasso-Plattner-Institut in Potsdam arbeitet seit dem 13. Juni 2005 Hasso Plattner Ventures, eine Kombination aus Wagniskapital-Fonds und Gründerzentrum für die IT-Branche. In dem Potsdamer Gründerzentrum für junge IT-Firmen sollen junge Firmengründer unter Anleitung erfahrener Berater und mit Unterstützung durch Wagniskapital softwaregetriebene Produktideen entwickeln und marktreif machen. Plattner legte für das kommerzielle Projekt einen Fonds auf, von dessen Kapitalausstattung mit über 50 Millionen Euro er mindestens die Hälfte beisteuert. Weitere institutionelle Investoren können sich mit mindestens jeweils fünf Millionen Euro engagieren.
  • Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V.
  • Johannes-Overath Institut e.V.
  • Kanonistisches Institut e.V.
  • Das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien ist als An-Institut der Universität Potsdam maßgeblich am Studiengang "Jüdische Studien/Jewish Studies" beteiligt. Seine Forschungsinteressen gelten der Geschichte, Religion und Kultur der Juden und des Judentums in den Ländern Europas. Ein besonderer Akzent liegt dabei auf der Beziehungsgeschichte von Juden und nicht-jüdischer Umwelt. Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich zum einen auf Probleme der gesellschaftlichen Integration und Akkulturation der Juden, zum anderen auf vergleichende sozialgeschichtliche Fragestellungen wie die nach den Lebensbedingungen, der geographischen und sozialen Mobilität. Ebenso finden soziokulturelle und ideengeschichtliche Aspekte wie Literatur, Kunst, Religion, Philosophie und Musik starke Beachtung. Das Moses Mendelssohn Zentrum verfügt über eine umfassende und öffentlich zugängliche Spezialbibliothek, deren Bestand derzeit etwa 50 000 Bände umfasst.
  • Verein Weiterqualifizierung im Bildungsbereich e.V.

Wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungszentren

  • KWI, Kommunalwissenschaftliches Institut der Universität Potsdam, welches der der kommunalwissenschaftlichen Forschung, Lehre und Weiterbildung namentlich auf den Gebieten der Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaft dient.
  • PCPM, Potsdam Centrum für Politik und Management, welches in der jüngste Reputationsstudie der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft als eine der drei wichtigsten deutschen Universitäten und Forschungsstätten im Bereich Policy-Forschung und Verwaltungswissenschaft ausgezeichnet wurde. Die an der Universität Potsdam angebotenen Master- und Doktorandenprogramme gehören nach Einschätzung des Centrums für Hochschulentwicklung zur europäischen Spitzengruppe. Zu diesen Programmen gehören die von der Universität Potsdam angebotenen Verwaltungswissenschaftlichen Studiengänge, sowohl Grundständige Bachelor- und Masterstudiengänge, als auch Weiterbildende Master und französisch, englisch und russischsprache Studiengänge die International ausgerichtet sind . Auf der Grundlage dieser Expertise bündelt und organisiert das Potsdam Centrum für Politik und Management gezielt Forschungs- und Beratungsprojekte sowie wissenschaftliche Weiterbildungsangebote für Fach- und Führungskräfte, die im Spannungsfeld zwischen politischer und gesellschaftlicher Verantwortung agieren. Dem PCPM nahe steht das Potsdam eGovernment Competence Center (IfG.CC). Letzteres ist ein Verbund verschiedener Organisationen, die zukunftsfähige Lösungen für modernes Regieren und Verwalten unter intensiver Nutzung von neuer Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) erforschen und entwickeln. Das IfG.CC hat sich auf alle Fragen der Anwendung von IKT in Staat und Gesellschaft und hier insbesondere auf deren transformatorische Wirkung spezialisiert. Themen wie neue Organisationsmodelle und IKT-Einsatz in Regionen gehören genau so dazu wie ausgewählte Fragen im Bereich Sicherheit und kritische Infrastrukturen oder Gesundheit. Angesichts neuer weltweiter Herausforderungen wie Globalisierung, Klimawandel, Terrorismus, Ressourcenverknappung und demografischer Wandel sind neue Governance-Formen gefragt, die durch IKT ermöglicht werden. Sie bilden den Aktions- und Forschungsschwerpunkt des eGovernment Competence Centers. Das eGovernment Competence Center wertet permanent die weltweiten Entwicklungen in den Themenbereichen eGovernment, eHealth, eLearning, Informationsgesellschaft, eServices, Kritische Infrastruktur etc. aus und entwickelt Lösungen für neue Formen elektronischen Regierens und Verwaltens. Regierungen und Verwaltungen werden vom IfG.CC durch anwendungsnahe Forschungs-, Beratungs- und Weiterbildungsleistungen wirkungsvoll dabei unterstützt, ihre Modernisierungsvorhaben strategisch ausgerichtet zu entwickeln und wirkungsvoll umzusetzen.
  • Potsdam Transfer ist das Zentrum für Gründung, Innovation, Wissens- und Technologietransfer der Universität Potsdam. Es werden Lehrprogramme koordiniert, die Forschungsprojekte und das Doktorandenprogramm im Gründungsmanagement, insbesondere aber auch der Gründungsservice und das Networking mit in- und ausländischen Partnern. Für den Wissens- und Technologietransfer kann die Universität zudem auf eine profilierte Tochtergesellschaft, die UP Transfer GmbH, zurückgreifen. Sie hilft dabei, Innovationen aus der Forschung in die Praxis zu überführen. Mehr und mehr zeigt sich, dass man in Potsdam nicht nur studieren kann, sondern auch gute Arbeits- und Karrieremöglichkeiten vorfindet.
  • Zentrum für Lehrerausbildung
  • MenschenRechtsZentrum
  • Netzwerk Studienqualität Brandenburg
  • Potsdam Research Institute for Multilingualism
  • Das pearls • Potsdam Research Network, ein bundesweit einmaliger Verbund von Forschungseinrichtungen, organisiert den Diskurs über brisante Themen und künftige Forschungsfelder und bindet dabei vor allem den wissenschaftlichen Nachwuchs ein. Um die Ideen gemeinsam zu verwirklichen, wird pearls zu einer Plattform für die Akquise neuer Forschungsverbünde ausgebaut. In einem weiteren Schritt sollen die Innovationen aus Potsdamer Laboren in die Praxis überführt werden und so die Wirtschaftskraft des Landes stärken.

Unterstützende Einrichtungen

  • Das Sprachenzentrum bietet eine Vielzahl von Sprachen mit internationalen akkreditierten Hochschulzertifikat (UNIcert) für Studierende aller Fakultäten an.
  • Potsdam Graduate School. Um die fachliche Betreuung der Doktoranden und die Qualität ihrer Arbeiten zu verbessern, hat die Universität die fakultätsübergreifende Potsdam Graduate School gegründet, die den Wissenschaftsstandort Potsdam für Nachwuchskräfte aus dem In- und Ausland noch attraktiver macht.
  • Career Service. In der sensiblen Bewerbungsphase nach Studium oder Promotion verhilft der Career Service zu beruflicher Orientierung. Hier erworbene Schlüsselkompetenzen erleichtern den Studierenden den Übergang in die Arbeitswelt. Auch Praktika und Kontakte zu Unternehmen in Wirtschaft und Verwaltung werden vermittelt.
  • ZEIK - Zentrale Einrichtung für Informationsverarbeitung und Kommunikation
  • Zentrum für Hochschulsport
  • AStA
  • Studentenwerk Potsdam
Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek Potsdam (kurz: UB Potsdam) wurde 1991, kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der Gründung der Universität Potsdam gegründet und eröffnet. Dadurch wurden die Bestände der Vorgängereinrichtungen wie der Pädagogischen Hochschule Karl Liebknecht am Neuen Palais und der Babelsberger Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR in die UB Potsdam integriert.[9]

Rund 1,3 Millionen Bände, 2.850 gedruckte und über 8.000 elektronische laufende Zeitschriften sowie eine Vielzahl von E-Books und Datenbanken gehören dem Bestand der Universitätsbibliothek an. Dadurch gehört die UB Potsdam zu den mittelgroßen Universitätsbibliotheken in Deutschland.[9]

Kooperationsbeziehungen und Forschungsverbünde

Die Universität Potsdam kooperiert auf Wissenschaftlicher und Beratender Ebene mit vielen Instituten. Hierzu gehören:

  • Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Forschungsstelle Potsdam
  • DESY Hamburg
  • DESY Zeuthen
  • Deutsches Institut für Ernährungsforschung
  • Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
  • Einstein Forum Potsdam
  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung Golm
  • Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik/Institutsteil Medizinische Biotechnologie Golm
  • Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik
  • Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung
  • Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
  • Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum
  • Institut für Dünnschichttechnologie und Mikrosensorik
  • Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung
  • Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim
  • Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung
  • Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam
  • Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau
  • Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei
  • Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik
  • Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung
  • Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie
  • Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
  • Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr
  • Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
  • Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin-Brandenburg e.V.
  • Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
  • ZukunftsAgentur Brandeburg

Darüber hinaus bestehen verschiedene Forschungsverbünde, zum Beispiel in der Exzellenzinitiative, im Exellenzcluster "Unifying Concepts in Catalysis" so wie "Languages of Emotion" mit Beteiligung der Universität Potsdam.

Studium & Studierende

Mit Beginn des Wintersemesters 2009/2010 waren an der Universität Potsdam 20.332 Studierende immatrikuliert. Die meisten Studierenden sind in der Philosophischen Fakultät (5.978), und in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (5.771), eingeschrieben. Der Anteil der Frauen beträgt 59% (11.949). Mehr als 2.000 Ausländer absolvieren an der Potsdamer Alma Mater ein Studium. Bis zum Jahr 2007 gab es einen flächendeckenden Numerus clausus an der Universität Potsdam. Dieser wurde nun für bestimmte Studienfächer aufgehoben. Im Wintersemester 2009/10 begannen 4.755 Studierende das Studium an der Universität Potsdam. Die Universität Potsdam erhebt auf absehbare Zeit keine Studiengebühren.

Als Preisträgerin des Wettbewerbs "Exzellenz in der Lehre" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Kultusministerkonferenz will die Universität Potsdam konsequent ihr Konzept zur Verbesserung der Lehre umsetzen: Im Programm "Junior Teaching Professionals" sollen Promovierende die Lehre mit Bezug zur eigenen Forschung spannend und lebendig mitgestalten. Das "Senior Teaching Professionals"-Modell qualifiziert Neuberufene und Post-Docs für die Entwicklung von Curricula. Erfahrene Wissenschaftler bringen hier ihre Kompetenzen in die Weiterbildung von Hochschullehrern ein. Das "Online Studierendenpanel" hilft als unbürokratisches Evaluationsverfahren die Instrumente der Qualitätssicherung weiterzuentwickeln.

Rankings

Die Universität Potsdam ist Preisträgerin des Wettbewerbs "Exzellenz in der Lehre" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Kultusministerkonferenz, der mit einer Million Euro dotiert ist. Im Oktober 2009 wurde sie als eine von zehn Fachhochschulen und Universitäten für exzellente Lehre ausgezeichnet[10]mit der Begründung, dass das Konzept der Universität auf die Professionalisierung der Lehre und die Weiterentwicklung der Evaluationsinstrumente abzielt. In zielgruppenspezifischen Qualifizierungsangeboten für Doktoranden (Junior Teaching Professionals), Post-Docs und Neuberufene (Senior Teaching Professionals) werden die Lehrenden zu einer kompetenzorientierten und forschungsbasierten Lehre befähigt.

Eine 2009 vom Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführtes Universitäts-Ranking "Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen?" verglich für 59 deutsche Universitäten die Angebote in der akademischen Gründungslehre und Unterstützung angehender Unternehmensgründer. Sieger des Rankings ist dieses Jahr die Universität Potsdam, die für sich 285 von 400 möglichen Punkten verbuchen konnte.[11]

Die Universität Potsdam hat sich in den vergangenen Jahren ein Profil als ein national und international führendes Kompetenzzentrum im Bereich der Forschung, Ausbildung und Beratung für den öffentlichen Sektor erarbeitet. Die jüngste Reputationsstudie der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft zeichnet die Universität Potsdam im Bereich Policy-Forschung und Verwaltungswissenschaft als eine der drei wichtigsten deutschen Universitäten und Forschungsstätten aus. Die an der Universität Potsdam angebotenen Master- und Doktorandenprogramme gehören nach Einschätzung des Centrums für Hochschulentwicklung zur europäischen Spitzengruppe.[12]

Das Zentrum für Hochschulsport der Universität Potsdam belegte einen ersten Platz im Bildungsranking des Allgemeinen Deutschen Hochschulverbandes 2010. Die Alma Mater ist demnach die aktivste auf den Gebieten des Besuchs und der Ausrichtung entsprechender Bildungsveranstaltungen. Den Sieg trug sie in der Kategorie "Hochschulen mit mehr als 15000 Studierenden" davon.[13] Des Weiteren überzeugt die Universität Potsdam mit dem von ihr angebotenen Fach Sportwissenschaft. Beim aktuellen CHE-Hochschulranking schneidet sie in dieser Disziplin bei drei der vier Indikatoren in der Spitzengruppe sehr gut ab. Auch für weitere Fächer gibt es Spitzenwertungen.[14]

Das Hasso-Plattner-Institut befindet sich im Ranking von 2009 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) auf Rang 1 der Informatikstudiengänge im deutschsprachigen Raum, zusammen mit den Universitäten Karlsruhe, Saarbrücken und Passau. Die deutsche Bundesregierung würdigte die Leistungen des Hasso-Plattner-Instituts und seines Stifters, in dem sie ihren ersten Nationalen IT-Gipfel im Dezember 2006 am HPI veranstaltete. Das Institut kooperiert mit renommierten internationalen Wissenschaftseinrichtungen wie zum Beispiel der Stanford University und dem Massachusetts Institute of Technology.[15]

Profil- und Exzellenzbereiche

Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens hat sich die Universität Potsdam innerhalb der traditionsreichen Forschungslandschaft der brandenburgischen Landeshauptstadt ein klares Profil gegeben. Auf acht Profilfeldern wie einem Exzellenzbereich bündelt sie ihre Kompetenzen:

  • Modelle des Denkens - Exzellenzbereich Kognitionswissenschaften
  • Die Erde im Blick - Profilbereich Erdwissenschaften
  • Die Zukunft des Ökosystems - Profilbereich Funktionelle Ökologie und Evolutionsforschung
  • Innovationsfeld Pflanze - Profilbereich Pflanzengenomforschung und Systembiologie
  • Materialien für die Welt von morgen - Profilbereich Funktionale Weiche Materie
  • Die Ordnung im Chaos - Profilbereich Komplexe Systeme
  • Modernes Regieren - Profilbereich Politik, Verwaltung und Management
  • Im Dialog - Profilbereich Kulturelle Begegnungsräume
  • Lernen lebenslang - Profilbereich Empirische Bildungswissenschaften

Weiterbildung

Neben dem breit gefächerten Angebot an grundständigen Studiengängen im Bachelor- und Masterbereich etablieren sich folgende Studiengänge auf dem Weiterbildungsmarkt:

  • Executive Master of Public Management (in Kooperation mit der Hertie School of Governance)
  • Master of Economics and Business
  • Master of European Governance and Administration
  • Master of Global Public Policy
  • Master of Public Management
  • MBA InfoTech
  • MBA BioMedTech
  • MBA InnoTech
  • Schulmanagement (M.A.)

Die postgradualen Studiengänge sind akkreditiert.

Internationale Beziehungen & Partnerschaften

In Kooperation mit den Berliner Universitäten können im Rahmen des Curriculums des jeweiligen Studienganges auch Kurse an den kooperierenden Universitäten belegt werden, so zum Beispiel an der HU Berlin, TU Berlin und FU Berlin.

In den überarbeiteten Bachelor-Studiengängen wird eine strukturierte Eingangsphase zunehmend mit Auslandsstudien und einer gezielten Berufsorientierung verknüpft. Dafür baut die Universität ihre internationalen Beziehungen aus. Zusätzlich zu dem Erasmus-Program werden die Studienmöglichkeiten an den über 300 europäischen Partner-Universitäten mit jenen in Potsdam zunehmend kompatibel. Für eine zügige Integration bietet die Universität eine Reihe von Deutschkursen an, organisiert interkulturelle Trainings und vermittelt Tandem-Partner, die von- und miteinander die Sprache des jeweils anderen lernen wollen. Ausgewählte Studiengänge können auf Englisch absolviert werden. Jüdische Studien in Israel, Sportmanagement in Australien, Sprache und Politik in Moskau oder eine Exkursion nach Montana zum geografischen Mittelpunkt der Erde - die Auswahl unter den rund 300 Partnerschaften ist groß. Vom normalen Studium über ein Praktikum bis hin zum doppelten Hochschulabschluss oder der Promotion ist alles möglich.

Auch die darauf aufbauenden Masterstudiengänge und Promotionsprogramme richten sich international aus. Gute Kontakte gibt es unter anderem bei den Romanisten zur Universität Paris-Nanterre/La Défense und bei den Wirtschaftswissenschaftlern zu Universitäten in St. Petersburg und Moskau. Künftig sollen weitere Allianzen entstehen, etwa mit den Erdwissenschaften an der entstehenden Deutsch-Türkischen Universität in Istanbul. Es wird Vielzahl an englischsprachigen Masterstudiengängen Angeboten, so zum Beispiel der MA Public Management.

Im Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung - beides Institute der Leibniz-Gemeinschaft - sowie dem Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum hat die Hochschule wissenschaftliche Partner von Weltgeltung gefunden. Mit den Max-Planck-Instituten für Molekulare Pflanzenphysiologie, für Kolloid- und Grenzflächenforschung sowie für Gravitationsphysik und vielen weiteren Forschungseinrichtungen bestehen enge Kooperationen und gemeinsame Professuren. Nicht zuletzt arbeitet die Universität mit den beiden Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft im Wissenschaftspark Golm zusammen, einem Forschungscampus, der weit über die Grenzen Deutschlands an Renommee gewinnt.

Das Hasso-Plattner-Institut kooperiert unter anderem mit dem Massachusetts Institute of Technology und der Stanford University. Nach dem Vorbild des Hasso Plattner Institute of Design in Palo Alto an der Stanford University wurde die HPI School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut etabliert. Zum Wintersemester 2007/08 nahmen erstmals 40 Studierende aus fast 30 verschiedenen Fachgebieten das Zusatzstudium auf. Die Potsdamer School of Design Thinking arbeitet mit der d.school in Stanford zusammen.

Englischsprachige Programme

Es gibt eine Vielzahl an Bildenden und Weiterbildenden Studiengängen die teilweise, größtenteils oder ganz auf Englisch angeboten werden. Komplett auf Englisch werden folgende angeboten:

  • Anglophone Modernities in Literature and Culture (M.A.)
  • European Master in Clinical Linguistics (EMCL)
  • Executive Master of Public Management (EMPM)
  • Master in Polymer Science
  • Master's Program in Public Policy and Management (PPM)
  • Master of Global Public Policy (MGPP)
  • Master of Public Management (MPM)
  • International M.Sc. /Ph.D. Program for Experimental and Clinical Linguistics (IECL)
  • International Master/Ph.D. Program Clinical Exercise Science (CES)

Siehe auch

Literatur

  • Manfred Görtemaker (Hrsg.): Die Universität Potsdam. Geschichte – Bauten – Umgebung. Berlin 2001. ISBN 3830502303

Weblinks

 Commons: University of Potsdam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistiken/Zahlen über die Universität im Wintersemester 2009/10: Studierende (Deutsch) Universität Potsdam. Abgerufen am 23. Dezember 2009.
  2. 2,0 2,1 Statistiken/Zahlen über die Universität: Personal/Stellen (Deutsch) Universität Potsdam. Abgerufen am 20. April 2010.
  3. Wettbewerb exzellente Lehre
  4. Abrechnung im Netz, Die Zeit, 14. Mai 2010.
  5. Plagiarism or „naturally given“ ? Decide for yourself …
  6. Neuer Präsident an der Universität Potsdam
  7. Zentrale Adressen – Seite bei der Universität Potsdam; Stand: 16. Juni 2011
  8. Karte der Universitätsstandorte – Seite bei der Universität Potsdam; Stand: 23. Dezember 2009
  9. 9,0 9,1 uni-potsdam.de: Universitätsbibliothek Potsdam. Zugriff: 10. April 2009
  10. Wettbewerb exzellente Lehre
  11. Uni-Ranking 2009: Universität Potsdam deutschlandweit führend im Bereich der akademischen Gründungsförderung
  12. Prof. Dr. Werner Jann erfolgreich bei Reputationsstudie
  13. Universität Potsdam konnte sich im Bildungsranking des Allgemeinen Deutschen Hochschulverbandes erfolgreich durchsetzen
  14. CHE-Ranking: Uni Potsdam belegt Spitzenplätze - Sehr gute Ergebnisse unter anderem für Sport und Geowissenschaftene
  15. CHE-Ranking: Hasso-Plattner-Institut belegt ersten Platz

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