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J. J. Cale

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Datei:J.J. CALE.jpg
J. J. Cale (2006)
Datei:J J Cale Munich 75.jpg
J. J. Cale in München (1975)

J. J. Cale (* 5. Dezember 1938 in Oklahoma City[1], Oklahoma als John Weldon Cale) ist ein US-amerikanischer Musiker und Komponist. Er zählt zu den Begründern des Tulsa-Sounds, stilistisch zwischen Rockabilly, Blues, Jazz und Country einzuordnen. Er spielt oftmals alle Instrumente seiner Aufnahmen selbst.

Leben

Cale wuchs in Tulsa im US-Staat Oklahoma auf.[2] Der Name J. J. ist ein Künstlername, der ihm in seinen Anfangsjahren als Musiker von einem Clubbesitzer („Whisky a Go-Go“ in Los Angeles) gegeben wurde, da es bereits den Musiker John Cale (ex-Velvet Underground) gab. Fälschlicherweise wird selbst in seriösen Quellen (zum Beispiel im All Music Guide to the Blues) der Geburtsname von J. J. Cale mit Jean Jacques angegeben. Diesen Namen hatte ein französischer Journalist ins Spiel gebracht, worauf er dann in einigen Biografien von J. J. Cale genannt wurde.

Cales Markenzeichen sind seine meist kurzen, eher sparsam instrumentierten Songs. Die Texte sind oft lakonisch und werden ohne jedes Pathos vorgetragen, so dass seine Musik für typischen Rock zu ruhig ist. Dafür sind die Details der Musik sehr sorgfältig ausgearbeitet. Eric Clapton beschrieb in einem Interview diesen Stil: „… really, really minimal…, it’s all about finesse.“ (etwa: … wirklich sehr minimalistisch; das Wesentliche sind die Feinheiten.)[3] Cale lässt sich für die Produktion einer Platte oft mehrere Jahre Zeit. Er hat den sogenannten Laid-back-Stil (zurückgelehnt, entspannt) geprägt. Das bedeutet, dass er seine wohldosierten Soli immer leicht hinter dem eigentlichen Beat des jeweiligen Stückes spielt. Dadurch entsteht der coole Sound, der Cales Werk prägt. Dieser Laid-back-Stil erinnert an den Stil von Billie Holiday, die ihn nach eigenen Aussagen inspirierte.

J. J. Cale und Eric Clapton veröffentlichten im November 2006 das gemeinsame Album The Road to Escondido.

Rezeption

J. J. Cale, der die Öffentlichkeit eher meidet und nur einen eigenen großen Hit hatte (Cocaine, 1977 Nr. 22 in der Bundesrepublik Deutschland, Nr. 2 in der Schweiz, Nr. 5 in Österreich), ist in Musikerkreisen wegen seiner Kompositionen hoch angesehen und hat eine kleine, aber treue Anhängerschaft. Das Instrumentalstück Okie wurde als Erkennungsmelodie im damaligen SWF3-Radioclub mit Frank Laufenberg verwendet. J. J. Cale ist insbesondere durch zahlreiche Interpretationen seiner Songs durch andere Musiker bekannt, wie die Coverversionen von After Midnight und Cocaine durch Eric Clapton. Er ist einer der meistgecoverten Interpreten der Musikbranche.

Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
[4][5]
Crazy Mama
  US 29 05.02.1972 (12 Wo.)
After Midnight
  US 45 27.05.1972 (9 Wo.)
Lies
  US 47 11.11.1972 (6 Wo.)
Cocaine
  DE 22 17.10.1977 (29 Wo.)

Alben

  • Naturally (1972)
  • Really (1973)
  • Okie (1974)
  • Troubadour (1976)
  • 5 (1979)
  • Shades (1980)
  • Grasshopper (1982)
  • #8 (1983) mit Jim Keltner und Steve Ripley
  • Special Edition (1984)
  • Travel-Log (1990)
  • Number 10 (1992)
  • Closer to You (1994)
  • Guitar Man (1996)
  • Anyway the Wind Blows: The Anthology (1997)
  • The Very Best of J. J. Cale (1998)
  • Universal Masters Collection (1999)
  • Live (2001)
  • To Tulsa and Back (2004)
  • The Road to Escondido (2006) mit Eric Clapton (Grammy 2008 Best Contemporary Blues Album)
  • Rewind: Unreleased Recordings (2007)
  • Gold (2007)
  • Roll On (2009) (DE: #32)
  • The Silvertone Years (2011)

Coverversionen

Siehe auch

Literatur

  • The Very Best of J. J. Cale. Guitar, Tablature, Vocal. IMP, Woodford Green 1997, ISBN 1-85909-518-6.

Dokumentarfilm

  • To Tulsa and back – On Tour with J. J. Cale – Dokumentarfilm über J. J. Cale

Weblinks

 Commons: J. J. Cale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Biographie auf J. J. Cales offizieller Website
  2. Biografie auf laut.de, abgerufen am 14. April 2011
  3. To Tulsa And Back: On Tour With J. J. Cale
  4. HIT-BILANZ, deutsche Chart Singles 1956-2001 auf CD-ROM; Verlag: TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH
  5. HIT-GUIDE, US Chart Singles 1950-1999 auf CD-ROM; Verlag: TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH


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