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House of One

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Das House of One ist ein interreligiöses Gebäude, das voraussichtlich ab 2016 auf dem Petriplatz in Berlin-Mitte entstehen soll. Das Gebäude soll unter seinem Dach eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee beherbergen. Die Baukosten des Gebäudes, die mit 43,5 Mio Euro beziffert werden, sollen durch eine Crowdfundingkampagne erbracht werden.[1]

Geschichte

Auf dem Petriplatz waren im Laufe von Ausgrabungsarbeiten im Jahr 2006 Überreste von fünf verschiedenen Kirchenbauten gefunden worden. Die Überreste der ursprünglich hier stehenden Petrikirche sind 1964 entfernt worden. In der Folge wurde der Petriplatz unter anderem auch als Parkplatz genutzt. Nach einer Sicherung der vorgefundenen Fundamente der Petrikirche wurden diese aus Konservierungsgründen wieder mit Erdreich verfüllt. Bei Errichtung des House of One sollen die Fundamente wieder freigelegt und in die Architektur des Hauses integriert werden. Eine Besichtigung der Fundamente soll möglich sein. Ebenso wurden die dort gefundenen Gebeine Verstorbener gesichert. Diese sollen in Zukunft in einem Ossuarium am Petriplatz ihre letzte Ruhe finden.[2]

Das Gebäude

Das Gebäude des House of One wird nach Entwürfen des bekannten Berliner Architekturbüros Kuehn Malvezzi gebaut. Die Architekten haben sich im Rahmen eines weltweiten Architekturwettbewerbs unter zahlreichen Entwürfen durchgesetzt.[3]

Der schließlich ausgewählte Entwurf mit einer klaren Formensprache gruppiert die drei religiösen Räume im Inneren des Gebäudes um einen zentralen Raum herum, der als zentraler Raum der Begegnung gedacht ist. Jeder der drei Sakralräume soll jedoch die Besonderheiten der jeweiligen Religion wiederspiegeln.[4] Das Gebäude des House of One soll in unterschiedlichen Phasen gebaut werden. Bereits bei Erreichen einer Spendensumme von 10 Mio. Euro kann mit dem Bau begonnen werden.

Der Trägerverein

Der Träger des House of One ist der Verein Bet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin e.V. Im Vorstand des Vereins wird die jüdische Seite vertreten durch das Abraham-Geiger-Kolleg und die Jüdische Gemeinde zu Berlin, die christliche Seite durch die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien und die muslimische Seite durch das Forum für Interkulturellen Dialog.[5]

Am 3. Juni 2014 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz der offizielle Start der Spendenkampagne verkündet. Die als Crowdfunding angelegte Fundraisingaktion baut auf die Unterstützung vieler Kleinspender. Über die Website können die Spender symbolische Steine kaufen und eine Botschaft hinterlassen.

Einzelnachweise

  1. "House of One" - Ein Haus, drei Religionen am Petriplatz. In: Berliner Morgenpost, 3. Juni 2014.
  2. Ausgrabungsfunde: Ein Knochenhaus am Petriplatz. In: Berliner Zeitung 15. November 2012.
  3. Architektur: Die Liebe zum Ziegelmauerwerk. In: Der Tagesspiegel, 12. März 2013.
  4. Ein Lehr- und Bethaus für Berlin: Lessings Ringparabel wird Architektur. In: Frankfurter Allgemeine, 14. September 2012.
  5. Interreligiöses Projekt in Berlin-Mitte: "The House of One" - Ein Gotteshaus, drei Religionen. In: Der Tagesspiegel, 3. Juni 2014.

Weblinks

Literatur

  • Gregor Hohberg und Roland Stolte: Das Haus der drei Religionen. Bet- und Lehrhaus Berlin. Entwürfe für einen Sakralbau von morgen. DOM publishers; 1. Auflage 2013, ISBN 978-3869222608
52.5132513.40404


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