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Uli Stein (Cartoonist)

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Uli Stein 2007
Uli Steins Unterschrift

Uli Stein (* 26. Dezember 1946 in Hannover, † 28. August 2020[1], eigentlich Ulrich Steinfurth) war ein deutscher Cartoonist und Fotograf.

Biographie

Stein wurde als Sohn eines Beamten und einer Hausfrau geboren. Er besuchte die Goetheschule in Hannover.[2] Nach Absolvierung des damals zweijährigen Wehrdienstes zog er nach West-Berlin und studierte an der Freien Universität Berlin Deutsch, Erdkunde und Biologie auf Lehramt. Während seines Studiums arbeitete er als freier Fotograf und Texter für Zeitungen. Kurz vor dem Examen brach er sein Studium mit dem Ziel ab, auch hauptberuflich Journalist zu werden. Er arbeitete daraufhin als Journalist, unter anderem sechs Jahre lang für den Saarländischen Rundfunk, bis er sich Ende der 1970er Jahre ganz auf das Zeichnen konzentrierte. Danach betätigte sich Uli Stein sehr intensiv als Fotograf und gab einige Bildbände heraus. 2018 gründete Uli Stein die Uli-Stein-Stiftung für Tiere in Not.[3] Er wohnte in der Wedemark bei Hannover.

Cartoons und Bücher

Der Künstler stellte häufig Alltagssituationen mit gezeichneten Tierfiguren wie Mäusen, Katzen, Hunden, Pinguinen und Schweinen verfremdet nach. Die Cartoons erscheinen seit 1984 gesammelt und thematisch zusammengestellt als Bücher beim Lappan Verlag, sowie international in Italien, Frankreich, Finnland, Korea, den USA, den Niederlanden und in der China. Laut Uli Steins Agentur Catprint Media verkauften sich diese Bücher bisher über 11 Millionen Mal. Mehr als 180 Millionen Postkarten mit Uli Steins Zeichnungen wurden verkauft.[4] Auf der Basis seiner Zeichnungen sind bis heute mehr als 1500 Lizenzartikel entstanden. So wurde beispielsweise 2001 das Computerspiel Uli Stein Kuss-Shooter von Ravensburger Interactive Media veröffentlicht.[5] In dem Moorhuhn-ähnlichen Spiel mit Grafiken von Uli Stein müssen, in Anlehnung an das Märchen Froschkönig, Frösche geküsst werden.[6][7] Seit 1998 arbeitete der Cartoonist wöchentlich für die Fernsehzeitung TV Hören und Sehen.

Im Bundestagswahlkampf 2005 gingen zahlreiche Cartoons durch das Internet, welche die Arbeit der damaligen Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen zum Thema hatten.

Ausstellungen

Von Uli Stein wurden mehrere Ausstellungen geschaffen. So zeigte die Ausstellung „Wow, Wau“ Hundecartoons von Stein zusammen mit außergewöhnlichen realen Hundeporträts, die der Hundefreund und Fotokünstler selbst fotografierte. Die Uli-Stein-Ausstellung „Viel Spaß!“ zeigt über 160 gerahmte Bilder, Ideenskizzen und Zeichnungen des Künstlers. Die Protagonisten sind Mäuse, Schweine, Pinguine, Katzen, Hunde, Frösche und Geier sowie Erwin und Martha, Steins gurkennasiges Menschenpärchen mit den Spiegeleieraugen.[8] Die Ausstellungen wurden u. a. in Meppen, Goslar, Wilhelmshaven und Lichtenwalde gezeigt.[9]

Briefmarken

2005 erschienen in der Schweiz Sonderbriefmarken zu Ehren Uli Steins mit Motiven der berühmten „Stein-Maus“. Die Schweizerische Post bezog sich dabei darauf, dass einige der ersten Cartoons Steins Mitte der 1970er Jahre in einem Schweizer Musikmagazin erschienen. Die Deutsche Post AG kündigte für den Briefmarken-Jahrgang 2013 drei von Uli Stein gestaltete Motive aus der Serie „Für den Sport“ an. Die Ausgabe der drei Postwertzeichen in den Werten von 58 + 27, 90 + 40 und 145 +55 Eurocent erfolgte mit dem Erstausgabetag 2. Mai 2013. Die Entwürfe nach den Motiven von Uli Stein stammen von Werner Hans Schmidt aus Frankfurt am Main.

Schriften

Literatur

  • Rita Schoeneberg: Uli Stein, in dies.: 13 von 500000 Menschen aus Hannover, Hamburg: Urban-Verlag, 1999, ISBN 3-924562-04-0, S. 94–100

Weblinks

Einzelnachweise

  1. n-tv NACHRICHTEN: Cartoonist Uli Stein mit 73 Jahren gestorben. Abgerufen am 4. September 2020.
  2. Welche Schule für mein Kind?, Verlagsbeilage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 12. Januar 2011, S. 3
  3. Uli Stein gründet Stiftung für Tiere in Not
  4. Über den Künstler. In: catprint.de. Catprint Media, abgerufen am 27. August 2019.
  5. Uli Stein – Kuss-Shooter für MacOS PC. In: GamersGlobal.de. Abgerufen am 17. August 2019.
  6. Küss den Frosch. In: GameStar. 2. Mai 2001, abgerufen am 17. August 2019.
  7. Thorsten Wiesner: Knutschen statt Ballern: Der Uli-Stein-Kuss-Shooter. In: Golem.de. 11. Mai 2001, abgerufen am 7. August 2019.
  8. Uli Stein – Die Ausstellung, abgerufen am 16. März 2015
  9. Uli Stein – Die Ausstellung: Termine, abgerufen am 16. März 2015
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Uli Stein (Cartoonist) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.