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Kurt Heinrich Wolff

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Kurt Heinrich Wolff (geb. 20. Mai 1912 in Darmstadt; gest. 14. September 2003 in Newton, Massachusetts) war ein aus Deutschland emigrierter US-amerikanischer Soziologe.

Leben und Wirken

Nach dem Abitur in Darmstadt (1932) studierte Wolff Germanistik, Romanistik, Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und in München, sein wichtigster akademischer Lehrer war Karl Mannheim. Von 1933 bis 1939 lebte er in Italien, wo er in Florenz studierte und das Studium durch Gelegenheitsjobs finanzierte. 1935 promovierte er mit einer Arbeit über Wissenssoziologie. Bis 1939 arbeitete er als Lehrer an verschiedenen italienischen Schulen.

1939 emigrierte das jüdische Ehepaar Wolff über England (wo es sich nur drei Wochen aufhielt) in die USA und erhielt 1945 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Auf Vermittlung einer Nichte bekam Wolff noch 1939 eine Anstellung als wissenschaftlicher Assistent für Soziologie an der Southern Methodist University in Texas. Vier Jahre später erhielt er ein Stipendium des Social Sciences Research Council, das ihm ermöglichte, an der University of Chicago zu studieren und in New Mexiko Feldforschung zu betreiben. Nach einjähriger Tätigkeit als Soziologie-Dozent am Earlham College (Indiana) wurde er 1952 an der Ohio State University Professor. 1959 wechselte er an die Brandeis University (Massachusetts), an der er über seine Emeritierung im Jahr 1982 hinaus bis 1993 lehrte.. Von 1964 an gehörte Wolff zum Board of Directors der Sociological Abstracts. 1966/67 nahm er eine einjährige Gastprofessur an der Universität Freiburg i. Br. wahr.

Wolff betätigte sich auch als Übersetzer. Insbesondere Werke Georg Simmels übertrug er ins Englische.

1966-1972 war Wolff Vorsitzender des Forschungsausschusses für Wissenssoziologie der International Sociological Association, 1972-1979 Präsident der International Society for the Sociology of Knowledge. Wolff war Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

1987 verlieh ihm seine Geburtsstadt Darmstadt die Johann-Heinrich-Merck-Medaille.

Werke (Auswahl)

  • Trying Sociology (1974).
  • Surrender and Catch (1976).
  • Versuch zu einer Wissenssoziologie (1968).
  • Hingebung und Begriff. Soziologische Essays (1968).
  • Die persönliche Geschichte eines Emigranten, in: Srubar, Ilja (Hg.), Exil, Wissenschaft, Identität. Die Emigration deutscher Sozialwissenschaftler 1933-1945, Frankfurt am Main: suhrkamp, 1988, S. 13-22 (hier auch Quelle).
  • Soziologie in der gefährdeten Welt (1998).
  • o´Loma! (1989).
  • Transformation in the Writing (1995).

Literatur

  • J. Maier: Wolff, Kurt H., in: Wilhelm Bernsdorf/Horst Knospe (Hgg.): Internationales Soziologenlexikon, Bd. 2, Enke, Stuttgart ² 1984, S. 934 f.

Weblink

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