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Joel Benjamin

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Joel Benjamin (* 11. März 1964 in New York City) ist ein US-amerikanischer Schachmeister.

Er erlernte das Schachspiel im Alter von 8 Jahren von seinem älteren Bruder Steven. Zu dieser Zeit erlebte das Spiel durch die Erfolge von Bobby Fischer einen Boom in den USA. Benjamins Talent wurde schnell erkannt und gefördert. Er erhielt Unterricht von Meisterspielern, darunter Julio Kaplan, und wurde Mitglied im Manhattan Chess Club. 1976 gewann er die National Elementary Championship.

1980 gewann er die US-Juniorenmeisterschaft und wurde Internationaler Meister. Bei der Jugendweltmeisterschaft 1982 wurde er Dritter. 1983 gewann er ein Match gegen Nigel Short in London mit 5,5:1,5 (+4=3-0). Beim Turnier in Hastings 1984/85 wurde er geteilter Zweiter hinter Jewgeni Sweschnikow. 1986 verlieh ihm die FIDE den Großmeistertitel. 1987 nahm er am Interzonenturnier in Szirák teil, verfehlte allerdings die Qualifikation zum Kandidatenturnier. 1988 gewann er in St. John’s (Neufundland), 1989 in Cannes, 1996 das Hawaii-Open in Honolulu, 1999 in Sydney, 2000 in Edmonton. Bei der Weltmeisterschaft der FIDE in Groningen 1997 scheiterte er in der ersten Runde nach Tie-Break an Wadim Swjaginzew, 1999 in Las Vegas ebenfalls in der ersten Runde nach Tie-Break an Peter Heine Nielsen, 2000 in Neu-Delhi in der zweiten Runde an Rafael Leitão und 2001 in Moskau wiederum in der ersten Runde nach Tie-Break an Wolodymyr Baklan. Mit dem US-Team gewann er 1993 die Mannschaftsweltmeisterschaft in Luzern und nahm außerdem zwischen 1988 und 2002 an sechs Schacholympiaden teil.

Benjamin spielte zwischen 1981 und 2006 bei 23 US-Meisterschaften mit, von denen er drei gewann: 1987, 1997 und 2000. Er war Assistent im Deep Blue-Team während der Wettkämpfe mit Garri Kasparow 1996 und 1997. Benjamin ist einer der stärksten US-Schachmeister, die (im Gegensatz zu den zahlreichen Einwanderern in der US-Schachelite) in den USA geboren sind.

Benjamins aktuelle Elo-Zahl beträgt 2580 (Stand: April 2008), damit liegt er auf Platz 11 in den USA. Im Mai 2008 wurde er in die US Chess Hall of Fame aufgenommen.

Literatur

  • Joel Benjamin: American Grandmaster. Four Decades of Chess Adventures. Everyman, London 2008. ISBN 978-1857445527.

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Joel Benjamin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.