Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Jakob Altaras

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jakob Altaras (geb. am 12. Oktober 1918 in Split; gest. am 6. Dezember 2001) war ein jugoslawischer Radiologe.

Leben

Altaras war der jüngste von sechs Brüdern. Nach der Matura studierte er Medizin in Bari, wo er 1944 sein Staatsexamen ablegte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wiederholte er 1946 das medizinische Staatsexamen in Zagreb. Altaras arbeitete als wissenschaftlicher Assistent für Radiologie sowie im Militärhospital in Zagreb. Dort wurde er der Leiter des Zentrums für Radiologie und Nuklearmedizin. 1958 habilitierte sich Altaras und wurde Privatdozent an der medizinischen Fakultät an der Universität Zagreb. 1958 heiratete er die Architektin Thea Fuhrmann. Aus der Ehe ging die Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras hervor. Ab 1960 betrieb er zusätzlich eine Privatpraxis.[1] 1964 verließ Altaras mit seiner Familie Jugoslawien und ging nach Zürich. Dort arbeitete er bis 1966 am Röntgendiagnostischen Zentralinstitut der Universität Zürich. 1966 wechselte er an die Justus-Liebig-Universität Gießen.

Engagement

1978 gründete Altaras eine jüdische Gemeinde in Gießen, die durch sein Bemühen 1995 wieder eine eigene Synagoge erhielt. Für sein gesellschaftliches Engagement wurde er von Bundespräsident Roman Herzog mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Widerstand gegen die Nationalsozialisten

Altaras war aktiv im jugoslawischen Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Es gelang ihm, aus der brennenden Synagoge in Split die Thorarolle und andere kultische Gegenstände vor dem Feuer zu retten. Altaras ließ sich heimlich in ein KZ einschleusen, um zu erkunden, wie Insassen fliehen können. 1943 schmuggelte er aus dem vom Deutschen Reich besetzten Kroatien 40 Kinder über die Adria nach Italien, von wo aus sie weiter nach Palästina gelangten. In der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem erinnern Bäume an diese Tat.[1]

Werke

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Prof. Dr. Jakob Altaras. Abgerufen am 15. Januar 2014.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Jakob Altaras aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.