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Ereignisse

  • 2001: Wirtschafts-Nobelpreis an: George Akerlof
  • 2001: Wirtschafts-Nobelpreis an: Joseph Stiglitz
  • 2001: Die arabischen Staaten versuchten, die Gleichsetzung des Zionismus mit Rassismus auf die Agenda der UN-Weltkonferenz gegen Rassismus zu setzen, die am 31. August in Südafrika beginnen sollte. Die Vereinigten Staaten drohten daraufhin damit, die Konferenz zu boykottieren. Der Pressesprecher des Weissen Hauses, Ari Fleisher, schrieb am 27. Juli 2001: „ … wir werden nicht ruhig zusehen, wenn die Welt versucht Zionismus als Rassismus zu definieren. Das wäre ein grosses Unrecht, und der Präsident ist stolz darauf, in dieser Sache auf der Seite Israels und der jüdischen Gemeinschaft zu stehen. Wir möchten keinen Zweifel daran lassen, dass keine politische Gruppierung der Welt mit internationaler Billigung rechnen kann, wenn sie das Ziel verfolgt, Zionismus mit Rassismus gleichzusetzen.“
  • 2001: „Erziehung“ palästinensischer Kinder. In Sommerferienlagern wird palästinensischen Kindern beigebracht, wie sie sich gegen die Israelis zur Wehr setzen können und dass der Märtyrertod höchsten Ruhm bedeutet. Die israelische Regierung ist im Besitz von Videos, auf denen Entführungen nachgestellt sind und den Kindern gezeigt wird, wie sie Israelis die Kehlen aufschlitzen können. Vier vom islamischen Jihad im Gazastreifen betriebene „Paradieslager“ bieten paramilitärische Ausbildung für Acht- bis Zwölfjährige an und ermutigen die Kinder, Selbstmordattentäter zu werden. Die BBC filmte Kinder, die in Formationen marschieren und Kampfsportarten üben. Die palästinensischen „Behörden“ versuchen die Kinder davon zu überzeugen, dass die Israelis es darauf anlegen, sie auf alle möglichen hinterlistigen Weisen umzubringen. So hiess es zum Beispiel in der palästinensischen Tageszeitung Al Hayat Jadida, israelische Flugzeuge würden über den Schulen im Gazastreifen vergiftete Süssigkeiten abwerfen. – Ein Ausbilder der palästinensischen „Paradieslager“ in einem Interview mit der BBC, zitiert in der Jerusalem Post, 20.7.2001: „Wir lehren die Kinder, dass Selbstmordattentate die Israelis in Angst und Schrecken versetzen und dass sie erlaubt sind … Wir lehren sie, dass Selbstmordattentäter nach dem Tod sofort ins höchste Paradies gelangen.“
  • 2001: Der US-amerikanische Politologe Norman G. Finkelstein warf in seinem Buch „Die Holocaust-Industrie – Gedanken über den Missbrauch des Leids der Juden“ (2001) den jüdischen Opferverbänden und ihren Anwälten vor, sie hätten seit 1967 gezielt eine „Industrie“ der Holocausterinnerung geschaffen, um vergangenes jüdisches Leiden skrupellos auszubeuten. Sie eigneten sich einen Teil der angeblich überhöhten Reparationen an den Staat Israel an, während Einzelentschädigungen viel zu niedrig seien. Damit zog er sich den Vorwurf des Antisemitismus seitens der Kritisierten zu. Seine Thesen wurden und werden von deutschen Rechtsextremisten begeistert aufgegriffen, für die „die Juden“ als Urheber und Eintreiber vermeintlich überhöhter Finanzlasten auf Basis vermeintlich ungerechtfertigter Entschädigungsansprüche gelten.
  • 2001: Israel. Berichte des Staatskontrolleurs zeigen auf, dass orthodoxe Organisationen durch das Erfinden von nicht existierenden Schülern an verschiedenen Jeschiwot bzw. gar durch das Erfinden nicht existierender Jeschiwot den Staat systematisch um Geldbeträge in Milliardenhöhe betrügen: organisiertes Verbrechen in Reinkultur und von gigantischen Ausmassen; besonders hervorgetan hat sich dabei Rabbi Chaim Weiss und seine Kette von Tora-Schulen unter dem Namen "Itri"
  • 2001: Israel. Yitzhak Feder, streng orthodoxer Jude in Bnei Brak, der einer angesehenen Rabbinerfamilie entstammt, nutzt die fehlende sexuelle Aufklärung unter Mädchen und Frauen dahingehend aus, dass er sich gegenüber Bräuten als Beauftragter einer Rabbinatsbehörde ausgibt und behauptet, er hätte den Auftrag, diese in ihren Ehepflichten zu unterweisen; sie sollten die Wohnungstür nicht abschliessen und nackt im Bett auf ihn warten; auf diese Weise missbrauchte er mehrere angehende Ehefrauen, die zum Teil derart naiv waren, dass er bei ihnen mehrmals vorbeikommen und den Sex mit ihnen wiederholen konnte
  • 1. Januar 2001: Explosion einer Autobombe neben einer Bushaltestelle in der Fussgängerzone im Zentrum von Netanya. 60 Verletzte. Eine nicht identifizierte Person, vermutlich einer der am Bombenanschlag beteiligten Terroristen, starb an schweren Verbrennungen. Die Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • Januar 2001: Der von der palästinensischen Autonomiebehörde ernannte Mufti von Jerusalem, Ikrima Sabri, erklärt gegenüber der deutschen Zeitung „Die Welt“: „Es gibt nicht den kleinsten Hinweis darauf, dass an dieser Stätte (dem Tempelberg) je ein jüdischer Tempel stand. In der ganzen Stadt weist nicht ein einziger Stein auf jüdische Geschichte hin.“
  • Januar 2001: Ein irakischer Überläufer berichtet dem Londoner „Sunday Telegraph“, dass der Irak zwei voll funktionsfähige Atombomben gekauft habe und an der Herstellung weiterer Atombomben arbeite.
  • 20.1.2001: Amtsantritt des 43. US-Präsidenten George W. Bush (= George Walker Bush)
  • Anfang 2001: Israel beschliesst, wegen der anhaltenden Terroranschläge über 50 Millionen Dollar Steuergelder, die das Land der palästinensischen Autonomiebehörde schuldete, zurückzuhalten. Die arabischen Länder verzögerten gleichzeitig die Weiterleitung von Spendengeldern in Millionenhöhe unter dem Vorwand, man sei in Sorge, dass die Mittel veruntreut und die Korruption innerhalb der palästinensischen Autonomiebehörde dadurch gefördert werden könnte.
  • 8. Februar 2001: Explosion einer starken Autobombe um 4:40 Uhr nahe des von Ultra-Orthodoxen bewohnten Quartiers von Beit Yisrael in Jerusalem. Vier leicht Verletzte.
  • 14. Februar 2001: Acht Tote und 25 Verletzte, als ein von einem Palästinenser gesteuerter Bus absichtlich in eine Gruppe von Soldaten und Zivilisten rast, die an einer Bushaltestelle nahe Holon, südlich von Tel Aviv, warteten.
  • 22.2.2001: Die Jerusalem Post rechnet vor, dass wegen der Anschläge in Israel und des damit verbundenen Einbruchs im Tourismus ca. 64 000 Israelis ihre Arbeitsstellen verloren haben. Der Rückgang des Tourismus trifft auch die Palästinenser. So hat zum Beispiel die Zahl der Besucher, die alljährlich nach Bethlehem kommen, stark abgenommen. Das Gleiche gilt für andere Pilgerstätten im Verwaltungsbereich der palästinensischen Autonomiebehörde.
  • 28.2.2001: Der Stabschef der israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Shaul Mofaz, erklärt, dass die palästinensische Autonomiebehörde Waffenlager angelegt hat. Die Waffen wurden auf dem Seeweg und durch unterirdische Tunnel nach Ägypten ins Land geschafft. Der Besitz und Gebrauch dieser und anderer Waffen verstösst gegen Zusicherungen, die die Palästinenser im Rahmen mehrerer Abkommen gegeben hatten. Die einzigen danach erlaubten Waffen waren Handfeuerwaffen, Gewehre und Maschinengewehre, und das Führen dieser Waffen war den Sicherheitsbeamten der Autonomiebehörde vorbehalten. Ausschreitungen zeigten dann jedoch, dass neben der Polizei auch palästinensische Zivilisten und Milizmitglieder sowie die Tanzim im Besitz solcher Waffen sind.
  • 1. März 2001: Eine Person getötet und neun Personen verletzt, als ein Terrorist im Sammeltaxi von Tel Aviv nach Tiberias an der Mei Ami junction im Wadi Ara eine Bombe zündet.
  • 1. März 2001: Der israelische Stabschef Shaul Mofaz in „Ha´aretz“: „Die palästinensische Autonomiebehörde ist zu einer Terrororganisation verkommen. Die Terroranschläge gegen uns werden keineswegs nur von nichtoffiziellen Gruppen verübt; auch offizielle Stellen sind aktiv daran beteiligt.“
  • 4. März 2001: Selbstmordexplosion im Zentrum von Netanya: drei Tote und mindestens 60 Verletzte.
  • 27. März 2001: Explosion einer Autobombe um 7:40 Uhr im Stadtteil Talpiot, Jerusalem. Sieben Verletzte. Der islamische Jihad übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • 27. März 2001: 28 Verletzte bei einer gegen den in nördlicher Richtung fahrenden Bus Nr. 6 gerichteten Selbstmordexplosion an der French Hill-Kreuzung in Jerusalem. Die Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • 28. März 2001: Zwei Jugendliche getötet und vier verletzt bei einer Selbstmordexplosion an der Mifgash Hashalom-Tankstelle, einige Hundert Meter von einer IDF-Strassensperre am Eingang von Kalkilya, östlich von Kfar Saba, entfernt. Die Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • 1. April 2001: Edward Walker, Zuständiger für Nahostfragen im amerikanischen Aussenministerium bei einer Kongressanhörung (zitiert in der Jerusalem Post, 1.4.2001): „Im Gegensatz zu Ariel Sharons konkreten Schritten, die wirtschaftliche Not der Palästinenser zu lindern, hat Arafat keinerlei Reaktion auf unsere wiederholten Aufforderungen, der Gewalt ein Ende zu machen, gezeigt. Ja er hat nicht einmal Aussagen gemacht, die darauf hindeuten, dass er das überhaupt möchte. Im Gegenteil, er hat zur Fortsetzung der Intifada aufgerufen. Er hat seinen Streitkräften keine Anweisung, geheimer oder sonstiger Art, gegeben, durch die die Situation einigermassen unter Kontrolle gebracht werden könnte.“
  • 13. April 2001: Beitrag von Hiri Manzour in „Al-Hayat Al-Jadida“: „Ein kürzlich erschienenes Werk eines amerikanischen Forschers behandelt den Holocaust. Der Verfasser weist mittels wissenschaftlicher und chemischer Methoden nach, dass die Zahl von sechs Millionen Juden, die angeblich in Auschwitz verbrannt wurden, eine propagandistische Lüge ist. Selbst in den grössten Öfen im Lager hätte nicht einmal ein einziges Prozent dieser Menge verbrannt werden können.“
  • 18. April 2001: Der Kolumnist Ahmad Ragab in „Al-Aqbar“ (Ägypten): „Dank sei Hitler, sein Andenken sei gesegnet, der im Voraus Rache für die an den Palästinensern begangenen schändlichen Verbrechen genommen hat, die zum Himmel stinken. Unser einziger Vorwurf gegen ihn lautet, dass seine Rache an diesen Leuten nicht ausreichte.“
  • 22. April 2001: Ein Terrorist zündet eine starke Bombe neben einer an einer Bushaltestelle wartenden Gruppe von Menschen in Kfar Saba (Ecke Weizman- und Tchernichovsky street). Eine Person getötet, etwa 60 Personen verletzt. Auch der Terrorist kommt bei der Explosion ums Leben, für die die Hamas die Verantwortung übernahm.
  • 23. April 2001: Acht Menschen verletzt bei der Explosion einer Autobombe in Or Yehuda, einige km nördlich des Ben Gurion-Airports.
  • 29. April 2001: Eine Autobombe explodiert in der Nähe eines Schulbusses vor Nablus. Der Anschlag war nicht „erfolgreich“, denn niemand wurde verletzt. Der Leichnam des Terroristen, der die Bombe gezündet hatte, wurde später im Fahrzeug gefunden. Die Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • Mai 2001: Arafat lässt über ein Dutzend islamische Radikale frei, die nach einer Welle von Selbstmordanschlägen im Jahr 1996 festgenommen worden waren (innerhalb von nur acht Tagen waren 60 Israelis ums Leben gekommen).
  • 4. Mai 2001: Der Abschluss-Bericht des Mitchell-Reports (im November 2000 war der ehemalige amerikanische Senator George Mitchell mit der Bildung eines Ausschusses zur Untersuchung der Ursachen der „Al-Aksa-Intifada“ und der Möglichkeiten, wie derartige Gewalttaten in Zukunft zu verhindern seien, beauftragt worden) stellt fest, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen einem Siedlungsstopp und terroristischen Aktivitäten gebe, obwohl auch der Siedlungsstopp als eine von 15 vertrauensbildenden Massnahmen empfohlen wurde. Ebenso wird festgestellt, dass palästinensischer Terror und Siedlungspolitik niemals auf eine Stufe gestellt werden dürfen, sondern die „palästinensische Autonomiebehörde aufgefordert werden muss, als erste vertrauensbildende Massnahme Israelis und Palästinensern durch ihr konkretes Handeln deutlich zu machen, dass Terror verwerflich und inakzeptabel ist. Die Autonomiebehörde muss alles in ihrer Macht Stehende tun, um Terroranschläge zu verhindern und die Täter, die unter ihre Gerichtsbarkeit fallen, zu bestrafen.“
  • 5. Mai 2001: Aufsehenerregende antisemitische Äusserungen von Bashar Assad. Bericht darüber in der Washington Post am 8.5.2001: „Der syrische Präsident Bashar Assad lieferte am Samstag, dem 5. Mai, einen drastischen, ja abstossenden Beweis für die Tatsache, dass er und seine Regierung weder des Respekts noch der Pflege guter Beziehungen zu den Vereinigten Staaten oder irgendeines anderen demokratischen Landes würdig sind. Bei der Begrüssung von Papst Johannes Paul II. in Damaskus griff Mr. Assad die Juden in einer Weise an, die an Ignoranz und Plumpheit wohl alles in den Schatten stellt, was der Papst in den 20 Jahren seiner Reisen in alle Teile der Welt zu hören bekam. Mr. Assad verglich das Elend der Palästinenser mit dem Leiden Jesu Christi und führte aus, dass die Geisteshaltung, mit der die Juden „versuchten, die Prinzipien aller Religionen zu töten, die gleiche sei wie die, in der sie Jesus Christus verrieten und den Propheten Mohammed zu verraten und zu töten versuchten“. Mit dieser ungeheuerlichen Behauptung beschmutzte der syrische Präsident sowohl sein eigenes Land als auch den Papst …“
  • 18. Mai 2001: Selbstmordattentat eines palästinensischen Terroristen, der die tödliche Sprengladung an seinem Körper befestigt hatte, im Einkaufszentrum (Hasharon Shopping Mall) von Netanya, fünf Israelis werden getötet, über 100 Verletzte. Die Hamas übernahm die Verantwortung für das Attentat.
  • 22. Mai 2001: Ministerpräsident Ariel Sharon verkündet einen einseitigen Waffenstillstand in dem Versuch, die Situation zu entschärfen, und in der Hoffnung, dass die Palästinenser daraufhin ihre Anschläge gegen Israelis einstellen würden. Stattdessen nahmen die gewalttätigen Ausschreitungen noch zu, insbesondere die Angriffe auf Zivilisten. Jassir Arafat tat nichts, um die Gewalt zu stoppen oder die Terroristen auch nur zu entmutigen. In den folgenden zehn Tagen kam es zu über 70 Anschlägen, ohne dass Israel den Waffenstillstand beendete oder sich zu Vergeltungsschlägen provozieren liess. Die palästinensische Terrorkampagne während des israelischen Waffenstillstands kulminierte schliesslich in dem Selbstmordattentat auf eine Diskothek in Tel Aviv am 1. Juni, bei dem 21 Personen getötet und 120 verletzt wurden – in der Mehrzahl Teenager.
  • 24. Mai 2001: Talpiot (Vorort Jerusalems). Während einer Hochzeitsfeier mit etwa 600 Gästen bricht das dritte Stockwerk eines Gebäudes (ehemalige Fabrikhalle, die zu einer riesigen Festhalle für Hochzeiten mit dem Namen "Versailles" umgebaut worden war) wegen eines Konstruktionsfehlers, Bestechung und Pfusch am Bau zusammen, dabei wurden im bisher schwersten, nicht von Waffeneinwirkung verursachten Unglück in Israel 23 Personen getötet und mehr als 300 teilweise schwer verletzt
  • 25. Mai 2001: 65 Personen verletzt bei der Explosion einer Autobombe in Hadera an der zentralen Busstation. Bei der Explosion kommen auch die beiden Attentäter ums Leben. Der islamische Jihad übernahm die Verantwortung für das Attentat.
  • 27. Mai 2001: Kurz nach Mitternacht explodiert eine Autobombe im Zentrum Jerusalems. Keine Verletzten. Die „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ übernahm die Verantwortung. Um 9:00 Uhr morgens explodiert eine Bombe an der Jerusalemer Kreuzung Jaffa Road / Heshin Street. 30 Verletzte. Der islamische Jihad übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • 30. Mai 2001: Vor einer Schule in Netanya explodiert kurz vor 16:00 Uhr eine Autobombe, während noch eine Anzahl von Schülern sich im Gebäude aufhält, um sich auf anstehende Prüfungen vorzubereiten. Acht Personen verletzt. Der islamische Jihad übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • Juni 2001: „Tenet-Waffenstillstand“. Im Juni 2001 reiste der CIA-Direktor George Tenet in den Nahen Osten. Er sollte einen Waffenstillstand zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde aushandeln und damit den Grundstein für die Wiederaufnahme der Friedensgespräche legen. Der Tenet-Plan forderte das Ende aller Gewalttätigkeiten. In den sechs Wochen nach dem Besuch von Tenet begingen die Palästinenser 850 Terroranschläge, die auf israelischer Seite 94 Opfer (darunter 17 tödliche) forderten.
  • 1. Juni 2001: Kurz vor Mitternacht Selbstmordanschlag auf die Dolphin-Diskothek in Tel Aviv. 21 Tote, 120 Verletzte, als der Selbstmordattentäter die Bombe unter den jungen Leuten hochgehen lässt, die auf Einlass in die Diskothek warteten.
  • 7. Juni 2001: In Zürich wird kurz vor 22:00 Uhr der Rabbiner Abraham Grünbaum auf offener Strasse erschossen (an der Weberstrasse am Hallwylplatz, er war zu Fuss unterwegs zur Synagoge Agudas Achim an der Weststrasse in Wiedikon); der Mord an dem 70-jährigen Israeli ist bis heute nicht geklärt; der Leiter einer Talmud-Schule war an seiner Kleidung als orthodoxer Jude erkennbar
  • 8. Juni 2001: Predigt von Sheikh Ibrahim Madhi, wenige Tage nach Jassir Arafats Waffenstillstandserklärung, im palästinensischen Fernsehen: „Nach dem Willen Allahs wird dieser ungerechte Staat … Israel ausradiert werden; wird dieser ungerechte Staat Amerika ausradiert werden; wird dieser ungerechte Staat England ausradiert werden … Gesegnet, wer jihad für Allah führt … Gesegnet, wer sich oder seinem Sohn einen Sprengstoffgürtel umschnallt und sich mitten unter die Juden wirft …“
  • 9. Juni 2001: Jebril Rajoub, Chef der Abteilung für Gewaltprävention der palästinensischen Polizei in der Westbank: „Wir werden die Söhne unseres Volkes nicht ins Gefängnis werfen, nur um Israel zufrieden zu stellen. Unser Volk darf gewiss sein, dass dies nicht geschieht.“ – Der Umgang der Autonomiebehörde mit mutmasslichen palästinensischen Terroristen steht in schroffem Gegensatz zu ihrer Behandlung von Palästinensern, die der Kollaboration mit Israel bezichtigt werden oder den Führungsanspruch Jassir Arafats bedrohen. Palästinenser, die derartige „Verbrechen gegen das palästinensische Volk“ begangen haben, wurden in der Regel festgenommen und in mehreren Fällen kurz darauf hingerichtet. Mutmassliche palästinensische Terroristen, die Leib und Leben von Israelis bedrohen, werden dagegen „nicht ins Gefängnis geworfen“. Dies ist ein unverkennbares Signal für die palästinensische Öffentlichkeit, dass Terrorismus etwas Akzeptables ist.
  • 20. Juni 2001: Fatahführer Ziad ibu-Aid laut „International Herald Tribune“: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass es für die Siedler keinen Waffenstillstand geben wird.“
  • 22. Juni 2001: Zwei junge israelische Soldaten getötet in der Nähe von Dugit im Gazastreifen. Aviv Iszak und Ofir Kit sahen einen Jeep mit israelischen Nummernschildern im Sand festgefahren und wollten helfen. Als sie sich näherten, ging der Wagen hoch und tötete die beiden. Die Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • 2. Juli 2001: Zwei Autobomben explodieren um etwa 8:20 Uhr im Tel Aviver Vorort Yehud. Sechs Passanten verletzt. Die „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ übernahm die Verantwortung für die Anschläge.
  • 9. Juli 2001: Ein palästinensischer Selbstmordattentäter, mit einem präparierten Auto unterwegs, tötet sich selbst beim Versuch, andere mit in den Tod zu reissen (an der Kissufim-Kreuzung im südlichen Gazastreifen). Nur der Attentäter kommt ums Leben, keine weiteren Verletzten. Die Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • Sommer 2001: Gewalttätige Ausschreitungen der Palästinenser werden sorgfältig geplant und organisiert und sind eher selten spontane Ausbrüche der Frustration: Im Sommer 2001 zum Beispiel zirkulierten Anweisungen von höchster Stelle, israelische Soldaten anzugreifen. Es war die Rede von der Bereitstellung von Molotowcocktails, Handgranaten und Barrikaden. Für „Hunderte zum Selbstmord bereite Jugendliche, die sich den vorrückenden Truppen in den Weg werfen wollen“, sollten Sprengstoffgürtel vorbereitet werden. Die Instruktionen enthielten auch die Aufforderung, Munition zu sparen und Panzer nur mit „geeigneten Waffen“, nicht mit leichten Gewehren, anzugreifen. „Kämpfer, die bereit sind, ihr Leben hinzugeben, um den vorrückenden Feind aufzuhalten, sollen Breschen in die feindlichen Linien schlagen“ (vgl. Foreign Report, 26.7.2001).
  • 16. Juli 2001: An einer Bushaltestelle in Binyamina, auf halber Höhe zwischen Netanya und Haifa, lässt ein Selbstmordattentäter um etwa 19:30 Uhr eine Bombe hochgehen. Zwei junge israelische Soldaten aus Zichron Yaakov sterben. Elf Verletzte. Der islamische Jihad übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • 3. August 2001: Fernsehpredigt im TV der palästinensischen Autonomiebehörde: „Alle Waffen müssen auf die Juden gerichtet sein, die Feinde Allahs … die der Koran als Affen und Schweine bezeichnet, Anbeter des Kalbs und Götzendiener. Allah wird den Muslimen die Herrschaft über die Juden schenken, wir werden sie in Hadera, in Tel Aviv und in Netanya in die Luft jagen, als Werkzeuge der Gerechtigkeit Allahs gegen diesen Abschaum … wir werden als Eroberer in Jerusalem, Jaffa, Haifa und in Ashkelon einziehen … gesegnet seien alle, die ihre Kinder zum Jihad und zum Märtyrertod erziehen, gesegnet sei, wer einem Juden eine Kugel in den Kopf jagt …“
  • 8. August 2001: Selbstmordattentat in der Nähe der Strassensperre von B´kaot Moshav im nördlichen Jordantal kurz nach 9:00 Uhr. Der Attentäter kommt ums Leben. Ein israelischer Soldat verletzt.
  • 9. August 2001: 15 getötete Personen, darunter 7 Kinder, und etwa 130 Verletzte bei der von einem Selbstmordattentäter verursachten Explosion in der Sbarro Pizzeria an der Ecke King George Street / Jaffa Road im Zentrum Jerusalems. Hamas und islamischer Jihad übernahmen die Verantwortung für den Anschlag.
  • 12. August 2001: 21 Personen verletzt bei einem Selbstmordattentat um 17:30 Uhr im Wall Street Café im Zentrum von Kirjat Motzkin. Der islamische Jihad übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • 15. August 2001: Michael Kelly in der Washington Post vom 15. August 2001: „Israel steht im Krieg mit einem Feind, der sich in seiner Schläue und Feigheit weigert, den israelischen Soldaten gegenüberzutreten und stattdessen Zivilisten, Frauen und Kinder ermordet.“
  • 21. August 2001: Eine unter einem Auto befestigte Bombe explodiert um 14:15 Uhr im Zentrum Jerusalems (Nähe Russian Compound), eine zweite, sehr grosse Bombe wurde im Fahrzeug entdeckt und konnte entschärft werden.
  • 4. September 2001: 20 Personen verletzt, als kurz vor 8:00 Uhr ein Selbstmordattentäter eine grosse Sprengladung auf der Hanevi´im Street vor dem Bikur Cholim-Krankenhaus im Zentrum Jerusalems zündet. Der Terrorist, als ultra-orthodoxer Jude verkleidet, erregte wegen des grossen Rucksacks, den er trug, den Verdacht von Passanten. Als zwei israelische Polizisten sich ihm näherten, zündete er seine schrapnellähnliche Bombenladung. Beide Polizisten wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Der Attentäter selbst kam ums Leben. Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • 9. September 2001: Drei Personen getötet und über 90 verletzt bei einem Selbstmordanschlag vor dem Bahnhof von Nahariya. Der Terrorist, der bei der Explosion auch ums Leben kam, wartete auf die Einfahrt des von Tel Aviv kommenden Zuges bis die Menschen ausstiegen und den Bahnhof verliessen, dann zündete er die Bombe, die er auf dem Leib trug. Die Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.
  • 9. September 2001: Eine Autobombe explodiert an der Beit Lid junction auf der Höhe von Netanya und verletzt 17 Personen. Eine beim Anschlag getötete Person war vermutlich der Attentäter selbst.
  • 9. September 2001. Deutschland: Eröffnung des Jüdischen Museums in Berlin
  • 11. September 2001 - 9/11 - Nine-Eleven: Am frühen Vormittag (Ortszeit) des 11. September 2001 verübte eine Gruppe islamistischer Selbstmordattentäter, die das Terrornetzwerk Al-Qaida dazu ausgebildet und beauftragt hatte, die bislang schwersten und folgenreichsten Terroranschläge in der Geschichte der USA. Die Attentäter entführten zwischen 8:10 Uhr und 9:30 Uhr vier Passagierjets auf Inlandsflügen, lenkten zwei davon in die Türme des World Trade Centers (WTC) in New York City und einen in das Pentagon in Arlington, Virginia bei Washington D.C. Ein weiteres Flugzeug (United 93) mit unbekanntem Anschlagsziel wurde möglicherweise durch Kämpfe zwischen Passagieren und Entführern in der Nähe von Pittsburgh, Pennsylvania, zum Absturz gebracht. Bei diesen Anschlägen, in denen vier entführte Passagierflugzeuge als Werkzeuge benutzt wurden, starben insgesamt etwa 3 000 Menschen, darunter sehr viele Juden. Allein in und an den beiden Türmen des World Trade Centers kamen 2602 Menschen um. Die Türme des WTC stürzten jeweils ein bis 1½ Stunden nach den Kollisionen infolge der durch die Kerosinbrände geschwächten Gebäudestruktur zusammen. In dieser Zeitspanne gelang die Evakuierung eines grossen Teils der Gebäudenutzer. Schätzungen nennen Zahlen von 15 000 bis 18 000 geretteten Angestellten aus beiden Türmen. Fünf weitere Gebäude des WTC, darunter das benachbarte WTC 7, wurden durch Trümmerschäden und Feuer ebenfalls zerstört, ebenso vier U-Bahnstationen. 23 weitere Gebäude, die das WTC umgaben, wurden zum Teil so schwer beschädigt, dass sie später aufgegeben werden mussten. In Arlington zerstörte der Flugzeugaufprall und das dadurch ausgelöste Feuer einen Flügel des Pentagongebäudes. Die Anschläge werden in den USA mit dem Kürzel „9/11“ (nine-eleven) bezeichnet, das die US-amerikanische Schreibweise des Datums wiedergibt, oder mit „September 11 attacks“. – Leon de Winter schrieb später einen Artikel über die Anschläge in der Zeitung "Die Welt", darin heisst es u. a.: "Während sich in den neunziger Jahren viele von uns dem Wohlstandsrausch hingeben durften, hegten andere tiefsten Hass gegen uns. Ich wusste nicht, dass Mohammed Atta [einer der Attentäter] mich so sehr hasste. Der Schock von 9/11, der Schock, mit dem mir aufging, dass es Menschen gibt, die mich hassen und töten wollen, obwohl wir uns gar nicht kennen, ist bis heute nicht abgeklungen. In den Augen meiner Feinde bin ich, genau wie Theo van Gogh, Sinnbild dreckigen Unglaubens. Sie sehen in mir und meinen Kindern nicht mehr als Fleisch, das geschlachtet werden kann, weil ich ihrem Gott im Weg bin. Seit 9/11 ist mir ständig präsent, dass ich gehasst werde, und es kostet mich Kraft, diesem Gedanken Tag für Tag sein Gewicht zu nehmen"
  • 1. Oktober 2001: Eine grosse Autobombe explodiert in Talpiot, nahe Jerusalem. Mehrere Personen verletzt.
  • 7. Oktober 2001: Yair Mordechai, 43, aus dem Kibbuz Sheluhot, getötet, als ein mit dem islamischen Jihad verbundener Selbstmordattentäter eine grosse, an seinem Körper befestigte Bombe am Eingang zum Kibbuz im Beit Shean-Tal zündet
  • 26. November 2001: Ein palästinensischer Selbstmordattentäter tötet sich selbst und verletzt zwei Grenzpolizisten am Erez-Übergang im Gazastreifen. Die Hamas übernahm die Verantwortung für das Attentat.
  • 29. November 2001: Drei Tote und neun Verletzte bei einem Selbstmordanschlag auf den Egged-Bus Nr. 823 von Nazareth nach Tel Aviv in der Nähe von Hadera. Islamischer Jihad und Fatah übernahmen die Verantwortung für das Attentat.
  • 1. Dezember 2001: Elf Tote und etwa 180 Verletzte bei zwei Selbstmordanschlägen um etwa 23:30 Uhr, Samstag Nacht, auf der Ben Yehuda Street in der Fussgängerzone im Zentrum Jerusalems. Eine Autobombe explodierte kaum 20 Minuten später. Die Hamas übernahm die Verantwortung für das Attentat. Vgl. auch hier.
  • 2. Dezember 2001: Fünfzehn Tote und 40 Verletzte bei einem Selbstmordanschlag auf Egged-Bus Nr. 16 in Haifa kurz nach 12:00 Uhr. Die Hamas übernahm die Verantwortung für das Attentat.
  • 5. Dezember 2001: Ein Selbstmordattentäter zündet eine starke Bombe kurz nach 7:30 Uhr auf der King David Street in Jerusalem. Eine Anzahl von Menschen, die nahebei an einer Bushaltestelle wartet, verletzt. Der Terrorist selbst kam bei der Explosion ums Leben. Die Polizei fand heraus, dass die Bombe, vollgepackt mit Nägeln und Schrapnells, vorzeitig hochging. Der islamische Jihad übernahm die Verantwortung für das Attentat.
  • 9. Dezember 2001: Ein Selbstmordattentäter zündet eine starke Bombe neben einer Bushaltestelle (Checkpost Junction) in Haifa kurz nach 7:30 Uhr. Etwa 30 Personen verletzt. In der Nähe wurde eine zweite Bombe entdeckt, die dann explodierte. Der Attentäter wurde dabei getötet.
  • 12. Dezember 2001: Vier Personen in zwei Autos verletzt bei zwei Selbstmordattentaten um ca. 18:00 Uhr in der Nähe von Neve Dekalim im Gazastreifen.
  • 22. Dezember 2001: Paris/Miami (Frankreich/USA): Der sogenannte versuchte Schuhbombenanschlag. Ein muslimischer El-Kaida-Terrorist versucht den American-Airlines-Flug 63 mittels einer Plastiksprengstoffbombe in seinem Schuh zum Absturz zu bringen. Der Sprengstoff zündet nicht, da der Schuh zu nass war und der Anschlag vorher unterbunden werden konnte.

Bücher

  • Manfred Bosch (Hrsg.), Alemannisches Judentum, Eggingen 2001
  • Michael Brocke, Aubrey Pomerance, Andrea Schatz (Hrsg.), Neuer Anbruch. Zur deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur, Berlin 2001
  • Michael Brocke und Christiane E. Müller, Haus des Lebens: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Leipzig 2001
  • Georg Heuberger und Fritz Backhaus: Leo Baeck 1873-1956. Aus dem Stamme von Rabbinern, Frankfurt/M. 2001
  • Efrat Gal-Ed, Das Buch der jüdischen Jahresfeste, Frankf. a. M./Leipzig 2001
  • Elsa Tamez, Da hasste ich das Leben. Eine Lektüre des Buches Kohelet, Luzern 2001
  • Amnon Rubinstein, Geschichte des Zionismus, 2001
  • Robert Gellately, Backing Hitler: Consent and Coercion in Nazi Germany, 1933-1945, Oxford University Press 2001 (in viele Sprachen übersetzt)
  • Daniel Gavron, The Kibbuz – Awakening from Utopia, Maryland 2001
  • Israel Finkelstein, Neil Silberman, The Bible Unearthed: Archaeology's New Vision of Ancient Israel and the Origin of its Sacred Texts, New York 2001
  • Uzi Benziman, Nothing But the Truth, Tel Aviv 2001
  • Deborah Omer, ahavath Ithamar ("Ithamars Liebe"), Tel Aviv 2001 (viele historische Ungenauigkeiten enthaltender biographischer Roman über das "erste hebräische Kind", den zunächst isoliert heranwachsenden Sohn Eliezer Ben-Jehudas)
  • Alexander Drozdzynski, Jiddische Witze und Schmonzes, 2001
  • Ulrich Sieg, Jüdische Intellektuelle im Ersten Weltkrieg. Kriegserfahrungen, weltanschauliche Debatten und kulturelle Neuentwürfe, Berlin 2001

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