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Jack Garfein

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Jack Garfein (* 2. Juli 1930 in Mukatschewe, Oblast Transkarpatien, damals: Tschechoslowakei, heute: Ukraine) ist Theater- und Kinoregisseur und Schauspieler.

Garfein gehört zu den wenigen Jugendlichen, die Auschwitz überlebt haben. Nach dem II. Weltkrieg kam er über Schweden in die USA. Sein Onkel lebte in New York City konnte oder wollte ihn aber nicht aufnehmen. Dafür bezahlte er aber eine Pflegefamilie. Garfein wurde Mitglied des Actor’s Studios in New York City und arbeitete in einer seiner ersten Studioinszenierungen mit James Dean als Schauspieler.

Garfeins Filmdebüt als Regisseur des Filmes The Strange One, spielt in einer sadistischen Militärakademie in den Südstaaten. Der Film hat ein offenes Ende und verstörte Publikum und Kritiken. In einer brutalen Szene spielten auch schwarze Darsteller mit. Das Studio hatte die Mitarbeit von Schwarzen verboten, weil es meinte, dass dies den kommerziellen Erfolg beeinträchtigen würde - insbesondere die Möglichkeit, den Film in den Südstaaten kommerziell auszuwerten. Garfein drehte den Film in einer Weise, dass es unmöglich war, die schwarzen Darsteller herauszuscheiden. Er wurde vom U.S. Congressman als „unamerikanischer Film“ klassifiziert. Garfein dreht 1961 „Something Wild“ mit Carroll Baker als Vergewaltigungsopfer, die von einem Mann, der sie vom Selbstmord (Sprung von der Brücke) bewahrt hatte, gefangen gehalten wird.

Garfein war mit seiner Schauspielkollegin Carroll Baker verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter, die Schauspielerin Blanche Baker, und den Sohn Herschel Garfein.[1]. Nach der Trennung von Baker hatte er zunächst Schwierigkeiten sich im Leben zurechtzufinden.

Garfein leitete zusammen mit Lee Strasberg das Lee Strasberg Institut in New York, gründete 1966 das Actor's Studio West in Los Angeles und inszenierte Off-Broadway. Er war ein Freund von Henry Miller, der ihn in seinem Büchlein „Mein Fahrrad und andere Freunde“[2] zu einem seiner acht besten Freunde zählt.

Heute ist Garfein einer der erfahrensten Lehrer des Method Acting. Er unterrichtet in seiner Schauspielschule Le Studio Jack Garfein in Paris und gibt Workshops in Wien, London, Budapest, Berlin und Los Angeles.

Einzelnachweise

  1. filmreference.com: Jack Garfein Biography eingesehen am 3. November 2008
  2. H. Miller: Mein Fahrrad und andere Freunde. Erinnerungsblätter, ISBN 3-499-13297-4

Weblinks


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