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Galla Placidia

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Galla Placidia und ihre Kinder auf einem Zwischengoldglas. Die Benennung ist nicht gesichert.

Aelia Galla Placidia (geb. um 390 in Konstantinopel; gest. 27. November 450 in Rom) war eine Tochter des römischen Kaisers Theodosius I., Enkelin von Valentinian I., Mutter des späteren Kaisers Valentinian III. und als solche Regentin des Weströmischen Reiches.

Leben

Kindheit und Jugend

Aelia Galla Placidia wurde um das Jahr 390[1] in Konstantinopel als Tochter des römischen Kaisers Theodosius I. und seiner zweiten Gemahlin Galla geboren. Sie hatte zwei ältere Halbbrüder, die späteren Kaiser Honorius und Arcadius, die aus Theodosius’ erster Ehe mit Aelia Flavia Flaccilla hervorgegangen waren. Während ihre Halbbrüder zu Augusti ernannt wurden, erhielt sie als kleines Kind den Titel einer Nobilissima, was ihren Rang als Kaisertochter betonte. Bereits 394 erlag Gallas Mutter den Folgen einer Fehlgeburt. Kurze Zeit später, am 17. Januar 395, verstarb auch Theodosius unerwartet. Der zehnjährige Honorius wurde weströmischer Kaiser, und wurde gemeinsam mit Galla der Obhut des Heermeisters Stilicho und dessen Frau, ihrer Cousine Serena, übergeben. Galla erhielt vermutlich dieselbe Erziehung wie Serenas Töchter, die spätere Ehefrauen des Honorius, die neben Bibellektüre und traditioneller weiblichen Hausarbeit auch klassische Dichtung beinhaltete.[2]

405 wurde Galla Placidia mit Stilichos Sohn Eucherius verlobt, ohne dass jedoch eine Eheschließung folgte. O'Flynn vermutet, Stilicho habe Eucherius nicht zu früh protegieren wollen, um ihn nicht zu einem Konkurrenten seines erhofften Enkels aus den Ehen seiner Töchter mit Honorius zu machen, und deshalb dessen Karriere und Ehe nicht befördert.[3] 408 wurde Eucherius im Rahmen einer Palastintrige ebenso wie sein Vater und dessen Frau ermordet. Zosimos berichtete, Galla Placidia habe dem römischen Senat die Zustimmung zu Serenas Hinrichtung gegeben.[4]

Geisel und Königin der Westgoten

Nachdem das weströmische Reich seines Heermeisters beraubt war, drangen die Westgoten, geführt von ihrem König Alarich I., in Italien ein und belagerten Rom. 410 eroberten und plünderten sie die Stadt. Zahlreiche römische Adelige gerieten in Gefangenschaft, darunter auch Galla Placidia, die anscheinend nicht am kaiserlichen Hof in Ravenna lebte. Von Rom aus zogen die Westgoten in Richtung Süden, um an der Straße von Messina nach Sizilien überzusetzen. Das Unternehmen scheiterte, und noch im Jahr 410 starb Alarich. Nachfolger wurde sein Schwager Athaulf, der die Westgoten 412 nach Gallien führte. Dort führte er Verhandlungen mit Kaiser Honorius um das Recht der Goten, sich in Gallien ansiedeln zu dürfen. Als Gegenleistung verlangte der Kaiser neben militärischer Unterstützung gegen den Usurpator Jovinus die Rückgabe seiner Schwester Galla Placidia, die er seinem Heermeister Flavius Constantius als Frau versprochen hatte.

Athaulf leistete zwar die versprochene Militärhilfe, anstatt sich mit dem Usurpator zu verbünden, tötete dessen Bruder Sebastianus und den römischen Feldherrn Sarus, der Jovinus zu Hilfe kommen wollte, und lieferte Jovinus schließlich aus. Doch anstatt Galla Placidia zu den Römern zurückzuschicken, ehelichte er sie im Januar 414 in Narbo nach römischer Sitte. Priscus Attalus, der von Alarich als Gegenkaiser eingesetzte und nach der Plünderung Roms ebenfalls verschleppte Stadtpräfekt von Rom, verfasste eventuell dazu ein Epithalamium.[5] Die Ehe einer Kaisertochter mit einem barbarischen, dem arianischen Christentum anhängenden Fürsten war für die Zeitgenossen ein Affront. Der spanische Bischof Hydatius sah darin die Erfüllung der alttestamentlichen Prophezeiung Dan 11,6 EU.[6] Athaulf beabsichtigte mit dieser Eheschließung möglicherweise einen Vertrag mit Kaiser Honorius zu erzwingen, der bis dahin nicht bereit gewesen war, die Niederlassung der Goten in Gallien zu genehmigen. Das gelang jedoch nicht, sondern der Druck der Angriffe des römischen Heermeisters Constantius zwang die Westgoten, nach Spanien abzuziehen. Ende 414 gebar Galla Placidia in Barcelona ein Kind namens Theodosius, das jedoch als Säugling verstarb. Seine Leiche wurde 25 Jahre später exhumiert und in der Peterskirche in Rom beigesetzt.

415 wurde Athaulf ermordet. Sein Nachfolger Sigerich ermordete auch Athaulfs Söhne aus erster Ehe und misshandelte dessen Witwe, wurde aber nach wenigen Tagen von Wallia gestürzt. Dieser schloss 416 einen neuen Friedensvertrag mit Honorius, in dessen Rahmen Galla Placidia zu den Römern zurückkehrte.

Rückkehr zu den Römern

Medaillons des Honorius und der Galla Placidia

Mit ihrer Rückkehr an der kaiserlichen Hof nahm Galla Placidia die Rolle der Frau an der Seite ihres unverheirateten kaiserlichen Bruders Honorius an. Auf sein Drängen hin ehelichte sie am 1. Januar 417 in Ravenna dessen engsten Ratgeber, den Heermeister und Patricius Flavius Constantius, der am selben Tag sein zweites Konsulat antrat. Laut Olympiodoros von Theben fand die Hochzeit trotz Galla Placidias ausdrücklichen Protestes statt. Dieser Ehe entstammten zwei Kinder, Honoria und Valentinian III.

Als Ende 418 Papst Zosimus starb, beteiligte sich Galla Placidia an der Auseinandersetzung um die Nachfolge und unterstützte den vom römischen Stadtpräfekten Symmachus bestätigten Eulalius. Eine Einigung im Sinne des Kaisers auf einer Synode in Ravenna misslang jedoch, so dass Honorius zu einer zweiten Synode einlud, wozu Galla Placidia als Schwester des Kaisers persönlich Briefe an einige afrikanische Bischöfe, u.a. an Aurelius von Karthago und Augustin von Hippo, verfasste. In diesen Briefen drückte sie zwar ihr Bedauern über das Scheitern der Synode in Ravenna aus, äußerte jedoch keine Präferenz für einen der beiden Kandidaten. Auch Paulinus von Nola lud sie ein.[7] Da Eulalius sich jedoch nicht an die Vorgabe hielt, bis zur Einigung außerhalb von Rom zu bleiben, war Honorius letztlich gezwungen, den von der Mehrheit der Presbyter gewählten Bonifatius I. zu bestätigen. Auch sonst lag ihr die Kirche am Herzen. Olympiodoros schreibt ihr die Vernichtung heidnischer Kultbilder zu und berichtet, sie habe sogar einmal ihrem Mann mit der Scheidung gedroht, sollte ein bekannter heidnischer Zauberer nicht hingerichtet werden.[8]

421 erhob Honorius seinen Schwager Constantius auf Drängen seiner Schwester zum Augustus. Galla Placidia wurde Augusta. Ihr Sohn Valentinian wurde dadurch zum Thronfolger. Nur wenig später, am 2. September 421, erlag Constantius III. einer Rippenfellentzündung, kurz bevor er zu einem Feldzug gegen das oströmische Reich aufbrechen konnte, das seine Erhebung zum Kaiser nicht akzeptierte. Nach dem Tod ihres Mannes unterstellten ihr einige Historiker wie Olympiodoros, auf den Zosimos sich stützte, ein inzestuöses Verhältnis zu ihrem unverheirateten Bruder Honorius, das durch Intrige zu einem Streit führte, der auch zwischen gotischen Söldnern, Galla Placidias ehemaligen Untertanen, und römischen Soldaten ausgetragen wurde.[9] Auch der Heermeister Flavius Castinus stellte sich gegen sie, während Bonifatius auf ihrer Seite stand. Galla Placidia fiel in Ungnade und verlor den Augusta-Titel. Jutta Meischner vermutet, dass Honorius, der bereits seit einem Jahrzehnt von Constantius dominiert wurde, sich damit endlich von der Bevormundung befreien wollte.[10]

423 verließ sie mit ihren beiden Kindern das Westreich und suchte Zuflucht in Konstantinopel, wo inzwischen ihr Neffe Theodosius II. die Nachfolge seines Vaters Arcadius angetreten hatte. Kurz vor oder nach Gallas Abreise verstarb am 27. August 423 Honorius, ohne einen Nachfolger hinterlassen zu haben. Als sich nach viermonatiger kaiserloser Zeit im Westreich ein Hofbeamter namens Johannes zum Kaiser ausrief, ernannte Theodosius II. seinen Neffen Valentinian zum nobilissimus und verlobte ihn mit seiner erst zweijährigen Cousine Licinia Eudoxia. Im Herbst 424 wurde Valentinian in Thessaloniki zum Caesar ernannt, ehe Theodosius ihn mit seiner wieder zur Augusta erhobenen Mutter und seiner Schwester samt Heeresmacht unter dem oströmischen Heermeister Aspar zur Wahrung des legitimen Kaisertums nach Italien sandte. Aspar eroberte im Sommer 425 Ravenna. Der Usurpator wurde hingerichtet. Am 23. Oktober 425 wurde Valentinian III. im Alter von sechs Jahren in Rom zum Augustus proklamiert. Als auctor imperii beanspruchte Theodosius jedoch weiterhin die Oberherrschaft über Westrom.[11]

Die römische Regentin

Galla Placidia auf einer von ihrem Sohn Valentinian III. geprägten Münze. Auf der Rückseite steht ein Kreuz (typisch für alle Münzen mit Bezug zu Galla Placidia), das ihren christlichen Glauben verdeutlichen soll.

Der Einfluss der Feldherren

Da Valentinian III. noch nicht im regierungsfähigen Alter stand, leitete Galla Placidia die Geschicke des Westreiches. Das Reich, das sie für ihren Sohn regierte, war erheblich kleiner als das des Honorius. Während der Regierungszeit des Usurpators Johannes hatten die Westgoten sich in Gallien ausgebreitet und die Vandalen in Spanien Sevilla und Cartagena erobert. Bei den Verhandlungen vor dem Feldzug gegen Johannes hatte sie auch Teile von Illyrien, um die es zu Lebzeiten von Honorius und Arcadius Auseinandersetzungen gegeben hatte, an Theodosius abtreten müssen. Unterstützt wurde sie dabei anfangs vom Heeresmeister Felix und dem comes Africae Bonifatius. Letzterer hatte sie auch im Exil in Konstantinopel unterstützt,[12] während Felix, der anstelle des verdienten Bonifatius bald zum Patricius erhoben wurde, vermutlich von Theodosius eingesetzt worden war und dessen Interessen durchzusetzen suchte.[13] Deren schärfster Konkurrent war Aëtius, der für Johannes 60.000 Hunnen als Söldner angeworben hatte. Damit er diese Heeresmacht nicht gegen das römische Reich einsetzte, wurde Aëtius in römischen Dienst übernommen und die Hunnen großzügig abgefunden.

427 wurde Bonifatius, wie Prosper vermutet, von Felix angeklagt und zum Staatsfeind erklärt. Dass die Intrige von Aëtius ausging, der ihn und die Regentin gegeneinander auszuspielen trachtete, wie Prokopius annahm, ist laut Stickler unwahrscheinlich, weil dieser sich zu diesem Zeitpunkt in Gallien befand.[14] Angeblich erklärte Bonifatius sich in Africa für unabhängig. Laut Prokopius suchte er die Unterstützung der Vandalen in Spanien gegen das Heer, das Placidia gegen ihn sandte. Die Vandalen setzten daraufhin nach Afrika über.[15] Ein Briefwechsel zwischen Augustinus und dem kaiserlichen Gesandten von 428/429 ist erhalten. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch das germanische Volk bekämpfte Bonifatius aber bald wieder in Übereinstimmung mit der Regentin die Invasoren.

430 gelang es Aëtius, inzwischen als magister militum per Gallias mit Felix gleichrangig, diesen auszuschalten. Damit war der oströmische Einfluss erheblich verringert. Aëtius, den die Kaiserin nach wie vor als Feind ansah, stieg damit zum mächtigsten Mann im weströmischen Reich auf. Während er im Norden des Reiches gegen Eindringlinge und Aufständische kämpfte, unterstützte der oströmische Feldherr Aspar Bonifatius im vergeblichen Kampf gegen die Vandalen in Africa. Nach der Niederlage bei Hippo Regius 431 rief Galla Placidia Bonifatius nach Italien zurück und ernannte ihn 432 zum Patricius, während Aëtius im selben Jahr das Konsulat bekleidete. Aëtius, der erkannte, dass die Kaisermutter Bonifatius ihm vorzog, zog sein Heer aus Gallien ab nach Italien, womit er den ersten Bürgerkrieg der römischen Kaiserzeit auslöste, der nicht um das Kaisertum, sondern um das Amt des höchsten Militärs ausgefochten wurde.[16] Bonifatius gewann in der Schlacht bei Ariminum, erlag aber drei Monate später seinen dabei erlittenen Wunden. Zu seinem Nachfolger machte Galla Placidia seinen Schwiegersohn Sebastianus. Doch Aëtius, der zu den Hunnen geflohen war, kehrte 433 ausgerüstet mit neuen Truppen des Hunnenkönigs Rugila zurück und erzwang das Amt des Heermeisters für sich. Sebastianus wurde ins Exil geschickt und Aëtius heiratete Bonifatius’ reiche Witwe, die Gotin Pelagia. Placidia, die nun keinen anderen fähigen General mehr hatte, ernannte ihn 435 zum Patricius. Damit unterstand ihm das gesamte weströmische Heer, was Placidias Einfluss schon vor der Volljährigkeit ihres Sohnes schwinden ließ. Dem Ansehen des weströmischen Reiches hatte der Bürgerkrieg erheblichen Schaden zugefügt.[17]

Recht, Religion und Familie

426 erließ Placidia, um der Autorität des Rechtes Geltung zu verschaffen, das sogenannte Zitiergesetz, in dem festgeschrieben wurde, welchen Schriften römischer Juristen vor Gericht größere Autorität zukommen sollte. Drei Jahre später gab sie ihre berühmte Erklärung ab, die besagte, dass der Kaiser durch die Gesetze gebunden sei und seine Autorität von der des Rechtes abhinge.

Als fromme nicänische Christin veranlasste sie den Bau von Kirchen. In Ravenna ließ sie San Giovanni Evangelista als Dank für ihre und ihrer Kinder Bewahrung bei der Rückkehr nach Italien 425 errichten, in Rom Sankt Paul vor den Mauern und in Jerusalem die Grabeskirche restaurieren. Der Bischof von Ravenna, Petrus Chrysologus, pries sie als Mutter der Christen und in Parallele zur göttlichen Dreifaltigkeit als Verkörperung einer kaiserlichen Dreifaltigkeit als Tochter, Ehefrau und Mutter eines Kaisers.[18] Als 432 der neu gewählte Papst Sixtus III. von einem nicht näher identifizierbaren Mann namens Bassus angegriffen wurde, setzte sie eine schärfere Bestrafung für Bassus durch, als es die von ihr im Namen ihres Sohnes angeordnete Synode bestimmt hatte.[19] Spätestens mit Aëtius’ faktischer Machtübernahme 433 beschränkte sie sich auf den Bereich der Religion.

Procopius warf Galla Placidia vor allem vor, Valentinian verweichlicht zu haben.[20] Cassiodor machte sie für den Niedergang Roms unter der Regierung ihres Sohnes verantwortlich.[21] 437 fand die Hochzeit des inzwischen volljährigen Valentinian mit Licinia Eudoxia in Thessaloniki statt. Da das weströmische Reich seit der Verlobung erheblich an Größe verloren hatte - Britannien und große Teile von Africa, Gallien und Spanien befanden sich unter der Kontrolle germanischer Stämme, Pannonien war von Aëtius an die Hunnen abgetreten worden[22] - mussten die Bedingungen neu ausgehandelt werden.[23] Galla Placidia war bei der Hochzeit vermutlich nicht anwesend, Sivan nimmt aber an, dass sie ihrer Schwiegertochter ein kostbares Geschenk machte, den Ashburnham-Pentateuch.[24] Dass das junge Kaiserpaar sich einen eigenen Palast bauen ließ, während die Mutter weiterhin die alte Residenz bewohnte, kann als Beleg gedeutet werden, dass ihr Einfluss auf ihren nunmehr erwachsenen Sohn eher gering war.[25]

Alter und Tod

Als Valentinian III. alt genug war, die Regierungsgeschäfte zu übernehmen, zog sich Placidia immer mehr von der politischen Bühne zurück. Ihren Lebensabend verbrachte sie in Rom. In ihr letztes Lebensjahr fiel die Affäre ihrer mit 31 Jahren immer noch unverheirateten Tochter mit einem Hofbeamten. Honoria verlor den Augusta-Titel und musste einen unbedeutenden Mann heiraten, während ihr Liebhaber hingerichtet wurde. Daraufhin bot sie angeblich dem Hunnenkönig Attila die Ehe und das halbe weströmische Reich an. Laut Johannes von Antiochia[26] handelte es sich bei dem Ring, den Attila nach dem Bericht des Zeitgenossen Priskos, der selbst eine Gesandtschaft zu den Hunnen begleitet hatte, als Heiratsversprechen ausgab, jedoch nur um eine Zugabe zu der Bestechungssumme, die die Hunnen von Rom fernhalten sollte. Erst spätere Historiker, die auch Licinia Eudoxia bezichtigten, wenige Jahre später die Vandalen nach Rom gerufen zu haben, deuteten die Affäre als einen Versuch Honorias, sich für ihre Behandlung zu rächen. Während Valentinian seine erst sechsjährige Tochter Eudocia 445 mit Hunerich, dem Sohn des Vandalenkönigs Geiserich verlobt hatte, bekämpfte er die eigenmächtige Politik seiner Schwester. Galla Placidia schützte ihre Tochter vor dem Zorn ihres Bruders.[27] Die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern, die auf diese Affäre folgte, erlebte sie jedoch nicht mehr.

Am 27. November 450 starb Galla Placidia in Rom und wurde dort auch beigesetzt (also nicht in dem fälschlicherweise ihr zugeschriebenen Mausoleum in Ravenna). Kurz zuvor hatte sie den Sarg ihres Sohnes von Athaulf in das Familiengrab neben Constantius III., Honorius und seinen beiden Frauen überführen lassen

Einzelnachweise

  1. Sirago (Galla Placidia: la nobilissima (392-450), S. 13, nimmt ausgehend vom Heiratsalter römischer Frauen mit 12 Jahre als Geburtsdatum 392 an.
  2. Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress, S. 31.
  3. John Michael O'Flynn: Generalissimos of the Western Roman Empire. University of Alberta, 1983, S. 61.
  4. Zosimos 5, 38.
  5. Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress, S. 21. Dies ist auf Grundlage der vorsichtigen Formulierung bei Olympiodoros von Theben aber nicht gesichert.
  6. Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress, S. 11.
  7. Alle drei Briefe sind zitiert bei Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress, S. 75-77.
  8. Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress, S. 80-85.
  9. Edward Gibbon: The History of the Decline and Fall of the Roman Empire, Kap. 33 (online)
  10. Jutta Meischner: Das Missorium des Theodosius in Madrid, in: Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts 111 (1997), S. 389-435; S. 420.
  11. Timo Stickler: Aëtius. Gestaltungsspielräume eines Heermeisters im ausgehenden Weströmischen Reich, München 2002, S. 37.
  12. Timo Stickler: Aëtius, S. 28.
  13. Sirago: Galla Placidia: la nobilissima, S. 265f.
  14. Timo Stickler: Aëtius, S. 43.
  15. Prokopius: Vandalenkriege 3, 14-19. 24-29, zitiert bei: Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress, S. 105-107.
  16. John Michael O'Flynn: Generalissimos of the Western Roman Empire, S. 80.
  17. Timo Stickler: Aëtius, S. 56.
  18. Petrus Chrysologus: Sermo 130, 3.
  19. Liber Pontificalis 46.
  20. Prokopius: Vandalenkriege 1,3.
  21. Angela Matti: Galla Placidia Augusta: Darstellung weiblicher Macht in der Geschichtsschreibung des 5. Jahrhunderts. GRIN-Verlag, 2007, S. 20.
  22. Gottlob Reinhold Sievers, Gottfried Sievers: Studien zur Geschichte der römischen Kaiser. Berlin 1870, S. 461-462.
  23. Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress, S. 120.
  24. Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress, S. 133.
  25. Angela Matti: Galla Placidia Augusta: Darstellung weiblicher Macht in der Geschichtsschreibung des 5. Jahrhunderts, S. 23.
  26. Johannes von Antiochia, Fragment 84.
  27. Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress; S. 152-157.

Literatur

  • Irvin Oost: Galla Placidia Augusta. A Biographical Essay. Chicago/London 1968.
  • Vito Antonio Sirago: Galla Placidia: la nobilissima (392-450). Milano 1996
  • Hagith Sivan: Galla Placidia: The Last Roman Empress. Oxford University Press, 2011 (Eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche; Rezension; PDF; 152 kB).

Weblinks

 Commons: Galla Placidia – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien


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