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Daniel Krochmalnik

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Daniel Krochmalnik (* 19. April 1956 in München) ist Professor für jüdische Philosophie, Geistesgeschichte und Religionspädagogik an der Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg, sowie Privatdozent der Philosophie an der Universität Heidelberg. Bekannt ist er seit langen Jahren auch als Autor und Moderator der Hörfunksendung Schalom der Israelitischen Kultusgemeinde Bayern im Bayerischen Rundfunk. Zudem ist er Erster Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Heidelberg.

Leben

Nach dem Besuch der École Maïmonide in Boulogne-Billancourt bei Paris (1966–1975) studierte Krochmalnik von 1976 bis 1981 Philosophie und Judaistik an der Ludwig-Maximilians-Universität und an der Hochschule für Philosophie SJ in München. An der Hochschule für Philosophie SJ wurde er 1981 mit einer Arbeit zu Spinoza zum Magister Artium, 1988 zum Doktor der Philosophie promoviert. Nach Tätigkeiten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beziehungsweise Lehrbeauftragter an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt-Georgen in Frankfurt am Main und an der Katholischen Fachhochschule für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und praktische Theologie in Mainz erhielt er 1999 die Venia Legendi für das Fach Jüdische Philosophie und Geistesgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Am dortigen Philosophischen Seminar ist er seit 1999 Privatdozent. Im gleichen Jahr wurde er zum außerordentlichen, 2003 zum ordentlichen Professor für moderne jüdische Philosophie und Geistesgeschichte und für jüdische Religionspädagogik an der Hochschule für Jüdische Studien ernannt.

Im Jahr 2009 wurde ihm durch die Fakultät für Katholische Theologie der Universität Bamberg die Ehrendoktorwürde verliehen.

Arbeitsgebiete

Krochmalnik arbeitet vor allem zum rabbinischen Denken (etwa Raschi, Nachman Krochmal) und zur jüdischen Philosophie, insbesondere zur jüdischen Aufklärung, er ist unter anderem Mitherausgeber der Gesammelten Schriften Moses Mendelssohns. Zugleich vertritt er die jüdische Religionspädagogik und -didaktik und bildet Lehramtskandidaten für Jüdische Religionslehre aus.

Schriften

  • (Hg., mit Johannes Heil): Jüdische Studien als Disziplin – die Disziplinen der Jüdischen Studien. Festschrift der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg 1979–2009 (Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, 13), Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8253-5687-3.
  • (Hrsg., mit Bernd Schröder, Harry Harun Behr): Was ist ein guter Religionslehrer? Antworten von Juden, Christen und Muslimen. Frank & Timme, Berlin 2009, ISBN 3865962319.
  • (Hrsg.): Raschi und sein Erbe. Internationale Tagung der Hochschule für Jüdische Studien mit der Stadt Worms. Winter, Heidelberg, 2007 (Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Bd. 10), ISBN 3-8253-5396-6.
  • Im Garten der Schrift. Wie Juden die Bibel lesen. Sankt Ulrich Verlag, Regensburg 2006, Regensburg 2006, ISBN 3-936484-67-8.
  • Das Siegel Gottes. Der Wahrheitsbegriff in Bibel, Talmud, Kabbala, Chassidismus und jüdischer Religionsphilosophie, in: Markus Enders (Hrsg.): Jahrbuch für Religionsphilosophie, Band 4. Vittorio Klostermann Verlag: Frankfurt a. M. 2005, ISBN 978-3-465-03393-6.
  • Im Garten der Schrift. Wie Juden die Bibel lesen. Sankt-Ulrich-Verlag, Augsburg 2006, ISBN 3-936484-67-8.
  • mit Magdalena Schultz: Ma–Tow Chelkenu. Wie gut ist unser Anteil. Gedenkschrift für Jehuda Radday. Heidelberg 2004 (Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Bd. 6).
  • Die jüdische Freiheitsstatue. Zum Bildprogramm der Großen Menora von Benno Elkan. In: Michael Graetz (Hrsg.), Ein Leben für die jüdische Kunst. Gedenkband für Hannelore Künzl, Carl-Winter-Verlag 2003 (Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg), S. 215–233.
  • R. Nachman Krochmal (gen. RaNaK) (1785–1840). In: Andreas B. Kilcher, Otfried Fraisse (Hg.): Lexikon jüdischer Philosophen. Philosophisches Denken des Judentums von der Antike bis zur Gegenwart. Stuttgart 2003, S. 210-214. ISBN 3-476-01707-9.
  • Schriftauslegung – Die Bücher Levitikus, Numeri, Deuteronomium im Judentum. Stuttgart 2003 (Neuer Stuttgarter Kommentar. Altes Testament, hg. von Christoph Dohmen, Bd. 33.5).
  • Schriftauslegung – Das Buch Genesis im Judentum. Stuttgart 2001 (Neuer Stuttgarter Kommentar. Altes Testament, hg. von Christoph Dohmen, Bd. 33.1).
  • Schriftauslegung – Das Buch Exodus im Judentum. Stuttgart 2000 (Neuer Stuttgarter Kommentar. Altes Testament, hg. von Christoph Dohmen, Bd. 33.3).
  • mit Werner Stegmaier‬: Jüdischer Nietzscheanismus. Walter de Gruyter, 1997 (Monographien und Texte zur Nietzsche-Forschung, Bd. 36), ISBN 3110153610, Auszüge online

Weblinks


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