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Claude Cohen-Tannoudji

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Claude Cohen-Tannoudji

Claude Cohen-Tannoudji (* 1. April 1933 in Constantine, Algerien) ist ein französischer Physiker. Für das Kühlen und Einfangen von Atomen mit Laserlicht erhielt er zusammen mit Steven Chu und William D. Phillips 1997 den Nobelpreis für Physik.

Leben

Cohen-Tannoudji stammt aus einer jüdischen Familie, die seit dem 16. Jahrhundert in Algerien lebte, seit 1970 als französische Staatsbürger. 1953 bis 1957 studierte er an der Pariser École normale supérieure zunächst Mathematik, wandte sich jedoch nach Vorlesungen bei dem Nobelpreisträger Alfred Kastler der Physik zu. 1957 schloss er das Studium mit dem Diplom ab und leistete 28 Monate Wehrdienst. Seit 1960 war er am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) tätig, seit 1962 unterrichtete er an der Universität Paris IV. 1973 wurde er Professor und Vorstandsmitglied am Collège de France für Nuklear- und Molekularphysik.

Leistungen

Die 1977 erschienene zweibändige Monographie Méchanique Quantique, die Claude Cohen-Tannoudji zusammen mit Bernard Diu und Franck Laloë verfasst hat, gehört nach wie vor zu den Standardwerken auf dem Gebiet der Quantenmechanik.

Zusammen mit Steven Chu und William D. Phillips entwickelte Cohen-Tannoudji ein Verfahren, mit dem Atome abgekühlt werden können, indem sich der Atomstrahl längs der Achse eines magnetischen Wechselfeldes ausbreitet. Mit dieser Technik wird der Atomstrahl abgebremst und die Atome können in einer Falle eingefangen werden. Anwendung findet diese Methode bei der Entwicklung präziser Atomuhren; sie kann auch für exakte Positionsbestimmungen und in der Weltraumnavigation eingesetzt werden.

Preise

Literatur

Claude Cohen-Tannoudji, Bernard Diu, Franck Laloë: Quantenmechanik. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-016458-2

Weblinks

 Commons: Claude Cohen-Tannoudji – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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