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Andrew Gold

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Andrew Maurice Gold (geb. 2. August 1951 in Burbank, Kalifornien; gest. 3. Juni 2011 in Encino/Los Angeles)[1][2] war ein amerikanischer Sänger, Musiker und Autor von Liedtexten. Sein Werk umfasste unter anderem die Hitsingles Lonely boy (1977), Thank you for being a friend (1978) und Never let her slip away (1978). Gold spielte diverse Instrumente und war außerdem Künstler, Produzent, Komponist von Filmmusik, Konzertmusiker, Schauspieler und Maler.

Leben

Gold wurde in Burbank geboren[1] und arbeitete später in einem Familienbetrieb. Seine Mutter ist die Sängerin Marni Nixon (welche des öfteren als Stimmendouble für Schauspielerinnen in Filmen arbeitete, vor allem für Natalie Wood in West Side Story, Deborah Kerr in Der König und ich, und Audrey Hepburn in My Fair Lady). Golds Vater war Ernest Gold, ein österreichisch-stämmiger Komponist und Oscar-Gewinner, der die Auszeichnung für die Filmmusik zu Exodus bekam.[3] Andrew Gold hat zwei jüngere Schwestern. Bereits mit 13 Jahren begann er damit, Songtexte zu schreiben.

Karriere

1970–79

In den frühen 1970er Jahren arbeitete Gold als Musiker, Texter und Produzent für viele Musiker. Er war Mitglied der in Los Angeles beheimateten Band Bryndle, der neben Gold auch Kenny Edwards, Wendy Waldman und Karla Bonoff angehörten. Für Linda Ronstadt spielte er eine große Rolle als Multi-Instrumentalist und Arrangeur bei ihrem Album Heart Like a Wheel, welches 1974 erschien. Auch bei ihren vier nächsten Alben übernahm er diese Rolle.

Unter anderem spielte er die Mehrzahl der Instrumente im ersten Stück auf dem Album und die Gitarre im Stück You're no good, Ronstadts erster „Nummer Eins“-Single in den Billboard Hot 100, außerdem in den Stücken When will I be loved, (Love is like a) Heat Wave und in weiteren Erfolgsstücken. Gold war von 1973 bis 1977 Mitglied in der Band, danach sporadisch in den 1980er- und 1990er-Jahren.

Gold begann im Jahr 1975 als Solo-Künstler zu arbeiten. In den 1970er Jahren veröffentlichte er vier Studioalben und seitdem weitere zwölf Alben. Seine Single Lonely boy kam auf Platz 7 der Billboard Hot 100 im Juni 1977[4] und wurde in vielen Filmen gespielt, unter anderem in Boogie Nights (1997) und dem Film Waterboy – Der Typ mit dem Wasserschaden mit Adam Sandler.

Obwohl Lonely Boy der größere Radiohit in den USA war, erreichte die Single Thank you for being a friend (die Platz 25 im Jahr 1978 in den USA erreichte[5]) später große Popularität als Titelsong für die zwischen 1985 und 1992 von NBC produzierte Sitcom The Golden Girls (Für diese Serie wurde der Song von Cindy Fee gesungen). Gold wurde auch mit seinem größten Hit in Großbritannien Never let her slip away bekannt. Dieser wurde zweimal unter den Top 5 gelistet, zunächst von ihm selbst gesungen, vierzehn Jahre später dann von der Gruppe Undercover gespielt. Freddie Mercury, ein Freund von Gold, unterstützte ihn mit etwas Gesang als Backgroundsänger.[6][7][8] Gold war erfreut, dass Petula Clark den Song Lonely boy französisch einspielte ("Poor Lonesome Playboy"). Er ist auf dem Album Paris/Orléans/Paris - The CBS Years, Vol. 1 auf der CD 2 zu finden. Er besuchte einen ihrer Auftritte und erinnerte sie daran, dass sie den Song aufgenommen hat. Im Jahr 1976 schrieb Gold den Titelsong Endless flight für das gleichnamige Album von Leo Sayer.

Das Jahr 1975 war auch das Jahr einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Art Garfunkel, als Gold die meisten Instrumente in Garfunkels Hit I only have eyes for you (Nr 1 in den UK Singles Chart) spielte, außerdem verschiedene andere Einspielungen auf dessen Album Breakaway. Gold spielte ebenfalls Gitarre in zwei Liedern auf dem Album Boats against the current von Eric Carmen, inklusive bei dem Song She did it, welcher im selben Jahr Platz 23 der US-Hitparade erreichte.[9] Über die folgenden Jahre spielte oder/und sang Gold bei Aufnahmen oder/und Live-Auftritten von Carly Simon, Jennifer Warnes, Stephen Bishop, Nicolette Larson, Maria Muldaur, Neil Diamond, Barbi Benton, Juice Newton, Leo Sayer, The Nitty Gritty Dirt Band, Karla Bonoff, Paul McCartney, Ringo Starr, John Lennon, Brian Wilson, Don Henley, Chers Hitalbum Heart of Stone und schrieb Hits für Trisha Yearwood und Wynonna Judd, für die er die Billboard Hot Country Singles & Tracks Charts Nummer-Eins-Single I saw the light zusammen mit Lisa Angelle schrieb. Diese produzierte er im Jahr 2000 auf deren eigenem Album und schrieb auch die meisten Songs mit. Er ging auf Tournee mit der Gruppe The Eagles, spielte auf Platten und tourte mit Jackson Browne, produzierte, schrieb, spielte Instrumente und sang in drei Songs von 10cc; er spielte und sang auf Platte und tourte mit James Taylor, produzierte Singles für Vince Gill und schrieb und produzierte für Celine Dion. Außerdem war er zweiter Toningenieur auf Teilen von Joni Mitchells Album Blue.

1980–2011

In den frühen 80er Jahren, nachdem 10CC im Jahr 1981 das Album Ten out of 10 fertiggestellt hatte, luden die Gründungsmitglieder Eric Stewart und Graham Gouldman Gold ein, ebenfalls in die Gruppe einzutreten. Obwohl er ein Fan der Titel I'm not in love und The Things We Do for Love war, und auch eintreten wollte, wurde er doch durch andere Projekte davon abgehalten. Ende 1983 brach 10cc auseinander und Gold und Gouldman gründeten Wax. Die Gruppe Wax produzierte für insgesamt fünf Jahre Platten und ging auf Tournee. Dabei hatten sie weltweiten Erfolg und diverse Top Ten Hits, darunter Right between the eyes und Bridge to your heart, welches ihr größter Hit war.

Interessanterweise hatte das Duo 1986 in Spanien sechs Monate lang die Spitzenposition in der Hitparade inne. Bedingt durch eine unverständliche Entscheidung der Plattenfirma wurden aber keine weiteren Singles dort ausgekoppelt. Im Jahr 1989 brach die Band auseinander, aber Gold und Gouldman schrieben weiterhin zusammen Texte und nahmen Stücke auf, wenn es ihnen möglich war.

In den 1990er-Jahren arbeitete Gold wieder mit seinen Bandkollegen Karla Bonoff, Wendy Waldman und Kenny Edwards zusammen. Zusammen formten sie erneut die Band Bryndle und veröffentlichten ihr erstes Album. Im Jahr 1996 verliess Gold die Band wieder und veröffentlichte das Album Halloween Howls, welches nach Dr. Demento angeblich eines der zwei besten Halloween-Alben der Geschichte sei. Im gleichen Jahr nahm er unter dem Pseudonym The fraternal order of the all die Platte "Greetings from Planet Love" auf seinem eigenen Label QBrain Records auf. Dieses Album spiegelt eine Band der 1960er vor, die Songs im Stil der von Gold bevorzugten Bands spielt; dazu zählten The Beatles, The Byrds und The Beach Boys. Er veröffentlichte danach ein Album mit seltenen Stücken der Gruppe Wax namens Bikini Wax. Im selben Jahr veröffentlichte er das Album ....Since 1951. Seitdem produzierte, komponierte und/oder schrieb er Songs für zahlreiche Filme, wie im Jahr 2003 für die Horrorkomödie Rectuma unter der Regie von Mark Pirro, für das Fernsehen Soundtracks und für Fernsehwerbung. Er sang "Final Frontier", den Titelsong der Sitcom Mad About You. Seine Ausführung des Songs wurde 1996 als Weckruf für die Raumsonde Mars Pathfinder benutzt.[10] Außerdem produzierte Gold sieben Alben für Eikichi Yazawa, einen japanischen Singer-Songwriter.

Gold trat im Jahr 2006 live mit der Classic Rock-Band America auf. Dieser Auftritt wurde später als DVD mit dem Titel "America and friends - Live at the Ventura Theater"[11] veröffentlicht. Dabei spielte er Thank you for being a friend, The final frontier, Bridge to your heart und Lonely boy, außerdem begleitete er die Gruppe America und den Gastmusiker Stephen Bishop auf der Gitarre und sang. Gold produzierte bereits im Jahr 2002 Americas Weihnachtsalbum Holiday Harmony, auf dem er auch die meisten Instrumente spielte und den Titel Christmas in California mitgeschrieben hatte.[12]

Privates

Gold war mit Vanessa Green verheiratet, mit der er drei Kinder hat.[3] Nach der Scheidung von Green heiratete er Leslie Kogan.[3]

Obwohl Gold persönliche Hinweise in Lonely boy (1977), inklusive seinem Geburtsjahr, erwähnte, sagte er in einem Interview, dass es nicht autobiographisch wäre: „Vielleicht war es ein Fehler, das zu tun, aber ich habe diese Details darin einfach nur benutzt, weil es bequem war. Ich war niemals ein einsamer Junge – Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit.“[13]

Im Jahr 1990 nahmen Gold und vier Familienmitglieder an der Fernsehshow Family Feud teil.[14]

Tod

Am 3. Juni 2011 starb Gold im Schlaf, offensichtlich an Herzversagen im Alter von 59 Jahren in Los Angeles,[1] nachdem er wegen Nierenkrebs behandelt wurde.[3][15]

Diskographie

Alben

Soloalben

  • 1975: Andrew Gold
  • 1976: What's Wrong with This Picture? (erreicht Platz 95 der US-Billboard Album Charts)
  • 1978: All This and Heaven Too
  • 1978: An Interview with Andrew Gold (Promotion-Interview & Musik-LP)
  • 1979: Whirlwind
  • 1991: Home is Where the Heart Is
  • 1996: ...Since 1951
  • 1996: Halloween Howls (als: Andrew Gold & Friends)
  • 1996: Greetings from Planet Love (als: The Fraternal Order of the All)
  • 1997: Thank You for Being a Friend (Zusammenstellung)
  • 1998: Leftovers
  • 1998: Warm Breezes
  • 2000: The Spence Manor Suite
  • 2002: Intermission
  • 2008: Copy Cat

mit Wax

  • 1984: Common Knowledge
  • 1986: Magnetic Heaven
  • 1987: American English
  • 1989: A Hundred Thousand in Fresh Notes
  • 1997: The Wax Files ('Best of'-Zusammenstellung)
  • 2000: Wax Bikini (Zusammenstellung von Outtakes, Demos, etc.)

mit Bryndle

  • 1995: Bryndle

Singles

  • 1968: Of All The Little Girls (GB - aufgenommen als Duo 'Villiers & Gold')
  • 1970: Woke Up This Morning (mit der Band 'Bryndle')
  • 1975: Heartaches in Heartaches
  • 1975: That Is Why I Love You (Platz 68 in den USA)
  • 1976: Stay
  • 1976: Do Wah Diddy
  • 1976: One Of Them Is Me
  • 1977: Lonely Boy (Platz 7 in den USA; Platz 11 in GB)[16]
  • 1977: Go Back Home Again
  • 1978: How Can This Be Love (Platz 19 im UK)[16]
  • 1978: I'm On My Way
  • 1978: Thank You for Being a Friend (Platz 25 in den USA; Platz 42 in GB)[16]
  • 1978: Never Let Her Slip Away (Platz 67 in den USA; Platz 5 in GB)[16]
  • 1979: Kiss This One Goodbye
  • 1979: Stranded On The Edge
  • 1979: Nine To Five (GB)

mit Graham Gouldman als WAX

  • 1984: "Don't Break My Heart" (Veröffentlicht im UK unter dem ursprünglichen Bandnamen World In Action)
  • 1984: "Don't Break My Heart" (Veröffentlicht im UK unter dem neuen Bandnamen Common Knowledge)
  • 1985: "Victoria" (Veröffentlicht im UK unter dem neuen Bandnamen Common Knowledge)
  • 1986: "Right Between The Eyes" (Platz 60 in GB )[17]
  • 1986: "Ball & Chain"
  • 1986: "Shadows of love"
  • 1986: "Systematic" (GB)
  • 1987: "Bridge to your heart" (Platz 12 in GB)[17]
  • 1987: "In some other world" (GB & Deutschland)
  • 1987: "American english" (Deutschland)
  • 1989: "Anchors aweigh" (GB)
  • 1989: "Wherever you are" (GB)

Einige Singles wurden nur als Promo-Exemplare veröffentlicht; einige Platzierungen wurden den Magazinen Cashbox und Record World entnommen.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Obituary, Telegraph, 8. Juni 2011.
  2. Morris, Christopher. Andrew Gold dies at 59, Variety, 5 June 2011.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Thursby, Keith. "Andrew Gold, musician, songwriter, arranger dies at 59," Los Angeles Times, Montag, 6. Juni 2011.
  4. Billboard Chart for 6-11-1977
  5. The Billboard Book of Top 40 Hits
  6. Sweeting, Adam: Andrew Gold obituary. In: The Guardian, 6. Juni 2011. 
  7. "Singer/Songwriter Andrew Gold Dies". Contactmusic. 6 June 2011. Retrieved 15 September 2011.
  8. Johnnie Walker's Sounds Of The 70s. BBC Radio 2. 5 Feb 2012, 15:00. "...with backing vocals from Freddie Mercury."
  9. Songfacts.com
  10. Mars Pathfinder - Rover Wake-Up Songs
  11. AllMusic: America and friends live at the Ventura Theater
  12. AllMusic: America - Holiday Harmony
  13. Leigh, Spencer. Obituary, Andrew Gold, The Independent, 8 June 2011.
  14. http://nl.newsbank.com/nl-search/we/Archives?p_product=DP&p_theme=dp&p_action=search&p_maxdocs=200&p_topdoc=1&p_text_direct-0=0EB1D1A327501E5A&p_field_direct-0=document_id&p_perpage=10&p_sort=YMD_date:D&s_trackval=GooglePM
  15. Vitello, Paul: Andrew Gold, Singer and Songwriter, Dies at 59. In: The New York Times, 7. Juni 2011. 
  16. 16,0 16,1 16,2 16,3 David Roberts: British Hit Singles & Albums, 19th, London: Guinness World Records Limited 2006, ISBN 1-904994-10-5
  17. 17,0 17,1 David Roberts: British Hit Singles & Albums, 19th, London: Guinness World Records Limited 2006, ISBN 1-904994-10-5

Weblinks


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