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André Bollag

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André Bollag und Shella Kertész

André Bollag (* 25. Februar 1953 in Zürich) war bis Dezember 2015 Co-Präsident der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich ICZ (gemeinsam mit Shella Kertész seit 2008, im Dezember 2011 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt), ist ehemaliger Präsident der jüdischen Schule NOAM in Zürich sowie früherer Präsident von Young Leadership des Keren Hajessod Zürich.

Leben und Wirken

Bollag ist der Sohn des in Zürich lebenden Künstlers Amy Bollag und von Thea Bollag, geborene Schächter. Er absolvierte eine Schule in Zürich und schloss die kaufmännische Lehre 1971 ab. Danach ging er für ein Jahr nach Israel, wo er Hebräisch und Judaistik studierte und das Leben im Kibbutz kennen lernte. Von 1975 bis 1990 arbeitete Bollag in verschiedenen Banken, zuletzt als Kadermitglied einer englischen Bank. Seit 1990 ist er als selbständiger Anlageberater tätig.

Ende der 1980er Jahre wurde Bollag Präsident des Keren Hajessod, Young Leadership, deren Mitbegründer er war. 1992 bis 1994 fungierte er als Präsident des Keren Hajessod, Ortskomitee Zürich. 1999 half Bollag mit, für die jüdische Schule NOAM in Zürich eine Stipendienstiftung aufzubauen. Danach wurde er dort als Präsident des Schulvereins berufen, um die strukturellen und finanziellen Probleme der Schule in den Griff zu bekommen.

Im Mai 2006 wurde Bollag für seinen Einsatz für die jüdische Sache sowohl innerhalb des Staates Israel als auch im Ausland von der Universität Haifa mit dem Titel Doktor honoris causa geehrt. Seit Januar 2008 war Bollag Co-Präsident der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich der Schweiz und Mitglied des interreligiösen Runden Tisches im Kanton Zürich. In dieser Funktion geht das Wort „Stellvertreterorthodoxie“ – als Bezeichnung für die religiöse Richtung Einheitsgemeinden, wie sie im deutschsprachigen Raum anzutreffen sind – auf ihn zurück. Bollag ist seit 2007 im Vorstand des Freundeskreises Yad Vashem Schweiz.

Im Juni 2014 kündigte André Bollag seinen Rücktritt vom ICZ-Präsidium für Ende 2014 an, den er aber im November 2014 widerrief und bekanntgab, im Amt zu bleiben. Als Begründung wurde die Tatsache genannt, dass kein Nachfolger für den Vorstand gefunden wurde. Statutarisch sei festgelegt, dass der Amtsinhaber im Amt bleibt, bis ein Nachfolger gefunden ist. Aus diesem Grunde blieb das Co-Präsidium der ICZ in der seinerzeitigen Zusammensetzung mit Shella Kertész und André Bollag bis zu den Neuwahlen Ende 2015 bestehen.

Für den 2. Dezember 2015 kündigte sich eine Kampfkandidatur von Shella Kertész gegen André Bollag an. Beide wollten mit einem jeweils vierköpfigen Vorstandsteam gegeneinander antreten. Ende November zogen Bollag und sein Team ihre Kandidatur gleichzeitig ohne Angabe von Gründen zurück. Shella Kertész wurde in der Folge gewählt.


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