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135

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Ereignisse

  • Nach 135: Haus Hillel: Dessen Häupter fungieren in dynastischer Erbfolge als Vorsitzende des Sanhedrin und als politische Repräsentanten gegenüber Rom. Das Haus Hillel leitete sich von einer davidischen Nebenlinie ab und respektierte den Vorrang des Exilarchen. Sanhedrin („neues Synhedrion“, „geistliches Synhedrion“): Mit dem aramaisierten griechischen Wort wurde (im Unterschied zum Synhedrium der Zeit vor 70 n.) die oberste rabbinische Instanz des palästinischen rabbinischen Judentums bezeichnet. Es fungierte unter dem Vorsitz des Patriarchen (nasi) als oberste Lehrinstanz und Legislative bzw. unter dem Vorsitz des „Aw Bet Din“ (Haupt des Gerichts) als oberstes Gericht. Seine Zusammensetzung (71 Mitglieder) und Kompetenzen sind im Traktat „Sanhedrin“ der Mischna, der Tosefta und des Talmuds geregelt. Der Sanhedrin entstand auf der Basis der Schule von Jabneh, hatte seinen Sitz nach 135 n. in Uscha in Galiläa (bis etwa 170), Beth Shearim, in Sepphoris und schliesslich (ab etwa 250) Tiberias. Im 5. Jhdt. wurde es im Rahmen einer römischen Verwaltungsreform in vier Regionalinstanzen aufgeteilt und verlor seine Bedeutung. Unter islamischer Herrschaft übte die palästinische Jeschibah wieder einige der Kompetenzen des alten Sanhedrin aus. Vor allem nach der Gründung des Staates Israel wurde unter Orthodoxen die Wiedereinführung des Sanhedrin diskutiert, doch die Widerstände gegen eine solche Zentralinstanz waren zu stark, zumal das Religionsministerium ohnehin in orthodoxer Hand ist.