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Skulptur

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Dieser Artikel behandelt die Skulptur als Kunstwerk. Für die gleichnamige Methode in der Familientherapie, siehe Skulptur (Familientherapie).
Les trois Grâces, Skulptur im Pariser Louvre. Hellenistisch, römische Kopie (2. Jh.?), restauriert und ergänzt von Nicolas Cordier 1609.

Die Bezeichnung Skulptur (lateinisch sculptura, zu sculpere ‚schnitzen‘, ‚bilden‘, ‚meißeln‘) steht zum einen als Gattungsbegriff für dreidimensionale, körperbildende Werke der Bildenden Kunst, ist also gleichbedeutend mit Bildhauerei, Bildhauerkunst, dem altertümlichen Wort Bildnerei sowie mit Plastik im weiteren Sinne. Zum anderen wird mit Skulptur das einzelne körperhafte Kunstwerk angesprochen, seine Synonyme sind Bildwerk, Bildhauerwerk und Plastik.[1] Die begriffsgeschichtliche Unterscheidung zwischen der Skulptur im engeren Sinne als einem durch Abarbeiten in einem subtraktiven Verfahren zustandegekommenen Werk (meist aus Holz oder Stein) und der Plastik, verstanden als additiv durch Materialhinzufügung (z. B. in Ton oder Gips) entstandener Form hat sich in Umgangssprache und kunsthistorischer Fachterminologie weitgehend nivelliert. Auch in der Kunstpädagogik und im Lehrbetrieb der Kunstakademien ist die komplementäre Begriffsverwendung auf dem Rückzug: "Durch die Hinzufügung unzähliger neuer Arbeitstechniken und neuer Materialien sowie durch den Siegeszug der Installation hob sich die Begriffsdifferenz zwischen Skulptur und Plastik im 20. Jahrhundert fast gänzlich auf, so dass sie fast als antiquiert angesehen wird."[2]

Werkstoff und Technik

Bereits in prähistorischen Zeiten fanden die unterschiedlichsten Werkstoffe Verwendung, wie beispielsweise Bein, Zähne und Stoßzähne oder Geweih. Vielfach verwendet werden Stein und Holz. Die Gartenkunst kennt aus Pflanzen erarbeitete Skulpturen.

Die Bearbeitung des Materials erfolgt durch Abtragen mittels Messer und Beitel (beim Schnitzen), oder dem Meißel (in der Steinbildhauerei), es kommt hier ein trennendes Verfahren zur Anwendung, d. h. das Kunstwerk wird aus dem Block herausgearbeitet („gehauen“, „geschnitten“, „geschnitzt“). Hingegen wird in anderen, zum Beispiel metallischen oder keramischen Materialien eher aufgebaut und angearbeitet (modelliert, montiert, geschweißt) oder in Form gegossen. In der jüngeren Kunst, zum Beispiel bei Assemblagen oder collageartigen Rauminstallationen, lässt sich die klassische Kategorisierung nach Materialien und Techniken häufig nicht mehr anwenden.

Skulpturen können als freistehende Form, als Reliefs (Flachrelief, Hochrelief) gestaltet werden, auf Frontalansicht oder Rundumansicht ausgelegt sein, als Bauplastik, Gartenfigur oder Denkmal eine Funktion in einem räumlichen Zusammenhang haben oder auch völlig autonom von solchen Bezügen sein. Sie können roh, also materialsichtig, oder gefasst, also bemalt sein. Kupferstecher wie Bildhauer signierten ihr Werk mit sculpsit („hat gestochen“, „geschnitten“, „geschnitzt“ usw.).

Moais am Ahu Tongariki (Polynesien, ca. 1.500 Jahre alt)

Geschichte

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Skulpturen wurden bereits von prähistorischen Künstlern geschaffen. Die Griechen orientierten sich an dem vollkommen Menschlichen und schufen idealisierte und anatomisch korrekte Skulpturen. Das wohl beste Beispiel, welches noch großen Einfluss auf die Renaissance haben sollte, ist die Laokoon-Gruppe. Im Mittelalter entfernte man sich zusehends von den schönen und naturgetreuen Darstellungen zu Gunsten der Intention und Aussagekraft, die vor allem christliche Skulpturen haben sollten. Die Figuren wurden statischer und unproportionaler. Berühmte Skulpturen schuf u. a. der italienische Bildhauer der Renaissance Michelangelo. Die Künstler dieser Zeit orientierten sich wieder an der Antike und ihren Idealen. Bis ins 19. Jahrhundert blieben die Bildhauer der realen Gestaltung treu. Die moderne, zeitgenössische Skulptur wurde insbesondere durch Auguste Rodin begründet, die sich vor allem durch neue Themen und Gestaltungsweisen, sowie Materialien auszeichnet.

Ursprünglich waren Skulpturen statische Kunstwerke. Moderne Künstler schufen Skulpturen, die sich bewegen oder bewegt werden können (kinetische Skulpturen).

Nachweise

  1. Lexikon der Kunst, Leipzig 1968-1978, Bd. 3, Artikel "Plastik". - Johannes Jahn: Wörterbuch der Kunst, 9. Auflage, Stuttgart 1979, S. 82
  2. So Ulrich Barnickel über die Metallbildhauer der Akademie in Halle, im Kapitel Begriffsklärung in: Die Metaller der Burg, Göttingen 2007, S. 10

Bekannte Skulpturen

Siehe auch

Literatur

  • Stefan Dürre: Seemanns Lexikon der Skulptur: Bildhauer, Epochen, Themen, Techniken. E. A. Seemann Verlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-86502-101-4

Weblinks

 Commons: Skulpturen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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