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Said (Schriftsteller)

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SAID bei einer Präsentation der Zeitschrift Außer.dem im Lyrik Kabinett, 2014

SAID (persisch سعید [sæˈiːd]; * 27. Mai 1947 in Teheran; † 15. Mai 2021 in München;[1] bürgerlich: Said Mirhadi, Künstlername in Großbuchstaben) war ein iranisch-deutscher Schriftsteller.

Leben

1965 kam SAID siebzehnjährig als Student nach München. Hier studierte er Politikwissenschaft. Nach dem Sturz des Schahs 1979 ging er kurzzeitig in den Iran. Die dort durch die Mullahs neu begründete Theokratie aber veranlasste ihn, wieder in das deutsche Exil zurückzukehren. Hier besaß er die deutsche Staatsangehörigkeit und schrieb Lyrik und Prosa in deutscher Sprache, die er in all ihren Nuancen beherrschte und als seine „Behausung“ begriff.[2]

SAIDs Grundthemen waren vor allem Liebe und Exil. Mehrfach wurde er für sein schriftstellerisches Werk, aber auch für sein Engagement für politisch Verfolgte ausgezeichnet. SAID war Mitglied und von 1995 bis 1996 Vizepräsident und von 2000 bis 2002 Präsident des PEN-Zentrums Deutschland, dessen Beauftragter er vorübergehend auch für das Writers in Prison Committee war (von 1995 bis 1996).

Im Mai 2021 erlag SAID im Alter von 73 Jahren einem Herzinfarkt.[3]

Auszeichnungen

Werke

Lyrik und Prosa

  • Liebesgedichte. P. Kirchheim Verlag, München, 1989
  • Dann schreie ich, bis Stille ist. Gedichte, Heliopolis-Verlag, Tübingen, 1990
  • Selbstbildnis für eine ferne Mutter. Ein Poem, P. Kirchheim Verlag, München, 1992
  • wo ich sterbe ist meine fremde. Gedichte, P. Kirchheim Verlag, München, 1994
  • Ich und der Schah. Die Beichte des Ayatollah. Hörspiele, perpol-verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89226-003-6
  • Der lange Arm der Mullahs. Notizen aus meinem Exil. C. H. Beck, München, 1995, ISBN 3-406-39070-6.
  • Sei Nacht zu mir. Liebesgedichte. Verlag C.H. Beck, München, 1998
  • Dieses Tier, das es nicht gibt. Ein Bestiarium, Verlag C.H. Beck, München, 1999
  • Landschaften einer fernen Mutter. Verlag C.H. Beck, München, 2001
  • Außenhaut Binnenträume. Neue Gedichte, Verlag C.H. Beck, München, 2002
  • In Deutschland leben. Ein Gespräch mit Wieland Freund, C. H. Beck, München, 2004, ISBN 978-3-406-51711-2
  • auf den leib. 66 erotische miniaturen. mit Fotos von James Dummler, Lounge im C. J. Bucher Verlag, München 2004, ISBN 3-7658-6003-4
  • Ich und der Islam. Prosa, C. H. Beck, München, 2005, ISBN 978-3-406-53553-6.
  • Das Rot lächelt, das Blau schweigt. Geschichten über Bilder. C. H. Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-55070-6.
  • Psalmen. Verlag C.H. Beck, München, 2007
  • Der Engel und die Taube. Verlag C.H. Beck, München, 2008
  • Das Haus, das uns bewohnt. Lyrik Kabinett, München, 2009
  • Ruf zurück die Vögel. Verlag C.H. Beck, München, 2010
  • Das Niemandsland ist unseres. Diederichs, München, 2010
  • Parlando mit le phung, Steidl, Göttingen 2013, ISBN 978-3-86930-607-0.
  • auf der suche nach dem licht. Peter Hellmund Verlag, Würzburg 2016, ISBN 978-3-939103-70-7
  • vom wort zum haus. Gedichte. Rimbaud Verlag, Aachen 2018, ISBN 978-3-89086-327-6
  • september in varna. Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, Tübingen 2019, ISBN 978-3-88769-679-5
  • flüstern gegen die wölfe. Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, Tübingen 2021, ISBN 978-3-88769-448-7

Kinderbücher

  • Es war einmal eine Blume. ein Märchen mit Bildern von Květa Pacovská, Michael Neugebauer Verlag, Salzburg, 1998.
  • Clara. ein Märchen mit Bildern von Moidi Kretschmann, NP Buchverlag, 2001.
  • Mukulele. mit Illustrationen von Katharina Grossmann-Hensel, Verlag Sauerländer, Düsseldorf, 2007.
  • Ein Brief an Simba. ein Kinderbuch mit Illustrationen von Gabriele Hafermaas, München, Sankt Michaelsbund, 2011.
  • Schneebären lügen nie Ein Bilderbuch mit Illustrationen von Marine Ludin, Zürich, NordSüd Verlag 2013.

Hörspiel

Literatur

Weblinks

 Commons: SAID – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

  1. Grenzüberwinder wollte er sein. Auf: faz.net vom 17. Mai 2021.
  2. Nina Fargahi: Der Dichter ohne Fenster. In: NZZ. 27. November 2015, abgerufen am 3. Dezember 2015.
  3. Deutsch-iranischer Dichter SAID gestorben. In: Iranjournal.org. 17. Mai 2021, abgerufen am 17. Mai 2021..
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Said (Schriftsteller) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.