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SS-Unterscharführer

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Der SS-Unterscharführer (kurz: Uscha; Ansprache: Unterscharführer) war im Deutschen Reich von 1934 bis 1945 der niedrigste Rang der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee der Schutzstaffel (SS).[1]

Ursprung

Unterscharführer wurde ursprünglich abgeleitet von Scharführer, eine paramilitärische Rangbezeichnung der NSDAP, die vornehmlich in der Sturmabteilung (SA) genutzt wurde. Die SS übernahm die Rangbezeichnung. In Verbindung mit der Reorganisation der SS nach dem Röhm-Putsch entstanden die Ränge SS-Scharführer und SS-Unterscharführer. Wobei der SS-Unterscharführer äquivalent zum SA-Scharführer war. Eine Rangbezeichnung SA-Unterscharführer hingegen hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Die SS-Schar

Eine SS-Schar wurde aus zwei SS-Rotten mit insgesamt acht Mann gebildet und unterstand bis Oktober 1934 in der Regel einem SS-Scharführer. Im Oktober 1934 wurde der Dienstgrad „Scharführer“ in SS-Unterscharführer umgewandelt. Die Bezeichnung SS-Schar wurde bei allen SS-Gliederungen verwendet. Die SS-Schar entsprach in der Wehrmacht die Gruppe.

Allgemeine SS

In der Allgemeinen SS war der Unterscharführer typischerweise Führer einer Teileinheit von sieben bis fünfzehn SS-Männern. Als niedrigster Unteroffiziersrang ohne Portepee waren zudem sicherheitsrelevante Stabsverwendungen möglich, aber auch der Einsatz unmittelbar im Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS (SD) und in SS-Einsatzgruppen.

SS-Totenkopfverbände

Im Bereich der Konzentrationslager wurden Unterscharführer häufig als Blockführer eingesetzt.

Waffen-SS

Im Vergleich zur Allgemeinen SS galten die Anforderungen an einen SS-Unterscharführer der Waffen-SS als höher. Auch hier war der SS-Unterscharführer der niedrigste Unteroffiziersrang.

Innerhalb der SS-Kompanien und Züge war die Verwendung als Teileinheitsführer (Gruppe, Trupp, Bedienung oder Besatzung) typisch.

Mögliche Aspiranten – sogenannte Unterführer-Anwärter – durchliefen vor einer möglichen Beförderung zu/ oder Einweisung in diesen ersten Unteroffiziersrang einen vorgegebenen Auswahlprozess. In dieser Zeit erfolgten entsprechende Unterrichtungen, Lehrgänge und Prüfungen, einschließlich der sogenannte Ariernachweis.

Bei den Abbildern werden die Rangabzeichen oder Dienstgradabzeichen gezeigt, die als Schulterstücke und Kragenspiegel, aber auch als Ärmelabzeichen ab 1942 für Tarn- oder Spezialanzüge,[2] getragen wurden. Die Kragenspiegel mit SS-Runen und dem Rangabzeichen wurden an der feldgrauen Uniformjacke der Waffen-SS oder der grauen Feldbluse getragen.

Rangfolge und Insignien

Dieser SS-Rang war dem SA-Scharführer und dem damaligen Unteroffizier in Heer und Luftwaffe der Wehrmacht gleichgestellt. Der SS-Junker als Offiziersanwärter der Waffen-SS war nominell dem SS-Unterscharführer gleichgestellt. Gemäß den heutigen NATO-Rangcodes wären diese Ränge mit Junior OR-4 vergleichbar. Die Paspelierung der Schulterstücke war in der für Unteroffiziere der Waffen-SS festgelegen Waffenfarbe gehalten.

Anmerkung
  • OR - steht für das en Other (enlisted) Ranks (OR)[3]
Dienstgrad
niedriger:
SS-Rottenführer

30px
SS-Unterscharführer
(Uscha)
höher:
SS-Scharführer
Rangabzeichen, hier SS-Unterscharführer der Waffen-SS

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Gordon Williamson: Die SS – Hitlers Instrument der Macht. 1994, S. 250 Anhang.
  2. Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte. 1. Auflage. Militärverlag der DDR, Berlin 1985, S. 145 Dienstgradabzeichen 29/30.
  3. The abbreviation "OR" stand for "other ranks / sous-officiers et militaires du rang" see: NATO glossary abbreviations used in NATO documents and publications / Glossaire OTAN des abréviations utilisées dans les documents et publications OTAN 2010


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel SS-Unterscharführer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.