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Pennsylvania

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Pennsylvania
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(Details) (Details)
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt:Harrisburg
Staatsmotto:Virtue, Liberty and Independence (Tugend, Freiheit und Unabhängigkeit)
Fläche:119.283 km²
Einwohner:12.702.379 (Zensus 2010) (106 E./km²)
Mitglied seit:12. Dezember 1787
Zeitzone:Eastern: UTC-5/-4
Höchster Punkt:979 m (Mount Davis)
Durchsch. Höhe:335 m
Tiefster Punkt:0 m Delaware River
Gouverneur:Tom Corbett (R)
Post / Amt / ISOPA / / US-PA
Karte von Pennsylvania

Pennsylvania (‚Penns Waldland‘ [lat. silva ‚Wald‘ bzw. Silvanus, eine Waldgottheit]; engl. Aussprache Zum Anhören bitte klicken! [ˌpɛnsɪlˈveɪnɪə] ), deutsch auch Pennsylvanien, offizieller Name Commonwealth of Pennsylvania, ist ein nach dem Vater von William Penn benannter Bundesstaat im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika und einer ihrer dreizehn Gründerstaaten. Der Name bedeutet wörtlich übersetzt „Penns Waldland“.

Pennsylvania trägt den Beinamen „Keystone State“ (Schlussstein-Staat, nach dem zentralen keilförmigen Stein in der Mitte eines Bogens). Gemeinsam mit New York und New Jersey wird Pennsylvania den Mittelatlantikstaaten zugerechnet.

Geographie

Datei:Lackawanna State Forest.jpg
Lackawanna State Forest

Pennsylvania grenzt im Osten an New Jersey, im Südosten an Delaware, im Süden an Maryland, im Südwesten an West Virginia, im Westen an Ohio und im Norden an New York und den Eriesee. Der Bundesstaat erstreckt sich 274 km in nord-südlicher Richtung und 455 km in ost-westlicher Ausdehnung. Die Gesamtfläche des Staates beträgt 119.283 km²; davon sind 116.075 km² Landflächen; 3.208 km² sind Gewässeroberflächen, von denen 1.940 km² auf den Eriesee entfallen. Die höchste Erhebung des Staats ist mit 979 m Meter über dem Meeresspiegel der Mount Davis, der nach seinem Eigentümer benannt wurde, einem Lehrer, der auf Seiten der Union bei der Schlacht von Gettysburg kämpfte. Der niedrigste Punkt Pennsylvanias liegt auf Meereshöhe am Delaware River; die Durchschnittshöhe beträgt 335 m.[1]

Der Hauptfluss durch das Land heißt Susquehanna River. Pennsylvania ist geprägt durch Laubwälder und Hügelland. Im Osten des Landes findet man das Mittelgebirge der Appalachen.

Im Süden des Bundesstaates liegt die archäologisch interessante Ausgrabungsstätte Meadowcroft.

Gliederung

Bevölkerung

Pennsylvania hat 12.418.756 Einwohner (Stand: U.S.Census 2007), davon sind 83,8 % Weiße, 10,4 % Afroamerikaner, 4,2 % Hispanics, 2,3 % Asiaten, 0,1 % Indianer.[2]

Alters- und Geschlechterstruktur

Die Altersstruktur von Pennsylvania setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • bis 18 Jahre: 2.807.534 (22,6 %)
  • 18–64 Jahre: 7.749.853 (62,3 %)
  • ab 65 Jahre: 1.883.234 (15,1 %)

Das Medianalter beträgt 39,6 Jahre. 48,6 % der Bevölkerung sind männlich und 51,4 % sind weiblich.

Abstammung

3.606.651 Einwohner Pennsylvanias gaben bei der Volkszählung 2006 an, deutschstämmige Vorfahren zu haben. Mit einem Anteil von 29,0% an der Gesamtbevölkerung stellen die Deutschstämmigen damit die größte Bevölkerungsgruppe des Bundesstaates dar.[3] Es folgen mit weitem Abstand die Gruppen der Irisch- (18,2 %), Italienisch- (12,9 %), Englisch- (8,7 %) und Polnischstämmigen (7,4 %).[4]

Deutschsprachige Einwanderer, die Pennsylvania Dutch, unter ihnen Mennoniten und Amische ließen sich vor allem im Süden, besonders im Lancaster County, nieder. 1683 wurde Germantown gegründet. Berks County wurde im 18. Jahrhundert überwiegend von evangelischen Deutschen besiedelt.

Pennsylvania hat keine offizielle Amtssprache. Englisch und Deutsch werden legal benutzt.

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung
Census Einwohner ± in %
1790 434.373
1800 602.365 40 %
1810 810.091 30 %
1820 1.049.458 30 %
1830 1.348.233 30 %
1840 1.724.033 30 %
1850 2.311.786 30 %
1860 2.906.215 30 %
1870 3.521.951 20 %
1880 4.282.891 20 %
1890 5.258.113 20 %
1900 6.302.115 20 %
1910 7.665.111 20 %
1920 8.720.017 10 %
1930 9.631.350 10 %
1940 9.900.180 3 %
1950 10.498.012 6 %
1960 11.319.366 8 %
1970 11.793.909 4 %
1980 11.863.895 0,6 %
1990 11.881.643 0,1 %
2000 12.281.054 3 %
2010 12.702.379 3 %
Vor 1900[5]

1900–1990[6] 2000[7]

Datei:Pennsylvania Municipalities.svg
Die Karte zeigt die Gemeindeaufteilung von Pennsylvania
Datei:Pennsyv People.png
Einwohnerentwicklung von Pennsylvania

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Religionen

Die mitgliederstärksten Religionsgemeinschaften im Jahre 2000 waren die Katholische Kirche mit 3.802.524, die United Methodist Church mit 659.350 und die Evangelical Lutheran Church in America mit 611.913 Anhängern.[8]

Größte Städte

Altoona (Pennsylvania)Harrisburg (Pennsylvania)Lancaster (Pennsylvania)Bethlehem (Pennsylvania)Scranton (Pennsylvania)Reading (Pennsylvania)Erie (Pennsylvania)Allentown (Pennsylvania)PittsburghPhiladelphia

Liste der Orte in Pennsylvania

Geschichte

Datei:Pennsylvania ref 2001.jpg
Geographische Karte Pennsylvanias

Ursprünglich war Pennsylvania das Siedlungsgebiet der von Irokesen und europäischen Kolonisten ausgerotteten Susquehannock. 1643 ließen sich die ersten Siedler aus Schweden kommend nieder. Später gelangte es unter die Kontrolle von England.

Von 1671 an reiste William Penn in viele europäische Länder und warb für die Quäker-Kolonien in der Neuen Welt. Die größte Immigration von Quäkern begann ab 1681, als Karl II. von England den Quäkern ein großes Landgebiet an der damaligen Westgrenze der besiedelten Gebiete überließ und Penn zum Gouverneur des später Pennsylvania genannten Gebietes ernannte. Das „heilige Experiment“ wie es Penn nannte, war der einzige jemals existierende Quäker-Staat.

1774 und 1775 tagte der Kontinentalkongress in Philadelphia, wo am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung in der Independence Hall (damals Pennsylvania State House) unterzeichnet wurde. 1787 wurde in Philadelphia auch die heute noch gültige Verfassung der Vereinigten Staaten während des als Philadelphia Convention bekannten Verfassungskonvents ratifiziert. Nach Delaware stimmte Pennsylvania als zweiter Staat der Verfassung zu und trat damit als einer der 13 Gründerstaaten der Union bei. 1790–1800 war Philadelphia nach New York die zweite Hauptstadt der USA. Im Sezessionskrieg stand Pennsylvania auf Seiten der Nordstaaten.

Politik

Pennsylvania ist politisch und gesellschaftlich ein zutiefst gespaltener Staat. Während der Westen traditionell von Stahlindustrie und Bergbau rund um Pittsburgh geprägt ist, zeichnet sich das Hügelland der auslaufenden Appalachen durch Kleinstädte und Farmland aus, in dem die Kirchen der Quäker, Presbyterian Church und Amischen oft noch die Zentren der Gesellschaft bilden. Dieses Gebiet kann mit dem Bible Belt verglichen werden. Im Osten liegt mit Philadelphia eine Großstadt, die in den siebziger und achtziger Jahren, ebenso wie Pittsburgh, stark von der Werften-, Stahl- und Automobilkrise getroffen wurde. Diese Voraussetzungen Pennsylvanias, welches von James Carville einst sinngemäß als „Philadelphia und Pittsburgh mit Alabama dazwischen“[9] beschrieben wurde, machen es zu einem bei Präsidentschaftswahlen überaus umkämpften Staat, da beide Parteien sich berechtigte Hoffnungen machen können, durch die Präsenz ihrer traditionellen Wählergruppen die 21 Wahlmännerstimmen für sich verbuchen zu können.

Seit 1992 hat Pennsylvania stets demokratisch gewählt und schien sich vom Swing State hin zum Blue State zu entwickeln.[10] Es wählte 2006 den umstrittenen konservativen US-Senator Rick Santorum von der Republikanischen Partei zugunsten des Demokraten Bob Casey ab; der zweite Republikaner im Senat, Arlen Specter, seit Jahren an der Leitung des Justizausschusses beteiligt, galt stets als einer der moderatesten Republikaner überhaupt. Im April 2009 wechselte er schließlich die Fraktion und wurde Demokrat. Die Wahlen des Jahres 2010 brachten jedoch wieder eine Wende hin zu den Republikanern, die seitdem mit Tom Corbett den Gouverneur stellen und durch Pat Toomey auch wieder im Senat vertreten sind. Er löste im Januar 2011 Arlen Specter ab. Die Delegation Pennsylvanias im Repräsentantenhaus des 112. Kongresses besteht aus zwölf Republikanern und sieben Demokraten; in der vorherigen Legislaturperiode hatte sich das Verhältnis noch genau umgekehrt dargestellt.

Gouverneure

Senat

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bekannt ist der Murmeltiertag (Groundhog Day), der an verschiedenen Orten der USA und Kanadas immer am 2. Februar gefeiert wird. Der Überlieferung nach sagt das Murmeltier (genauer gesagt: das Waldmurmeltier (engl. Groundhog), das aus seinem Bau geholt wird, das Wetter voraus. Sieht es seinen Schatten (bzw. ist sein Schatten zu sehen), so sind weitere sechs Wochen Winter zu erwarten. Sieht es seinen Schatten nicht (bzw. ist sein Schatten nicht zu sehen), so wird ein früher Frühling erwartet. (Siehe auch den Spielfilm: Und täglich grüßt das Murmeltier).

Sport

Es gibt zwei bekannte Eishockey-Teams: in Pittsburgh die Pittsburgh Penguins und in Philadelphia die Philadelphia Flyers. Außerdem sind dort die Basketball-Mannschaft der Philadelphia 76ers, die Football-Mannschaften der Philadelphia Eagles und der Pittsburgh Steelers sowie die Baseball-Mannschaften der Philadelphia Phillies und Pittsburgh Pirates beheimatet. Seit der Saison 2010 tritt die Fußball-Mannschaft Philadelphia Union in der MLS an.

Wirtschaft und Infrastruktur

Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei USD 34.828 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 27).[11]

Wichtige Wirtschaftszweige sind

  • Anbau von Mais, Weizen, Kartoffeln, Obst, Gemüse
  • Viehzucht
  • Kohlenbergbau (Anthrazit); führend in den USA (Die großen Kohlevorkommen stellen auch eine latente Gefahr dar: So musste die Stadt Centralia aufgegeben werden, weil sie von einem Kohlebrand unterwandert worden war. Das Gelände um die Stadt Uniontown wölbt sich bereits aufgrund der Hitze. Kohlebrände bewegen sich im Untergrund mehrere Meter pro Jahr.[12]
  • Erdöl und Eisenerz
  • Eisen- und Stahlerzeugung; an dritter Stelle in den USA
  • Zement-, Maschinen-, Elektrogeräte-, Metallwaren- und chemische Industrie

Bildung

Die wichtigsten staatlichen Universitäten sind die Pennsylvania State University, die University of Pittsburgh und die Temple University, wobei die University of Pittsburgh und die Temple University autonom sind, aber staatliche Unterstützung erhalten. Zu den bekanntesten privaten Hochschulen gehören die University of Pennsylvania, die Carnegie Mellon University, die Drexel University, die Duquesne University und die Saint Joseph’s University. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in Pennsylvania verzeichnet.

Einzelnachweise

  1. 2006 Statistical Abstract: Geography & Environment:Extreme and Mean Elevations
  2. factfinder.census.gov
  3. Ernst Reinhold Schmidt: The founding of Pennsylvania: the German view of our bi-centennial, 1882
  4. Pennsylvania Selected Social Characteristics
  5. U.S. Census Bureau _ Census of Population and Housing. Abgerufen am 28. Februar 2011
  6. Auszug aus Census.gov. Abgerufen am 28. Februar 2011
  7. Auszug aus factfinder.census.gov Abgerufen am 28. Februar 2011
  8. http://www.thearda.com/mapsReports/reports/state/42_2000.asp
  9. Scott LaMar: Voter turnout may be the key to winning Pennsylvania. In: PBS, 22. September 2004. Abgerufen am 12. Oktober 2011.
  10. 270towin.com
  11. U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts
  12. Süddeutsche Zeitung: Brennende Kohleflöze: Feuer unter der Erde, 17. Januar 2008

Weblinks

 Commons: Pennsylvania – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Pennsylvania – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen


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