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Jasmin Kosubek

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Jasmin Kosubek

Jasmin Kosubek (* wahrscheinlich 1987[1] in Reutlingen[2]) ist eine deutsche Nachrichtensprecherin, Moderatorin und Interviewerin. Bei dem YouTube-Kanal RT Deutsch moderiert sie seit November 2014 die Sendung Der Fehlende Part.[3][4][5]

Herkunft und Ausbildung

Jasmin Kosubek ist die Tochter eines Deutschen und einer Brasilianerin.[2] Sie ist in Stuttgart aufgewachsen und ging später in Graz zur Schule.[6][7] Von 2007 bis 2011 studierte sie Betriebswirtschaftslehre und Marketingkommunikation an der Hochschule Pforzheim und schloss mit einem Bachelor of Science ab. Ab 2011 folgte ein Studium der International Business and Economics mit dem Schwerpunkt International Management, Economics und Umweltmanagement an der Universität Hohenheim, welches sie 2014 mit einem Master of Science beendete.

Karriere

Seit November 2014 ist sie bei RT Deutsch in Berlin tätig, dem deutschsprachigen Internet-Ableger des regierungsnahen und staatlich finanzierten russischen TV-Netzwerkes RT. Sie moderierte dort zu Beginn ein werktägliches 30-Minuten-Magazin namens "Der Fehlende Part", das ab 2016 nur noch einmal pro Woche ausgestrahlt und im Programm teilweise durch andere Formate wie die regelmäßige Medienkritik "451 Grad" ersetzt wurde.

Ab 2017 erhielt "Der Fehlende Part" einen eigenen YouTube-Channel und besteht nach einer Umstrukturierung aus kürzeren, jedoch wieder häufiger erscheinenden Videos mit Interviews und Kommentaren. Dieser eigene Channel ist nach einem eher verhaltenen Start inzwischen nach regelmäßigen Auswertungen der Onlinezeitung Russland.news wieder das erfolgreichste Format bei RT deutsch.[8] Trotz ihrer langjährigen Anstellung bei RT deutsch spricht Kosubek kaum Russisch und hat sich auch nie länger in Russland aufgehalten.[9]

Mediale Rezeption

Aufgrund ihrer Tätigkeit für RT Deutsch geriet Kosubek zum Start ihrer Sendung Der Fehlende Part im November 2014 in den Fokus der Medienöffentlichkeit, wobei nicht zuletzt ihr Aussehen thematisiert wurde. So ist sie im Münchner Merkur als „Putins schönes Gesicht für Deutschland“[3] und in der Tageszeitung Die Welt als das „optisch auffälligste Merkmal dieser publizistischen Offensive aus Moskau“[10] betitelt worden. Auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen seinerzeit Artikel über Kosubeks Arbeit,[11][12] ebenso in der Augsburger Allgemeinen[4] und in Die Zeit.[5]

Bezüglich der Inhalte von RT deutsch bezeichnete sie sich im einem Interview im Mai 2017 als zu Beginn ihrer Tätigkeit 2014 unpolitisch und reine Vermittlerin von Inhalten der Redaktion von RT. Sie sei jedoch im Laufe ihrer Tätigkeit als Moderatorin selbst politisiert worden.[13] Im Zusammenhang mit der Darstellung von RT Deutsch in den deutschen Medien findet sich ihr Name überdies in einer wissenschaftlichen Publikation.[14] Medienresonanz erzeugte auch das von Kosubek geführte Interview, das Sigmar Gabriel als amtierender Bundesaußenminister RT Deutsch in der Endphase des Bundstagswahlkampfs 2017 gewährte,[15] wenngleich es dabei eher um die Frage der journalistischen Integrität des „Putin-Senders“ oder um Gabriels Kritik an der AfD ging und Kosubek oft gar nicht namentlich genannt wurde.[16][17][18][19]

Weblinks

 Commons: Jasmin Kosubek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Nach eigener Aussage während eines Interviews anlässlich des einjährigen Jubiläums der Erstausstrahlung ihrer Sendung am 13. November 2015 war sie zu diesem Zeitpunkt 28 Jahre alt, siehe „Russenpropaganda“? – Einjähriges Jubiläum von Der Fehlende Part. Aufzeichnung der Sendung auf YouTube, Timecode 9:40 ff.
  2. 2,0 2,1 Nach eigener Aussage in einem von ihrer Urlaubsvertretung geführten Interview im Rahmen eines Der-Fehlende-Part-Sommerspecials: „Ich bin in Deutschland geboren, in Reutlingen […]. Mein Vater ist Deutscher, meine Mutter ist Brasilianerin.Druschba – Deutsch-russische Freundschaft in Zeiten der Krise Aufzeichnung der Sendung vom 19. August 2016 auf YouTube, Timecode 3:15 ff.
  3. 3,0 3,1 Franz Rohleder: Sie ist Putins schönes Gesicht für Deutschland. Münchner Merkur (merkur.de), 14. November 2014.
  4. 4,0 4,1 Michael Stifter: "Russia Today" auf Deutsch: kurze Röcke, "unabhängige Journalisten". Augsburger Allgemeine (augsburger-allgemeine.de), 19. November 2014.
  5. 5,0 5,1 Carsten Luther: Das hat uns gerade noch gefehlt. Die Zeit (zeit.de), 19. November 2014.
  6. Daniel Benedict und Burkhard Ewert: „Polarisieren gehört dazu“. RT-Moderatorin Kosubek: Deutsche Konsens-Suche pathologisch ., noz.de vom 14. April 2018 (abgerufen am 15. April 2018)
  7. Zwischen Macht und Ohnmacht: Wie das System sich selbst am Leben erhält, ab Minute 0:16. Abgerufen am 18. Februar 2018 (deutsch).
  8. http://www.russland.news/bald-eine-million-follower-fuer-deutschsprachige-russland-nachrichten/
  9. https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/1190386/rt-moderatorin-kosubek-deutsche-konsens-suche-ist-pathologisch#gallery&0&0&1190386
  10. Reinhard Mohr: Putins deutsche Stimme. Die Welt (welt.de), 28. Dezember 2014
  11. Michael Hanfeld: „RT deutsch“: Mit dem kunterbunten Holzhammer Frankfurter Allgemeine Zeitung (faz.net), 18. November 2014
  12. Olaf Sundermeyer: Mein Auftritt bei Putins Propagandasender. Frankfurter Allgemeine Zeitung (faz.net), 20. November 2014
  13. https://www.youtube.com/watch?v=tK4rx8cXsoY
  14. Danny Schmidt: Das Bild Russlands in den deutschen Leitmedien. Die Berichterstattung über Russland und Wladimir Putin im Rahmen der Ukrainekrise (= Internationale und interkulturelle Kommunikation. Band 12). Frank & Timme, Berlin 2016, ISBN 978-3-7329-0204-0, S. 87.
  15. RT Im Gespräch: Sigmar Gabriel. RT Deutsch, Aufzeichnung der Sendung vom 20. September 2017
  16. Annett Meiritz: Der entgrenzte Wahlkampf. Spiegel Online, 16. September 2017
  17. Tobias Schulze: Propaganda? Welche Propaganda? taz, 22. September 2017
  18. Tobias Lorenz: Umstrittenes Interview mit Putin-Sender: Gabriel erneuert AfD-Nazi-Vergleich. Münchner Merkur (merkur.de), 20. September 2017.
  19. Ulli Tückmantel : Wie Gabriel sich dem Desinformations-Pack andient. Westdeutsche Zeitung (wz.de), 22. September 2017


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