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Heinrich Hayek

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Heinrich Hayek, vor 1919 Heinrich von Hayek (* 29. Oktober 1900 in Wien; † 28. September 1969 in Wien) war ein österreichischer Anatom.

Leben

Heinrich Hayek wurde in Wien als Sohn des Mediziners und Botanikers August Edler von Hayek und Felicitas Hayek (geborene von Juraschek) mit dem Namen Heinrich Franz Felix Edler von Hayek geboren. Seine Gewister waren der spätere Gewinner des Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften Friedrich August von Hayek (1899–1992) und der Chemiker Erich Hayek (1904–1986). Heinrich Hayek heiratete im März 1933 Erika Saß (* 18. November 1905 in Swinemünde), mit der er zwei Kinder hatte.

Nach dem Besuch von Volksschule und Realgymnasium in Wien studierte er von 1923 bis 1924 an der Universität Wien Medizin und Naturwissenschaften. Im März 1924 promovierte er mit der Arbeit „Über den Proatlas und über die Entwicklung der Kopfgelenke beim Menschen und bei einigen Säugetieren“. Neben seiner Tätigkeit als Assistent am II. Anatomischen Institut der Universität Wien studierte er von 1924 bis 1929 Zoologie und promovierte mit der Arbeit „Über das Schicksal des Proatlas und über die Entwicklung der Kopfgelenke bei Reptilien und Vögeln“. Im Mai 1929 trat er eine Stelle als Vollassistent am Anatomischen Institut der Universität Rostock an. Im November 1930 habilitierte er sich dort mit der Arbeit „Darmdach, Chorda, Hypochorda, Bursa pharyngea und ähnliche Bildungen in der Reihe der Wirbeltiere“ und war bis 1935 als Privatdozent für Anatomie und 2. Prosektor tätig.

Heinrich Hayek trat im November 1933 der SA bei, ab Dezember 1934 war er Mitglied im NS-Lehrerbund. Am 1. März 1938 trat er schließlich der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 5.518.677). Zu dieser Zeit war er bereits Direktor des Anatomischen Instituts der Deutschen Medizinschule für Chinesen (Tongji-Universität) in Shanghai, China. Die Universität Rostock hatte ihn 1935 für diesen Lehrauftrag drei Jahre freigestellt. Im Oktober 1938 kehrte Hayek nach Deutschland zurück und war bis Kriegsende an der Universität Würzburg tätig, zunächst als außerordentlicher, dann als ordentlicher Professor für Anatomie. Nach der Wiedereröffnung der Universität 1947 blieb Hayek bis 1952 in Würzburg und kehrte dann nach Wien zurück, wo er als Professor für Anatomie den Wiederaufbau des Anatomischen Instituts an der Universität Wien leitete. Im Studienjahr 1960/61 war Hayek Dekan der Medizinischen Fakultät.[1][2][3]

Er war seit 1957 wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1960 wurde er Mitglied der Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina. Außerdem war er Mitglied der österreichischen TBC-Gesellschaft, der Königlich Flämischen Akademie der Heilkunde und Ehrenmitglied der Sociedad Mexicana De Anatomia. Hayek erhielt das Ritterkreuz des Dannebrogorden.[4]

Schriften

Literatur

  • Sabine Hildebrandt: Wolfgang Bargmann (1906–1978) and Heinrich von Hayek (1900–1969): Careers in anatomy continuing through German National Socialism to postwar leadership. In: Annals of Anatomy. 195, 2013, ISSN 0940-9602, S. 283–295 ([https://dx.doi.org/10.1016/j.aanat.2013.04.003 PDF; 189 KB]).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Universitätsarchiv Rostock: Eintrag von "Heinrich von Hayek" im Rostochiensium, (abgerufen am 4. August 2023)
  2. Michael Buddrus, Sigrid Fritzlar: Die Professoren der Universität Rohstock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon.. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte. K. G. Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-11775-6, S. 180f., doi:10.1515/9783110957303.
  3. Heinrich von Hayek. In: Wien Geschichte Wiki. Abgerufen am 4. August 2023.
  4. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien in 5 Bänden. 3, Kremayr & Scheriau, Wien 1994, ISBN 978-3-218-00543-2, S. 104.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Heinrich Hayek aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.