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Heiner Lichtenstein

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Heiner Lichtenstein (eigentlich Carl-Heinrich Lichtenstein; geb. 8. März 1932 in Chemnitz; gest. 4. Juli 2010 in Köln) war ein deutscher Journalist und Publizist. Er wurde in Sachsen geboren, lebte in Köln und beschäftigte sich seit den 1970er Jahren vor allem mit der Geschichte des Nationalsozialismus, speziell des Holocaust, sowie mit aktuellen rechtsextremistischen Bestrebungen.

Rund 50 Jahre begleitete er NS-Prozesse im In- und Ausland journalistisch. Immer wieder widmete er sich dem Schicksal der Juden, Sinti und Roma in der Zeit des Holocaust und hat so zum Verständnis zwischen Deutschen und Juden beigetragen.

Lichtenstein war von 1961 bis 1995 politischer Redakteur beim Hörfunk des Westdeutschen Rundfunk, u. a. in der Landesredaktion. Zuletzt publizierte er u. a. in dem Informationsportal Blick nach Rechts (BNR). Lichtenstein war bis zu seinem Tod Redakteur des vierteljährlich erscheinenden Periodikums Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums und im Vorstand des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie.

Ehrungen

  • 1990 wurde Lichtenstein mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland ausgezeichnet.
  • 1999 wurde Lichtenstein für seine jahrelange Berichterstattung von Prozessen gegen Nazi-Verbrecher mit der Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf ausgezeichnet.
  • 2009 ehrte die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Heiner Lichtenstein mit dem Giesberts-Lewin-Preis für Toleranz und Verständigung.

Werke

  • Warum die Alliierten Auschwitz nicht bombardierten. Köln 1980
  • Mit der Reichsbahn in den Tod. Massentransporte in den Holocaust 1941 bis 1945. Bund-Verlag, Köln 1985, ISBN 3766308092
  • Die Fassbinder-Kontroverse oder Das Ende der Schonzeit. Athenäum, Königstein/Ts. 1989, ISBN 376108403X
  • Unternehmen Tannenberg: der Anlass zum Zweiten Weltkrieg. (Mit Alfred Spiess) Ullstein, Frankfurt/Berlin 1989, ISBN 3548331181
  • Täter, Opfer, Folgen: der Holocaust in Geschichte und Gegenwart. (Hrsg.: H. L. u. Otto R. Romberg) Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 1995. ISBN 3893312315

Weblinks


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