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Amos Luzzatto

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Amos Luzzatto (* 3. Juni 1928 in Rom) ist ein italienischer Arzt, Schriftsteller und Essayist sowie ein führendes Mitglied der jüdischen Gemeinde Roms.

Biographie

Amos Luzzatto entstammt einer angesehenen Familie von italienisch-jüdischen Gelehrten. Ein Vorfahre väterlicherseits, Samuel David Luzzatto (1800–1865), war ein Vertreter der Wissenschaft des Judentums in Italien.

Bis 1946 lebte Amos Luzzatto in Jerusalem. Während über 40 Jahren arbeitete er als Chirurg in verschiedenen italienischen Krankenhäusern. Als Universitätsdozent und leitender Oberarzt studierte er vor allem die Anwendung mathematischer Systeme auf den medizinisch-klinischen Forschungsbereich.

Er bezeichnet sich selbst als „Arzt – Experte für jüdische Kultur". In der Tradition von Chaim Nachman Bialik und Achad Ha'am ist er davon überzeugt, dass sich die nationale jüdische Identität in Kontinuität mit der jüdischen Geschichte und Tradition entwickeln sollte, und ruft diejenigen, die diesen Weg befolgen wollen, dazu auf, nicht nur die hebräische Sprache, sondern auch die Bibel, den Talmud, rabbinische Literatur und ihre gesamten Entwicklungen bis in die Moderne zu studieren.

Er hat italienische Übersetzungen und Kommentare des Buches Hiob (erschienen 1991 bei Feltrinelli) und des Hoheliedes verfasst (La Giuntina 1997), sowie unter anderem eine Einführung in den Midrasch (Morcelliana Verlag, Brescia, 1999), sowie eine Sammlung seiner Interviews unter dem Titel Una vita tra ebraismo, scienza e politica („Ein Leben zwischen Judentum, Wissenschaft und Politik“) herausgegeben (Morcelliana, 2003).

Zu den Büchern Ebrei moderni („Moderne Juden“, Bollati-Boringheri 1989) und Sinistra e questione ebraica („Die Linke und die jüdische Frage“, Editori Riuniti 1989) hat er mit persönlichen Essays beigetragen.

Er ist leitender Redakteur der Monatszeitschrift Rassegna Mensile d’Israel.

Von Juni 1998 bis Februar 2006 war er Präsident des Verbandes des jüdischen Gemeinden Italiens (Unione delle comunità ebraiche italiane).[1]

Einzelnachweise

  1. 130 Jewish leaders thank John Paul II, New York Times, 19. Januar 2005

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Amos Luzzatto aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.