Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Merenptah

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Namen von Merenptah
Louvre 042007 09.jpg
Büste Merenptahs; Louvre, Paris
Thronname
<hiero>M23:X1-L2:X1</hiero> Hiero Ca1.svg
<hiero>E11*N5:N35-C12-U6</hiero>
Hiero Ca2.svg
Ba-en-Re-meri-Amun
B3-n-Rˁ-mrj-Jmn
Ba-Seele des Re,
Geliebter des Amun
<hiero>M23:X1-L2:X1</hiero> Hiero Ca1.svg
<hiero>N5-E11:N35-N36:R8*R8*R8</hiero>
Hiero Ca2.svg
Ba-en-Re-meri-Amun-meri-neteru
B3-n-Rˁ-mrj-Jmn-mrj-nṯrw
Ba-Seele des Re, Geliebter des Amun, Geliebter der Götter
<hiero>M23:X1-L2:X1</hiero> Hiero Ca1.svg
<hiero>N5-G29:N35-G7-HASH</hiero>
Hiero Ca2.svg
Ba-en-Re
B3-n-Rˁ
Ba-Seele des Re
Eigenname
Hiero Ca1.svg
<hiero>C19-N36:N35-C10-R4:D2*Z1</hiero>
Hiero Ca2.svg
Merienptahhetephermaat
(Meri en Ptah hetep her Maat)
Mrj n Ptḥ ḥtp ḥr M3ˁt
Den Ptah liebt, der mit der Maat zufrieden ist
Griechisch
bei Manetho

Amenophat

Merenptah war der vierte König (Pharao) der altägyptischen 19. Dynastie (Neues Reich) und regierte von 1213 bis 1204 v. Chr.[1]

Weitere Namen

  • Merneptah
  • Menepthah
  • Amenephthes
  • Amenophat
  • Amenephthês
  • Amenephtis
  • Amenôphis
  • Merneptah Ramses-Merenptah
  • Set(h)i-Merenptah

Weitere Titel

  • Horusname: Der über die Maat jubelt und andere
  • Nebtiname: Der (seine) Macht bis zu dem Land der Libyer wirken lässt. Variante: Der erscheint wie Ptah inmitten von Hunderttausenden, um die vollkommenen Gesetze in den beiden Ländern festzusetzen; Groß an Kraft, reich an Sieg.
  • Goldname: Der Furcht einflößt und Ehrfurcht gebietet (freie Übertragung). Variante: Der Ägypten stark macht, der die Neun Bogen [also die Feinde Ägyptens] niederwirft, um den Frieden der Götter in die beiden Länder zu geben.

Familie und Herkunft

Merenptah war der dritte Sohn von Ramses II. und dessen Gemahlin Isisnofret (Isetnefret) und insgesamt der 13. Sohn dieses Königs. Er war mit seiner Schwester Isisnofret und Tachat verheiratet. Aus dieser Ehe sind zwei Söhne bezeugt: Sethi-Merenptah und Amenmesse, der ihm auf den Thron folgte.

Text der Siegesstele des Merenptah

Regentschaft

Wegen der langen Regierungszeit seines Vaters waren seine älteren Brüder bereits gestorben und auch Merenptah war bereits hoch in den Sechzigern, als er am 28. Junigreg. (19. Achet I) den Thron bestieg.[2] Nach Manetho hat er 19 Jahre und 6 Monate regiert, jedoch ist das höchste belegte Datum seiner Regierungszeit 9 Jahre und 3 Monate (10. Regierungsjahr).

Außenpolitik

Merenptah musste während seiner Regierungszeit verschiedene Revolten niederschlagen, so in Syrien, Libyen und Nubien. Überliefert ist auch eine Getreidelieferung an den hethitischen König Suppiluliuma II., als in dessen Reich eine Hungersnot ausbrach.

Eine Siegesstele aus dem 5. Regierungsjahr des Merenptah, in der Literatur auch Israelstele genannt, ist die erste und einzige Erwähnung Israels in ägyptischen Texten: unter den zerstörten Städten Kanaans wird auch eine Menschengruppe namens „Israel“ erwähnt, die vernichtet und deren Same ausgerottet worden sein soll.

Termine der Nilflut

Aus der Regierungszeit Merenptahs sind einige Datierungen der Nilschwemme überliefert:

Termine der Nilschwemme (Regierungszeit des Merenptah)
Reg.jahr Jahr Altägyptisches Datum Gregorianischer Kalender Kommentar
1
<center>1213 v. Chr. <center>3. Achet III <center>11. August <center>Geburt der großen Nilflut
<center>2 <center>1212 v. Chr. <center>3. Achet II <center>12. Juli <center>Geburt der großen Nilflut
<center>7 <center>1207 v. Chr. <center>5. Achet III <center>11. August <center>Geburt der Nilflut
<center>10 <center>1204 v. Chr. <center>13. Achet II <center>20. Juli <center>Geburt einer großen Nilflut

Das Grab

Sarkophag von Merenptah

Das Grab Merenptahs befindet sich im Tal der Könige (KV8) und war das erste, welches komplett axial angelegt wurde. Diese Bauweise wurde danach beibehalten.

Die Grabstätte war schon im Altertum offen, man fand darin nur zwei Sarkophage aus Granit und Reste eines weiteren aus Alabaster. Die Mumie wurde erst 1898 durch Victor Loret im Grab von Amenophis II. (KV35) gefunden, wo sie am Ende der 20. Dynastie versteckt worden war. Merenptahs Mumie ist auch unter dem Namen Die weiße Mumie bekannt, da sie eine weißliche Farbe besitzt. Ein weiterer Sarg des Königs wurde von Psusennes I. (21. Dynastie) usurpiert. Über die Herkunft dieses Sarges sind sich die Ägyptologen nicht einig. Es wird vermutet, dass er aus dem Kenotaph (Scheingrab) Merenptahs oder aus seinem richtigen Grab (KV8) im Tal der Könige stammt.

Siehe auch

Literatur

  • Kenneth Anderson Kitchen: Ramesside Inscriptions, 4: Merenptah & the late nineteenth Dynasty. Blackwell, Oxford 2003, ISBN 0-631-18429-5
  • Hourig Sourouzian: Les monuments du roi Merenptah. von Zabern, Mainz 1989. ISBN 3-8053-1053-6
  • A.P. Zivie: Quelques remarques sur un monument nouveau de Mérenptah. In: Göttinger Miszellen. (GM) Bd. 18, Göttingen 1975, S. 45–50.
  • U. Cruz-Uribe: On the wife of Merenptah. In: Göttinger Miszellen. Bd. 24, Göttingen 1977, S. 23–32.
  • Marianne Eaton-Krauss: Seti-Merenptah als Kronprinz Merenptahs. In: Göttinger Miszellen. Bd. 50, Göttingen 1981, S. 15–22.
  • Jan Assmann: Die Inschrift auf dem äußeren Sarkophagdeckel des Merenptah. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo. (MDAIK) Bd. 28, von Zabern, Mainz 1972, S. 47–73.
  • Jan Assmann : Neith spricht als Mutter und Sarg. Interpretation und metrische Analyse der Sargdeckelinschrift des Merenptah. In: MDAIK Bd. 28, von Zabern, Mainz 1972, S. 115–139.
  • Horst Jaritz, Brigitte Dominicus, Hourig Sourouzian: Der Totentempel des Merenptah in Qurna. 2. Grabungsbericht (7. und 8. Kampagne). In: MDAIK, Bd. 51, von Zabern, Mainz 1995, S. 57–83.
  • Horst Jaritz, Brigitte Dominicus, Uwe Minuch, Walter Niederberger, Anne Seiler: Der Totentempel des Merenptah in Qurna. 3. Grabungsbericht (9. und 10. Kampagne). In: MDAIK Bd. 52, von Zabern, Mainz 1996, ISBN 3-8053-1861-8, S. 201–232.
  • Horst Jaritz, Brigitte Dominicus, Walter Niederberger, Hourig Sourouzian, Laurent Stalder: Der Totentempel des Merenptah in Qurna. 4. Grabungsbericht. In: MDAIK Bd. 55, von Zabern, Mainz 1999, S. 13–62.
  • Horst Jaritz u.a.: Der Totentempel des Merenptah in Qurna. 5. Grabungsbericht. In: MDAIK Bd. 57, von Zabern, Mainz 2001, S. 141–170.
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Artemis & Winkler, München 1997, ISBN 3-7608-1102-7, S. 159–162.

Weblinks

 Commons: Merenptah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Datierung nach Schneider, Lexikon der Pharaonen, S. 319
  2. Wolfgang Helck: Geschichte des alten Ägypten. Brill, Leiden 1981, ISBN 90-04-06497-4, S. 191.


Vorgänger Amt Nachfolger
Ramses II. Pharao von Ägypten
19. Dynastie
Amenmesse


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Merenptah aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.