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Labrador (Kanada)

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Labrador, Kanada

Labrador ist ein Teil der Provinz Neufundland und Labrador, Kanada, und liegt auf der Labrador-Halbinsel (auch Ungava-Labrador).

Labrador hat eine Fläche von 294.330 km² und ist damit etwa so groß wie Italien. Die Bevölkerungszahl beträgt 27.860 (2001), davon etwa 30 % Ureinwohner (Inuit, Innu und Métis).

Der Name „Labrador“ ist einer der ältesten Namen mit europäischem Ursprung in Kanada, viel älter als der Name „Neufundland“. Wahrscheinlich hat ein Mitglied der Mannschaft John Cabots das Wort „llavrador“ von den Azoren übernommen. Portugiesisch Terra de Lavrodores (früher auch „Sklavenküste“ genannt), so nach 57 mitgebrachten Sklaven 1501 benannt, leitet sich von lavradores (‚Arbeiter‘) ab.[1] Nach einer anderen Erklärung geht die Bezeichnung auf den portugiesischen Seefahrer João Fernandes Lavrador zurück.

Geographie und Klima

Der Großteil von Labrador besteht aus Tundren und Waldtundren. Rund 25 % der Fläche wird von Seen, Bächen und Flüssen eingenommen. Das Klima ist teils arktisch, teils subarktisch.

Geschichte

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Bis 1763 gehörte Labrador zur Französischen Kolonie Neufrankreich. Dann fiel es im Siebenjährigen Krieg an die britische Kolonie Neufundland und 1774 mit Anticosti und den Magdalenen-Inseln zur ebenfalls britischen Kolonie Quebec (heute Ontario und Québec). Seit 1760 betreibt die Herrnhuter Brüdergemeine Missionsarbeit unter den Inuit-Ureinwohnern und gründete die Orte Hoffnungstal (Hopedale), Makkovik, Nain und Hebron. 1791 wurde Quebec in die Provinzen Ober- und Niederkanada eingeteilt, Labrador kam zu Niederkanada. 1809 kam Labrador (vom Cape Chidley bis zur Mündung des Fluss Romaine) zurück nach Neufundland. Der nördliche Bereich des Sankt-Lorenz-Golfes westlich von Blanc-Sablon wurde 1925 am 52. nördlichen Breitengrad von Labrador getrennt und kam zurück nach Kanada (Neufundland war zu diesem Zeitpunkt ein eigenes Dominion). Unter anderem führte dies 1927 zum Labrador-Grenzkonflikt. Am 23. Oktober 1943 wurde durch U 537 die unbemannte, deutsche Wetterfunkstation Kurt in der Atti-naukjuke Bay, heute Martin Bay genannt, errichtet. Diese Station wurde erst im Sommer des Jahres 1981 durch die kanadische Küstenwache wiederentdeckt. 1949 trat Neufundland dem 1867 gegründeten Kanadischen Bundesstaat bei und wurde Provinz. Die Provinz änderte 2001 den Namen von Neufundland in Neufundland und Labrador.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Johann Jakob Egli: Nomina geographica. Sprach- und Sacherklärung von 42000 geographischen Namen aller Erdräume., Friedrich Brandstetter, 2. Aufl. Leipzig 1893, S. 519
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Labrador (Kanada) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.