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Klara Höfels

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Klara Höfels, 2020

Klara Höfels (* 1949 in Grevenbroich; † 15. Mai 2022 in Berlin[1]) war eine deutsche Schauspielerin, Regisseurin und Theaterproduzentin.

Leben

Ausbildung und Privates

Von 1969 bis 1972 erhielt Klara Höfels ihre Schauspielausbildung an der Folkwang-Hochschule Essen[2]. Aus einer Beziehung mit dem Schauspieler Michael Greiling ging die 1982 geborene Tochter Alwara Höfels hervor, die ebenfalls den Schauspielberuf ergriff. Am 15. Mai 2022 starb sie nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren in Berlin.

Theater

Nach ihrer Schauspielausbildung machte Höfels im festen Engagement von 1972 bis 1974 ihre Anfängerjahre am Schlosstheater Celle, wo sie unter anderem unter der Regie von Eberhard Johow die Dorine im Tartuffe von Molière, die Nora in Der Pflug und die Sterne von Seán O’Casey und die Mascha in den Drei Schwestern von Anton Tschechow spielte.

1974 wechselte sie ans Stadttheater Kiel und blieb dort im festen Engagement bis 1978. Damals war das Schauspiel Kiel ein Mitbestimmungstheater, geleitet von Dieter Reible. Als junge Schauspielerin so vielfältig in den Theaterprozess eingebunden zu sein prägte Klara Höfels bis heute. Auch an diesem Theater war sie in protagonistischen Rollen besetzt.

Ihr nächstes festes Engagement hatte sie von 1978 bis 1983 am Schauspiel Frankfurt, das von Peter Palitzsch ebenfalls als Mitbestimmungstheater geleitet wurde. Hier spielte sie unter anderem in der Inszenierung von B. K. Tragelehn im Tartuffe von Molière die Elmire und in der Inszenierung von Thomas Langhoff die Mascha in den Drei Schwestern von Anton Tschechow. Zudem arbeitete sie in protagonistischen Rollen mit den Regisseuren Wilfried Minks, Hans Neuenfels, Maria Reinhard und anderen.

Von 1983 bis 1985 war Klara Höfels am Residenztheater München engagiert und spielte dort in der Inszenierung von Wilfried Minks die Prinzessin in Das Leben ein Traum von Calderon und in der Inszenierung von Maria Reinhard die Hauptrolle Marjorie in Extremities von William Mastrosimone.

Am Staatstheater Stuttgart von 1985 bis 1990 engagiert spielte sie in der Inszenierung von Arie Zinger die weibliche Hauptrolle Anna Petrovna mit Gert Voss als Platonov in Wild Honey von Michael Frayn und in der Inszenierung von Jürgen Bosse die weibliche Hauptrolle Farown in das Freudenfeuer für den Bischof von Seán O’Casey.

1990 entschied sich Klara Höfels freiberuflich tätig zu sein, hauptsächlich, um eigene Theater- und Filmprojekte verwirklichen zu können. Sie war jedoch weiterhin als Gastschauspielerin an Stadt- und Staatstheatern engagiert. So spielte sie zum Beispiel 1997 am Berliner Ensemble die Rolle der Frau Sarti im Leben des Galilei von Bertolt Brecht, eine Inszenierung von B. K. Tragelehn mit Sepp Bierbichler als Galilei.

2001 am Staatstheater Kassel spielte sie die weibliche Hauptrolle Arkadina in Die Möwe von Anton Tschechow in der Inszenierung von Roland Schäfer und 2014 Ella Rentheim in John Gabriel Borkman von Henrik Ibsen am Stadttheater Augsburg.

1988 lernte sie am Staatstheater Stuttgart den Autor und Regisseur Christian Achmed Gad Elkarim (Christian Duda) kennen. Gemeinsam bewarben sie sich um das Kammertheater des Staatstheaters als Autorenbühne und realisierten in den folgenden Jahren in Stuttgart und Berlin Theateraufführungen, die in Koproduktionen mit Theatern erarbeitet zur Uraufführung kamen:

  • 1989 Medea Medea[3]
  • Koproduktion mit dem Staatstheater Nürnberg, Autoren Christian Duda / Helmut Lorin, Medea: Klara Höfels, Regie: C. A. Gad Elkarim
  • 1991 EswarKriegesistKriegeswirdKriegsein[4]
  • Koproduktion mit dem Renitenztheater Stuttgart, Autor: Christian Duda, Schauspielerin Klara Höfels u. a., Regie: C. A. Gad Elkarim
  • 1990 Theater Intim[5]
  • Koproduktion mit dem Renitenztheater Stuttgart, Autor: Helmut Lorin, Schauspielerin: Klara Höfels und Helmut Lorin, Regie: C. A. Gad Elkarim
  • 1992 Lucrezia Borgia[6]
  • Auftragsarbeit der Universität Stuttgart für den Kongress Die Borgia in Schwäbisch Hall, Produktion & Schauspielerin: Klara Höfels, Autor: Christian Duda, Regie, Bühne, Kostüm: C. A. Elkarim
  • 1993 Dr. hc. Burkhardt Blässling[7]
  • Uraufführung in der Musikhalle Ludwigsburg, Autor: Christian Duda, Schauspielerin: Klara Höfels, Regie: C. A. Gad Elkarim
  • 1997 Der Jude von Malta[8] von Christopher Marlowe in der Bearbeitung von C. Duda, Theater am Ufer Berlin, Produktion & Schauspiel: Klara Höfels, Textbearbeitung: Christian Duda; Regie: C. A. Gad Elkarim

Nachdem Höfels und Elkarim ihre Zusammenarbeit beendet hatten, setzte sie sich auch weiterhin für die Gründung eines Autorentheaters ein. So veranstaltete sie über ein Jahr (2005–2006) sechzehn Szenische Lesungen im Literaturhaus Berlin.[9]

Film und Fernsehen

Ab Mitte der 1990er war Höfels neben ihrer Tätigkeit am Theater auch in Film und Fernsehen aktiv. Höfels hatte mehrere feste Serienrollen inne. In der KiKA-Weihnachtsserie Beutolomäus sucht den Weihnachtsmann mit der fiktiven Weihnachtsfigur Beutolomäus übernahm sie als Felicitas eine durchgehende Nebenrolle. Von 2006 bis 2007 spielte sie die Rolle der Ingrid Schlüter in der RTL-Serie Hinter Gittern – Der Frauenknast. 2017 verkörperte sie die Rolle der Dr. Hannelore Thies in der Telenovela Rote Rosen. Sie übernahm wiederholt Gastrollen in zahlreichen Fernsehserien- und reihen, wie Rosa Roth, Notruf Hafenkante, Chaos-Queens, Wilsberg oder 2020 als Allgemeinmedizinerin Dr. Susanne Oppermann in der Folge Gute Besserung der ZDF-Krimireihe Ein starkes Team.

Theatrografie

Festes Engagement

1972–1974 Schlosstheater Celle

1974–1978 Stadttheater Kiel

1978–1983 Schauspiel Frankfurt

1983–1985 Residenztheater München

  • Flug über die Anden, Regie: Arie Zinger
  • Extremities, Regie: Maria Reinhard

1985–1990 Staatstheater Stuttgart

  • Der wilde Honig, Regie: Arie Zinger
  • Der nackte Wahnsinn, Regie: C. Kohlmann
  • Wie Du, Regie: Arie Zinger
  • Der Kirschgarten, Regie: N. P. Rudolph
  • Endspiel, Regie: N. P. Rudolph
  • Freudenfeuer für den Bischof, Regie: Jürgen Bosse

Gastrollen

Eigene Theaterprojekte

Filmografie (Auswahl)

Film- und Fernsehrollen (Auswahl)

Dokumentarfilme von Klara Höfels

  • 2010: 10 MONATE, Konzept, Kamera, Schnitt, Regie: Klara Höfels[14]
  • 2009: Das letzte Mal, Konzept, Regie: Klara Höfels, Kamera: Harald Korff/Klara Höfels, Schnitt: Britt Kanja/Klara Höfels
  • 2008: Klara Klar, Konzept, Kamera, Schnitt, Regie: Klara Höfels
  • 2007: Frauenleben, Konzept, Kamera, Schnitt, Regie: Klara Höfels

Auszeichnungen

  • 2016: EHO/ECHO – Silver Zenith auf dem Internationalen Filmfestival in Montreal[15]
  • 2018: BREATH – Heart of Sarajevo for the best Short-Film[16]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Schauspielerin Klara Höfels ist gestorben. In: t-online.de, 16. Mai 2022, abgerufen am 16. Mai 2022.
  2. Klara Höfels bei crew united, abgerufen am 2. Februar 2022
  3. Medea Medea. Abgerufen am 5. August 2020.
  4. EswarKriegesistKriegeswirdKriegsein. Abgerufen am 5. August 2020.
  5. Theater Intim. Abgerufen am 5. August 2020.
  6. Lucrecia Borgia. Abgerufen am 5. August 2020.
  7. Dr. hc. Burkhardt Blässling. Abgerufen am 5. August 2020.
  8. Der Jude von Malta. Abgerufen am 5. August 2020.
  9. Autorentheater Berlin. Abgerufen am 5. August 2020.
  10. LEBEN: Acht Frauen – acht Wege. Abgerufen am 21. Mai 2018.
  11. Autorentheater Berlin. Abgerufen am 5. August 2020.
  12. Pantarhei alles fliesst. Abgerufen am 5. August 2020.
  13. Autorentheater Berlin. Abgerufen am 5. August 2020.
  14. Klara Höfels Dokumentarfilme. Abgerufen am 5. August 2020.
  15. fehlerhafte Einbindung der Vorlage (Fehler 5: Unerlaubter Wert für typ)Vorlage:IMDb/Wartung/Unerlaubter Wert für typVorlage:IMDb/Wartung/Verschiedene Kenner in Wikipedia und WikidataVorlage:IMDb/Wartung/Wikidata-Bezeichnung vom gesetzten Namen verschiedenVorlage:IMDb/Wartung/Wikidata-Bezeichnung vom Seitennamen verschiedenVorlage:IMDb/Wartung/Beschreibung ist zu langFehler bei Vorlage * Parametername unbekannt (Vorlage:IMDb): 'Abruf'
  16. The Heart of Sarajevo for Best Documentary Film goes to A Mere Breath. Institute of Documentary Film, 22. August 2016, abgerufen am 12. August 2020.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Klara Höfels aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.