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Jan-Pieter Barbian

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Jan-Pieter Barbian

Jan-Pieter Barbian (* 20. Juli 1958 in Saarbrücken) ist ein deutscher Kulturhistoriker und seit 1999 Direktor der Stadtbibliothek Duisburg.

Leben und Wirken

Das Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Universität Trier schloss Barbian 1986 mit dem Magister Artium ab. 1991 wurde er mit einer Arbeit über „Literaturpolitik im ‚Dritten Reich‘. Institutionen, Kompetenzen, Betätigungsfelder“ promoviert. Von 1987 bis 1991 war Barbian Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Trier und von 1991 bis 1998 Fachbereichsleiter für Kulturelle Bildung an der Volkshochschule der Stadt Duisburg.

Seit 1999 ist Barbian Direktor der Stadtbibliothek Duisburg sowie ehrenamtlicher Geschäftsführer des Vereins für Literatur Duisburg und der Duisburger Bibliotheksstiftung. Zwischen 2010 und 2013 war er zudem Mitglied im Vorstand des Deutschen Bibliotheksverbands und zwischen 2011 und 2017 Mitglied im Kuratorium des Deutschen Literaturfonds, dessen Vorsitzender er von 2014 bis 2017 war. Des Weiteren ist er seit 2017 Mitglied im Bibliothekarischen Beirat des ekz.bibliotheksservice in Reutlingen.

Im Zuge seiner Tätigkeit als Direktor der Stadtbibliothek Duisburg publizierte Barbian zwischen September und Oktober 2009 für die „Librarian in Residence“, einen Blog des Goethe-Instituts,[1] und erhielt von diesem in der Zeit von 2010 bis 2016 Einladungen zu mehreren Vortragsreisen nach Chengdu, Guangzhou, Hangzhou, Hongkong, Peking, Shanghai und Wuhan sowie Moskau, Perm und Genua.

Seit 2011 ist Barbian auch als Lehrbeauftragter im Institut für Optionale Studien (IOS) der Universität Duisburg-Essen tätig.[2]

Jan-Pieter Barbian ist seit 2017 verheiratet und Vater eines Sohnes.

Forschung

Barbian hat zahlreiche Publikationen zur Literatur- und Kulturpolitik der NS-Zeit, zu Film und Politik in der Weimarer Republik, zur Geschichte und Literatur des Ruhrgebiets im 20. Jahrhundert, zu den deutsch-französischen Beziehungen auf dem Gebiet des Montanwesens im 18. und frühen 19. Jahrhundert, zu den deutsch-niederländischen Beziehungen in der Weimarer Republik und zu den deutsch-polnischen Beziehungen im 20. Jahrhundert veröffentlicht.

Publikationen (Auswahl)

Als Autor:

  • Literaturpolitik im ‚Dritten Reich‘. Institutionen, Kompetenzen, Betätigungsfelder. Buchhandels-Vereinigung, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-7657-1760-6 (zugleich: Phil. Diss. Universität Trier 1991; überarbeitete Taschenbuchausgabe: dtv, München 1995, ISBN 3-423-04668-6).
  • (mit Hans Georg Kraume und Sigurd Praetorius) Duisburg-Bibliographie. Verzeichnis der Schriften zu Duisburg für den Zeitraum 1987–2001. Klartext, Essen 2004, ISBN 978-3-89861-306-4.
  • Die vollendete Ohnmacht? Schriftsteller, Verleger und Buchhändler im NS-Staat. Ausgewählte Aufsätze. Klartext, Essen 2008, ISBN 978-3-89861-894-6.
  • Literaturpolitik im NS-Staat. Von der Gleichschaltung bis zum Ruin. S. Fischer, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-596-16306-9.
  • The Politics of Literature in Nazi Germany. Bloomsbury, New York [u. a.] 2013, ISBN 978-1-4411-0734-3.
  • (mit Wilfried Sühl-Strohmenger) Informationskompetenz. Leitbegriff bibliothekarischen Handelns in der digitalen Informationswelt. Dinges & Frick, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-934997-85-1.

Als Herausgeber:

  • (mit Ludger Heid) Zwischen gestern und morgen. Kriegsende und Wiederaufbau im Ruhrgebiet. Klartext, Essen 1995, ISBN 3-88474-284-1.
  • (mit Ludger Heid) Die Entdeckung des Ruhrgebietes. Das Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen 1946–1996. Klartext, Essen 1997, ISBN 3-88474-525-5.
  • (mit Marek Zybura) Erlebte Nachbarschaft. Aspekte der deutsch-polnischen Beziehungen im 20. Jahrhundert. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04149-8.
  • Juden im Ruhrgebiet. Vom Zeitalter der Aufklärung bis in die Gegenwart. Klartext, Essen 1999, ISBN 3-88474-694-4.
  • (mit Werner Ružička) Poesie und Politik. Der Dokumentarfilmer Joris Ivens (1898–1989). Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 2001, ISBN 3-88476-489-6.
  • (mit Hanneliese Palm) Die Entdeckung des Ruhrgebiets in der Literatur (= Schriften des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt. Bd. 18). Klartext, Essen 2009, ISBN 978-3-8375-0123-0.
  • (mit Hans Georg Kraume und Sigurd Praetorius) Nationalsozialismus in Duisburg 1920–1945. Eine Einführung mit Bibliografie und Fotografien der Zeit. Klartext, Essen 2009, ISBN 978-3-8375-0124-7.
  • (mit Gertrude Cepl-Kaufmann und Hanneliese Palm) Von Flussidyllen und Fördertürmen. Literatur an der Nahtstelle zwischen Ruhr und Rhein. Klartext, Essen 2011, ISBN 978-3-8375-0524-5.
  • Literatur als Herzenssache. Der Verein für Literatur und Kunst und die Welt der Bücher in Duisburg 1912–2012. Klartext, Essen 2012, ISBN 978-3-8375-0717-1.
  • (mit Reinhard Wittmann und Ernst Fischer): Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Band 3 Drittes Reich, Teil 1. Herausgegeben im Auftrag der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, de Gruyter, Berlin/Boston 2015, ISBN 978-3-598-24806-1.
  • Vom „Sachsenspiegel“ bis zum eBook. Die Stadtbibliothek Duisburg als kommunales Medien-, Bildungs- und Kulturzentrum. Klartext, Essen 2017, ISBN 978-3-8375-1521-3.
  • (mit Werner Ružicka): Eberhard Fechner. Ein deutscher Erzähler. Klartext, Essen 2018, ISBN 978-3-8375-1993-8.

Weblinks

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Jan-Pieter Barbian aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.