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Hans Wolff (Politiker)

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Hans Wolff (geb. 25. Mai 1902 in Altona; gest. 22. April 1943 in Staraja Russa[1] an der Ostfront) war ein deutscher Pädagoge und nationalsozialistischer Schulpolitiker.

Leben

Wolff war Sohn eines Rechtsanwalts in Altona. Nach dem Schulbesuch in seiner Heimatstadt studierte er Naturwissenschaften an den Universitäten in Tübingen, Hamburg, Freiburg und Göttingen und schloss 1926 mit der Befähigung zum Lehramt an höheren Schulen und 1927 der Promotion zum Dr. phil ab. Seine Referendarzeit absolvierte er in der Provinz Schleswig-Holstein. Danach wurde er 1929 Lehrer an der Oberschule zum Dom in Lübeck. Wolff wurde am 1. März 1932 Mitglied der NSDAP und in der Wahl vom 13. November 1932 Mitglied der Lübecker Bürgerschaft. 1933 wurde er Regierungsdirektor in der Lübecker Kultusverwaltung unter Senator Ulrich Burgstaller und nach der Entlassung von Landesschulrat Sebald Schwarz durch den Lübecker Senat am 31. März 1933 dessen (zunächst kommissarischer) Nachfolger als Landesschulrat. Wolff gilt neben dem Justizsenator Hans Böhmcker als der eigentliche Motor der frühzeitigen Gleichschaltung des Lübecker Kulturlebens 1933/1934. Am 21. Mai 1938 wurde er Stadtrat der inzwischen durch das Groß-Hamburg-Gesetz mediatisierten Stadt. Bei Kriegsausbruch 1939 wurde er als Wachtmeister d. Res. und Nachrichtenbetriebsleiter zur 30. Infanterie-Division der Wehrmacht eingezogen und fiel 1943 als Oberleutnant an der Ostfront.[2] Sein Nachfolger in Lübeck wurde kommissarisch der reaktivierte Staatsrat i. R. Friedrich Wilhelm Lange.

Schriften

Weltanschauliche Beiträge von Wolff erschienen 1936 bis 1942 im Jahrbuch Der Wagen und in den Lübeckischen Blättern.

Literatur

  • Jörg Fligge: Lübecker Schulen im „Dritten Reich“: eine Studie zum Bildungswesen in der NS-Zeit im Kontext der Entwicklung im Reichsgebiet. Schmidt-Römhild, Lübeck 2014, insbesondere S. 851–856 ISBN 978-3-7950-5214-0

Einzelnachweise

  1. Sterbeort nach Gräbersuche online des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge
  2. Nach Gräbersuche online war sein letzter Dienstgrad Hauptmann


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