Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

André Herzberg

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

André Herzberg (* 1955 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Musiker, Sänger und Schauspieler. Seine größten Erfolge feierte er mit der Band Pankow.

Biografie

Herzberg wurde als jüngster Sohn in einer streng kommunistisch orientierten, jüdischen Familie geboren. Ab 1961 bekam er Geigenunterricht und engagierte sich im Turnsport. 1973 stieg er bei der Weißenseer Band Bodyhall ein und erhielt fortan Gesangsunterricht an der Musikschule Friedrichshain. 1979 war Herzberg Mitbegründer der Gaukler-Rock-Band, absolvierte ein Musikstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und die Band stieg in die DDR-Hitparade mit einem Nummer-1-Hit ein.

Als 1981 Veronika Fischer, Frontfrau der Band 4 PS, nach einem Konzert in West-Berlin blieb, gründeten Jürgen Ehle (Gitarre), Frank Hille (Schlagzeug), Hans-Jürgen Reznicek (Bassgitarre) und Rainer Kirchmann (Keyboard) die Band Pankow. Herzberg wurde als Frontmann geholt.

Von seinem Bruder Wolfgang Herzberg (alias Frauke Klauke) stammte der Text für das Rocktheaterstück Paule Panke, welches den Alltag eines Lehrlings realistisch beschrieb. Pankow machte dazu die Musik und inszenierte es. Auf Tonträger wurde dieses Stück vorerst nicht veröffentlicht, da Kulturfunktionäre dies verhinderten. Zum Ende der DDR 1989 erschien eine Rundfunk-Aufzeichnung aus dem Jahre 1982 auf der LP Paule Panke – Ein Tag aus dem Leben eines Lehrlings. Live 1982.

1983 erschien das erste Pankow-Album Kille Kille, welches 120.000 Mal verkauft wurde. Pankow produzierte mehrere Nummer-Eins-Songs wie Die wundersame Geschichte von Gabi, Inge Pawelczik und den Titel Werkstattsong aus dem Rocktheaterstück. 1984 erschien das Album und Rockspektakel Hans im Glück nach einem Märchen der Gebrüder Grimm, das am 15. März 2009 eine Neuinszenierung gemeinsam mit Schauspielern der Berliner Volksbühne erlebte.

Die erste Tournee in Westeuropa starteten sie 1986 mit ihrem Album Keine Stars. Ab 1987 arbeitete Herzberg als Schauspieler am Theater Schwedt im Musical Paule Panke. 1988 nahm Pankow das Album Aufruhr in den Augen auf. Zum 10-jährigen Bandjubiläum 1991 erfolgte eine DDR-Tournee gemeinsam mit der Bigband der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Hiervon erschien ein Konzertmitschnitt auf VHS-Kassette. Nebenbei war er 1989 am Theater bei dem Tagebuch eines Wahnsinnigen nach Gogol tätig. 1996 nahm Herzberg mit Pankow das Album Am Rande vom Wahnsinn auf, 1998 starteten sie eine Tournee mit einigen Brechtsongs. Am 31. Dezember 1998 löste sich Pankow vorerst auf.

1991 startete Herzberg eine Solokarriere mit einem eigenen Album. Sein zweites Soloalbum Tohuwabohu erschien 1994, die gleichnamige Theatershow an der Volksbühne veranstaltete er in Berlin. Die Fernsehsendung Anplackt für den MDR moderierte er 1995.

Im Jahre 2000 erschien sein Erzählband Geschichten aus dem Bett. Er schrieb einige Songs für das Musical Das kalte Herz nach Wilhelm Hauff am Hans-Otto-Theater in Potsdam[1]. In der Autoren-Edition des Berliner Avinus-Verlags erschien 2004 Herzbergs autobiografischer Roman Mosaik.

Diskografie

  • 1991: André Herzberg, K&P Music / BMG Ariola
  • 1994: Tohuwabohu, K&P Music / BMG Ariola
  • 1999: Herzberg 91-99 Ausverkauf (Sampler), K&P Music / BMG Ariola
  • 2004: Losglöst, Dunefish (edel AG)[2]
  • 2008: Das kalte Herz, Dunefish (edel AG)

Bücher

Literatur

  • Götz Hintze: Rocklexikon der DDR. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-303-9

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.daskalteherz-puppenmusical.de/
  2. André Herzberg bei edel AG


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel André Herzberg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.