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Alfred Sternthal

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Alfred Sternthal (geb. 25. September 1862 in Köthen; gest. 24. April 1942 in Chicago) war ein Dermatologe, Pionier der dermatologischen Strahlentherapie und Kämpfer für öffentliche Gesundheitspflege.

Leben und Wirken

Sternthal ließ sich 1887 als einer der ersten Dermatologen in Braunschweig nieder. Seine Praxis befand sich an der Wolfenbütteler Straße. 1897 führte Sternthal die Strahlentherapie für Hautkrankheiten ein.[1] Aufgrund seines jüdischen Glaubens wurde ihm die Leitung der Dermatologie am Landeskrankenhaus verwehrt.[1] Im Jahre 1905 wurde er Oberarzt am Roten-Kreuz-Krankenhaus der Stadt. 1932 wurde er zum Vorsitzenden des Vereins für Naturwissenschaften gewählt, musste dieses Amt aber im April 1933 aufgeben. Alfred Sternthal und seine Frau Paula (1869–1942), geb. Edelstein, hatten zwei Kinder: Friedrich (1889–1964), Journalist und Ilse (1895–1949), Pianistin.[2]

Sternthal war wegbahnendes Mitglied des Braunschweiger Vereins für Gesundheitspflege. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er, als er sich für die Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten durch öffentliche Aufklärung einsetze. Am 31. März 1936[1] emigrierte er mit seiner Familie wegen der Nationalsozialisten in die USA.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert. S. 584.
  2. Bert Bilzer und Richard Moderhack (Hrsg.): BRUNSVICENSIA JUDAICA. Gedenkbuch für die jüdischen Mitbürger der Stadt Braunschweig 1933–1945. in: Braunschweiger Werkstücke. Band 35, Braunschweig 1966, S. 219.


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