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Aktion Albrecht I.

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Die Aktion Albrecht I. (tschechisch akce Albrecht I.) vom September 1939 war nach der Aktion Gitter (Frühjahr 1939) die zweite große Verhaftungswelle im Protektorat Böhmen und Mähren nach der sogenannten Zerschlagung der Rest-Tschechei. Sie betraf etwa 2000 Personen.

Bedeutung und Verlauf

Nach der Aktion Gitter, die unmittelbar nach der Ausrufung des Protektorats stattfand und zur Verhaftung von bis zu 6400 Personen führte, hat die Gestapo bereits seit Sommer 1939 die Aktion Albrecht I. vorbereitet, die mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs durchgeführt wurde. Sie richtete sich gegen Personen, die in der ersten Aktion nicht verhaftet wurden: gegen Sozialdemokraten und Kommunisten, antifaschistische und linksorientierte Intellektuelle, deutsche Emigranten, Juden und Offiziere der tschechoslowakischen Armee, die präventiv verhaftet wurden, damit sie nicht den organisierten tschechischen Widerstand stärken.

Unter den etwa 2000 verhafteten Personen befanden sich unter anderem der Prager Oberbürgermeister Petr Zenkl, der Journalist Ferdinand Peroutka, Schriftsteller und Zeichner Josef Čapek, der Direktor der Brünner Wasserwerke Vojtěch Beneš, die Abgeordneten Antonín Remeš, Alois Neuman und Karel Moudrý und andere. Zu diesem Zeitpunkt musste man keine Rücksichten auf die Meinung im Ausland nehmen und so wurden die Verhafteten umgehend und direkt in das Konzentrationslager Buchenwald transportiert, teilweise mit einem Zwischenaufenthalt im KZ Dachau. Bei der Befreiung des Konzentrationslagers am 11. April 1945 befanden sich dort von den zweitausend nur noch 166 Personen.

Quellen

  • Einlieferung nach Dachau und Lebensbedingungen im Lager / Terrorwellen, Portal haGalil.com, Jüdisches Leben online, online auf: www.hagalil.com.
  • Šárka Helmichová: PERZEKUCE BEZ SOUDU – CESTA K VYHLAZENÍ ČECHU, Portal Český svaz bojovníků za svobodu, online auf: www.zasvobodu.cz (Memento vom 24. Mai 2008 im Internet Archive)
  • Od Mnichova k válce, Begleittext zu einer Ausstellung, hrsg. vom ÚSTR Prag, online auf: www.ustrcr.cz, tschechisch, abgerufen am 23. Oktober 2010

Siehe auch


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