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Alois Neuman

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Alois Neuman (geb. 12. März 1901 in Smidary; gest. 27. Juli 1977 in Prag) war ein tschechischer Sozialist, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Häftling im KZ Buchenwald und Justizminister der Regierung der ČSR.

Leben

Neuman studierte von 1920 bis 1924 Rechtswissenschaften an der Karlsuniversität von Prag und wurde 1925 zum Doktor der Rechte promoviert. Er wurde Mitglied der Tschechoslowakischen Sozialistischen Partei (ČSP) und später Vizepräsident ihres Zentralkomitees. Von 1937 bis 1939 war er Bürgermeister von Budweis. Nach der „Zerschlagung der Rest-Tschechei“ 1939 wurde er in das KZ Buchenwald eingeliefert. Hier beteiligte er sich am Lagerwiderstand und gehörte zum Internationalen Lagerkomitee (ILK).

Als die NS-Herrschaft beseitigt war, gehörte er zu den vier Unterzeichnern einer Grußadresse des tschechoslowakischen Nationalausschusses, die dieser am 15. April an das ILK richtete.[1]

Nach seiner Rückkehr in die Heimat war er von 1948 bis 1952 Postminister, danach Minister für Kommunikation und von Juli 1960 bis April 1968 Minister der Justiz in der Regierung der ČSR. Im Jahre 1957 gab er einen Erinnerungsbericht über den Widerstand der tschechoslowakischen Häftlinge in Buchenwald heraus.

Veröffentlichungen

  • N[emecká] D[emokratická] R[epublika], nový stát, nový lid, nový život, Praha : Orbis, 1956
  • Německý lid na nových cestách, Praha : Orbis, 1953

Literatur

Weblinks

Alois Neuman auf www.totalita.cz. Abgerufen 16. Juni 2011

Einzelnachweise

  1. Autorenkollektiv: Buchenwald. Mahnung und Verpflichtung. Dokumente und Berichte, Berlin 1983, S. 653


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Alois Neuman aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.