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1812

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Ereignisse

  • 21. Januar 1812: In Bonn wird Moses Hess (gest. 1875 Paris) in eine orthodoxe jüdische Familie geboren, Vater des modernen Sozialismus auf stark ethischer Grundlage, deshalb auch "Kommunistenrabbi" genannt; 1841 Mitbegründer der "Rheinischen Zeitung" (vgl. ausführlicher zu Moses Hess noch: 1862).
  • 28.2.1812-8.2.1882: Berthold Auerbach (eigentlich Moses Baruch Auerbacher, Pseudonym Theobald Chauber), geb. Nordstetten am Neckar (heute Horb am Neckar) als neuntes Kind des Händlers Jacob Auerbach und seiner Ehefrau Edel Frank, gest. in Cannes (während eines Kuraufenthaltes, nachdem er sich zuvor eine schwere Lungenentzündung zugezogen hatte), deutsch-jüdischer Schriftsteller, Freimaurer, besuchte die erste jüdische Gemeindeschule des Königreichs Baden-Württemberg, 1825 Bar Mizwa, im selben Jahr wird er auf die Talmudschule (Beth Hamidrasch) nach Hechingen geschickt, dafür ist aber ab 1827 kein Geld mehr da; eigentlich sollte er wie sein Grossvater Rabbiner werden, doch eine Verurteilung wegen „staatsfeindlicher Umtriebe“ verbaute dem Mitglied der radikal-liberalen (und verbotenen) Burschenschaft Germania 1836 diese Möglichkeit (ab Januar 1837 zwei Monate Festungshaft in Hohenasperg – da in diesem Gefängnis fast ausschliesslich Burschenschafter eingesperrt sind, nennt es der Volksmund „Demagogenherberge“); als Vorbestrafter ist ihm der Weg ins Rabbinat verschlossen, und er wendet sich notgedrungen der Schriftstellerei zu, wird Verfechter von Liberalismus und jüdischer Gleichberechtigung (jüdische Programmschriften, u. a.: „Das Judentum und die neueste Literatur“, 1836), grossdeutsch gesinnt; mit seinen „Schwarzwälder Dorfgeschichten“, 4 Bände, 1843-1853 und mit dem Roman „Barfüssele“, 1856, war er einer der meistgelesenen Autoren seiner Epoche; von Hebbel angefeindet; schrieb auch einen Spinozaroman (1837); nachdem seine erste Frau Auguste Schreiber (Heirat 1847 in Breslau, einer der Trauzeugen ist Gustav Freytag) 1848 am Kindbettfieber starb, heiratete er im folgenden Jahr Nina Landesmann (im mährischen Eisgrub); Berthold Auerbach wurde unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung auf dem jüdischen Friedhof seines Heimatorts Nordstetten beigesetzt; in diesem Stadtteil von Horb am Neckar befindet sich heute auch das Berthold-Auerbach-Museum
  • 11. März 1812: Preußisches Judenedikt

Bücher

Zeitungen und Zeitschriften

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