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Schebitko

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Namen von Schebitko
Horusname
<hiero>G5</hiero>
<hiero>Dd xa:a</hiero>
Srxtail2.svg
Djed-chau
Ḏd-ḫˁ.w
Mit dauernden Erscheinungen
Nebtiname
<hiero>G16</hiero> <hiero>-O29:D36-F8-G17-N17:N17:N17:nb</hiero>
Aa-ba-em-neb-taui
ˁ3-b3-m-nb-t3wj
Groß an Ansehen in allen Ländern
Goldname
<hiero>G8</hiero> <hiero>O29:D36:F23-V28-A25-T10-Z3-Z3-Z3</hiero>
Aa-chepesch-hui-pedjet-9
ˁ3-ḫpš ḥwj pḏt 9
Mit großer Schlagkraft, der die Neun Bogen schlägt
Thronname
<hiero>M23:X1-L2:X1</hiero> Hiero Ca1.svg
<hiero>ra Dd kA kA kA</hiero>
Hiero Ca2.svg
Djed-kau-Re
Ḏd-k3.w-Rˁ
Mit dauerhaftem Ka, ein Re
Eigenname
Hiero Ca1.svg
<hiero>SA E10:tA kA</hiero>
Hiero Ca2.svg
Schebitko / Schabataka (Scha ba ta ka)
šbtk / Š3 b3 t3 k3

Schebitko (auch Sebitku, Schabataka) war der 4. Pharao (König) der 25. Dynastie. Seine Regierungszeit ist um 707/706 bis 691 v. Chr. anzusetzen. Er ist der Nachfolger und möglicherweise Neffe des Schabaka. Seine Gemahlinnen heißen Arti und Qalhat.

Weitere Namen

Der Horusname und den Thronnamen übernimmt er vom Namen des Djedkare Asosi aus der 5. Dynastie. Der auf einer Kaiinschrift aus Karnak erwähnte Horusname „Starker Stier, der in Theben erscheint“ sowie der Nebtiname „Der die Maat erscheinen lässt, Geliebter der beiden Länder“ „beziehungsweise „Mit dauernden Erscheinungen“ sowie der Goldname „Der über den Sieg“ zufrieden ist“ ist dagegen an die Titulatur von Thutmosis III. angelehnt.

Herkunft

Die Herkunft des Schebitko ist nicht genau bekannt. Manetho nennt ihn als einen Sohn des Schabaka. Nach einem anderen Text könnte er eventuell der Bruder des Taharqa und damit ein Sohn des Pije sein.[1]

Belege

Aus Ägypten sind von Schebitko mehrere Daten bekannt; so beispielsweise das dritte Jahr auf einer Nilstandsinschrift am Kai von Karnak[2] und das 15. Jahr auf einer Statue. Eine Schenkungsstele des Fürsten Patjenfi von Pharbaithos nennt das 10. Jahr von Schebitko.[3] Rolf Krauss datiert das dritte Regierungsjahr aufgrund der Inschrift bezüglich des Amun-Re-Festes auf 701 v. Chr., verweist jedoch auf die Möglichkeit, dass sich das zugehörige Datum im altägyptischen Mondkalender auch auf das Jahr 704 v. Chr. beziehen kann, was wiederum ein Regierungsantritt Schebitkos um 707/706 v. Chr. bedeuten würde.

Als weitere Querverbindung ist die Nennung der Geburt eines Apis-Stieres unter Taharqa bekannt. Der Herrschaftsbeginn von Taharqa fällt dadurch in das Jahr 691 v. Chr. Das von Schebitko belegte 15. Regierungsjahr widerspricht somit einer Thronbesteigung um 704/703 v. Chr. Die meisten Ägyptologen setzen daher eine Regierungsdauer von etwa 16 bis 17 Jahren an, woraus sich ein Regierungsbeginn um etwa 707/706 v. Chr. ableitet.

Herrschaft

Außenpolitik

Außenpolitisch bedeutend ist, dass Schebitko gemeinsam mit anderen unter- und mittelägyptischen Kleinfürsten Stadtstaaten unterstützt, die sich gegen Assyrien erheben. In seinem zweiten Regierungsjahr zieht er in die Schlacht bei Altaqu/Elteqeh gegen Sanherib. Die Eroberung von Jerusalem kann aber nur durch die Unterwerfung des Hiskia von Juda verhindert werden.[4]

Bautätigkeit

Schebitko baute in Theben eine Kapelle am Heiligen See und erweiterte die Kapelle des Osiris-Herr-der-Ewigkeit mit Amenirdis I. zusammen. An der Südostecke des Luxortempels ersetzte er einige Reliefs von Ramses III. durch Szenen zur Anbetung der Götter Amun, Hathor und Mut.[5] Aus Memphis ist eine Statue bekannt, und im Serapeum in Sakkara gibt es Hieroglyphenkartuschen. Außerdem wird er auf der Schenkungsstele mit seinem 10. Jahr und auf der Stele eines Totenpriesters des Schebitko genannt. Ein Bronzenaos, ein Anch-Zeichen aus Fayence aus Kawa, der Griff eines Sistrums und verschiedene weitere Objekte können ihm allerdings nicht sicher zugeschrieben werden.[6]

Sein Grab

Schebitko wurde in einer Grabpyramide (Nr. 18) in El-Kurru bestattet; es wurden Reste der Grabausstattung (Uschebtis, Opfertafel, Elfenbein) sowie Schädel und Knochen von Schebitko gefunden. In der Nähe befanden sich Begräbnisstätten für die königlichen Pferde.[5][7]

Literatur

  • Charles Bonnet, Dominique Valbelle: Pharaonen aus dem schwarzen Afrika. von Zabern, Mainz 2006, ISBN 978-3-8053-3648-2.
  • Christian Dereser: Die 25. Dynastie: Ägypten unter nubischer Herrschaft. In: Gabriele Höber-Kamel (Hrsg.): Kemet Heft 1/2011. Kemet, Berlin 2011, ISSN 09435972, S. 22.
  • Karl Jansen-Winkeln: The Chronology of the Third Intermediate Period: Dyns 22–24. In: Erik Hornung, Rolf Krauss, David A. Warburton (Hrsg.): Ancient Egyptian Chronology (= Handbook of Oriental studies. Section One. The Near and Middle East. Band 83). Brill, Leiden/ Boston 2006, ISBN 978-90-04-11385-5, S. 234–264 (Online).
  • Karl Jansen-Winkeln: Die 25. Dynastie. In: Inschriften der Spätzeit. Teil III, Harrassowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 3-423-03365-7, S. 39–53.
  • Jean Leclant: Schabataka. In: Wolfgang Helck (Hrsg.): Lexikon der Ägyptologie (LdÄ). Band V, Harrassowitz, Wiesbaden 1984, ISBN 3-447-02489-5, S. 514–520.
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96053-3, S. 246–247.

Einzelnachweise

  1. Aidan Dodson, Dyan Hilton: The Complete Royal Families of Ancient Egypt. Thames & Hudson, London 2004, ISBN 0500051283, S. 236–237.
  2. Jansen-Winkeln: Inschriften der Spätzeit. S. 40.
  3. Jansen-Winkeln: Inschriften der Spätzeit. S. 53.
  4. T. Schneider: Lexikon der Pharaonen. S. 247.
  5. 5,0 5,1 J. Leclant: Schabataka. In: LdÄ V, S. 514.
  6. Jansen-Winkeln: Inschriften der Spätzeit. S. 51–53.
  7. Jansen-Winkeln: Inschriften der Spätzeit. S. 51.

Weblinks

 Commons: Schebitko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Vorgänger Amt Nachfolger
Schabaka Pharao von Ägypten
707/706 bis 691 v. Chr.
Taharqa


Vorgänger Amt Nachfolger
Schabaka König von Nubien
708/707 bis 691 v. Chr.
Taharqa



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